Sonntag, 28. August 2016

Geschenkt - Daniel Glattauer






Titel: Geschenkt
Autor: Daniel Glattauer
Verlag: Goldmann
Erschienen: April 2016
ISBN: 978-3-442-48300-6
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren und ist seit 1985 als Journalist und Autor tätig. Bekannt wurde er zunächst durch seine Kolumnen, die im so genannten "Einserkastl" auf dem Titelblatt des Standard erscheinen und in Auszügen in seinen Büchern "Die Ameisenzählung", "Die Vögel brüllen" und "Mama, jetzt nicht" zusammengefasst sind. Seine beiden Romane "Der Weihnachtshund" und "Darum" wurden mit großem Erfolg verfilmt. Der Durchbruch zum Bestsellerautor gelang Glattauer mit dem Roman "Gut gegen Nordwind", der für den Deutschen Buchpreis nominiert, in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch adaptiert wurde.








Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung, und auch sonst war sein Leben bislang frei von Höhepunkten. Manuel, 14, dessen Mutter Alice für ein halbes Jahr im Ausland arbeitet, sitzt bei ihm im Büro, beobachtet ihn beim Nichtstun und ahnt nicht, dass Gerold sein Vater ist. Gerold selbst weiß es erst seit kurzem – und er hat sich von diesem Schock kaum erholt, als noch mehr Bewegung in sein Leben kommt: Nach einer von ihm verfassten Zeitungsnotiz über ein überfülltes Obdachlosenheim trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Der Anfang einer geheimnisvollen Spendenserie, die Gerold offensichtlich mit seinem Schreiben beeinflussen kann. Langsam beginnt Gerold sich mit dem Leben zu versöhnen ...


Meinen Sohn hätte ich mir anders vorgestellt.







Okay, hier sind sie, die erschütternde Worte: Das hier... war mein erster Glattauer. Wirklich eine Schande, wie ich finde, trifft er doch meinen Geschmack perfekt - stilistisch und inhaltlich. Aber es ist tatsächlich so, dass ich mit Geschenkt das erste Mal einen Glattauer in der Hand halte. Und das bereue ich doch sehr.
Die Geschichte inhaltlich hat mich direkt angelacht, immerhin ist sie an die spannenden anonymen Spenden in Braunschweig angelehnt und schon das hat mich fasziniert. Dazu noch diese Hintergrundgeschichte mit dem abgehalfterten und unmotivierten Journalisten... Mehr brauchte es nicht und es war um mich geschehen. Dazu noch der leicht ironische Humor in dem Buch. Hach, ich bin verliebt.
Allein die Idee, die dahinter steckt, fesselt mich wirklich sehr. Anonyme Spenden, immer 10.000 Euro, denen ein Zeitungsartikel beiliegt. Hier wird das Ganze nach Österreich verlegt und noch dazu auf eine Gratiszeitschrift beschränkt, die vielleicht nicht unbedingt den besten Ruf hat. Dazu noch "Gerold, Feinde nennen mich Geri" und sein ziemlich kluger Sohn, das ergibt einen mehr als lesenswerten Mix. Gerold ist echt ein Idiot. Auf gut Deutsch. Aber ein sehr sympathischer und unmotivierter Idiot. Mit einem Faible für Alkohol. Und keinem großen Talent als Vater. Dafür mochte ich von Anfang an seine Schreibe, sehr unaufgeregt und kurz, aber zielführend. So ist es auch kein Wunder, dass seine Artikel diejenigen sind, die den Spenden beiliegen. Doch erst mit seinem Sohn kommt er richtig in Fahrt. Neben der Spendenstory war für mich das der schönste Teil: Gerold und Manuel kommen immer mehr zusammen und es entwickelt sich eine durchaus schräge Beziehung, immerhin weiß Manuel nicht, dass er mit seinem Vater zusammenarbeitet. Doch das macht genau den Charme an dieser Geschichte aus.
Aber eigentlich gefällt mir praktisch alles: die nüchternen Charaktere, die Beziehungen, der viele Alkohol. Bei diesem Buch ist es eindeutig alles, was es lesenswert macht, das kann man auf nichts beschränken. Wenn es passt, dann passt es einfach und somit musste ich es einfach in einem Rutsch durchlesen - das war bei mir übrigens der Auftakt zu einer Serie guter Bücher. Manchmal braucht es echt nur einen Titel, der einen vollkommen zufrieden macht, um wieder ins Lesen zu kommen, oder?






Für mich ist Geschenkt eines dieser Bücher, bei denen alles stimmig ist. Punkt. Mehr gibt es da nicht zusagen.







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

1 Kommentar:

  1. Hm, ich bin nicht sicher, ob ich das Buch auch so feiern würde. :D

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