Freitag, 22. April 2016

[Rezension] Inspektor Jury und die Frau in Rot - Martha Grimes






Titel: Inspektor Jury und die Frau in Rot
Autor: Martha Grimes
Original: Vertigo 42
Aus dem Englischen: Cornelia C. Walter
Band: 23
Verlag: Goldmann
Erschienen: Datum
ISBN: 14.03.2016
Preis: 19,99€
Leseprobe
 
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Martha Grimes zählt zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen unserer Zeit. Lange Zeit unterrichtete sie kreatives Schreiben an der Johns-Hopkins-University. Durch ihre Serien um Inspektor Richard Jury und die 12-jährige Ermittlerin Emma Graham wurde sie weltbekannt. Die "Mystery Writers of America" kürten sie 2012 für ihr Lebenswerk zum "Grand Master", und ihre Inspektor-Jury-Reihe wurde nun auch fürs deutsche Fernsehen entdeckt und erfolgreich verfilmt. Martha Grimes lebt heute abwechselnd in Washington, D.C., und in Santa Fe, New Mexico.









Inspektor Jury trinkt selten Champagner. Als er in einer noblen Londoner Bar Tom Williamson gegenübersitzt, genießt er ihn dafür umso mehr. Aber Williamson hat ein ernstes Anliegen: Vor siebzehn Jahren kam seine Frau Tess durch einen Sturz von einem steilen Treppenaufgang ums Leben, an einen Unfall will er aber noch immer nicht glauben. Jury nimmt sich des Falles an. Doch bevor er den Tatort in Devon inspiziert, besucht er seinen Freund Melrose Plant. Und wie es der Zufall will, fällt ihm dort eine Leiche quasi vor die Füße. Eine schöne Frau im roten Kleid soll sich von einem alten Turm gestürzt haben. Jury kann nicht widerstehen und steht bald vor mehr als einem Rätsel ...


Es war viel zu hoch oben.







Ich wollte schon länger mal ein Buch von Martha Grimes lesen und jetzt habe ich das endlich mal umsetzen können. Nur muss ich sagen, dass ich doch meine Probleme hatte. An und für sich war es eine interessante Geschichte, nur kam ich ohne Vorwissen einfach überhaupt nicht rein.
Da ich keine der Figuren kannte, war es schwierig, einfach drauf los zu lesen und ich bin immer wieder hängen geblieben an den Namen. Ich habe sie immer wieder verwechselt, die ständigen Figuren, das hat es natürlich manchmal auch sehr schwer gemacht, der Geschichte zu folgen. Immerhin habe ich von Anfang an kapiert, dass der Inspektor Jury heißt. Damit hört es dann aber auch auf. Selbst nach dem gesamten Buch bin ich mir nicht sicher, wie die Freunde und Kollegen des Inspektors heißen, beziehungsweise sie richtig zuzuordnen.
Dennoch heißt das nicht, dass die Geschichte nicht gut wäre. Der Kriminalfall hat sich letzten Endes als sehr kompliziert und spannend herausgestellt. Anfangs war ich allerdings irritiert, weil der Titel ja von einer Frau in Rot erzählt, jedoch ist erst einmal ein alter Fall im Vordergrund, den Jury aufklären soll. Die Frau in Rot taucht erst später auf, erweist sich aber auch als wesentlich für die gesamte Geschichte. Dabei leistet Jury gute alte Recherchearbeit und das lese ich zur Abwechslung doch immer wieder gerne. Zum Schluss fügen sich alle Fäden zusammen und ich sage euch eins: Mich hat die Lösung des Falls weder sonderlich überrascht noch konnte ich es erahnen. Das war eher ein: "Ah, so war das also! Macht definitiv Sinn!" Das passte für mich zur gesamten Geschichte, die nicht sonderlich aufgeregt hat, sondern ruhig vor sich hin plätscherte.
Und ich finde es kein schlechtes Zeichen, wenn etwas so unaufgeregt ist, gerade bei klassischer Polizeiarbeit finde ich das eine wunderbare Abwechslung. Natürlich gibt es auch aufregende und schnelle Momente, doch die wechseln sich gut ab, so dass man auch Atempausen hat, um Informationen und möglich Lösungsansätze zu überdenken.
Von den Charakteren her kann ich nicht so viel sagen, dazu waren es mir so viele in dem kurzen Buch. Das würde den Rahmen dieser Rezension auch sprengen. Nur kurz zum Namensgeber der Reihe: Ich finde, dass Inspektor Jury ein angenehmer Charakter ist. Seine Ermittlungen sind feinfühlig, aber präzise. Er selbst erschien mir nicht sonderlich auffällig oder irgendwie vom Charakter herausstechend, aber da 22 Bände vorhergehen, kann man da nach einem einzelnen Buch auch noch nicht so viel sagen.







Als Neueinsteiger finde ich es schwierig, mich in Inspektor Jurys Welt zurechtzufinden, fand aber den Hintergrund und den Kriminalfall nichtsdestotrotz sehr spannend und verworren aufgebaut. Und letzteres durchaus im positiven Sinn!







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

1 Kommentar:

  1. Klingt wie eine Geschichte, die mir gut gefällt. Ich mag so klassische Krimis.

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