Sonntag, 21. Mai 2017

Die Blütensammlerin - Petra Durst-Benning [Rezension]






Titel: Die Blütensammlerin
Autor:  Petra Durst-Benning
Verlag: Blanvalet
Erschienen: März 2017
ISBN: 978-3-7341-0012-3 

Preis: 9,99€
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Es hatte die ganze Nacht hindurch geschneit.








Ich fühle mich in Maierhofen zuhause. Ich mag Bücher, die das in mir hervorrufen. Wenn die erste Seite so ist wie nach Hause fahren, dann bin ich schon glücklich. Vielleicht trifft man auf den weiteren Seiten noch alte Bekannte – so ein Buch ist wie ein toller Plausch. Und das lese ich ab und an sehr gerne. „Die Blütensammlerin“ war ein sehr unterhaltsamer Plausch unter Freunden, aber auch neue Bekannte konnte man hier treffen. Ein bisschen Dorfklatsch war dabei, aber in erster Linie wollte man einer lieben Person einfach aus ihrem tiefen Unglück helfen.

Christine ist dieses Mal die Protagonistin des Buches: Bereits in „Die Kräuter der Provinz“ hat sie sich als Charakter langsam entwickelt, hier bekommt sie jetzt den eigenen Auftritt. Verdientermaßen, immerhin hat der erste Band dafür gesorgt, dass sie jetzt geschieden ist. Und was da früher alles hinter ihrem Rücken passiert ist… Da wird einem direkt klar: Christine ist eher naiv und geht vom Guten im Menschen aus. Das Ende vom Lied: Sie lebt allein in einem großen Haus, aus dem ihr Ex sie schmeißen will, wenn sie nicht zahlt. Blöde Ausgangssituation, oder? Aber das Schöne an einem Dorf ist: Man hält zusammen.

Das ist also die Ausgangssituation. Nicht wirklich toll. Aber Maierhofen wäre nicht Maierhofen, wenn sie eine solche Situation nicht zum Besten umwandeln würden! Also steht bald ein Plan und Christine baut sich ihr eigenes Leben auf. Es dauert ein bisschen, bis alles läuft und vor allem dauert es recht lange, bis die angekündigte Single-Kochgruppe für den Wettbewerb in Maierhofen steht und anwesend ist. Bis dahin hat man nur die Sicht von Christine, dann wechselt die Perspektive immer mal wieder. Acht Singles kommen in Maierhofen zusammen und jeder hat seine eigenen Probleme. Burnout ist nur eines davon. Dieser bunt zusammengewürfelte Trupp hat seine positiven, aber auch seine verdammt negativen Seiten. Zu viel verrate ich euch nicht, denn vieles an dieser Geschichte entsteht durch die Interaktionen untereinander. Und eines noch: Am Ende gibt’s auch eine dicke fette Überraschung! Ich hab vor Freude innerlich gequiekt, weil ich diese Wendung so genial finde. Pärchen finden sich natürlich auch, aber darauf liegt nicht einmal das Hauptaugenmerk. Zumindest für mich nicht. Es ist sehr viel Freud und Leid in dieser Story. Und noch viel mehr lecker Essen! Ganz Maierhofen entsprechend wird gekocht und geschlemmt. Hach… wenn ich daran denke… leckerschmecker! Das Buch schreit förmlich Sommer, entspannte Abende mit leckerem Essen und Freunden! Es ist Erholung pur, macht Spaß und man liest es zügig durch. Ich habe es zwischendurch nur widerwillig aus der Hand gelegt. Aber an einem Tag war es dann durch.

Manche Bücher sind einfach dazu gemacht, die Seele baumeln zu lassen, hier ist das zumindest der Fall. Man trifft wunderbare Personen (und auch ein paar nicht so wunderbare), kann miterleben, wie sich das ein oder andere Paar findet, begleitet die Charaktere auf ihrem Weg, kocht mit ihnen, wandert mit ihnen und kann dieses Buch einfach nur genießen. Da kann ich über den langen Einstieg hinwegsehen, auch darüber dass nicht jeder Charakter die gleiche Tiefe haben kann und dass zumindest eins der Pärchen echt vorhersehbar war. Es hat mir einfach Spaß gemacht. Das macht ein gutes Buch für mich aus. Und ich habe Lust, wieder nach Maierhofen zurückzukehren, denn noch hat das Dorf nicht all seine Geschichten erzählt, da bin ich mir sicher.







Lasst eure Seele baumeln, besucht Maierhofen – gerade bei dem trüben Wetter die letzten Tage ist „Die Blütensammlerin“ dafür wunderbar geeignet.

















Petra Durst-Benning ist vielen ein Begriff, insbesondere Fans von historischen und auch zeitgenössischen Romanen. Fast jedes Buch der gebürtigen Baden-Württembergerin wurde zum Spiegel-Bestseller und auch international hat sie es geschafft. Obwohl sie mittlerweile auch in Amerika eine gefeierte Bestsellerautorin ist, lebt Petra Durst-Benning immer noch in der Heimat: Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden genießt sie südlich von Stuttgart das Landleben, wenn auch nicht in Maierhofen.


 





Christine wurde von ihrem Mann nicht nur verlassen, sondern wird jetzt auch gedemütigt: Sie, die Hausfrau Ende vierzig ohne Job und Ausbildung, soll das Haus schnellstmöglich verlassen oder ihren ungeliebten Exmann auszahlen. Aber Maierhofen wäre nicht Maierhofen, wenn das Dorf nicht auch in dieser Situation zusammenhalten würde. Christine verwandelt mit ihren Freundinnen ihr Haus in ein Bed&Breakfast. Außerdem ist da noch der große Kochwettbewerb - wie wäre es mit einem Team voller Single, die zusammen daran teilnehmen? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden...





Mein Dank geht an Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt





Freitag, 19. Mai 2017

Ohrfeige - Abbas Khider [Rezension]




Titel: Ohrfeige 
Autor: Abbas Khider
Verlag: Hanser
Erschienen: Februar 2016
ISBN: 978-3-446-25054-3
Preis: 19,90€
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Stumm und starr vor Angst hockt sie in ihrem Drehstuhl, als hätte die Ohrfeige sie betäubt.








Es ist die Sicht von Karim, einem Flüchtling, der auch noch unter einer wirklich schlimmen und psychisch belastenden Krankheit leidet, ist eine ganz andere als jeder Flüchtlingshelfer hat.
Die deutsche Gesellschaft wird hier von außen beschrieben, als eine Gesellschaft, die offen scheint, in die man aber dennoch nur schwer Zutritt gewinnt. Und die Beamten, die sich um Asylanten kümmern, machen es diesen nicht gerade leicht. Daher kann ich diesen Gedanken, dieser Frau, für die Karim nur eine lästige Nummer war, zu sagen, was man empfindet, einfach nachvollziehen. Es wird dabei auch relativ schnell klar, dass Karim nicht in Deutschland bleiben wird – und DAS ist traurig. Er hat sich wieder einen Schlepper gesucht. Und nur, um Deutschland verlassen zu können, hat er illegal gearbeitet. Sonst hätte er sich die Flucht AUS Deutschland nicht leisten können. Dabei kennt man es doch nur andersrum: Die Flucht NACH Deutschland wird durch einen Schlepper eingeleitet. Hier lernt man als Leser, dass unser Land für Flüchtlinge eben nicht das ersehnte Nirvana ist. Vielleicht hat der eine oder andere das schon geahnt, aber diese Erkenntnis fand ich dann doch doch erschreckend.
Das Buch wirkt resigniert. Eigentlich hätte ich irgendwann noch eine Wutexplosion erwartet, aber Karim ist für mich einfach nur resigniert. In seiner Situation wäre ich das allerdings auch. In einer anderen Rezension habe ich von einer Sozialreportage gelesen und ich finde, dass das die perfekte Zusammenfassung für den Inhalt ist. Wir haben hier eine persönliche Sozialreportage, die durch einen Ich-Erzähler vorgestellt wird. Karim erzählt uns seinen gesamten Weg von dem Entschluss zur Flucht bis hin zu diesem Moment, in dem er seine Sozialarbeiterin an einen Bürostuhl fesselt und ihr seine Geschichte auf Arabisch erzählt. Ich kann es nicht ändern, aber mir hätte ein kleiner Ausbruch, in dem die Emotionen noch einmal hochkochen, wirklich gut gefallen. Gerade die psychische Belastung durch seine Krankheit hätte das sehr gut auslösen und rausfordern können. Aber das ist kein großer Kritikpunkt, denn letztlich ist diese resignierte Stimmung wohl sehr reell.
Man lernt aber nicht Karims Schicksal kennen, auch die Menschen, die ihn letztlich auf seinem Weg durch die Asylantenanträge begleiten, beschreibt er... und auch das ein oder andere nicht wirklich gut endende Schicksal. Es wird auch nicht an düsteren Untergrundsgeschichten gespart – die H&M-Bande und die Frauen, die aus dem Katalog bestellt werden, sind mir zu gut in Erinnerung geblieben.

Ein sehr gelungener Schachzug des Autors ist der Grund, aus dem Karim flüchtet. Wäre er ein politischer Flüchtling, einer aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Verfolgungsgründen, dann hätte es sicher deutlich mehr Kritikpunkte gegeben... Aber Karims Grund ist ziemlich einzigartig, außergewöhnlich und verdammt gut. Mit seiner Krankheit kann er einfach nicht im Irak leben. Und übrigens fand ich sein politisches Verständnis eher... mager. Ein ganz normaler Mann, der eigentlich nur friedlich sein Leben leben will und nicht politisch motiviert ist. Natürlich gibt es auch andere Flüchtlinge, jeglicher Abstammung und Gesinnung, doch Karim bleibt für mich immer höflich und irgendwie außen vor. Er ist einfach nicht extrem. Weder extrem gläubig oder extrem politisch oder extrem gewalttätig. Am Liebsten hätte ich ihm den Asylantrag höchstselbst genehmigt! Aber letztlich bleibt er eben nur eine Nummer.  






Flüchtlinge werden auch bei uns nicht als Menschen, sondern nur als Nummern gesehen. Karims Geschichte mit ihrem resignierten Ton zeigt eine Welt, die man normalerweise gar nicht so zu sehen bekommt. Ein sehr eindringliches Buch.  















Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Im Alter von 19 Jahren wurde er verhaftet. Aufgrund seiner politischen Aktivitäten floh er 1996 nach der Haft. Nach verschiedenen Aufenthalten lebt er seit 2000 in Deutschland. In München und Potsdam studierte er Literatur und Philosophie. Sein Debüt "Der falsche Inder" erschien 2006, weitere Titel folgten. Abbas Khider wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u.a. den Hilde-Domin-Preis. 2017 ist er Stadtschreiber für die Stadt Mainz. Aktuell lebt er in Berlin.


 



Unverwechselbar, stimmgewaltig, bedrückend und zugleich voller Humor: Das ist Abbas Khiders "Ohrfeige". Karim ist Flüchtling, seit drei Jahren in Deutschland und sehr wütend. Nun geht er noch ein letztes Mal in Ausländerbehörde, um seiner Sachbearbeiterin all das zu sagen, was sich über die Jahre angestaut hat. Er hat sich durch die Bürokratie gekämpft, sich versucht zu integrieren, nur um dann seinen Widerruf zu erhalten.  



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 16. Mai 2017

All about... Nähen und Bücher [Special]

Ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aaaaber: Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Okay, ich koche auch gerne und esse gerne und schaue gerne Netflix, aber das hat nichts mit dem heutigen Thema zu tun. Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Was könnte das jetzt als Schlussfolgerung ergeben? Na? NA? Wer kommt drauf? Ich geb euch einen TIpp: Es fängt mit "Näh" an und hört mit "Bücher" auf. Des Rätsels Lösung siiiiiiiiiiind NÄHBÜCHER! Heute dreht sich alles um Nähbücher.

Ist das nicht eine großartige Kombination meiner Hobbies? Ich bin ganz begeistert von mir selbst. Dass ich darauf nicht früher gekommen bin! Irgendwie ist es ja logisch, oder? Ein Bücherfreak wie ich besitzt natürlich auch Bücher zum Nähen. Gebt zu, dass überrascht euch jetzt kein bisschen. Dafür zeige ich euch heute mal, was mich so auf meinen Nähwegen abgesehen von gefühlten tausend Burda-Zeitschriften begleitet! Nichts ist schöner als ein Buch~

Ich hab die verschiedensten Nähbücher hier im Regal stehen, das geht von Stoffresten über kleine genähte Helfer für die Ordnung oder Rock-Nähbücher zu den richtig dicken Brocken!

Mein aaaaaaallererstes Nähbuch war die „Große Nähschule“ von Burda. Man sieht es ihr auch an, dass sie mich jetzt seit exakt zehn Jahren begleitet. Mit schicker Ringbindung… das macht sich doch immer gut im Regal. Nicht. Aber sie hat mir doch schon ab und an geholfen. Allerdings erinnere ich mich noch dran, wie ich meinen allerersten Faltenrock genäht habe. Ich saß vor dem Buch und hat sicherlich zig Fragezeichen über dem Kopf schweben. Denn: Ich habe rein GAR NICHTS verstanden. Der erste Faltenrock war dann auch mit viel zu wenigen, viel zu großen Falten… ich hatte echt null Plan, was ich da überhaupt mache! Mittlerweile mag ich Faltenröcke immer noch nicht, aber das mit den Falten klappt trotzdem gefühlt tausend mal besser

Mein Erstnähbuch... zehn Jahre alt!

Jetzt gestehe ich es ein: Ich habe ein Faible für Guido Maria Kretschmar. Ja. Ich liebe Shopping Queen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als „Geschickt eingefädelt“ auf den Markt kam! Quietschiges Oberquietsch. 2016 war ich genau in der Zeit, in der es im Fernsehen lief, OHNE TV und OHNE Internet und VERDAMMT traurig und ernsthaft ein wenig verstimmt darüber. Aber es ist ja wohl klar wie Markklößchensuppe, dass ich die Bücher passend zur Sendung besitzen muss! Sie sind so hübsch. Und sie sehen so gut im Regal aus. Und… Guido!

Chimiko - ein Guido-Fan. Sorry. Not sorry.

Das erste Guido-Buch ist „Geschickt eingefädelt – Das großeNähbuch“. Der Nachfolger ist dann „Meine Nähschule“. Ich sags euch jetzt mal, wie es ist: Ich blättere gerne in den Büchern, es sind auch gute Tipps dabei, wie man etwas umsetzen kann – aber bisher habe ich noch kein Schnittmuster daraus verwendet. Liegt das daran, dass ich es nicht „verschandeln“ will? Ich kanns euch nicht sagen. Aber sie sehen toll aus. Und Guido. Und gerade die kleinen Nähtipps finde ich ganz toll. Die sagen mir echt zu! Vielleicht nicht ein Nähbuch für Anfänger, sondern eher ein Tipp für Liebhaber ;)

Aber Guidos Bücher sind auch hübsch!

So kanns aussehen.,,
Jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingsbuch! Wenn ich euch nur ein Buch zum Kauf empfehlen dürfte, dann wäre es dieser Titel aus der Edition Michael Fischer: „Kleider nähen“. Ja, klar, klingt erstmal komplett unspektakulär, aber bei mir ist es Liebe! Ich hab ja schon ein kleineres Buch mit dem Kleider-Zusammenbau-Prinzip vorgestellt, aber das kommt bei weitem nicht an diesen Titel heran! Also, auch hier man Oberteile und Unterteile und kann die nach Gusto vermischen. Dann gibt’s noch Ärmelchen und Kragen dazu und fertig ist der Kleid-Bausatz! Ich erinnere mich an mein erstes Kleid damit (im Übrigen war das Princess Mars!) und wie ich vor dem Schnittmuster stand und einfach nur noch „Hä?“ dachte. Wenn ihr jetzt glaubt, mir war das Schnittmuster zu kompliziert, liegt ihr so was von… falsch! Es war so einfach, für mich kompliziertes Wesen war es ZU einfach! Mittlerweile habe auch ich kapiert, dass es manchmal eben einfach einfach ist! Ein Kleid mit diesem Buch nähen geht so superschnell! Und – im Gegensatz zu vielen Burdaschnittmustern – habe ich keine Größenprobleme! Die Kleider passen relativ schnell. Dass ich immer Angst habe, ich nähe es mir zu eng und dann wird’s natürlich zu groß, das ist ein komplett anderes Thema! 


Viel benutzt. Viel geliebt. Danke EMF-Verlag!
Weiter geht’s mit „Schnittvorlagen entwerfen und abwandeln“. Ich fand das superspannend, da mir Schnittmuster gerade obenrum nie passen. Da bist du entweder im Schnittmuster komplett Tonne oder ein Zahnstocher. Aber Kurven und eine schmale Taille mit großer Oberweite gibt’s nicht. Die Oberteile passen mir nie und ich muss immer enger und enger und enger machen. Außerdem gibt es einfach Kostüme, dafür gibt es keine Schnittmuster. Daher: spannend, spannend, spannend, hä?!?!?!?! Das war mein erster Gedanke beim Öffnen des Buches. Ich habe nichts verstanden. Es war ein Buch mit sieben Gürtelschnallen. Das war schon sehr technisch und meine erste Reaktion war: Klapp. Zuklapp. Zur Seite leg. Ahahahahaha. Mittlerweile habe ich mich etwas mehr damit beschäftigt und verstehe jetzt auch die fertigen Schnittmuster besser – so ist das halt, wenn man nie Nähen gelernt hat und einfach gar nicht nähen kann. Rein theoretisch. Immerhin war mein Motto anfangs: Außen hui, innen pfui. Hey, mittlerweile bin ich bei außen hui, innen... okay~ Auch dank diesem Buch. Selbst entwickeln ist definitiv noch nicht, aber Grundschnittmuster abändern, das kriege ich jetzt auch halbwegs hin. Yay! Daher: Für Anfänger echt ein Brocken, kann aber Verständnis definitiv verbessern. Am Ende gibt es sogar einen Abschnitt, der sich mit dem Berufsziel „Designer“ beschäftigt. Ahahahaha. Ich fühle mich da definitiv nicht angesprochen. Aber ich fühle mich echt cool, wenn ich darin blätter und meine große Nerdbrille zurecht rücke. Ähem.

Für Profis. Und Chimikos, die so wirken wollen

Danke, myCostumes!
Howto make myCostumes“ ist natürlich ein eher spezielles Nähbuch. Und es beinhaltet nicht nur Nähzeug, sondern auch noch den ganzen anderen Schmarrn, den man als Cosplayer so gebrauchen könnte: Worbla, Perücken, Schminktipps und so weiter. Das ist natürlich super praktisch. Aber hier und heute und in diesem Moment geht es um das Thema Nähen. Kommt auch vor. Hier richtet man sich vor allem an Cosplay-Anfänger... das Buch hätte es 2008 mal geben sollen, als ich angefangen habe mit Cosplay. Grundlagen im Nähzimmer und Stoffkunde, Schnittmuster und sogar Tipps zum Stoff bemalen. Es ist nicht viel, aber perfekt für den Cosplay-Anfänger. Das Ganze wird dann noch durch ein paar Projekt ergänzt, z.B. eine Schuluniform. Leute! Nach Jahren hatte ich hier meine Faltenrock-Erkenntnis! Ich Faltenrock-Noob. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, frage ich mich, ob ich das noch hinkriegen würde oder auch schon nicht mehr...

DAS Buch für Cosplay-Anfänger!

Weg von Faltenröcken hin zu „Statementröcke nähen“. Ein kleines Buch, das mich irgendwie nicht so flashen konnte. Die Röcke sind zwar vom Schnittmuster ganz nett, aber mich schrecken sie ab, denn sie sind echt nicht schön. Sorry. Aber das ist überhaupt nicht mein Style und mir gefällt praktisch kein Rock in diesem Buch. Mein Statement zu den Statementröcken: Lieber nicht kaufen. Da hat man von anderen Büchern echt mehr!

Statement? Kein Statement!

So, was hat man als Cosplayer in Massen? Natürlich Stoffreste! Und was macht man jetzt damit? Sammeln und horten und die Wohnung tapezieren und auslegen. Oder: Man lässt sich von „Nähen mit Stoffresten“ inspirieren. Es sind ganz nette Kleinigkeiten drin, nichts sonderlich Aufregendes. Vor allem aber sind sie für Anfänger geeignet – vom Kissen zur Tasche oder anderen Kleinigkeiten (und auch der Profi kann vielleicht die ein oder andere Idee weiterentwickeln). Und es ist schön bunt. Ich mag Bunt. Guter Grund, so ein Buch zu besitzen. Nicht. Aber es ist trotzdem schön bunt.

Lieber so als Stapel von Stoffresten!

Den Abschluss macht heute „Selbstgenäht und aufgeräumt“ - super für Chaosqueens (also mich) mit Stoffsucht (also mich) und einer Nähmaschine (also mich). Hier gibt’s Vorschläge, wie man etwas Ordnung in sein Leben (also meins) bringen kann. Auch hier, wie bei dem Stoffreste-Buch, gibt’s einfache Projekte, die nicht zu kompliziert sind und von denen man sich die ein oder andere Idee abschauen kann. Manches überzeugt aber auch nicht. Dennoch, für jeden Geschmack (und Chaosgrad) ist etwas dabei.

Kampf dem Chaos!

Das war mein kleines Nähbuch-Special! Ich liebe Nähbücher. Ehrlich. Ich könnte für meinen Geschmack noch mehr haben. Nähbuchpower! Habt ihr ein Nähbuch, das ihr mir noch empfehlen könnt?




Sonntag, 14. Mai 2017

Ich und die Comics. Manga-Mädchen Chimiko.

Bei Booknapping und der Geschichten-Agentin ist am Sonntag eine Blogparade gestartet, die förmlich meinen Namen geschrien hat. „Nimm teil, Chimiko, nimm teil!“ Okay, liebe Blogparade, ich nehme teil.

Okay. Lasst mich mal nachdenken. Wie alles mit den Manga begann, das ist einfacher, aber dazu komme ich erst später. Meine ersten Comics waren… Asterix und Obelix! Und natürlich alles aus Entenhausen Danach kam noch etwas Marsipulami dazu. Ich war allerdings eher eine Heftchenkäuferin. Ich hatte gefühlt alle Wendyhefte und Micky Maus gab es auch oft – bei den tollen Extras! Da war ich – wie viele Kinder – ein Opfer.


Asterix und Obelix. Das waren noch Zeiten. Die habe ich damals von meiner Mutter „geerbt“, dementsprechend zerlesen waren sie schon. Mittlerweile existieren sie leider gar nicht mehr. Das ist echt schade, aber es war irgendwann einfach nichts mehr übrig. Vor kurzem war ich in einem Buchladen (haha, wenig überraschend, oder?) und ich hätte mir fast mal wieder ein Heft gekauft. Das war sogar vor dieser Blogparade! Ich hatte plötzlich unbändig Lust, mal wieder mit Asterix, Obelix und vor allem Idefix ein Abenteuer zu erleben!

Assassination Classroom - Mangaliebe!


Danach kamen die Manga. Ja. Es war Liebe auf den ersten Blick! Ich war damals in meinem Konfirmationskurs und da hat einer meiner Mitkonfirmanden die Banzai gelesen. Das war damals ein absolutes Highlight: Ein Heft, in dem lauter Fortsetzungsmanga erschienen sind, u.a. Naruto, was ja dann später einer der deutschen Mangas wurde. Ich war neugierig und habe sie mir ebenfalls gekauft. Das war der Anfang. Ich hatte eine Banzai gelesen und war angefixt. Dann bin ich mal in einer Mittagspause in den Buchladen bei der Schule und habe mir meinen ersten Manga gekauft – ich werde ihn nie vergessen! So, was denkt ihr jetzt? Welcher Manga war es wohl? Sailor Moon? Naruto? One Piece? Detektiv Conan? Nein. Ich habe damals mit Ranma ½ begonnen. Und ich liebe diesen Manga noch immer heiß und innig! Wenn ich damals die Banzai nicht gesehen und gekauft hätte, würde ich heute nicht cosplayen.

Sailor Moon - nicht die Einstiegsdroge, aber toll!

Ich habe einige Jahre wirklich nur Manga gelesen, doch mittlerweile hat sich das wieder geändert. Gute Graphic Novels oder Comics können mich auch begeistern. Dennoch bin ich in erster Linie Mangaleserin ;)

Ich kann nicht nur Manga!


PS: Viele meiner Bücher sind ja noch gar nicht hier... leider auch meine Comics und Manga. Daher... war meine Motivauswahl begrenzt. Sehr schade ;_;