Donnerstag, 26. November 2015

[Plauderei] Bücher - die perfekten Geschenke?

Die Weihnachtszeit rückt immer näher und die Panik steigt: Was soll ich nur schenken? Gutschein? Nee, einfallslos. Socken? Dank einer bestimmten Fernsehwerbung wissen wir, schlechtes Geschenk (es sei denn, man beschenkt Dumbledore, da wären Socken echt ein heißer Geschenktipp!). Parfüm? Klischee. Was schenke ich nur?! Basteln? Die Zeit wird zu knapp! Nein, nein, nein...
Doch. Genau so geht es einem doch immer wieder, oder? Und da ist, natürlich neben dem Klischee-Parfüm, das Buch immer wieder mit die beliebteste Wahl - alle Jahre wieder. Und es gibt doch auch definitiv Schlechteres, als eine Reise durch die verschiedensten Welten zwischen zwei Buchdeckeln zu verschenken, oder? Eines meiner liebsten Weihnachtsgeschenke, neben der entzückenden Kinderküche, bleiben die Harry-Potter-Bände, die mir damals eine fantastische Welt eröffnet haben. Und die mich bis heute noch prägen!
Aber jetzt gestehe ich euch mal was: Ich verschenke, gerade an Weihnachten,... keine Bücher. Das liegt jetzt nicht daran, dass meine Zielgruppe nicht lesen würde, aber... Aber. Ich lebe das ganze Jahr mit Büchern und ich liebe auch das ganze Jahr Bücher und ich teile diese Bücher dann eben auch das ganze Jahr mit meinen Menschen. An Weihnachten muss dann doch was anderes her (aber auch kein Parfüm).
Das Skurrile daran: Ich liebe es, wenn diese rechteckigen Pakete unter dem Baum liegen. Es macht mich glücklich, das Geschenkpapier aufzureißen und zu schauen, welcher Titel sich darunter versteckt.
Warum also verschenke ich gerade zu Weihnachten eher weniger Bücher? Ich kann es euch sagen: Ich liebe und lebe Bücher, man geht also irgendwie davon aus, dass ich auch Bücher verschenke, aber ich überrasche auch genauso gerne. Es macht mir unglaublich Spaß, zu überlegen und zu stöbern und zu entdecken, wenn ich auf Geschenkesuche gehe. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, ganz klar. Nicht jeder Mensch ist leicht zu beschenken, so ist es einfach. Aber grundsätzlich schenke ich gerne. Da wird dann auch mal gebastelt oder sonst was. Bücher sind in dem Fall nur ein wunderbares kleines Extra dazu.
Grundsätzlich kann ich auf alle Fälle sagen: Es ist wichtig, ein Geschenk zu personalisieren. So würde ich, wenn ich meiner Oma ein Buch kaufen würde, sicher nicht den neuesten Fitzek kaufen. Und meine Mutter würde kein Buch über Windows 7 bekommen. Sie bekommen zwar beide eher selten Bücher, aber das soll jetzt mal nicht der Punkt sein. Es ist wichtig, auf die Person einzugehen, die man beschenkt. Was ich allerdings echt dämlich finde, sind die personalisierten Bücher. Bloß weil ein Protagonist meinen Namen hat, finde ich es nicht total toll und super. Nein, denn ich möchte nicht selbst Protagonistin sein, ich möchte mit den Protagonisten mitleben, mitleiden und mitfiebern. Ich möchte an ihrer Seite sein, ich möchte, dass sie mich in ihre Welt mitnehmen. Ich finde es schwachsinnig. Aber jedem das Seine. Und ich schweife etwas ab.

Zurück zum Thema: Sind Bücher denn nun das perfekte Geschenk? Ja. Mit Ausnahmen. Aber mit einem guten Buch, das auf den Beschenkten abgestimmt ist, liegt man doch nie verkehrt. Nur schenkt eurem Opa doch vielleicht lieber nicht den neuesten Susan Mallery...
In der Zwischenzeit gibt es von Randomhouse sogar eine Internetseite, die sich damit beschäftigt: Das perfekte Buchgeschenk des Jahres. Ihr habt das vielleicht schon mitgekriegt und vielleicht schon - genau wie ich - getestet, was denn für euch selbst das perfekte Buchgeschenk ist. Bei mir übrigens ein Treffer, ich hatte das Buch schon gelesen ;) Das ist doch eine tolle Idee, oder? Aber ich kenne da noch eine super Möglichkeit, sich passende Empfehlungen geben zu lassen: Ganz egal, ob ihr Bücher, Parfüm oder eine Krawatte kauft, geht zu den wunderbaren Menschen in der Innenstadt. Lasst euch vor Ort beraten und vielleicht erlebt ihr die ein oder andere Überraschung. Oder noch besser: Findet noch ein Geschenk für euch selbst. Denn die perfekte Belohnung, wenn man Geschenke besorgt, ist doch immer wieder ein Geschenk für sich selbst ;)

Was denkt ihr: Buchgeschenk, ja oder nein?


Dienstag, 17. November 2015

[Aus dem Nähkästchen] Cosplayer-Vorstellung - LilyMilkshake

Heute nehme ich einen Blogbeitrag von vor einiger Zeit wieder auf: die Cosplayer-Vorstellung. Künftig werden hoffentlich ein paar Cosplayer hier aus dem Nähkästchen plaudern und euch einen kleinen Einblick in die verrückte Welt des Cosplays geben.

Den Anfang macht eine ganz bezaubernde Cosplayerin: LilyMilkshake. Ihre Cosplays begeistern mich immer wieder mit der Liebe zum Detail und den traumhaft schönen Bildern. Sie schafft es, jedem Charakter Leben einzuhauchen und seine Besonderheiten auf den Bildern perfekt umzusetzen. Übrigens ist Lily nicht nur vor der Kamera unterwegs, sie macht auf hinter der Linse eine gute Figur. Sie hat ein Auge fürs Detail in jeder Hinsicht. Und sie ist eine liebenswerter Mensch, der mir hier ein paar Fragen rund um ihr Leben mit Cosplay beantwortet hat:


1. Wie bist du damals zum Cosplay gekommen?

Durch eine gute Freundin die mich darauf gebracht hat, damals hatten wir relativ viel Kontakt mit der Zeit leider weniger. Aber wir sehen uns immer auf einer Convention und darauf freue ich mich immer sehr! <3 Das ist jetzt gut 10 Jahre her, ich alter Hase! 

Fotograf: SeverusPrince (Animexx)

2. Die Cosplayszene hat sich in den letzten Jahren doch verändert: Was ist in deinen Augen die größte Entwicklung, ob positiv oder negativ?

Oh so wirklich bekomme ich das eigentlich nicht mit. Außer eben der Konkurenzkampf oder der Neid, davon hab ich schon vieles gehört, was ich einfach so schade finde! Wir alle haben ein gemeinsames schönes Hobby, das sollten wir teilen und uns darüber freuen <3

3. Hast du Cosplayer, die dich immer wieder flashen können?

Oh ja! Einige sogar, vor allem aber Sailor Moon Cosplayer, wenn ich welche sehe oder wenn Freunde fragen, ob man wo mit machen will. :) 

4. Nach welchen Kriterien wählst du deine Kostüme aus? Hast du einen besonderen Bezug zu deinen Charakteren?

Eigentlich danach, ob sie zu mir passen, wie ihr Design und Charakter ist. Manchmal aber auch weil sie einfach süß sind. Einen besonderen Bezug habe ich wohl nur zu Usagi aus Sailor Moon, ich liebe sie, ich teile mit ihr ein paar Eigenschaften, weswegen ich immer wieder an ihr hängen bleibe... :) 

Fotograf: SeverusPrince (Animexx)

 5. Hast du einen Charakter, den du immer wieder cosplayen möchtest?

Jep! Eben Usagi (Sailor Moon) :) Da stehen jetzt einige Sachen wieder an.

6. Gibt es eine Grenze für dich, bei der du sagen würdest: Das werde ich wohl nie umsetzen?

So mega fette krasse Rüstungskostüme! Q_Q; 

Fotograf: SeverusPrince (Animexx)

 7. Gibt es noch eine besondere Technik oder ein Material, die/das du unbedingt noch testen möchtest?

Ich würde gerne mal eine Stickmaschine ausprobieren oder mal mehr selbstständig mit Worbla basteln. Nur hab ich zwei linke Hände und verletze mich beim Basteln eher ;_; 

8. Was ist dein liebstes (und wichtigstes) Werkzeug? Bastelst du lieber, ist Nähen dein Lieblingspart oder bist du eher beim Perückenstyling groß dabei?

Meine Nähmaschine! Ohne die geht einfach gar nichts, ich hasse es mit der Hand zu nähen. Im Basteln bin ich eben eine Niete und verliere eher einen Finger, als das ich was fertig bekomme. Perückenstyling mag ich auch sehr gerne. :) 

Fotograf: selenlanoir (Animexx)

 9. 3 Dinge, die du am Cosplay liebst, und 3 Dinge, die du am Cosplay hasst.

Dinge, die ich liebe: 1. Material suchen/einkaufen, 2. die Fotos die man macht, 3. neue Freunde kennenlernen. 
Dinge die ich hasse: Basteln! Das Nähen (Ja wirklich!) und das Packen für eine Convention  

10. Wettbewerbe sind in der Szene ja immer wieder ein Thema: Hast du bereits an Wettbewerben teilgenommen? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du dabei mit genommen? Und wenn nicht, steht das in Planung oder reizt dich das überhaupt nicht?

Ich habe 2013 mit meiner Gruppe beim ECG Vorentscheid teilgenommen und durften sogar ins Finale nach Paris! Daraus sind wunderbare Freundschaften entstanden und wir haben immer noch Kontakt. Nicht zuletzt bin ich dem WB treu geblieben und organisiere den Vorentscheid nun sogar mit. :) Ich will auf jedenfall noch bei der DCM und beim WCS mit machen!

Kurz zur Erklärung: Der ECG ist die Europameisterschaft des Cosplay, die DCM die deutsche Meisterschaft und wer beim WCS mitmacht, hat es auf die Weltmeisterschaft geschafft. 


Habt ihr noch Fragen an Lily? Stellt sie ruhig, sie wird euch Rede und Antwort stehen ;) Und schaut unbedingt auf ihrer Seite für weitere tolle Cosplay-Bilder vorbei. Es lohnt sich, versprochen!

Montag, 16. November 2015

[Rezension] Liebe pro m² - Maria Spassov





Titel: Liebe pro m²
Autor: Maria Spassov
Verlag: DVA
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-421-04008-4
Preis: 29,99€
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Autor

Maria Spassov hat Rechtswissenschaften in Heidelberg und Chicago studiert, bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die begeisterte Bloggerin hat mehr als 100 Interviews mit den größten Designern unserer Zeit geführt und ist heute als Einrichtungsberaterin und Stylistin für Zeitschriften, Events und im TV tätig. Mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen lebt Maria Spassov in einem idyllischen Dorf in der Nähe des Rhodopen-Gebirges.

Inhalt

Mit Liebe einrichten – unter diesem Motto führte die Einrichtungsexpertin und Bloggerin Maria Spassov über 100 Interviews mit den gefragtesten Designern unserer Zeit, immer auf der Suche nach den wichtigsten Zutaten für ein liebevoll und individuell gestaltetes Zuhause. Mit zahlreichen Tipps, praktischen Anleitungen und Insiderwissen verrät das Buch, wie schönes Einrichten erlernbar ist und außerdem so viel Spaß macht, dass sich jeder einzelne Quadratmeter leicht mit viel Liebe füllen lässt. Ein zugleich informativer und fröhlicher Einrichtungs-Begleiter auf dem Weg zur eigenen Traumwohnung !

Erster Satz

Ich habe das Dekorieren und das Schreiben immer geliebt.

Meine Meinung

                                             
Style: Happy Colours
                                              Inspiration: Knopf-Teppich (IKEA)
                                              Stimmungsmacher: schlichte weiße Möbel, gelber Sessel, kräftige
                                                                             Farbpalette

                                             Misson: schwarze Fließen fröhlich erstrahlen lassen

Das fasst das Buch aus meiner Sicht erstmal richtig zusammen. Und meine kleine Wohnung fasst es ebenfalls zusammen. Und genau auf die Art werden die Einrichtungen im Buch beschrieben. Ziemlich prägnant und gut zusammengefasst, oder?
Liebe pro m² besteht aus Anregungen und Inspirationen zwischen zwei Buchdeckeln. Innerhalb von kürzester Zeit bin ich schon zwei Mal alles durchgegangen und könnte es mir nochmal ansehen. Bei der Fülle an Inspiration und Ideen kann man auf Anhieb gar nicht alles aufnehmen und entdeckt bei jedem erneuten Durchblättern neue Details. Das Buch macht nicht nur Lust frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen, mich hat es persönlich auch zum Ausmisten motiviert (insbesondere in meinen überfüllten Buchregalen). Und die Quintessenz, die ich eben mitgenommen habe: lieber ausgewählte Lieblingsstücke. Es muss doch nicht immer die Qual der Wahl sein.

Das Buch ist in die verschiedenen Räume, die so eine Wohnung besitzt, aufgeteilt: Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Arbeitszimmer. Zu jedem Punkt gibt Maria Spassov erst ein paar nützlich Tipps, bevor sie anhand von wirklich tollen Bildern die unterschiedlichen Stilrichtungen aus den Wohnungen der verschiedensten Designer, Einrichtungsexperten und Blogger präsentiert. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und... es inspiriert. Mein Buch ist voll von Merkzettelchen und Postits und allein, wenn ich jetzt davon schreibe, möchte ich es wieder aufblättern.
Die einzelnen Zimmer stellen also somit ein großes Ganzes dar, doch auch die kleinen Dekodetails werden von der Autorin berücksichtig. Das fängt bei Teppichen an und hört bei der richtigen Beleuchtung auf. Außerdem gibt es Shoptipps und auch Blogtipps (was für mich heißt: Folgen & Anlieben).

Es gibt nur ein winziges kleines Manko, das allerdings kaum der Rede wert ist: Jedes Zimmer wird hier mit einer Art Farbkonzept gestaltet und soll etwas Bestimmtes ausstrahlen. Doch wie es ist mit Einzimmerwohnungen? Da gerade eine Trennung von Schlafen und Wohnen farblich hervorgehoben wird, hätte ich mir gewünscht, dass hier ein paar Beispiele gezeigt werden, wie diese Räume in einem gelungen integriert werden.

Fazit

Mein Fazit ist: Es macht einfach riesigen Spaß, hier einfach nur durchzublättern und in fremde Wohnungen zu schauen. Man bekommt Lust, zu dekorieren und zu räumen und zu gestalten. Dazu inspirieren die wunderbaren Beispiele.
Und wie sieht es bei euch aus?

                                    Style: ?
                                    Inspiration: ?
                                    Stimmungsmacher: ?
                                    Mission: ?




Bewertung






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Vielen Dank an den DVA-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

Sonntag, 15. November 2015

[Take a look] I love Schmuck.

Ich liebe Schmuck, insbesondere Ohrringe und habe Massen an Ohrringen. Nur ist da immer die Frage: Wohin damit? Mittlerweile habe ich verschiedene Lösungen für diese nicht gerade unerhebliche Problem, denn ich habe wirklich viel davon. Heute zeige ich euch mein allererster Schmuck-'Kästchen'.

  
Wie man sieht, hat es - abgesehen von der Kastenform - relativ wenig mit einem Kästchen zu tun. Das war damals der Anfang meiner Schmuckaufbewahrungen.


Dass da aktuell nicht so viel hängt, liegt daran, dass der Rahmen nicht mit in meine Wohnung ziehen durfte. Er hätte vom Stil absolut nicht gepasst. Und somit hängen meine Notohrringe, damit ich immer welche habe, immer noch dort an Ort und Stelle. Und ich erfreue mich jedes Mal daran, wenn ich mal wieder in der Heimat bin.


Die Spitze ist sehr praktisch, man kann die Ohrringe aufhängen, ohne noch sonstige Haken oder ähnliches zu befestigen. Und sie hält auch einiges an Gewicht aus. Befestigt wurde sie mit einem Tacker auf der Rückseite.


Praktisch und schön. Was will man mehr?

Donnerstag, 12. November 2015

[Rezension] Noras zweites Gesicht - J.K. Johansson





Titel: Noras zweites Gesicht
Autor: J.K. Johansson
Original: Noora
Band: 2/3
Aus dem Finnischen: Elina Kritzokat
Verlag: Suhrkamp
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-518-46613-1
Preis: 8,99€
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Autor

J. K. Johansson – das ist eine Gruppe von Autoren und professionellen Drehbuchschreibern für Film und TV mit einem Faible für Suspense, Kriminalroman und Thriller. Lauras letzte Party ist Teil eins der »Trilogie der Verschwundenen«. Noras zweites Gesicht und Venlas dunkles Geheimnis erscheinen im Herbst/Winter 2015.

Inhalt

Am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: Laura Anderson ist verschwunden. Schließlich wird am Strand von Palokaski die Leiche einer jungen Frau gefunden, Laura. Die Polizei geht von einem Unfall aus und der Fall wird zu den Akten gelegt. Aber Nora, eine Mitschülerin, will gesehen haben, wie Laura von einer Klippe gestoßen wurde – und sie nennt einen Verdächtigen. Keiner glaubt ihr. Dann taucht im Netz der Blog einer gewissen Madde auf und heizt die Spekulationen mit immer neuen Details wieder an. Aber so schnell Madde aufgetaucht ist, so schnell ist sie auch wieder verschwunden. Und verschwunden ist jetzt auch Nora.

Erster Satz

Über dem Strand von Palokaski schwebte feuchter Dunst.

Meine Meinung

                     Endlich geht es weiter. Spannung pur! #Bookstagram #SPANNEND

Die Trilogie rund um Miia, Palokaski und die bunte, faszinierende Welt des Internets geht weiter. Nächster Mittelpunkt nach Laura: Nora und Madde. Nora, die eher unscheinbare Außenseiterin, und Madde, schillernde Bloggerin. Diese beiden dominieren das Geschehen im Buch, diese beiden sind die, die Miia letztlich auf Trab halten werden.
Doch fangen wir von vorne an: Laura ist definitiv tot. Hashtag TOT. Das ist nichts, was uns Leser jetzt vielleicht sonderlich überraschen wird, war es doch allein an der Wahl des deutschen Titels ein Muss. Überraschend fand ich hingegen den Schluss der Polizei, dass es nur ein Unfall war, kein Mord. Immerhin weist für mich als Leserin alles auf einen Mord hin. Und wäre ich jetzt Teil dieses Buches würde ich genau das twittern, posten und mich im Internet an Spekulationen beteiligen. Diesen Part hätte ich vielleicht sogar etwas ausführlicher gestaltet, denn das ist und bleibt ein Hauptbestandteil dieses Buchs, Social Media. Dafür tritt ein anderes Internetphänomen in den Vordergrund: Live-Style-Blogging. Hand aufs Herz, Leute, wir kennen doch alle diese Bloggermädels, die aus dem Nichts kommen und plötzlich kleine Stars sind, oder? Und ich zumindest frage mich da doch, warum sie diesen Ruhm bekommen? Bloß weil sie nette Bilder von sich posten? Genauso eine Bloggerin wird hier gestaltet, Madde. Und ich betrachte den Hype um sie genauso verwirrt und amüsiert wie den Hype um reale Bloggerinnen. Ihre Art von 'Ruhm' finde ich sehr passend dargestellt, er wirkt genauso fern wie in der Realität, einfach so unwirklich. Die Passagen mit ihr sind genauso gestaltet, sehr passend wie ich finde.
Doch noch stärker dreht sich dieser Band jedoch um Nora, die typische neidische Außenseiterin, die gerne ein paar Likes mehr auf ihren Profilen hätte. Sie passt nicht so richtig in das Schema und ist auch nicht die Person, die als Sympathieträgerin für den Leser fungiert. Zumindest bei mir nicht. Außenseiter sind was Tolles, aber sie will einfach so viel und beliebt sein und im Mittelpunkt stehen, wofür sie praktisch alles macht - das wirkt nicht sehr sympathisch, dafür aber sehr realistisch.
Realistische Figuren machen diese Reihe definitiv aus. Jeder Charakter, den das Autorenkollektiv erschaffen hat, hat eine starke Persönlichkeit, hat Schwächen, Stärken, weckt Sympathien oder Antipathien. Für mich ist das wiederum die Stärke der Bücher.
Miia als Protagonistin kennen wir ja schon aus dem ersten Band. Ich mag sie. Sie ist noch genauso problembehaftet wie zuvor, sie ist immer noch süchtig, lässt sich leicht runterziehen und ist eigentlich ein ziemlich kaputter Charakter. Einschätzen kann ich sie stellenweise aber immer noch nicht richtig. Insbesondere in Bezug auf ihr Liebesleben, das ist eher... verwirrend.

Charaktere sind einfach der Mittelpunkt, doch auch die Geschichte geht voran. Und wird verworrener. Dafür sorgt auch die Gerüchteküche (ob online oder offline). Es wird so verwirrend, dass ich... gerade selbst verwirrt bin. Es passiert echt viel: Nora, Madda, Korhonens Enkel, Miias Beziehungen, Nikkes Nicht-Beziehungen. In Noras zweites Gesicht entsteht ein Geflecht an Erzählsträngen und Lösungsansätzen, dass man zwischendurch gar nicht weiß, wo einem gerade der Kopf steht. Ich fand das super. Wirklich super. Man muss denken und sein Köpfchen anstrengen. Es ist kein entspanntes Lesen, du denkst nicht: Logisch, C ist der Mörder! Nein, hier denkst du: A hat es garantiert getan. Wie jetzt? D wirkt auch verdächtig. Oh Gott, E, pass auf, tu das nicht! Und dann kommt G und du bist einfach nur verwirrt. Die Geschichte fesselt und zieht in den Bann. Und dieser zweite Band hat mir da noch besser gefallen als der Vorgänger. Ich war einfach so schnell durch, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und dann so:

                            #Cliffhanger!!! Nein, ich muss wissen, wie es weitergeht... Schnell >.<

Fazit

Noras zweites Gesicht rockt. Es fesselt, es nimmt einen mit und auch nach einer längeren Pause kommt man wieder sofort in das Geschehen. Und das Blogger-Thema in diesem Band war natürlich total meins. Diese Reihe ist empfehlenswert!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 10. November 2015

[Rezension] Lauras letzte Party - J.K. Johansson





Titel: Lauras letzte Party
Autor: J.K. Johansson
Original: Laura
Band: 1/3
Aus dem Finnischen: Elina Kritzokat
Verlag: Suhrkamp
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3-518-46590-5
Preis: 8,99€
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Autor


J. K. Johansson – das ist eine Gruppe von Autoren und professionellen Drehbuchschreibern für Film und TV mit einem Faible für Suspense, Kriminalroman und Thriller. Lauras letzte Party ist Teil eins der »Trilogie der Verschwundenen«. Noras zweites Gesicht und Venlas dunkles Geheimnis erscheinen im Herbst/Winter 2015.

Inhalt


Mia Pohjavirta musste ihren Polizei-Job für Ermittlung in sozialen Netzwerken wegen ihrer Internet-Sucht an den Nagel hängen. Als Sonderpädagogin ist sie jetzt an ihre alte Schule und damit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Es soll endlich Ruhe in ihr Leben einkehren. Aber am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: die 16jährige Schülerin Laura Anderson ist verschwunden. Ihre Eltern richten in ihrer Verzweiflung auf der Suche nach ihrer Tochter eine Facebook Seite ein und lösen damit einen wahren Shitstorm aus. Von Satanskult, Drogen und Sadomaso-Spielen ist die Rede, jemand will Laura in Amsterdam gesichtet haben. Jeder hat seine eigene Theorie, wo Laura steckt, aber am meisten scheint Mias Bruder Niklas zu wissen, der als Psychologe an der Schule arbeitet. Der Sommer, der für Mia so strahlend und hoffnungsvoll begann, wird zum düsteren Albtraum.

Erster Satz

Die Schule in Palokaski wirkte noch immer unglaublich groß.

Meine Meinung

Diese Reihe hat mich schon mit diesem Band in den Bann gezogen. Diese Kombination aus verschwundenem Mädchen sowie den Problematiken des Internets birgt viel Spannungspotenzial. Ich war ehrlich gesagt ziemlich verblüfft von den Geschehnissen, denn so verworren hätte ich mir die ganze Aktion nicht vorgestellt.
Mia ist ja unsere Protagonistin, eine junge Frau, die von ihrem Job zurücktreten muss, weil sie internetsüchtig geworden ist. Das ist doch schon mal ein Ansatz, den viele von uns ziemlich gut nachvollziehen können, oder? Wie oft klicken - gerade wir Blogger - online auf Twitter, Instagram, Facebook und co, immer in der Hoffnung auf neue Likes oder Follower. Diese Grundsituation ist somit sehr aktuell, aber eben auch sehr gut dargestellt. Ich konnte die Situation deshalb gut nachempfinden. Allgemein ist Mia ein Mensch mit Problemen, sie hat keine perfekten Freundinnen, ganz im Gegenteil, deren Probleme werden auch immer offensichtlicher, sie ist süchtig, sie ist Single und sie ist wieder da, wo sie ihre Jugend verbracht hat. Und dann kommt da auch noch die verschwundene Laura hinzu.
Es gibt jede Menge Fakten und Anhaltspunkte, was passiert sein könnte. Als Leserin bin ich genauso im Dunkeln getappt wie Mia und die Polizei. So viele Möglichkeiten, was passiert sein könnte, dann immer wieder Hinweise im Internet, die auf neue falsche Fährten führen. Man weiß wirklich nicht, wo einem der Kopf steht.
Lauras letzte Party ist kein Thriller im klassischen Sinn. Es tendiert schon eher in Richtung Internetthriller, denn viele der eher unschönen Sachen passieren hier eher online. Was mit Laura wirklich passiert ist, bleibt ziemlich lange im Dunkeln. Man kann also so richtig schön rätseln und sich fragen, welchen Gerüchten man nun Glauben schenken will.
Die Charaktere. Da ist Mia mit ihrer Familie, insbesondere ihrem Bruder Nikke. Er war von der ersten Seite an so ein Fall, bei dem ich nicht weiß, was ich von ihm halten. Es ist seltsam. Kennt ihr das, wenn euch ein Mensch begegnet, ob nun echt oder auf den Buchseiten, bei dem ihr denkt, eigentlich ist er ja nett, aber da ist eben dieses ABER. Dieses ABER, was man nicht definieren kann. So geht es mir bei Nikke. Ich bin gespannt, ob sich das in den folgenden Bänden doch noch ändern wird. 
Korhonen ist der Polizist an Mias Seite, ein älterer Herr, nicht mehr weit vom Ruhestand entfernt und absolut unerfahren in so Dingen wie Facebook und ähnlichen modernen Zeug. Daher sind er und Mia ein sehr interessantes Gespann, auch wenn sie eigentlich ja nicht ermitteln darf.
Und dass Mia ermittelt, auch wenn sie eine Pause von der Polizei nimmt, das ist doch wohl klar, oder? Es blieb wirklich spannend bis zum Schluss und nicht nur das, man will einfach auch den nächsten Band schnellstmöglich lesen.

Fazit

Ein mehr als gelungener Auftakt des Autorenkollektivs. In Lauras letzte Party fiebert man ratlos mit und die Internetgeneration wird sich doch in so einigen Shitstorms wieder erkennen.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 9. November 2015

[Manga-Rezension] Detektiv Conan FBI Selection - Gosho Aoyama





Titel: Detektiv Conan FBI Selection
Autor: Gosho Aoyama
Original: Meitantei Conan FBI Selection
Aus dem Japanischen: Josef Shanel & Michael Wissnet
ISBN: 978-3-7704-8618-2
Genre: Detektiv, Schule, Spannung, Abenteuer, Mystery, Thriller
Verlag: Egmont
Erschienen: Mai 2015
Preis: 5,99€
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Inhalt
Wie in jeder wirklich guten Krimiserie gibt es auch bei Detektiv Conan eine Rahmenhandlung: Die Jagd Conans auf die Herren in Schwarz! Doch in diesen Kampf sind noch weitere Personen verwickelt: Shuichi Akai, Jodie Starling, James Black, Andre Camel…
Sie alle sind Agenten des FBI, die hinter der Schwarzen Organisation her sind!
In diesem Sonderband stecken sechs der epischen Kämpfe, die in den Detektiv-Conan-Mangas ausgefochten werden.

Zeichenstil


Gosho Aoyama hat wohl einen der einprägsamsten Zeichenstile. Ich persönlich finde seine Federführung insbesondere im Bereich der Augen fantastisch. Seinen Figuren sind nicht zu dürr oder zu ausgeprägt an bestimmten Stellen. Man kann fast von einem realistischen Anklang sprechen. Neben den Augen finde ich übrigens die Nasen am auffälligsten. Sehr spitze Stupsnasen mit einer Kurve, die Skispringern zusagen würde. Ich mag diesen Stil.
In seinen Panels findet man immer wieder Tokyo im Hintergrund. Doch auch Rasterfolien benutzt der Meister gerne.

Meine Meinung

Detektiv Conan. Liebe meiner Jugend. Wie oft saß ich vor dem Fernseher und habe fingernägelknabbernd mitgefiebert, wenn Conan Edogawa seine Fälle aufklärt. Und natürlich waren auch die Männer in Schwarz sowie das FBI immer wieder dafür verantwortlich, dass ich bei Cliffhangern die Fortsetzung kaum erwarten konnte. Daher freue ich mich immer wieder über Spezialausgaben von Conan, denn - das muss ich zugeben - mir hat der Manga zu viele Bände. Doch dieser, übrigens 384 Seiten starke, Manga musste unbedingt bei mir einziehen. Und wie viele Erinnerungen kamen dabei auch. Da hätte ich mir glatt gewünscht, Conan noch mal von Anfang an zu schauen!
Ich finde es schwierig, den Manga ohne Vorkenntnisse zu lesen. Man muss kein Experte im Conan-Versum sein, aber zumindest rudimentäre Kenntnisse müssen definitiv vorhanden sein. Für Fans oder Nostalgiker wie mich ist dieser nicht ganz so kleine Band definitiv ein Muss!
Inhaltlich konzentriert sich alles auf die Fälle, die mit dem FBI zusammenhängen. Was bedeutet, dass auch oft die Männer in Schwarz, Conans Gegenspieler, beteiligt sind. Und das heißt: Spannung und Action pur.
Zusätzlich bekommt man immer noch Charakter-Files, in denen man die Figuren noch etwas genauer kennen lernt. Dabei gibt es kleine Zusatzinformationen, wie z.B. bei einer meiner Lieblingsfiguren, Jodie. Sie war ein weiterer Grund, diesen Band zu kaufen. Ich finde diese Amerikanerin nämlich grandios.
Insgesamt ist es ein guter Überblick, da die ganzen Filler-Episoden fehlen und es daher Conan in komprimierter Form ist. So was hätte ich gerne bitte auch für die Männer in Schwarz (das darf dann auch gerne zwei, drei Bände mehr haben!).
Die Story bleibt hier natürlich so spannend wie im Original: Conans Jagd auf die Organisation bleibt auch hier im Vordergrund. Auch die Charaktere sind die Altbekannten. Nostalgie pur.

Fazit

Für Fans ein absolutes Muss, fasst dieser Band doch wundervoll zusammen, wie Conan mit dem FBI zusammenarbeitet. Bei mir hat es für Nostalgie pur gesorgt!

Bewertung






Quellen:
CoverInhalt

Sonntag, 8. November 2015

[Rezension] Aera - Markus Heitz





Titel: Aera
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur
Erschienen: November 2015
ISBN: 978-3-426-51861-8
Preis: 9,99€
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Autor

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg.

Inhalt

Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter sind auf die Erde zurückgekehrt. Alle Götter - bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich.
Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ist Atheist geblieben in dieser Welt voller Götter. Er ist gut in seinem Job, denn er hat keinen Respekt, weder vor Menschen noch vor Göttern. Sein aktueller Fall fordert ihn allerdings: Auf der ganzen Welt verschwinden religiöse Artefakte aus den verschiedensten Kulturen, und die Diebe gehen dabei buchstäblich über Leichen. Und das ist nicht das einzige Rätsel, das es zu lösen gibt. 

Erster Satz

Geneigte Leser und Leserinnen, mit diesem kleinen Ratgeber wollen wir die einschneidenden Ereignisse der letzten Jahre Revue passieren lassen...

Meine Meinung

Der Auftakt, der hat mich richtig geflasht. Dieser Rückblick auf das, was in den Jahren bis 2019 passiert ist... das fand ich echt genial. Der richtige Einstieg in das Buch konnte mich hingegen nicht gleich packen. Bei dem Übergang von diesem zusammenfassenden Teil bis hin zu unserem eigentlichen Erzähler Malleus Bourreau hatte ich meine Schwierigkeiten. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich an den sehr eigenen Charme dieses Ermittlers gewohnt hatte. Das Gleiche gilt auch für den Stil, der sich jedoch dem Hauptcharakter einfach perfekt anpasst. Aber: Mit einigen Seiten hatte das Buch mich dann doch gepackt.
Von meinen Erwartungen her hätte ich noch etwas mehr Übersinnliches erwartet, doch durch unseren Atheisten wird das alles abgeblockt. Malleus Bourreau glaubt nicht an die Götter und findet dementsprechend immer eine gute Begründung für die seltsamen Geschehnisse. Dennoch war es ein Spaziergang durch die verschiedenen Kulturen und Kulte dieser Welt, etwas, das mich als Leserin doch immer wieder fasziniert. Geht euch das genauso? Ich persönlich liebe es einfach, wenn diese traditionsreichen Götter-Pantheons in unsere moderne Welt integriert werden. Markus Heitz ist dies auf eine doch außergewöhnliche Art und Weise gelungen. Leider erfährt man nicht, warum die Götter zurückkehren - genauso wenig wie das Fehlen von dem Einen Gott nicht genauer erläutert wird. Das hätte ich zwar gerne auch gelesen, aber das Buch hatte schon so genug an Informationen, Erzählsträngen und Geschehnissen, um alles zu erfassen, muss ich das Buch wirklich noch einmal lesen. Das hier ist eine dieser Geschichten, die man mehrmals lesen kann, weil so viel geschieht, dass man doch immer wieder was Neues entdeckt.
Doch kommen wir mal zum Protagonisten des Ganzen: Malleus Bourreau. Wie bereits erwähnt haben wir hier einen leibhaftigen Atheisten. Und einen ziemlich trockenen Zweifler. Eigentlich glaubt Malleus nämlich an nichts und das macht ihn wirklich zu einem hervorragenden Ermittler. Es macht Spaß, ihm auf seinem Weg zu folgen und zu begleiten. Ganz ehrlich... ich hätte die Lösungen nicht rausgefunden.
Malleus ist natürlich nicht die einzige Figur, die wir näher kennenlernen, im Laufe seiner Ermittlungen trifft er dabei auf einige wiederkehrende Charaktere. Ich werde jetzt allerdings nur noch auf seinen Schatten eingehen, ansonsten wäre das hier eine etwas lange Rezension. Der Schatten. Sobald die Erzählperspektive zur Ich-Form sowie zu einem kursiven Schriftbild wechselt, weiß man ganz genau: Es ist wieder der geheimnisvolle Verfolger dran. Man erfährt nicht viel über ihn, nur dass er praktisch von Malleus und dessen Benehmen besessen ist. Ich finde das eine interessante Idee und die Umsetzung hat mir eigentlich auch gefallen, nur ist mir bis zum Ende des Buches nicht wirklich klar geworden, warum Malleus einen Schatten hat. Ist das nur, um ihm das Leben zu retten? Soll das Würze reinbringen? Ich bin mir da nicht schlüssig.
Dennoch war ich echt gefesselt von diesem Buch. Da war nur eine Sache: das Ende. Irgendwie bin ich wie erschlagen von diesem Schluss und kann euch nicht mal genau sagen, warum. Zu abrupt? Zu intensiv? Zu offen? Ich weiß es einfach nicht. Aber ich habe tatsächlich eine Pause und ein richtig gutes Buch gebraucht, dass ich wieder weiterlesen konnte.

Fazit

Dieses Buch lässt mich größtenteils überzeugt zurück, doch ich habe auch meine Zweifel. Zu viele Fragen sind offen geblieben. Dennoch ist Malleus ein Protagonist, den man gerne liest und die Welt, die Markus Heitz geschaffen hat, ist definitiv großartig.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Samstag, 7. November 2015

[Zwischenspiel] Apfelallergie

Sie ist ein Phänomen, das mittlerweile in vielen Haushalten auftritt: die Apfelallergie. Wer Probleme mit den Frühblühern Birke, Erle und Hasel hat, reagiert auch oft auf Äpfel und anderes Steinobst. Das kann von einem leichten Kribbeln über Schwellungen bis hin zum allergisch bedingten Asthma reichen.
Diese allergische Reaktion wird auch Kreuzallergie genannt. Die Eiweißproteine der Äpfel ähneln stark dem Eiweiß in Birkenpollen und lösen deshalb diese Symptome aus. 

Doch der Allergiker muss nicht unbedingt auf den Genuss der leckeren Früchte verzichten. Durch Überzüchtung und Massenproduktion sind die Äpfel aus dem Supermarkt eher schädlich, denn die Apfelsorte spielt eine große Rolle. Wer allergisch reagiert, sollte also alte Apfelsorten testen. Ob die süße Goldparmäne oder der leicht säuerliche Boskoop, oftmals werden diese deutlich besser vertragen. Diese Apfelsorten kann man nicht nur in Bauernläden oder auf Wochenmärkten finden, eine gute Alternative ist hier auch eine Streuobstwiese. 
Doch wie kommt diese bessere Verträglichkeit zustande? Die Wissenschaft vermutet, dass die sogenannten Polyphenole eine tragende Rollte spielen und die Allergene unschädlich machen. Diese Farb- bzw. Geschmacksstoffe lassen einen Apfel schneller braun werden und sind in den neueren Sorten aus dem Supermarkt weggezüchtet.
Dass Kreuzungen und Neuzüchtungen jedoch nicht immer von Nachteil sind, beweist die Apfelsorte Santana. Die Kreuzung aus Elstar und Priscilla wurde eigentlich mit dem Ziel der Schorfresistenz gezüchtet, hat aber eine hohe Verträglichkeit bei Allergikern.

Wer keinen Zugriff auf alte Sorten hat oder dennoch allergische Reaktionen aufzeigt, kann den Apfel immer noch erhitzen. Dabei wird der allergene Auslöser zerstört und Leckereien wie z.B. Apfelmus, können sorgenfrei gegessen werden. Wer lieber einen rohen Apfel genießen möchte, schält diesen großzügig, die meisten Allergene sitzen unter der Schale.
Sehr intensiv hat sich der Bund Lemgo mit der Problematik auseinander gesetzt. Neben einer Liste mit verträglichen Äpfeln findet man dort auch jede Menge interessante Fakten. Wer sich in das Thema noch tiefer einarbeiten möchte, wird dort definitiv fündig.