Donnerstag, 29. Oktober 2015

[Rezension] Monday Club. Das erste Opfer - Krystyna Kuhn





Titel: Monday Club. Das erste Opfer
Autor: Krystyna Kuhn
Band: 1
Verlag: Oetinger
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3-7891-4061-7
Preis: 16,99€
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Autor

Krystyna Kuhn, Nummer sieben von acht Kindern, wurde in Würzburg geboren. Sie hat auf dem Dachboden lesen gelernt und sich dort Geschichten ausgedacht. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik, Russisch, Polnisch und Kunstgeschichte in Würzburg, Göttingen, Moskau und Krakau. Nach dem Studium schrieb Kuhn zunächst Fachbücher, bis sie im Jahr 2000 beschloss, Schriftstellerin zu werden. 2001 erschien ihr erster Roman "Fische können schweigen", gefördert durch das Literaturhaus München, der sofort für den Frauenkrimipreis nominiert wurde. Nach sechs Romanen für Erwachsene entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft: Bücher über und für Jugendliche. Die Erfolgsserie "Das Tal" erschien 2012 bis 2014 in acht Bänden und wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt. Krystyna Kuhn lebt zwar jetzt wieder in der Nähe ihrer Großfamilie, aber zu Hause ist sie überall. Nicht nur in ihren Büchern.

Inhalt

Bei der sechzehnjährigen Faye Mason wurde bereits in früher Kindheit idiopathische Insomnie diagnostiziert, eine seltene Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.

Erster Satz

Die Lichter im Versammlungsraum blendeten ihre Augen, während draußen vor den hohen Fenstern völlige Dunkelheit herrschte.

Meine Meinung

Krystyna Kuhn. Ihre Das Tal-Reihe liebe ich und kann kaum erwarten, sie endlich zu beenden. Daher war ich neugierig auf diese neue Trilogie aus ihrer Feder. Wieder bin ich in eine Geschichte geraten, in der ich keine Ahnung habe, was da eigentlich passiert. Kaum eine Jugendbuch-Autorin verwirrt mich so wie Krystyna Kuhn - im positiven Sinne natürlich. Ich lese ein Buch von ihr und habe keine Ahnung, was da eigentlich vor sich geht, genau wie ihre Protagonisten.
Das Buch wird als gnadenlos spannend beschrieben, dem kann ich nicht ganz zustimmen. Es ist kein atemberaubender Thriller, aber es ist ein gut durchdachtes, überraschendes Jugendbuch mit Thrillerelementen. Monday Club habe ich durchaus gerne gelesen und wollte auch unbedingt wissen, was Protagonistin Faye da durchlebt, aber an Das Tal kommt es für mich bisher eindeutig noch nicht ran.
Faye ist die Figur, um die sich alles dreht. Immer wieder gibt es geheimnisvolle Andeutungen, wie wichtig sie für den Monday Club ist und dass sie andererseits das nächste Ziel ist. Doch in erster Linie muss sie zuerst einmal mit dem Verlust ihrer besten Freundin fertig werden. Da helfen die Halluzinationen nicht, das Gefühl, dass jeder sie belügt und betrügt und sie alleine da steht. Faye muss sich durchkämpfen und entdeckt natürlich so einiges Überraschendes, oft auch Dinge, die sie so sicher nicht wollte.
Die übrigen Charaktere bleiben für mich eher Randcharaktere. Alles in diesem Band konzentriert sich auf Faye. Da sie Ich-Erzählerin ist, bleiben manche Figuren somit sehr schwammig, andere werden eben sehr subjektiv beschrieben. Es ist somit natürlich ein etwas beschränkter Einblick und daher bin ich doch noch gespannt, was dieser Monday Club treibt. Aktuell ist alles noch so undurchschaubar.
Das Ende, auch Amys Ende, sind unerwartet, aber es war jetzt nicht so, dass ich die Seiten überflogen habe, weil ich es kaum erwarten konnte, was passiert. Es war ein gutes Ende, aber nicht überragend. Dennoch hat es zumindest Lust auf mehr gemacht und natürlich auch neugierig, was dieser ominöse Monday Club jetzt wohl noch mit Faye vorhat.

Fazit

Mit dem Monday Club hat Krystyna Kuhn wieder ein solides, spannendes und verwirrendes Jugendbuch erschaffen. Es macht neugierig auf mehr, aber ich kann dennoch warten, bis der nächste Band rauskommt und vergehe nicht vor Sehnsucht und Erwartungsfreude.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 28. Oktober 2015

[Rezension] Mein Stück vom Himmel - Robin Gold





Titel: Mein Stück vom Himmel
Autor: Robin Gold
Original: An Eclair to Remember
Aus dem Englischen: Carolin Müller
Verlag: Blanvalet
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-7645-0535-6
Preis: 14,99€
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Autor

Robin Gold, geboren 1974, arbeitete zunächst beim Film, bevor sie ihren größten Traum wahr werden ließ: Schriftstellerin zu werden. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren Kindern und elf Fahrrädern in der Nähe von Chicago. Mit ihrem Debüt Die Liste der vergessenen Wünsche schrieb sie sich in die Herzen der Leser. Mein Stück vom Himmel ist ihr zweiter Roman.

Inhalt

Clover Gray ist verzweifelt: Ihr Traum von der eigenen Bäckerei ist zerbrochen, und wenn sie nicht bald Geld auftreibt, wird sie das geliebte Haus ihrer Großmutter verlieren. Als ein landesweiter Eis-Wettbewerb ausgerufen wird, wittert Clover ihre Chance für einen Neuanfang – denn sie hat ein Händchen für süße Köstlichkeiten und das perfekte Rezept im Kopf. Doch dann verliebt sie sich in ihren gefährlichsten Rivalen Cal, für den der Sieg mindestens genauso wichtig ist wie für Clover. Denn das Leben seiner kleinen Tochter hängt davon ab …

Erster Satz

Eine Böe Schneeluft begleitete Rosie, als sie durch die Tür des Schuhgeschäfts hüpfte.

Meine Meinung

Mein Stück vom Himmel ist ein entzückender und zuckersüßer Roman, der mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Robin Gold hat eine Geschichte geschaffen, die einfach nur liebevoll ist. Ich werde euch jetzt eine Rezension lang vorschwärmen, wie verzückt ich beim Lesen dieses Buches war. Macht euch darauf gefasst...
Clover, Clover ist wundervoll. Sie ist liebenswürdig und auch ein bisschen verrückt und gleich sehr sympathisch. Außerdem hat sie ziemliche Geldsorgen, doch das soll der Wettbewerb ändern. Und damit hatte mich Robin Gold schon: Ich meine, ein Wettbewerb, der die beste Eissorte küren soll? Da bin ich doch voll dabei! Außerdem war ich nach dem Lesen hungrig - kein Wunder bei den leckeren Rezepten, welche die Figuren so entwickeln.
Man schließt eigentlich so ziemlich jeden Charakter ins Herz, sie sind liebenswürdig, verrückt und machen Spaß. Dieser ganze Wettbewerb macht einfach Spaß und allein wenn ich an das Buch denke, steigt meine Laune prompt an. Mein Stück vom Himmel ist herzerwärmend. Dazu zählt natürlich auch das, was sich zwischen Clover und ihrem Gegner Cal entwickelt. Es ist zugleich unkompliziert und kompliziert. Unkompliziert ist die Art, wie sie sich verlieben - etwas, das ich sehr gerne lese. Ich mag es, wenn da dieser Funke ist, der einfach überspringt. Kompliziert ist hingegen das Problem, dass beide das Geld von dem Wettbewerb brauchen können und beide haben gute Gründe. Natürlich ist Cals Tochter eindeutig wichtiger, aber auch Clover wünscht man es einfach.
Natürlich gibt es auch einen Hauch von Spannung in der Geschichte, der nicht übertrieben im Vordergrund steht. 
Ich bin einfach verliebt in die Geschichte. Und ich hätte mir eindeutig Geschmackslesen gewünscht, um die tollen Rezepte, welche die Autorin ersonnen hat, auch testen zu können. Dazu haben die Leser übrigens auch die Möglichkeit, weil es einige ausgewählte Rezepte am Ende nachzumachen gibt. Für mich immer wichtig, wenn sich ein Buch so explizit mit Leckereien beschäftigt.

Fazit

Dieses Buch bringt Sonne in das Leserleben. Und Lust auf ein richtig gutes Eis! Robin Gold hat liebenswert verrückte Charaktere erschaffen, in ein tolles Umfeld gesetzt und ein wundervolle Geschichte geschrieben.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 27. Oktober 2015

[Rezension] Runa - Vera Buck





Titel: Runa
Autor: Vera Buck
Verlag: Limes
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-8090-2652-5
Preis: 19,99€
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Autor

Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Scriptwriting auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fernsehen und Zeitschriften, später Kurzgeschichten für Anthologien und Literaturzeitschriften. Nach Stationen an Universitäten in Frankreich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich.

Inhalt

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …

Erster Satz

Ich holte Luft, als wir uns aufstellten und ich nun selbst sah, was man sich vorhin, beim Umkleiden, nur hinter vorgehaltener Hand zu erzählen gewagt hat.

Meine Meinung

Schon die ersten hundert Seiten hatten wirklich Gänsehautfaktor und mich hat das gesamte Buch einfach nur durchgehend in seinen teilweise doch eher widerwärtigen Details gefesselt. Ich war einerseits angewidert und zugleich konnte ich Runa einfach nicht aus der Hand legen. Immer wieder war ich übrigens auch sehr erleichtert, dass ich nicht in dieser grausamen Zeit leben muss.
Vera Buck gelingt es nämlich sehr anschaulich, die Zustände in den medizinischen Einrichtungen dort auferstehen zu lassen. Insbesondere die Zustände für die Frauen der Zeit. Ich kann mich nur wiederholen, wie sehr mich das Szenario fasziniert. Bisher hatte ich noch nichts aus dieser Zeit gelesen, jetzt möchte ich einfach noch mehr (bitte genauso faszinierendes) daraus lesen.
Es ist ein düsteres Werk, das schonungslos auch Abgründe aufzeigt. Und ich weiß - mal wieder - gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. Vielleicht mit Jori, denn er ist derjenige, der uns den Großteil des Buches begleitet und er ist derjenige, der sich fest vornimmt, Runa zu heilen. Jori handelt nicht immer aus den richtigen Gründen, aber letztlich versucht er, eine humane Lösung zu finden, auch wenn er nicht das Problem versteht. Gegen Ende wird sein Weg und die Suche nach Runas Wurzeln immer verworrener und abgedrehert. Teilweise ist es schon fast makaber. Man muss dieses Buch mögen, ich kann mir jedoch vorstellen, dass nicht jeder so eine Faszination dafür empfinden wird.
Aber kommen wir zu Runa: Sie ist der absolute Dreh- und Angelpunkt dieses Buches. Sie führt am Ende alle Fäden zusammen und sie ist irgendwie beängstigend. Selbst ich als moderner Mensch fand sie teilweise etwas gruselig, da kann man sich vorstellen, wie die Wirkung auf die Menschen der Zeit der Geschichte ist. Natürlich hat auch Runa eine Vergangenheit, die ihre Situation klärt, doch bis man das erfährt, vergehen doch einige Seiten. Ich persönlich hatte ja bis zum Ende keine Ahnung, was hinter Runa steckt und habe deshalb bis zum Ende mitfiebern können.
Runa ist ein recht tiefgehendes Buch, das viele kleinere Erzählstränge und viele ausgeprägte Charaktere hat. Da ist es wirklich schwierig, eine Rezension zu schreiben, die dem allen gerecht wird. Deshalb nur noch kurz: Ich finde die Charaktere fantastisch ausgearbeitet, das fängt mit Charcot an und hört mit Runa auf. Jeder Charakter hat Persönlichkeit bekommen und es macht Spaß, das zu lesen.
Der Schreibstil ist recht eigen, doch für mich passt das perfekt zum Inhalt. Er passt zu dem widerlichen Charme der Welt, die Autorin Vera Buck hier schreibt.

Fazit

Runa ist für mich eines der Highlights des Jahres. Für mich passt alles zusammen: Stil, Charaktere, Szenarien. Es hat mich angewidert, gefesselt und unterhalten und teilweise fehlen mir die Worte, um meine Gefühle in Worte zu fassen.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 26. Oktober 2015

[Rezension] Kennen Sie diesen Mann? - Carl Frode Tiller





Titel: Kennen Sie diesen Mann?
Autor: Carl Frode Tiller
Original: Innsirkling
Aus dem Norwegischen: Ina Kronenberger
Verlag: btb
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-442-75616-2
Preis: 19,99€
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Autor

Carl Frode Tiller, geboren 1970, ist ein norwegischer Autor, Historiker, Musiker und Komponist. Er gilt als Meister der psychologischen Zwischentöne. Seine Romane sind vielfach preisgekrönt und in 16 Sprachen übersetzt.

Inhalt

David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. In einer Zeitungsanzeige fordert er Verwandte und Bekannte auf, ihm einen Brief zu schreiben, um ihm seine Erinnerungen zurückzugeben. Und er bekommt Antworten auf seine Fragen. Aber will er die wirklich hören? Denn sie sind ganz unterschiedlicher Art und nicht immer schön. Sein Jugendfreund Jon, ein Musiker, der gerade den Halt zu verlieren scheint, meldet sich. Sein Stiefvater Arvid, ein Pfarrer, der auf den Tod wartet. Und seine Jugendliebe Silje, eine Frau mittleren Alters, die möglicherweise gerade im Begriff ist, aus ihrer Ehe auszusteigen. Die Briefe geben ihnen allen die unerwartete Chance, von ihrem eigenen Leben zu erzählen, während sie zugleich Davids Geschichte einkreisen. Aber wer ist David wirklich?

Erster Satz

Wir fahren langsam ins Zentrum, falls man hier überhaupt von einem "Zentrum" sprechen kann, ein kleiner Verkehrskreisel mit ein paar Häusern drum herum.

Meine Meinung

Hier liegt für mich leider ein klarer Fall von Verspricht-mehr-als-es-hält. Die Inhaltsangabe fand ich so super spannend und es hat mich richtig neugierig gemacht. So weit so gut: Beim Lesen jedoch war ich leider eben nicht so hin und weg. Kennen Sie diesen Mann? ist durchaus ein mehr als solider Roman, der auch auf einem interessanten Grundgedanken aufbaut, doch der Funke sprang einfach nicht ganz über.
Beim Lesen war es immer wieder so ein Gefühl, dass etwas fehlt und das war einfach David. David ist prinzipiell das Zentrum der Geschichte, ohne darin vorzukommen. Ich muss jetzt allerdings eins sagen: Ich hatte erwartet, dass David zumindest teilweise auftauchen wird und die Briefe, die an ihn geschrieben werden, durch ihn ausgewertet werden. Aber es sind tatsächlich nur Arvid, Silje und Jon, die uns David beschreiben und die ihn für den Leser auferstehen lassen.
Das hat durchaus seinen Charme, wenn man den Protagonisten nur durch die Augen der anderen kennen lernt. Bis ich allerdings das Prinzip richtig verstanden hatte, habe ich eine Weile gebraucht. Irgendwie habe ich immer auf einen persönlichen Kommentar Davids gewartet. Das Buch ist jedoch einfach nur dreigeteilt mit den drei Briefeschreibern. Beim zweiten Kapitel hat dann auch die etwas langsame Chimiko endlich verstanden, was hier gespielt wird.
Wer David ist, davon muss sich jeder sein eigenes Bild machen. Er ist komplex und ich finde, dass man ihn äußerst subjektiv betrachten kann, obwohl er ja selbst nicht auftritt.
Die drei anderen Protagonisten sind allesamt... gekennzeichnet vom Leben. Ich muss aber gleich sagen, dass ich Siljes Briefe etwas schräg und nicht ganz so zusammenhängend fand. Im Vergleich zu den anderen beiden wirkt sie etwas farbloser.
Arvid war wohl tatsächlich der, der mich am meisten beeindruckt hat. Das Beste kommt sozusagen am Schluss. Für mich war er derjenige, der mir das interessanteste und klarste Bild von David gezeichnet hat. Seine Sprache, sein Stil war am Einprägsamsten. Auch Jon war zwar interessant, aber ich fand ihn etwas selbstmitleidig und teilweise auch anstrengend.
Jeder erzählt sozusagen zwei Geschichten, sein Leben und sein Leben mit David. Das ist ein durchaus interessantes Konzept. Und das Ende war dann... ja, es hat mich etwas sprachlos gemacht. Der Gedanke, der da am Ende steht, war sehr überraschend, aber zugleich sehr plausibel. Er lässt einen nachdenken und bietet den perfekten Abschluss für dieses Buch mit seinen teils sehr philosophischen Momenten.

Fazit

Dieses Buch hat durchaus seine faszinierenden Momente. Ich wurde damit nicht warm, weil ich mir einfach etwas anderes vorgestellt hatte. Doch wenn man sich darauf einlässt, ist es definitiv ein großartiges Buch mit einem überragenden Schluss.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 21. Oktober 2015

[Cosplay] Princess Mars

Bisher habe ich euch das endgültige Ergebnis von meiner Näherei noch vorenthalten, dabei habe ich von Sayuri Tanaka Cosplay and Photography wirklich wundervolle Bilder bekommen! Und das mal eben im Durchgehen auf der Convention unter Zeitdruck. Schaut unbedingt bei ihr vorbei, ich habe sie zwar erst im September kennen gelernt, habe mich aber gleich mal in ihre Bilder verliebt...

Aber das ist ja gar nicht der eigentliche Grund für diesen Blog-Eintrag (aber es musste erwähnt werden), sondern... mein neuestes Kostüm.

Bilder von Sayuri Tanaka

Bilder von Sayuri Tanaka

Ich wollte dieses Kostüm ja aus einem Grund unbedingt fertig kriegen: Ganz spontan und eher zufällig hatte ich nämlich eine Gruppe gefunden, und auch davon sind wunderschöne Bilder entstanden. Ich bin ganz verliebt in die anderen Prinzessinnen!

Bilder von Sayuri Tanaka

Bilder von Sayuri Tanaka

Bilder von Sayuri Tanaka





Princess Serenity: Lily Milkshake
Princess Mercury: Tsuki Akari Cosplay
Princess Jupiter: Yuuko Cosplay
Princess Venus: NoirMireille Cosplay



Sind sie nicht hübsch? Mit den vieren hatte ich einen tollen Tag und wirklich eine traumhaft schöne Truppe!


Dienstag, 20. Oktober 2015

[Take a look] Deko-Dienstag: Herbststimmung

Eine Zeit lang konnten mich herbstliche Farben gar nicht reizen, doch seit ein paar Jahren habe ich den Herbsten mit seiner ganzen Pracht für mich entdeckt. Was gibt es Schöneres als die goldene Stimmung im Herbst? Die Vielfalt an Rot- und Orange-Tönen?


Wenn der Herbst sich in grauen, dunklen Wolkentürmen am Himmel zeigt, bringen eben diese Herbsttöne die Wärme in die Wohnung zurück und zaubern gemütliche Akzente.




Blumen dürfen bei mir auch nicht fehlen, natürlich ebenfalls in den Farben dieser Jahreszeit.





Das Wichtigste in dieser aktuell doch schon kühlen Jahreszeit ist für mich eine Suppe. Und die genieße ich in der Regel dann aus diesen Suppentöpfen. Traumhaft, oder?




Mit der richtigen Deko kann man dem Herbst echt viel abgewinnne und wenn es dannn doch mal regnet, holt man sich den wunderschönen goldenen Herbst in die Wohnung, trinkt einen Tee und liest ein Buch. Die perfekte Jahreszeit für uns Leseratten ;)

Montag, 19. Oktober 2015

[Kommentar] Ava Miles - Nora-Roberts-Land

Bildquelle
Erster Satz

Suchend musterte Meredith Hale die Auslage des Buchladens.












Meine Meinung

Das hier ist ja wohl das Buch, das Nora-Roberts-Fans sofort anspricht, oder? Wer von uns Fans und Leserinnen verspürt nicht diese leichte Sehnsucht, auch mal in so eine Szenerie reinzurutschen? Ich jedenfalls hätte nichts dagegen, dem perfekten Nora-Roberts-Partner zu finden und genauso geht es Protagonistin Meredith. Sie ist ein riesiger Fan und letztlich hat das sogar die Trennung von ihrem Ehemann im weitesten Sinne verursacht. Und jetzt ist sie auf der Suche nach ihrem Roman-Helden, einer Suche, auf die wir sie begleiten dürfen.

Natürlich ist Ava Miles definitiv nicht Nora Roberts, aber die Anlehnung an ihre Romane fand ich eine tolle Idee. Es hat Spaß gemacht, wenn Meredith sich mit ihrer Schwester über die ganzen verschiedenen Figuren aus den Büchern ihres großen Vorbilds unterhalten hat (und man, also in dem Fall ich, hat richtig Lust auf ein ReRead... von sämtlich genannten Roberts-Büchern bekommen). Der Bezug zum Titel ist hier also definitiv gut umgesetzt.
Ansonsten war es eben ein Liebesroman, gerade in der Love-Interest-Hinsicht wartet das Buch somit nicht unbedingt mit Überraschungen auf. Tanner wird zum Objekt der Begierde, und der Mann liest sich auch richtig gut. Aber, wie bei dem Autorenvorbild, geht es hier relativ vorhersehbar zum Ziel: Frau trifft Mann, Frau will sich nicht in Mann verlieben, Frau verliebt sich in Mann, Frau wird erstmal von Mann verletzt, Frau und Mann werden glücklich auf ewig. Eben genauso wie es im Nora-Roberts-Land sein muss!
Wer jetzt aber denkt, dass das Buch durchweg so vorhersehbar ist, hat nicht mit dem zweiten Handlungsstrang gerechnet. Meredith ist Journalistin und soll eigentlich einer Spur folgen und diese Story ist das Spannende an der Geschichte. Da war ich beim Lesen positiv überrascht, denn das das mehr dahinter steckt, war zwar klar, aber die Umsetzung davon ist Ava Miles richtig gut gelungen.

Die Charaktere sind durchweg sehr authentisch gestaltet. Dementsprechend haben wir auch nicht nur die reinen Sympathie-Träger, etwas, was ich durchaus zu schätzen weiß. Ein großer Fan bin ich ja von knurrigen, alten, herzensguten und lebensklugen Großvätern, daher hat die Autorin hier so ziemlich perfekt meinen Geschmack getroffen, denn Merediths Großvater ist einfach ein absolut liebenswertes Original. Für den nächsten Band (ja, der ist im Buch direkt angekündigt und ich tendiere zu einem dritten Band) hoffe ich weiterhin auf viele Szenen mit ihm.
Meredith ist jetzt nicht die Frau, die meine beste Freundin werden würde, aber sich an ihrer Seite durch massenhaft uncharmante Dates zu kämpfen, hat trotzdem Spaß gemacht. Die Interaktion mit ihrer Familie hat mir allgemein gut gefallen. Es sind durchweg sympathische Charaktere und eine Familie, die sich liebt und unterstützt. So was lese ich doch gerne.
Mein Herz gestohlen hat, wie schon erwähnt, Tanner. Er hat Traumatisches für seinen Traumberuf durchgemacht, muss zwangsweise einen Job annehmen, den er nur widerwillig ausübt, und ist dabei immer so... Tanner. Ich finde, er hat einen unterschwelligen Humor, den ihm niemand nimmt. Er ist einfach ein verdammt vielseitiger Charakter.

Vom Schreibstil her ist es manchmal noch etwas zäh, aber für ein Erstlingswerk liest es sich trotzdem gut. Insbesondere die Szene, die mich überrascht hat, hat wirklich Eindruck hinterlassen.

Fazit

Ava Miles hat sich mit diesem Buch einen Traum erfüllt und ich finde, sie hat diesen gut umgesetzt. Es gibt noch Momente, die zu verbessern sind, aber dennoch macht die Geschichte Spaß. Insbesondere die detailreichen Charaktere sagen mir zu und ich bin auf die Fortsetzung gespannt...  

Mein Dank geht an Mira Taschenbuch sowie Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar. 

Dienstag, 6. Oktober 2015

[Take a look] Deko-Dienstag: Erinnerungen

Jeder hat doch diese Stücke, die man nicht weggeben will, weil sie schöne Erinnerungen bergen. Dieses gute Stück hier steht schon seit ich denken kann bei meiner Mutter im Regal. Es stammt von einem meiner Großonkel, den ich nicht mehr kennenlernen durfte.


Ich finde ja, dass dieses Schätzchen perfekt zu meinen kleinen Schätzen passt, den Harry-Potter-Büchern. 


Für mich hat diese Uhr eigentlich ja keinen sentimentalen Wert an sich, aber es hat mich mein ganzes Leben begleitet und ich sehe es mir total gerne an.
Habt ihr auch so kleine Schätze?