Dienstag, 31. Januar 2017

Rate, rate, was ist das? [Cosplay]

Heute gibt es kein Interview, keinen spannenden Cosplay-Progress, sondern ein kleines Ratespiel! Ich habe euch ja Anfang des Monats verraten, welche Kostüme ich so plane. Mittlerweile haben sich schon ein paar Accessoires und Zubehör angesammelt. Ich habe mir mal alles angeschaut und dachte mir dann so: Warum eigentlich nicht mal eine kleine Raterunde dazu machen? Und tada, hier ist sie schon: Chimikos Cosplay-Quiz!

Bitte stellt euch die richtige Musik vor, mich in einem Quizmasteroutfit und dazu natürlich noch eine knackige Assistentin, die die folgenden Accessoires präsentiert! Stellt euch gerne auch einen imaginären Buzzer vor und wenn ihr richtig liegt, macht es natürlich Dingdingdingdingding!

Also, bevor wir zur Präsentation durch die smexy Assistentin kommen, ein kleiner Tipp: Manche sind wirklich einfach zuzuordnen. Den Link zu dem Planungspost habe ich natürlich verlinkt. Und dann gibt es diesen einen Gegenstand, der wird echt schwer zuzuordnen sein, darum verrate ich euch noch die möglichen Kostüme. Wir haben einmal Athene, einmal Honoka in der Job Version, einmal Ginny und einmal den Herbst.

Na dann, liebe Mitspieler- und spielerinnen präsentiere ich euch hiiiiiiiiiiiiermit meine bezaubernde Assistentin, die euch die Bilder präsentieren wird!








Und, konntet ihr alles zuordnen?

Sonntag, 22. Januar 2017

Kokostee - Oliver Geißen [Rezension]

Launig, amüsant und eine tolle Idee - was wäre, wenn die größten Stars unserer Geschichte eigentlich gar nicht tot sind, sondern stattdessen gemütlich ihren Ausstieg feiern? Oliver Geissen hat einen Gedanken, den sicher viele schon mal hatten, in Kokostee zusammengefasst.







Titel: Kokostee
Autor: Oliver Geissen
Verlag: Hoffmann & Campe
Erschienen: Oktober 2016
ISBN: 978-3-455-65138-6
Preis: 15,00€
Leseprobe
 
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Die Nacht war lau und sternenklar.








Es fehlt ein bisschen das übergeordnete Ziel bei diesem Buch - über lange Strecken tröpfelt es (das zugegebenermaßen sehr lesenswert) vor sich, aber es passiert einfach nicht viel. Es war perfekt zum Abschalten. Adscheis Einblick ist sehr entspannend, dabei ist er so ein richtiger Butler und das merkt man auch am Stil. Zurückhaltend, die feine "englische" Art sozusagen. Ich finde Adschei wunderbar. Da kommt eigentlich nur eine Frage auf: Wo kann ich meinen eigenen Adschei finden? Ich könnte dringend einen gebrauchen! Dieser Charakter ist so unglaublich liebenswert, er geht einem ans Herz und gegen Ende wird klar, es geht hier nicht um die Stars, es geht um ihn. Verdammt, ich habe mich in Adschei als Charakter echt verliebt, das wird mir gerade so richtig klar. Selten habe ich so einen wunderbaren Charakter gelesen. In nur wenigen Seiten wächst er einem mit seinen Taten und Worten ans Herz. Er ist liebenswert, aufmerksam und diese Zurückhaltung, da kann ich verstehen, dass er Marilyn ein guter Freund geworden ist.
Die Stars sind nicht ganz so, wie man sie sich vorstellt. Sie sind allesamt sehr naiv. Und verwöhnt (aber bei Adschei ist das auch kein Wunder). Irgendwie sind sie eher kleine Kinder, als erwachsene Menschen. Das passt aber auch irgendwie zu diesen Menschen, denn wer kann als Promi mit so einem Status komplett und wahrhaftig erwachsen werden? Eigentlich finde ich sie alle sehr unschuldig. Dennoch gibt es zwischendurch ein paar sehr weise und tolle Ratschläge, die man wirklich beherzigen kann. Gerade Marilyn hat ja auch ein Alter erreicht, in dem man das erwarten könnte. Auf alle Fälle sind alle herzensgute Charaktere.
Die Beziehungen untereinander... verrate ich nicht. Ich fand gerade eine Beziehung wirklich super. Überraschend, aber super. Ich mag jeden einzelnen auf seine Art und Weise, aber hey, Bob Marley ist Bob Marley. Ich mag Bob Marley. So.
Dieses Buch beruht nicht auf Handlungen und ausgefeilter Storyline. Es beruht auf den Figuren und die sind fantastisch. Danke, Oliver Geißen, für diese wundervollen Charaktere. Denen ist es auch zu verdanken, dass das Buch einfach warmherzig ist. Ich sag es euch, wenn ihr mal in düsterer Stimmung seid, Kokostee wird euch etwas ablenken.







Diese Charaktere gehen ans Herz. Ich bin ganz verliebt. Da macht es auch nichts aus, dass die Storyline etwas mau ist - Adschei und die Stars machen hier das Buch aus.


















Oliver Geissen gehört zu Deutschlands bekanntesten und beliebtesten Fernsehmoderatoren. Er moderierte u.a. top of the pops, Die Oliver Geissen Show, mehrfach die Echo-Verleihungen sowie Deutschland sucht den Superstar. Er lebt mit seiner Frau, drei Söhnen und einer Tochter in Hamburg.


 





Elvis Presley, Marilyn Monroe, Bob Marley, Michael Jackson, John Lennon, Kurt Cobain, Amy Winehouse. Lauter fantastische Prominente und Musiker, die viel zu früh gestorben sind. Oder vielleicht doch nicht? Ja, nicht so wirklich - mittlerweile leben sie auf einen wunderschönen und paradiesischen Insel, die sie vollkommen auskosten und genießen. Egal, ob Poolgymnastik, ein schöner Strand und natürlich den besten Butlerservice in Form von Butler Adschei, es könnte ihnen nicht besser gehen.
Und Adschei gönnt uns nun einen sehr sympathischen Einblick in die Welt dieser fantastischen Aussteiger!



Mein Dank geht an Hoffmann & Campe für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 19. Januar 2017

[Durch die Linse geschaut] Foto-Netiquette

In meinem ersten Blog möchte ich auf ein für mich sehr wichtiges Thema, was für andere evtl. eher langweilig ist, eingehen. Und zwar geht es um den Umgang mit dem Fotografen.
Viele kennen die Situation sicherlich: Ihr seid auf einer Con und werdet von einem Fotografen angesprochen, der euer Cosplay sehr cool findet und Fotos von diesem machen möchte. Egal ob das jetzt ein kurzer Schnappschuss ist oder ein kleines Shooting, was auch auf einer Con sehr aufwendig und anstrengend für beide Parteien sein kann.
In der Regel sollte der Fotograf soviel Anstand besitzen und euch natürlich fragen und nicht einfach drauf los knipsen - am Besten noch während Ihr am Essen seid oder gerade „blöd guckt“ (ja auch das gibt es alles). In unserem Fall gehen wir mal davon aus, dass er ganz nett gefragt hat. Ihr habt natürlich immer das Recht „Nein“ zusagen. Allerdings macht der Ton bekanntlich die Musik. Also ist ein kurzes, aber nettes „Nein“ angebrachter und kein schnippischer Kommentar oder eine plumpe Abfuhr. Wir sind alle Menschen und auch wenn einer von uns einen schlechten Tag hat/ hatte, kann man trotzdem nett und höflich sein (vorausgesetzt natürlich beide Seiten reagieren so, denn bekanntlich hallt es immer so aus dem Wald hinaus, wie man hinein schreit (ich weiß, ich bin heute sehr auf Sprichwörter ^^ )).

Fotografen-Sayu :)


Nun ist alles geklärt und ihr freut euch beide schon auf das bevorstehende kleine Shooting (was durchaus mal 1-2 Stunden dauern kann, das sollte man nicht unterschätzen).
Im besten Fall erzählt Ihr nun dem Fotografen ein bisschen was über Euren Chara. Wie er so vom Charakter her ist und was er so macht. Hier kann er sich dann ein bisschen ein Bild von dem Chara machen und Euch Hilfestellungen geben, falls ihr ideenlos seit, was das Posieren angeht.
Wer gut vorbereitet ist, hat natürlich schon einige ausgewählte Posen in der Hinterhand (darauf gehe ich nochmal in einem separaten Blogeintrag ein).
Was das Shooting auch noch unheimlich erleichtern kann, ist, wenn ihr dem Fotografen von vornherein sagt, ob es bei eurem Cosplay sogenannte „Schwachstellen gibt“. Also eine Schleife die immer verrutscht oder Rüschen, die sich verdrehen. So kann der Fotograf versuchen, darauf zu achten und keiner muss sich im Nachhinein darüber ärgern, das etwas nicht sitzt.
Ich versuche, meine Models, wenn es geht und ich dran denke xD, immer nach den Schwachstellen zu fragen.
Wenn dann nun alles im vollem Gange ist, ist es auch wichtig, sich vom Fotografen auch mal die Bilder zeigen zu lassen. So seht ihr (zwar in kleiner Ansicht, aber besser als nichts), ob die Perspektive passt und ob das Bild so ist, wie ihr es euch vorgestellt habt. Gibt es etwas, was ihr gerne anders nochmal versuchen möchtet oder der Fotograf einen anderen Winkel zum fotografieren wählen soll, dann sprecht mit ihm.
Immerhin ist es wichtig, dass Ihr und der Fotograf zufrieden mit dem Ergebnis sein könnt.
Gebt dem Fotografen auf jeden Fall auch Feedback. Was fandet Ihr toll während des Shootings bzw. was könnte er evtl. noch ändern oder verbessern? Auf was könnte er Eurer Meinung nach vielleicht sogar mehr achten (Augenmerk legen)?
Nun ist einige Zeit vergangen und die Session neigt sich dem Ende. Gebt am Besten dem Fotografen eine Coscard (Visitenkarte für Cosplayer und/ oder Fotografen) von euch mit. Andersrum wird Euch der Fotograf auch eine von sich geben. So habt Ihr die Möglichkeit in Kontakt zu bleiben und ihr wisst, wo Ihr die Bilder später finden werdet.

Coscard


Was nun aber auch wichtig ist (und für mich sowohl seitens des Cosplayers als auch des Fotografens selbstverständlich): Bedankt euch beim Fotografen für die Zeit, die er sich genommen hat und die Mühe. Ich selbst bedanke mich als Fotograf auch immer bei den Cosplayern, dass ich das Cosplay shooten durfte und sich eben auch das Model die Zeit genommen hat.
Da jeder Fotograf unterschiedlich ist, kann man nicht erwarten, dass gleich am Montag nach der Con die Bilder hochgeladen wurden. Gebt dem Fotografen Zeit, denn wenn Ihr dauernd nachfragt, sorgt Ihr nur dafür, dass evtl. der Fotograf nur noch weniger Lust hat, Eure Bilder zu bearbeiten. Wenn das Ganze aber wirklich sehr lange dauert (1-2 Jahre) kann man schon mal nachfragen bzw. gibt euch ja der Fotograf auch manchmal eine Zeitangabe, bis wann er es schaffen könnte. Danach könntet Ihr euch evtl. auch richten. Dafür muss man ein Gefühl bekommen.
Abschließend möchte ich nur noch sagen: Wenn Ihr von Eurem Fotografen dann die Bilder bekommen solltet, bedankt euch doch noch mal bei ihm für die Zeit und die Mühe, die er hier nochmal in die Bearbeitung gesteckt hat (besonders wenn Euch die Bilder sehr gefallen). Mich macht es immer traurig, kein Danke oder irgendwas vom Model zu bekommen. Man hat dann einfach Zweifel, ob alles zufriedenstellend war oder ist traurig und möchte dann evtl. nicht mehr mit dem Model zusammen arbeiten (ja, ich hatte auch schon mal diese Fälle und mich macht so was einfach traurig, deswegen wollte ich das noch mit ansprechen).

Sooooo nun seit ihr aber erlöst von mir ^^ Der Blog ist doch etwas länger geworden als gedacht, aber es ist für mich einfach ein sehr wichtiges Thema. Ich hoffe, Ihr hattet trotz der Länge Spaß beim Lesen und seid auch bei meinem nächsten Eintrag wieder mit dabei =)

Mittwoch, 18. Januar 2017

Ins Glück gebloggt - Gabriela Kasperski [Rezension]

Humorvoll zurück ins Leben bloggen - das schafft Nina ziemlich gut. Und bei dem Chaos, in dem sie gerade steckt, ist das eigentlich gar nicht so einfach.






Titel: Ins Glück gebloggt
Autor: Gabriela Kasperski
Verlag: Storybakery
Erschienen: November 2016
ISBN: 978-3-906847-06-1
Preis: 10,99 €

 
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Nervös stand ich vor dem Kleiderschrank.







Das hier ist sicherlich nicht das tiefgründigste und außergewöhnlichste Buch, es besticht aber mit einer sehr menschlichen Protagonistin und jede Menge Humor und Selbstironie.
Ich mag es ja, wenn Protagonisten von einem Schlamassel in den nächsten laufen und Nina ist da gerade total dabei: verschwundener Mann, Kinder fliegen aus, Klassentreffen, sexy Fußballtrainer und kein Geld. Das allein reicht ja schon für jede Menge Reibungspotenzial und Nina lässt auch kein Fettnäpfchen dabei aus. Das mag ich an ihr, weil sie echt normal ist, einfach nur normal. Da wird sie einem gleich sympathisch - obwohl ich sagen muss, dass sie mir manchmal schon sehr unselbstständig und eigentlich nicht sehr erwachsen wirkt. Gerade ihr Umgang mit dem Geld... na ja. Aber auch so Menschen muss es geben, nicht wahr? Da hat sie sich vielleicht etwas zu sehr auf ihren Mann verlassen, das kann dann eben ziemlich ungut enden, wie man sieht.
Überraschungen bietet die Geschichte nicht viele. Es ist recht vorhersehbar, aber dennoch hat man sein Vergnügen beim Lesen, wenn man sich darauf einlässt. Letztlich ist Ins Glück gebloggt ein Frauenroman, der eben nicht durch zu viel Tiefgang besticht. Dafür mag ich Gabriela Kasperkis Humor.
Das mit dem Bloggen kommt mir - als Bloggerin (nur falls euch das noch nicht aufgefallen ist) - etwas zu kurz in dem Buch vor. Dafür dass es schon im Titel steht, dauert es schon mal sehr lange, bis das Bloggen überhaupt Part der Story wird. Die Blogbeiträge sind sehr amüsant, aber da hätte ich mir auch noch einen Ticken mehr Pfiff und Würze gewünscht. Vermutlich würde ich mich nicht mal beschweren, aber es steht nun mal im Titel und da erwarte ich dann einfach mehr.
Das Ende wirkt etwas chaotisch und schnell und... chaotisch. Aber es passt zu Nina und zu dem, was ihr vorher passiert.







Eine amüsante Geschichte, wenn man mal abschalten will und einfach nur ein bisschen was Amüsantes lesen will. Tiefgründig wird es nicht, doch Nina ist sympathisch und es geht ums Bloggen. Also perfekte leichte Lektüre für zwischendurch!

















Gabriela Kaspersky hat Anglistik studiert, war Moderatorin bei SRF und Schauspielerin an verschiedenen Schweizer Theatern. Sie schreibt seit mehr als 10 Jahren Kriminal- und Frauenromane, bloggt regelmäßig und hat tausenden Minuten Serien für das Schweizer Fernsehen und für 3Sat bearbeitet. Sie ist Expertin für diverse Kulturfachstellen wie das Bundesamt für Kultur, sie arbeitet als Sprecherin und als Dozentin u.a. für das SRF und FOCAL. Sie ist Spezialistin für Kreativität und Spannung. Zudem weiß sie bestens, wie sich ein geschriebener Text beim Vortrag mit Leben füllen lässt. Darüber hinaus moderiert Gabriela Kasperski Großveranstaltungen.









Verzweifelt, verlassen und verdächtig - Nina hat ein Problem. Oder eigentlich viele Probleme: Ehemann Max will eine Auszeit und ist verschwunden. Ihre Schwiegermutter hat ihn als vermisst gemeldet und hält Nina für die Schuldige. Die Kinder verlassen das Heim und Nina kann weder als Putzfrau oder Babysitter Geld verdienen. Und dann ist da noch das Klassentreffen - und was ist das Ende vom Lied? Nina bloggt als Single Pocahontas über späte Schwangerschaften und frühe Menopausen. Außerdem gibt es da noch diesen sexy Fußballtrainer, der so gut nach Bitterschokolade riecht. Das Chaos regiert - und Nina bloggt sich durch alle Widrigkeiten ins Glück. Alles, was sie dafür braucht ist eine ordentliche Portion Mut und etwas Schokolade (oder Nutella...)

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 17. Januar 2017

[Aus dem Nähkästchen] Team Cupcat - unsere WCS-Team 2016

Heute freue ich mich ganz besonders über die Cosplayer, die ich interviewt habe. Denn, Trommelwirbel, es ist Team Cupcat. Wie? Wer? Chiko und Shiroku haben Deutschland wirklich unglaublich gut beim WCS (Word Cosplay Summit) vertreten. 
Ohne weitere Worte zu verlieren, hier die Fragen mit Team Cupcat:

 

Erst noch einmal herzlichen Glückwunsch! Euer Auftritt beim WCS war grandios und ich habe – schon im Halbfinale – richtig mitgefiebert (und war auch ziemlich empört!). Da bin ich jetzt ganz parteiisch: Meiner Ansicht nach hättet ihr das Treppchen wirklich verdient. Ihr wart großartig! Wie war das für euch auf WCS-Bühne? Hat sich der Auftritt noch einmal anders angefühlt als die Auftritte in Deutschland?

Shiroku: Vielen vielen Dank. J Das ist wirklich super lieb!
Es war aufjedenfall ein ganz anderes Gefühl in Japan. In Deutschland haben wir zwar auch schon einiges reingesteckt, aber es war nicht ansatzweise soviel Zeit, Geld und Herz. Wir wussten, dass es nur auf diese 2,5 Minuten ankommt und wollten Deutschland möglichst gut repräsentieren. Wir wussten, dass die Konkurrenz hart wird, daher haben wir einfach alles gegeben.
Uns war klar, dass wir niemals Chancen auf ein Treppchen gehabt hätten, daher war ich bei dem Halbfinale recht entspannt. Für mich war es in erster Linie wichtig, mit dem was ich leiste, zufrieden zu sein und sagen zu können, wir haben Deutschland einigermaßen gut vertreten. Aber als es auf die Bühne ging, war ich schon extremst aufgeregt.
Bei dem Finale war es aber richtig schlimm. Ich wusste, dass das WCS Team wegen des Zählfehlers eine Nachtschicht einschieben musste und es extremen Stress deswegen gab. Ich hatte daher den Druck zu „beweisen“, dass wir es wirklich verdient hatten, ins Finale zu kommen.
Aber als es vorbei war und wir die Reaktionen der Leute gesehen und gelesen haben, war ich einfach nur so glücklich. Diese 2,5 Minuten waren so schön und so toll, noch toller war es aber danach, als der Druck von uns fiel, nichts schief ging und die Leute uns für unsere Arbeit gelobt haben. Wir haben uns so sehr gefreut, das war eines der tollsten Momente. Einfach nur ein unsagbares Glücksgefühl zu wissen, dass jeder Cent und jede Minute die man reingesteckt hat, es wert waren.
Chiko: Vielen Dank für die lieben Worte. ^^ So etwas freut uns natürlich.
Unabhängig vom Wettbewerb und egal, wie oft man auf der Bühne steht, die Nervosität kurz vor dem Auftritt ist einfach immer da. Der Auftritt ist immer anders, das Publikum neu, die Bühnenverhältnisse und natürlich der Wettbewerbe selbst. Es ist also immer wieder eine neue Herausforderung, der man sich stellt. Das WCS Finale war da natürlich in vielen Sachen noch viel, viel spezieller. Jeder von uns hat das erste mal so viel Arbeit, Zeit und Geld in einen Auftritt gesteckt, dass natürlich auch die Anspannung entsprechend groß war. Und dann hat man natürlich diesen rießengroßen Wettbewerb, der im Vorfeld schon mit Paraden, Interviews und Kostümpräsentation daher kommt und bei dem es letztendlich sogar einen weltweiten Livestream gibt. Das ist schon eine ganz andere Nummer, als „nur“ der Vorentscheid in Deutschland, der an einem Tag durch ist.
Ich kann sagen, dass ich mich sehr glücklich gefühlt habe, nicht nur unsere Organisatoren an unserer Seite gewusst zu haben, die uns in allem unterstützt und entlastet hatten, wo es nur ging, sondern auch dass Shirou und ich uns da wunderbar ergänzt haben. Vor allem in der Vorrunde war ich total fertig mit den Nerven. Diese Vorrunde gab es 2016 das erste mal und niemand konnte einem mit der Erfahrung aus Vorjahren helfen. Shirou hat viel dazu beigetragen, dass ich mich nicht in Stress und Nervosität verrenne. Dagegen muss ich zugeben, war ich im Finale selbst sehr entspannt. Mein persönliches Ziel war, die Vorrunde zu schaffen und zu beweisen, dass Deutschlands Entscheidung uns zu wählen, eine gute war und wir uns im internationaler Feld beweisen konnten.
Schlussendlich haben wir so viel mehr erreicht, dass das ganze im Nachhinein nur schwer in Worte zu fassen ist.

Fotograf: Christoph Gerlach


Vielleicht könnt ihr euch für meine Leser noch einmal kurz vorstellen. Wer ihr seid und wie lange ihr schon in der Cosplay-Szene unterwegs seid: 

Shiroku: Ich bin die Hamburger Kartoffel Shiroku und bin seit 10 Jahren Cosplayerin und Sängerin. Die meisten werden mich als Sängerin kennen, die auf diversen Cons immer mal Konzerte gibt. Seit 2009 habe ich angefangen etwas ernsthafter zu cosplayen und seit 2-3 Jahren nehme ich auch ab und zu mal an Cosplaywettbewerben teil.
Chiko: Na dann, ich bin Chiko, mittlerweile runde 30 Jahre alt und Cosplayerin seit 2004. Ich bin keine gebürtige Hamburgerin, sondern komme aus dem wunderschönen Mecklenburg-Vorpommern und bin stolzer Ossi.
Ich nehme schon seit 2007 an Wettbewerben wie WCS, DCM, ECG oder EC teil. Ich bin ehrenamtlich seit mehreren Jahren auch im Animexx e.V. und auf animexx.de aktiv und bin im Organisationsteam der Animuc für den Bereich Event zuständig.

Der WCS war für euch beide nicht die erste Bühnenerfahrung. Was habt ihr denn vorher schon alles mitgenommen?

Shiroku: Ich stehe seit 10 Jahren monatlich mehrfach auf der Bühne. Ich habe nicht nur gesungen und getanzt, sondern war auch bei Showgruppen, habe geschauspielert oder einfach nur das Bühnenprogramm einer Con moderiert und gestaltet. Seit neustem nehme ich auch ab und zu an Cosplaywettbewerben teil.
Chiko: Schon kurz nachdem ich mit Cosplay angefangen habe, habe ich mit Freunden an normalen Cosplay-Wettbewerben teilgenommen. Seit es die DCM gibt, bin ich hier regelmäßiger Teilnehmer und konnte schon mehrfach im Finale auf der Bühne stehen. In Laufe der Jahren kamen dann auch Teilnahmen am WCS, ECG und EC Vorentscheid hinzu.

Wie viele Anläufe habt ihr gemacht, dass ihr letztes Jahr dann eben in Japan auf der Bühne stehen konntet?

Shiroku: Für mich war es die 2. Teilnahme am Vorentscheid. Ich hatte vor einigen Jahren es schon mal mit wem anderes probiert. Ich war selber überrascht, dass es gleich beim zweiten Anlauf geklappt hat.
Chiko: Das darf man eigentlich niemanden erzählen: 2015 war mein 6. Versuch beim WCS Vorentscheid. Ich hab eigentlich schon gar nicht mehr damit gerechnet.

Fotograf: meermiau


Erzählt doch ein bisschen was über den WCS-Ablauf. Wie habt ihr die Zeit in Japan erlebt und was habt ihr alles erlebt?

Shiroku: In Japan durften wir an vielen Events teilnehmen. Die Events fanden in Freizeitparks oder Museen mit nachgebauten traditionellen japanischen Häusern statt. Man durfte in den Attraktionen und den Häusern Fotos machen, was schon ein echtes Highlight war. Es gab Karaokeparties, die unheimlich Spaß gemacht haben und immer richtig gutes Essen.
Die schönsten Events waren die Paraden, wo wirklich tausende und abertausende Menschen in der Hitze standen, nur um ein Foto von uns zu erhaschen. Es war ein unglaubliches Gefühl.
Aber das schönste und tollste von allem waren die Leute. Wir durften soviele tolle Cosplayer aus anderen Ländern kennenlernen. Mit denselben Hobbies, derselben Leidenschaft. Es war eine unglaubliche tolle Gemeinschaft und wir konnten Freundschaften fürs Leben schließen, Momente erleben, die wir nie vergessen werden.
Einfach nur toll!
Chiko: Es war schon sehr beeindruckend, was das WCS alles auf die Beine gestellt hat und welche Möglichkeiten den Teilnehmern dadurch gegeben wurden. Neben den offiziellen Veranstaltungen und Besuchen, haben wir auch Zeit mit unseren Studenten und den anderen Teilnehmern privat verbracht. Wir hatten nicht nur die Möglichkeiten, uns international mit anderen Teilnehmern und Organisatoren auszutauschen, sondern auch unvergessliche Freundschaften zu knüpfen und wir freuen uns schon sehr darauf, einige unser Freunde auch 2017 wieder zu sehen.

Habt ihr damit eure Cosplay-Ziele erreicht oder geht da noch mehr? Wenn ja, was habt ihr noch für die Zukunft geplant?

Shiroku: Für die Zukunft wollen wir vor allem unsere neugewonnene Freunde wiedertreffen und ausländische Conventions besuchen. Ausländische Events sind super interessant. Das Programm ist nicht nur anders, oft auch die Mentalität und die gesamte Szene.
Es ist toll, so was zu erleben.
Wir wollen es beide auch nochmal bei dem European Cosplay Gathering probieren.
Chiko: Seite 2-3 Jahre interessiere ich mich sehr auch für Conventions außerhalb von Deutschland. Mein größter Traum, eine Comiket in Tokyo zu besuchen, ist bereits 2016 direkt nach dem WCS Finale in Erfüllung gegangen. ^^ Ich möchte aber gerne noch viele Veranstaltungen im Ausland besuchen und dort neue Eindrücke in Organisation, FanSzene und natürlich speziell auch im Cosplaybereich sammeln.
Das WCS Finale war in meinem Leben ein Ziel, dem ich schon seit Jahren „nachgelaufen“ bin. Dementsprechend war dies ein Meilenstein für mich und ein unvergessliches Erlebnis. Das ist schon sehr schwer zu schlagen.

Fotograf: meermiau


Wie kam es, dass ihr euch als Team zusammengefunden habt?

Shiroku: Chiko war auf der Suche nach einem neuem Partner für einen DCM Vorentscheid und versuchte mich zu einer erneuten Teilnahme zu überreden.
Ich habe eingewilligt mit der Bedingung einen Pinguin zu bekommen, sollten wir was erreichen *lach*. Wir haben dann zusammen teilgenommen und stellten fest, dass es sehr gut klappt. Daher sind wir dabei geblieben.
Chiko: Haha, ja, da bin ich wohl Schuld. ^^' Nachdem ich aber schon viele unterschiedliche Partner bei Cosplay-Wettbewerben hatte, hätte ich nicht gedacht, dass es so gut funktionieren wird. Aber manchmal muss der Topf den passenden Deckel lange suchen.

Nach welchen Kriterien habt ihr euch für eure WCS-Kostüme entschieden? Was war euch dabei besonders wichtig?

Shiroku: Uns war klar, dass die Events draußen in der brütenden japanischen Hitze stattfinden würden. Daher haben wir und für möglichst Hitzeresistente Kostüme entschieden, die wir hübsch fanden und leicht zu nähen waren. Wir wollten uns eher auf die Finalkostüme konzentrieren und haben uns daher für einfache Kostüme für die Events entschieden.
Ich liebe Love Live, daher haben wir zusammen uns zwei schöne Love Live Outfits für die Paraden ausgesucht. Für das Meiji Mura Event und die Besuche waren uns traditionelle Kostüme wichtig, da wir zeigen wollten, dass wir uns nicht nur mit Cosplay, sondern auch mit der Japanischen traditionellen Kultur auseinandersetzen. Das war auch der Grund, weshalb wir am Anfang sehr lange gebraucht haben, um die Kimonos anzuziehen.
Ein weiterer Aspekt war auch der praktische. Wir wussten, dass wir das Cosplay immer zu den Events hinschleppen mussten. Also haben wir uns welche ausgesucht, die sich gut transportieren ließen. Wir wussten auch, dass wir uns nach den Paraden umziehen müssen. Um Zeit zu sparen haben wir uns daher für Kostüme mit demselben Make-up entschieden.
Chiko: Wie Shirou schon erklärt hat, war es uns wichtig, dass die Kostüme zu den Events und den Umständen entsprechend passten. In Deutschland braucht man sich dort meist nicht viele Gedanken machen, weil Wettbewerbe nur einen Tag gehen und man sich nicht 3x umziehen muss. Das WCS Finale verlangt einem da etwas mehr ab, über knapp 2 Wochen hinweg und die klimatischen Bedingungen sind für Deutsche teilweise sehr belastend. Bei den Kostümen aus NGE und Love Live hat Shirou sehr großen Einfluss gehabt, bei der Auswahl der Finalkostüme habe ich mein Hände im Spiel gehabt.

Fotograf: meermiau


Ihr seid ja jetzt doch schon eher „alte Hasen“, wie hat sich die Szene in euren Augen in den letzten Jahren entwickelt? Was findet ihr gut und was hat sich zum Negativen entwickelt?

Shiroku: Das ist eigentlich sehr witzig. Ich bin eigentlich recht neu in der Cosplayszene oder eher in der Wettbewerbsszene. Richtig als Cosplayerin wahrgenommen wurde ich erst vor 2-3 Jahren. Davor war ich eher die Sängerin. Man kann mich daher schlecht als alten Hasen bezeichnen. Eigentlich habe ich im Vergleich zu den alten Hasen kaum Wettbewerbserfahrung.
Meine Wettbewerbsteilnahmen kann ich Tatsache an meinen Händen abzählen.  
Ich für meinen Teil finde es gut, dass es immer mehr Cosplayer in Deutschland gibt. Dadurch gibt es nicht nur immer mehr potentielle Freunde und Cosplaygruppenpartner, sondern auch mehr Möglichkeiten. Heutzutage kann man fast alles im Internet bestellen und es gibt super viele neue Werkstoffe, die das Leben eines Cosplayers einfacher machen.
Schade ist natürlich, dass dadurch das familiäre Flair verloren gegangen ist. Früher kannte man alle beim Namen. Aber ich denke, das ist normal, wenn eine Szene wächst.
Das schönste ist aber, dass man durch das Internet mittlerweile auch ausländische Cosplayer kennenlernen kann und alle miteinander vernetzt sind. Cosplay ist viel internationaler geworden, was ich unheimlich toll finde.
Chiko: Es ist die letzten Jahre über viel in der Szene und natürlich auch im Cosplay passiert. Das Internet hat sich rasend entwickelt und viele neue Möglichkeiten geschaffen. Die Leute werden aber auch älter, die Lebenserfahrung steigt und damit verändert sich auch die persönliche Einstellung zum Hobby. Bei nie stehenbleibenden Veränderungen gibt es natürlich immer positive und negative Aspekte. Für Neueinsteiger ist es viel einfacher geworden, mit Cosplay anzufangen. Es gibt mittlerweile viele Cosplays in sehr guter Qualität, auch immer zu aktuellen und beliebten Serien, zu kaufen. Oft ist es inzwischen auch günstiger, als selbst Zeit, Arbeit und Geld in die Umsetzung zu stecken, so dass es es vor allem für Jüngere erschwinglich wird, diesem Hobby nachzugehen. Die Verknüpfung über das Internet durch Socialmedia oder speziell Cosplayseiten fördert den internationalen Austausch ebenfalls ungemein und erweitert die Szene auch über die deutschen Grenzen hinaus.
Leider gibt es natürlich auch negative Entwicklungen. Cosplay hat vor allem in Deutschland einen festen Stand als Hobby. Der Bereich ist aber zwischenzeitlich, vor allem in Asien, so gewachsen, dass es Cosplayer gibt, die davon leben und als Gäste, auch im Ausland, eingeladen werden. Das bringt natürlich diverse Gewissenskonflikte mit sich und nicht selten führt das auch zu Missgunst und gar Neid. In der Größe und der Annonymität des Internets verstärken sie hier natürlich negative Sammelpunkte.
Generell steigt bei einer wachsenden Szene natürlich auch unter Umständen der Druck auf die Cosplayer, immer mehr abzuliefern. Die Qualität rückt in den Hintergrund und die Masse wird entscheidend. Das ist bedauerlich, aber da für viele die Follower- und Likezahlen über Twitter und/oder Facebook eine Bestätigung sind, ein zu erwartender Umstand.
Ich denke aber, dass auch viele andere HobbySzenen mit gleichen oder ähnlichen Problemen zu kämpfen haben und dass es daher eine allgemeine Entwicklung ist, die man nicht aufhalten kann.
(Ich könnte zu diesem Thema wohl eine ganze Doktorarbeit schreiben. ^^'') 
Anm: Ich würde die Doktorarbeit lesen, ich finde das nämlich sehr spannend!

Was ist euer schönstes Cosplayerlebnis – abgesehen natürlich vom WCS

Shiroku: Das WCS ist auch schwer zu toppen. ^_-
Eines meiner schönstes Erlebnis war, als ich in Finnland zu einer Convention eingeladen worden bin und Leute auf mich zukamen, die meinten:“ Du siehst genauso aus wie auf den Fotos, wir bewundern dich für deine Cosplays!“. Es war ein unglaublich tolles Gefühl. Ich hätte nie gedacht, dass jemand aus dem Ausland mich wegen meiner Cosplays kennen würde. Ich bin oft als Sängerin im Ausland unterwegs, aber es war das erste Mal, dass man aufgrund meiner Cosplays auf mich zukam. Auch als ich das erste Mal in den Niederlanden von Fotografen angesprochen wurde, weil sie mich erkannt hatten, war ich super überrascht, aber auch glücklich. Ich hätte nie gedacht, dass sich jemand außerhalb der Deutschen Grenzen für meine Cosplays interessieren würde.
Chiko: Ich freue mich generell immer darüber, wenn jemand meine Arbeit lobt. Vor allem, wenn jemand sagt „Der Charakter passt super zu dir.“ macht mein Herz einen Sprung. Immerhin setze ich den Charakter ja um, weil ich ihn mag und dann zu hören, dass man ihn auch entsprechend gut darstellt, freut mich umso mehr.

Fotograf: meermiau


Habt ihr noch Cosplayer, die ihr für ihre Kostüme bewundert?

Shiroku: Ich habe viele Cosplayer, die ich bewundere. Nicht nur für das Kostüm, sondern auch für ihr Make-up skills, ihrer Art, ihren Stil oder auch einfach nur aufgrund menschlicher Ebene. Es gibt soviele, bei denen ich einfach denke „wow“. Ich merke immer wieder, dass ich sehr viel noch zu lernen habe und eigentlich noch am Anfang bin. Aber es motiviert mich, immer weiter zu machen und neues auszuprobieren. Es gibt da draußen wirklich so viele tolle Cosplayer, die ich für das, was sie machen, bewundere.
Chiko: Es ist ja mittlerweile schwer geworden, gekaufte von selbst gemachten Kostümen zu unterscheiden, deswegen ist es schwierig, die Bewunderung auf das Kostüm zu beschränken. Aber es gibt viele Cosplayer, die ich für ihre generelle Arbeit bewundert und auch für ihre Aufopferung für das Hobby. Oft steckt da ja viel mehr als nur die Nähfähigkeit dahinter. Perücken, MakeUp, Props aber auch in die Fotobearbeitung und die Aktivität im Internet mit Pflegen von Profilen und Antworten auf Anfrage, steckt viel Arbeit, die Respekt verdient.

Habt ihr Charaktere, die ihr immer wieder umsetzen möchtet?

Shiroku: Die, die mich kennen, wissen, dass ich sehr tief in der Love Live Hölle und aktuell auch in der Yuri On Ice Hölle festsitze *lach*.
Ich habe knapp 15 Nico Yazawa Cosplays. 3 Weitere sind geplant.
Und ich habe innerhalb von 3 Monaten 6 Yuri Katsuki Cosplays rausgehauen… Einfach, weil ich musste *lach*. Von dem Cosplay sind noch drei weitere geplant. J
Chiko: Es gibt so 1-2 Charaktere, an denen hängt mein Herzblut, von denen ich auch gerne nach Jahren noch Cosplays umsetze. Leider bin ich nicht die Schnellste im Nähen, aber das tut der Liebe zum Charakter ja keinen Abbruch. ^^

Fotograf: vw


Gibt es Techniken, die ihr noch nicht ausprobiert habt?

Shiroku: Ich habe bisher noch nie mit Resign und Latex gearbeitet. Möchte es aber irgendwann mal machen. Bisher ergab sich jedoch keine Gelegenheit, da die beiden Materialien und Techniken auch nicht sonderlich günstig sind. Ich habe auch noch nie mit einem Core für Perücken gearbeitet oder größere Rüstungsteile gebaut. Irgendwann will ich mal eine Rüstung machen, aber ich möchte mich erst in den Materialien sicher fühlen, bevor ich größere Mengen davon verarbeite.
Chiko: Ich bin kein experimentierfreudiger Mensch. Ich bleibe gerne bei den Dingen die ich kenne und kann. Ich weiß ich bin kein Bastelmensch, da ich bereits an kleinen Worblaarbeiten scheitern. Meine Motivation, da weitere Techniken oder ähnliche Materialien auszuprobieren, hält sich also in Grenzen. Was ich gerne mehr ausprobieren möchte, ist die Ausschmückung von Kostümen mit Applikationen, Mustern, Perlen, Steinen etc. Ich habe mich die letzten Jahre sehr in die akkurate Umsetzung von Kostümen versteift und ich möchte gerne wieder die Freiheit nutzen, seine eigene Kreativität einfließen zu lassen.

Was macht ihr am Liebsten am Cosplay? Nähen, Basteln, Stylen oder doch der Play-Part?

Shiroku: Ich nähe sehr gerne und liebe Fotoshootings mit Freunden. Das Nähen geht mir relativ schnell von der Hand (sofern es nicht für einen Wettbewerb ist *lach*) und ich finde es echt toll Zeit mit Freunden zu verbringen, die genau denselben Anime lieben wie ich. Fotoshootings machen unheimlich Spaß, vor allem mit den richtig Leuten.
Chiko: Nähen, auf jeden Fall Nähen. Wenn aber etwas anderes mal klappt, z.B. im Perückenbereich, dann hab ich da natürlich auch Spaß daran. Wenn ich jedoch an etwas scheiter, deprimiert mich das sehr schnell und ich verliere den Spaß daran. Ich mache dann meistens eine Pause und widme mich erst mal anderen Sachen, um meine Laune wieder zu steigern. Abschalten, Pausen oder positive Ablenkung sind wichtig, um den Spaß am Hobby nicht zu verlieren.
Da ich Basteln nicht so gut bin, hilft mir mein Vater oft beim Waffenbau und das macht immer wieder großen Spaß, weil er selbst auch so viel Liebe und Arbeit für mich reinsteckt.

Fotograf: vw


Und dann stellt sich natürlich auch die Frage: Gibt es etwas, das ihr überhaupt nicht mögt?

Shiroku: Ich bin kein großer Fan von größeren Propteilen und befürchte auch, dass erst mal so bleibt. Ich habe zwar schon einiges ausprobiert, aber fühle mich mit kleinen Props und Näharbeiten einfach viel wohler.
Chiko: Perückenstylen. Im Basteln bin ich zwar nicht gut, aber ich habe früher gerne kleine Handbastelarbeiten gemacht. Mit Perücken stehe ich jedoch seit eh und je auf Kriegsfuss. Ich bewundere immer wieder Leute, die in wenigen Stunden Perücken zustande bringen, die jeder Schwertkraft und Realität trotzen.

Was würdet ihr Anfängern für die Zukunft mitgeben?

Shiroku: Habt Spaß und bleibt euch selbst treu. Verbiegt euch nicht für andere oder lasst euch von anderen was einreden. Cosplayed worauf ihr Lust habt, näht worauf ihr Lust habt und habt einfach Spaß. Am Anfang ist es immer schwer, aber wenn man es liebt, dann näht es sich fast wie selbst. Am Anfang ist es immer schwer, aber wenn ihr es wirklich liebt was ihr macht und Spaß habt, dann werdet ihr von ganz alleine Besser.
Chiko: Man sollte den Spaß nie aus den Augen verlieren. Rückschläge gehören immer dazu, aber man sollte sich davon nicht entmutigen lassen. Gerade wenn man anfängt sind auch kleine Probleme, schwer zu bewältigen und schnell kann das den Spaß kosten. Auch kleine Ziele sind für den Anfang vollkommen ok. Es muss nicht gleich die krasse Rüstung oder das mega detailierte Kleid sein. Fangt gerne klein an und wachst mit euren Erfahrungen.
Zwingt euch zu nichts. Wenn es mal einen Tag mit dem Nähen nicht klappt, macht eine Pause und schlaft eine Nacht darüber. Dann schaut die Welt und das Cosplay am nächsten Tag schon wieder ganz anders aus. Jeder arbeitet anders, wenn es daher länger dauert und ihr Sachen anders macht, ist das vollkommen ok. Ihr sollt euch wohlfühlen und euch soll das Ergebnis gefallen.

Fotograf: vw


Vielen Dank, Team Cupcat! Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr dabei seid - es war mir eine Ehre ♥
Und ja, da gibt es so einen kleinen Fangirl-Teil in mir, der immer noch innerlich quietscht vor Freude!

Dienstag, 10. Januar 2017

[Ankündigung & Vorstellung] Gastbloggerin Sayuri Tanaka

Heute darf ich euch etwas Besonderes ankündigen: In Zukunft kriege ich Blogger-Unterstützung! Und zwar von meiner tollen Gastbloggerin SayuriTanaka. Sie ist Cosplayerin und Fotografin und gerade im Bereich der Fotografie wird sie mich zukünftig mit spannenden Themen und Blogbeiträgen unterstützen. Und damit ihr sie kennenlernt, habe ich ihr gleich mal zum Start ein paar Fragen gestellt:
 
Fotografin: EACL


Als Cosplayerin haben wir dich ja schon kennen gelernt, aber du machst genauso gerne Bilder - und die sind verdammt toll! Was reizt dich daran, vor UND hinter der Kamera zu stehen?  

Zu Frage 1: Also für mich ist der Reiz, beide Seiten besser verstehen und nachvollziehen zu können, sehr groß. Ich weiß als Fotograf, wie man sich als Model/Cosplayer fühlt und auf was man evtl. achten möchte/müsste und ich weiß als Cosplayer gleichzeitig, wie der Fotograf sich fühlt oder aus welchem Winkel o.ä. ich oder das Bild besser wirken könnte. Es erleichtert für beide Seiten vieles und es nimmt auch die Spannung, die man ansonsten bei unbekannten Personen haben könnte. Außerdem macht mir beides sehr viel Spaß =D  

Die Frage stelle ich auch bei Cosplayern gerne, aber hier passt sie durchaus auch: Gibt es denn Techniken, die du als Fotografin unbedingt noch ausprobieren willst? Am besten dann hier auf dem Blog ;)  

Zu Frage 2: Ich habe seit einiger Zeit davon geträumt, einmal ein Unterwassershooting machen zu können. Dieses Jahr wurde es dann wahr und ich konnte mit ganz vielen tollen Cosplayern diese Erfahrung teilen. Ich möchte das ganze nächstes Jahr wiederholen und alles versuchen auszubessern, was ich dieses Mal lernen konnte, was nicht so gut war. Desweiteren möchte ich gerne mal ein Shooting mit Mehl ausprobieren. Ob normales oder eingefärbtes ist egal. Ich hab dazu schon viele Bilder und Videos gesehen und muss das einfach selbst auch mal testen.  
Hier ein Unterwasser Bild:

Cosplay: ScarletFlame


Dich und deine Bilder werden wir bald kennenlernen, aber hast du Vorbilder? Fotografen, die man sich unbedingt mal anschauen sollte?  


Zu Frage 3: Ja, ich habe ein Vorbild ;) Wie vermutlich fast jeder andere Cosplayer auch, habe ich jemanden, deren Arbeit ich schon lange bewundere. Und zwar ist das die liebe EACL Photography and Arts. Ich kenne sie nun schon seit 2010 und ich freue mich jedes Mal, wenn sie von mir Bilder macht (und natürlich auch wenn ich sie ablichten darf). Ich finde ihre Bilder haben immer etwas Magisches. Ich kann ihr einfach immer nie genug danken für ihre Kunstwerke ^^ Ich wünsche mir, dass ich mit meinen Skills noch besser werde und die Leute meine Bilder von sich auch so sehr mögen, wie ich die von Ayu <3 Also schaut ruhig auf ihrer Seite vorbei ^^ Es lohnt sich sehr =)  

Anmerkung: Das Bild von Sayu ganz oben ist übrigens auch durch EACL entstanden ;)

 

Und eine ganze pragmatische Frage habe ich auch noch, mit was fotografierst du?  


Zu Frage 4: Ich fotografiere mit einer Canon EOS 1000D. Die habe ich schon sehr lange. Ich habe sie damals meinem Schwager abgekauft und habe sie nun schon seit 5-6 Jahren in meinem Besitz ^^ Dazu habe ich noch einen Aufsteckblitz und ein Tele-Objektiv (wie ich es immer nenne xD ). Meine Ausrüstung ist nicht perfekt, aber ich komme damit sehr gut zurecht ^^  

Am Spannendsten ist für uns natürlich eine Sache: Was sind deine absoluten Lieblingsbilder? Hast du da Favoriten?  


Zu Frage 5: Ich habe sehr viele Favoriten ^^ Dementsprechend war es sehr schwer mich für euch auf einige wenige festzulegen. Mein erstes Favo Bild ist das hier, das ich von Gouky damals gemacht hatte. Das war mein gefühlt erstes richtiges Shooting, damals 2012, und wir hatten so viel Spaß. Es gibt einfach mehrere tolle Sachen und Augenblicke, die ich mit diesem Bild und dem Shooting verbinde ^^  

Cosplay: Gouky

Dann habe ich noch das hier, das ich 2014 damals nachdem Finale der DCM von Gouky und Griichi machen durfte. Das waren ihre Final-Cosplays, mit denen sie den 1. Platz gemacht hatten und sie hatten mich anschließend gefragt, ob ich nicht Bock drauf hätte, das zu knipsen. Auch hier, wie bei eig. jedem Shooting verbinde ich tolle (und lustige) Erinnerungen. Wenn ich euch nicht damit langweile, erzähle ich euch kurz eine zu diesem Shooting xD Und zwar hatte ich die beiden damals unterhalb der Burg auf einer Anhöhe geshootet und der Boden war sehr nass und matschig und da man als Fotograf nicht immer auf seine unmittelbare Umgebung achtet, bin ich, als ich gerade versuchte den richtigen Winkel für das eine Bild zu finden, einfach auf den Po mitten im Schlamm gelandet. Ich hab erst mal blöd aus der Wäsche geguckt, aber als ich aufstand, war natürlich auf meiner grauen Jogginghose (ja zum Shooten habe ich gerne was bequemes an ^^) am Po ein großer brauner Schlamm-Fleck und gerade in diesem Moment fuhr ein Touristenbus hoch zur Burg. Das war ein sehr witziger Moment =D Danach habe ich mir meine Jacke um die Hüfte gebunden und dann hat man es natürlich nicht mehr gesehen, aber es war wirklich witzig xD  

Cosplay: Gouky & Griichi

Ein letztes Bild möchte ich euch noch zeigen. Und zwar dieses hier vom Poolshooting mit den lieben Klavier und Yumee Cosplay. Dieses Bild finde ich auch wahnsinnig toll. Eigentlich war das ein Outtake und gar nicht so geplant, aber wir alle fanden es sehr schön, weil es sehr harmonisch aussah und niedlich und man gesehen hatte, wieviel Spaß wir hatten <3 Ihr seht also, die meisten Bilder, die meine Favos sind (und da gibt es noch mehr xD ) werden zu meinen Favoriten, weil mich etwas Besonderes damit verbindet. Ob es jetzt eine witzige Story währenddessen war oder andere Faktoren. Bei mir wird nicht alles automatisch mein Liebling, nur weil es sehr aufwendig bearbeitet wurde (was nicht heißt, dass solche nicht dabei sind ;)).  

Cosplay: Yumee Cosplay & Klavier Cosplay

Allgemein würde mich noch interessieren, wie du dich selbst einschätzt. Magst du deine Bilder oder denkst du hinterher, was man noch alles an Kleinigkeiten hätte verändern können? 

Zu Frage 6: Im Grunde mag ich meine Bilder. Ich denke halt öfter, wenn ich an dem Bild nicht "viel" bearbeitet habe, ob denn das ok ist und ob sich das Model denn auch freut? Aber meistens ist dies genau der Fall und dann bin ich natürlich umso glücklicher, wenn meine Zweifel unbegründet waren und es Leute gibt, die meine Mühe zu schätzen wissen und mögen, was ich mache ^^ Natürlich gibt es dann noch Bilder, wo man sich ärgert, weil man doch dieses und jenes hätte sehen können und am Motiv ändern hätte können, was einem aber vor Ort nicht aufgefallen ist. Das muss man sich dann merken und versuchen, es nächstes Mal besser zu machen ^^  

Es gibt noch viele Fragen, wie z.B. die Auswahl deiner Models, aber ich denke, das wäre doch auch ein guter Blogpost, oder? Auf alle Fälle möchte ich dich herzlich als Gastbloggerin begrüßen und freue mich schon auf die Fotografen-Sicht. Für mich ist das natürlich auch super spannend! Meine letzte Frage: Hast du noch irgendwas zu sagen? Einen kleinen Ausblick vielleicht, was uns erwarten könnte? 

Zu Frage 7: Vielen lieben Dank für die Möglichkeit als Gastbloggerin bei dir tätig zu werden, liebe Chimi, und anderen interessierten vielleicht etwas weiterhelfen zu können. Ich werde auf jeden Fall versuchen, so viele Tipps und Tricks zu geben, wie ich kann und auf Fragen (falls vorhanden) eingehen zu können. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und auf die zukünftigen Blogposts und Ideen, die da entstehen werden ^^ Als kleinen Anreiz für die Neugierigen: Ich werde auf jeden Fall auch Vorher-Nachher Bilder zeigen, damit ihr seht, dass das alles keine Hexerei ist oder euch auch Tipps für Posen oder die richtige Perspektive beim Fotografieren geben. Seid also genauso gespannt, wie ich es bin <3