Dienstag, 16. Mai 2017

All about... Nähen und Bücher [Special]

Ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aaaaber: Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Okay, ich koche auch gerne und esse gerne und schaue gerne Netflix, aber das hat nichts mit dem heutigen Thema zu tun. Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Was könnte das jetzt als Schlussfolgerung ergeben? Na? NA? Wer kommt drauf? Ich geb euch einen TIpp: Es fängt mit "Näh" an und hört mit "Bücher" auf. Des Rätsels Lösung siiiiiiiiiiind NÄHBÜCHER! Heute dreht sich alles um Nähbücher.

Ist das nicht eine großartige Kombination meiner Hobbies? Ich bin ganz begeistert von mir selbst. Dass ich darauf nicht früher gekommen bin! Irgendwie ist es ja logisch, oder? Ein Bücherfreak wie ich besitzt natürlich auch Bücher zum Nähen. Gebt zu, dass überrascht euch jetzt kein bisschen. Dafür zeige ich euch heute mal, was mich so auf meinen Nähwegen abgesehen von gefühlten tausend Burda-Zeitschriften begleitet! Nichts ist schöner als ein Buch~

Ich hab die verschiedensten Nähbücher hier im Regal stehen, das geht von Stoffresten über kleine genähte Helfer für die Ordnung oder Rock-Nähbücher zu den richtig dicken Brocken!

Mein aaaaaaallererstes Nähbuch war die „Große Nähschule“ von Burda. Man sieht es ihr auch an, dass sie mich jetzt seit exakt zehn Jahren begleitet. Mit schicker Ringbindung… das macht sich doch immer gut im Regal. Nicht. Aber sie hat mir doch schon ab und an geholfen. Allerdings erinnere ich mich noch dran, wie ich meinen allerersten Faltenrock genäht habe. Ich saß vor dem Buch und hat sicherlich zig Fragezeichen über dem Kopf schweben. Denn: Ich habe rein GAR NICHTS verstanden. Der erste Faltenrock war dann auch mit viel zu wenigen, viel zu großen Falten… ich hatte echt null Plan, was ich da überhaupt mache! Mittlerweile mag ich Faltenröcke immer noch nicht, aber das mit den Falten klappt trotzdem gefühlt tausend mal besser

Mein Erstnähbuch... zehn Jahre alt!

Jetzt gestehe ich es ein: Ich habe ein Faible für Guido Maria Kretschmar. Ja. Ich liebe Shopping Queen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als „Geschickt eingefädelt“ auf den Markt kam! Quietschiges Oberquietsch. 2016 war ich genau in der Zeit, in der es im Fernsehen lief, OHNE TV und OHNE Internet und VERDAMMT traurig und ernsthaft ein wenig verstimmt darüber. Aber es ist ja wohl klar wie Markklößchensuppe, dass ich die Bücher passend zur Sendung besitzen muss! Sie sind so hübsch. Und sie sehen so gut im Regal aus. Und… Guido!

Chimiko - ein Guido-Fan. Sorry. Not sorry.

Das erste Guido-Buch ist „Geschickt eingefädelt – Das großeNähbuch“. Der Nachfolger ist dann „Meine Nähschule“. Ich sags euch jetzt mal, wie es ist: Ich blättere gerne in den Büchern, es sind auch gute Tipps dabei, wie man etwas umsetzen kann – aber bisher habe ich noch kein Schnittmuster daraus verwendet. Liegt das daran, dass ich es nicht „verschandeln“ will? Ich kanns euch nicht sagen. Aber sie sehen toll aus. Und Guido. Und gerade die kleinen Nähtipps finde ich ganz toll. Die sagen mir echt zu! Vielleicht nicht ein Nähbuch für Anfänger, sondern eher ein Tipp für Liebhaber ;)

Aber Guidos Bücher sind auch hübsch!

So kanns aussehen.,,
Jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingsbuch! Wenn ich euch nur ein Buch zum Kauf empfehlen dürfte, dann wäre es dieser Titel aus der Edition Michael Fischer: „Kleider nähen“. Ja, klar, klingt erstmal komplett unspektakulär, aber bei mir ist es Liebe! Ich hab ja schon ein kleineres Buch mit dem Kleider-Zusammenbau-Prinzip vorgestellt, aber das kommt bei weitem nicht an diesen Titel heran! Also, auch hier man Oberteile und Unterteile und kann die nach Gusto vermischen. Dann gibt’s noch Ärmelchen und Kragen dazu und fertig ist der Kleid-Bausatz! Ich erinnere mich an mein erstes Kleid damit (im Übrigen war das Princess Mars!) und wie ich vor dem Schnittmuster stand und einfach nur noch „Hä?“ dachte. Wenn ihr jetzt glaubt, mir war das Schnittmuster zu kompliziert, liegt ihr so was von… falsch! Es war so einfach, für mich kompliziertes Wesen war es ZU einfach! Mittlerweile habe auch ich kapiert, dass es manchmal eben einfach einfach ist! Ein Kleid mit diesem Buch nähen geht so superschnell! Und – im Gegensatz zu vielen Burdaschnittmustern – habe ich keine Größenprobleme! Die Kleider passen relativ schnell. Dass ich immer Angst habe, ich nähe es mir zu eng und dann wird’s natürlich zu groß, das ist ein komplett anderes Thema! 


Viel benutzt. Viel geliebt. Danke EMF-Verlag!
Weiter geht’s mit „Schnittvorlagen entwerfen und abwandeln“. Ich fand das superspannend, da mir Schnittmuster gerade obenrum nie passen. Da bist du entweder im Schnittmuster komplett Tonne oder ein Zahnstocher. Aber Kurven und eine schmale Taille mit großer Oberweite gibt’s nicht. Die Oberteile passen mir nie und ich muss immer enger und enger und enger machen. Außerdem gibt es einfach Kostüme, dafür gibt es keine Schnittmuster. Daher: spannend, spannend, spannend, hä?!?!?!?! Das war mein erster Gedanke beim Öffnen des Buches. Ich habe nichts verstanden. Es war ein Buch mit sieben Gürtelschnallen. Das war schon sehr technisch und meine erste Reaktion war: Klapp. Zuklapp. Zur Seite leg. Ahahahahaha. Mittlerweile habe ich mich etwas mehr damit beschäftigt und verstehe jetzt auch die fertigen Schnittmuster besser – so ist das halt, wenn man nie Nähen gelernt hat und einfach gar nicht nähen kann. Rein theoretisch. Immerhin war mein Motto anfangs: Außen hui, innen pfui. Hey, mittlerweile bin ich bei außen hui, innen... okay~ Auch dank diesem Buch. Selbst entwickeln ist definitiv noch nicht, aber Grundschnittmuster abändern, das kriege ich jetzt auch halbwegs hin. Yay! Daher: Für Anfänger echt ein Brocken, kann aber Verständnis definitiv verbessern. Am Ende gibt es sogar einen Abschnitt, der sich mit dem Berufsziel „Designer“ beschäftigt. Ahahahaha. Ich fühle mich da definitiv nicht angesprochen. Aber ich fühle mich echt cool, wenn ich darin blätter und meine große Nerdbrille zurecht rücke. Ähem.

Für Profis. Und Chimikos, die so wirken wollen

Danke, myCostumes!
Howto make myCostumes“ ist natürlich ein eher spezielles Nähbuch. Und es beinhaltet nicht nur Nähzeug, sondern auch noch den ganzen anderen Schmarrn, den man als Cosplayer so gebrauchen könnte: Worbla, Perücken, Schminktipps und so weiter. Das ist natürlich super praktisch. Aber hier und heute und in diesem Moment geht es um das Thema Nähen. Kommt auch vor. Hier richtet man sich vor allem an Cosplay-Anfänger... das Buch hätte es 2008 mal geben sollen, als ich angefangen habe mit Cosplay. Grundlagen im Nähzimmer und Stoffkunde, Schnittmuster und sogar Tipps zum Stoff bemalen. Es ist nicht viel, aber perfekt für den Cosplay-Anfänger. Das Ganze wird dann noch durch ein paar Projekt ergänzt, z.B. eine Schuluniform. Leute! Nach Jahren hatte ich hier meine Faltenrock-Erkenntnis! Ich Faltenrock-Noob. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, frage ich mich, ob ich das noch hinkriegen würde oder auch schon nicht mehr...

DAS Buch für Cosplay-Anfänger!

Weg von Faltenröcken hin zu „Statementröcke nähen“. Ein kleines Buch, das mich irgendwie nicht so flashen konnte. Die Röcke sind zwar vom Schnittmuster ganz nett, aber mich schrecken sie ab, denn sie sind echt nicht schön. Sorry. Aber das ist überhaupt nicht mein Style und mir gefällt praktisch kein Rock in diesem Buch. Mein Statement zu den Statementröcken: Lieber nicht kaufen. Da hat man von anderen Büchern echt mehr!

Statement? Kein Statement!

So, was hat man als Cosplayer in Massen? Natürlich Stoffreste! Und was macht man jetzt damit? Sammeln und horten und die Wohnung tapezieren und auslegen. Oder: Man lässt sich von „Nähen mit Stoffresten“ inspirieren. Es sind ganz nette Kleinigkeiten drin, nichts sonderlich Aufregendes. Vor allem aber sind sie für Anfänger geeignet – vom Kissen zur Tasche oder anderen Kleinigkeiten (und auch der Profi kann vielleicht die ein oder andere Idee weiterentwickeln). Und es ist schön bunt. Ich mag Bunt. Guter Grund, so ein Buch zu besitzen. Nicht. Aber es ist trotzdem schön bunt.

Lieber so als Stapel von Stoffresten!

Den Abschluss macht heute „Selbstgenäht und aufgeräumt“ - super für Chaosqueens (also mich) mit Stoffsucht (also mich) und einer Nähmaschine (also mich). Hier gibt’s Vorschläge, wie man etwas Ordnung in sein Leben (also meins) bringen kann. Auch hier, wie bei dem Stoffreste-Buch, gibt’s einfache Projekte, die nicht zu kompliziert sind und von denen man sich die ein oder andere Idee abschauen kann. Manches überzeugt aber auch nicht. Dennoch, für jeden Geschmack (und Chaosgrad) ist etwas dabei.

Kampf dem Chaos!

Das war mein kleines Nähbuch-Special! Ich liebe Nähbücher. Ehrlich. Ich könnte für meinen Geschmack noch mehr haben. Nähbuchpower! Habt ihr ein Nähbuch, das ihr mir noch empfehlen könnt?




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