Dienstag, 29. September 2015

[Take a look] Deko-Dienstag: Flaschenliebe

Ihr Lieben, bevor ich vollkommen unter Entzug leide, führe ich hiermit die Kategorie Take a look ein. Aktuell noch, solange ich eben nicht kann, relativ wortkarg und die Fotoqualität wird auch noch steigen, versprochen.
Also, take a look:


Ich liebe Glasdeko, insbesonders kleine Flaschen. Nur nicht beim Abstauben. Aber ansonsten sind sie, v.a.D. in unterschiedlichen Tönen und Formen und Höhen nicht nur sehr dekorativ, sondern können auch sehr auflockernd wirken.



Da kann auch mal eine Flasche aus der Reihe tanzen, hier ist kein Reih und Glied verlangt.


Ihr werdet mich also nicht los, wie ihr seht. Und somit bin ich glücklich, denn auch wenn ich nicht richtig bloggen kann (einhändig tippen dauert ewig!), ist das eine kleine Wiedergutmachung für mich.

Mittwoch, 23. September 2015

[Rezension] Wintergäste - Sybil Volks





Titel: Wintergäste
Autor: Sybil Volks
Verlag: dtv
Erschienen: Oktober 2015
ISBN: 978-3-423-26080-0
Preis: 14,90€

 
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Autor

Sybil Volks lebt als freie Autorin und Lektorin in Berlin. Sie hat zahlreiche Erzählungen und Gedichte in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Ihr historischer Berlin-Krimi ›Café Größenwahn‹ war nominiert für den Glauser-Preis 2008 als bestes Krimidebüt. 2012 ist ihr hochgelobter Familien- und Berlin-Roman ›Torstraße 1‹ erschienen.
 
Inhalt

Die Nachricht von Inge Boysens Tod war ein Fehlalarm. Doch da haben sich Kinder und Kindeskinder bereits in dem kleinen Haus hinter dem Deich versammelt. Kurz vor dem Jahreswechsel schneidet ein Schneesturm Haus Tide und seine Bewohner von der Außenwelt ab. Während draußen die Welt vereist, kochen im Innern alte Feindseligkeiten und neue Sehnsüchte hoch.

Erster Satz

All das schwindelerregende Kommen und Gehen in unserer Familie begann mit einem angekündigten Tod und einem unangekündigten Sturm.

Meine Meinung

Der Klappentext klingt wirklich super, doch irgendwie habe ich mir ein bisschen was anderes vorgestellt gehabt. Es dauerte doch recht lange, bis die Familie sich letztlich wirklich auf der Insel trifft und bis dann der Schneesturm eintrifft, vergeht noch mehr Buch. Dieser extreme Teil, indem viele unterschiedliche Charaktere eingesperrt aufeinander treffen, ist somit verhältnismäßig kurz. Dabei war das genau dieser Teil, auf den ich mich gefreut habe, da er psychologisch gesehen der wohl spannendste ist. Sehr, sehr schade.
Es gibt viele unterschiedliche Charaktere und eigentlich auch viel Konfliktpotential, doch auch da hätte ich mir etwas mehr vorgestellt. Es sind letztlich die drei, vier immer gleichen Konflikte, die aufgewärmt werden. Und die Intensität, die ich mir dabei gewünscht hätte, war auch nicht da. Dadurch wurde das Buch gut, aber eben nicht herausragend und so ausdrucksstark, wie ich es mir beim Klappentext vorgestellt hatte.
Das klingt bisher alles recht negativ, aber im Ernst: Das Buch liest sich dennoch gut, da die einzelnen Charaktere ganz interessant sind. Insbesondere Berit war für mich eine Überraschung, eine positive. Doch da ergibt sich auch das Problem bei so vielen Charakteren: Es bleibt doch weniger Raum für die Entwicklung einer einzelnen Figur. Und bei den Beziehungsstreits bliebt Berit doch etwas auf der Strecke. Das war aber auch vielleicht persönliches Empfinden, weil ich ihre Geschichte spannender als Ehestreitigkeiten fand.
Entzückend war die alte Dame, die das ganze Drama ausgelöst hat: Inge. Eine Frau am Ende ihrer Tage, die das Bedürfnis hat, die Probleme ihrer Lieben doch noch einmal zu lösen und diese auch noch einmal zu sehen. Dabei hat sie auch noch ein Geheimnis, das mich verblüfft hat - ebenfalls im positiven Sinne. Auch hier finde ich es schade, dass es eben doch nicht weiter ausgeführt werden kann.
Ich merke gerade, dass ich immer wieder auf das Gleiche eingehe, dass es nicht genug Raum für einzelne Personen gibt. Dann kommt auch noch Inges Sohn Boy dazu, der weit weg von allem ist und nur langsam mitkriegt, was mit seiner Mutter passiert. Da fand ich das Ende seiner Geschichte auch irgendwie... komisch. Na ja...

Fazit

Der lange Einstieg sorgt dafür, dass zum Schluss raus doch recht wenig Raum für die einzelnen Schicksale bleibt, dabei hat jeder einzelne eine Geschichte, die definitiv mehr Seiten verdient hätten. Dennoch ein gutes Buch über eine Familie voller Probleme, aber auch voller Liebe.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 21. September 2015

[Rezension] Die Tochter des Malers - Gloria Goldreich





Titel: Die Tochter des Malers
Autor: Gloria Goldreich
Original: The Bridal Chair
Aus dem Amerikanischen von: Kathrin Bielefeldt
Verlag: Aufbau
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-7466-3182-0
Preis: 12,99€

 
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Autor

Gloria Goldreich ist die von der Kritik hochgelobte Autorin zahlreicher Erzählungen, Kinder- und Jugendbücher sowie mehrerer Romane. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist die Mutter dreier Kinder und lebt mit ihrem Mann in Tuckahoe, New York.

Inhalt

Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters.
 
Erster Satz

Ein Grauen erfasst sie, das sie nicht benennen kann, doch sie befindet sich in Gefahr, dessen ist sie gewiss.

Meine Meinung

Nach Madame Picasso, das mich schon ziemlich geflasht hat, war ich neugierig, ob Die Tochter des Malers rund um Ida Chagall mich auch so in den Bann ziehen wird. Kurz gesagt: Ja. Ich finde es einfach faszinierend, diese Romane über diese so bekannten und genialen Künstler und habe mich nach beiden Büchern dabei ertappt, noch mehr über sie wissen zu wollen.
Ida Chagall ist eine verwöhnte kleine Göre, die weiß, was sie will und wie sie es kriegen kann. Und im Laufe des Buches wird sie zu einer erwachsenen Frau, die auch durch den Krieg reifen muss. Sie ist ein interessanter Charakter, ein Charakter, den man nicht unbedingt sofort sympathisch findet, ein Charakter, der viele Ecken und Kanten hat und auch viele unsympathische Seiten. Sie kann arrogant sein in ihrem selbstbewussten Auftreten, liebt ihre Eltern dafür aber heiß und innig. Sie ist faszinierend. Die Ida Chagall, die hier von Gloria Goldreich gezeichnet wird, ist ein spannender, faszinierender, vielschichtiger Charakter. Und das macht einfach nur Spaß.
Ihre Eltern erlebt man aus ihrer Sicht und gerade bei dem großen Marc Chagall schwankt man zwischen Bewunderung und Ratlosigkeit: Ein großer Künstler ist nicht unbedingt ein guter Mensch. Diese menschlichen Untiefen waren, da wiederhole ich mich doch gerne, faszinierend. Auch Idas Mutter und die anderen Menschen, denen sie begegnet, wirklich toll. U.a. fand ich den Bezug zu Varian Fry interessant, zumal ich ja das Buch über ihn als Figur wahnsinnig eindrucksvoll fand. Diese Überschneidungen all der Bücher und Geschichten, die ich in letzter Zeit aus dieser Zeit und Gegend gelesen habe, ergeben ein großes Ganzes. Ich finde das spannend. Daher haben mir eben auch die anderen großen Figuren, denen Ida begegnet gefallen, Picasso, Matisse usw.

Der zweite Weltkrieg ist dieses Jahr wohl eines der größten literarischen Themen. Auch hier rankt sich alles darum. Der Part des Krieges, des Entkommens nach Amerika wird sehr ausführlich beschrieben, danach habe ich das Gefühl, dass alles etwas gehetzt und zusammen gezogen wirkt. Das letzte Drittel beschreibt schon einige Jahre und wirkt daher doch etwas komprimiert. Da hätte Gloria Goldreich doch fast noch Stoff für ein zweites Buch gehabt.



Fazit

Ich war absolut gefesselt von Ida Chagall, einer Frau, die von Autorin Gloria Goldreich so vielschichtig dargestellt wurde, deren vielen Facetten in diesem Buch voll zum Tragen kamen und die mir nicht immer sympathisch in ihren Entscheidungen war.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 16. September 2015

[Rezension] Kräuter der Provinz - Petra Durst-Benning





Titel: Kräuter der Provinz
Autor: Petra Durst-Benning
Verlag: Blanvalet
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-7341-0011-6
Preis: 9,99€
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Autor

Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.

Inhalt

Bürgermeisterin Theresa liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Theresa krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Erster Satz

Es war das erste Mal, dass sie vom Sterben träumte.

Meine Meinung

Ich möchte jetzt gerne nach Maierhofen ziehen, nach diesem Buch bin ich ganz verliebt in das kleine Dorf und dessen Bewohner... Landflucht ist ja ein akutes Thema, in diesem Buch ist dieses wirklich wunderschön verpackt.
Wo fange ich jetzt an? Mit Theresa, denn sie führt uns auch in das Buch und in das Dorf ein. Dass bei ihr etwas nicht stimmt, ist einem relativ schnell klar, doch was sie wirklich belastet, erfährt man erst im Laufe der Geschichte. Petra Durst-Benning kann es einfach, das Buch baut sich wundervoll auf: Man vermisst Theresa zwar, wenn sie dann wegen ihrer Krankheit tatsächlich ausfällt, doch die anderen Figuren füllen diese Lücke aus. Kräuter der Provinz ist eines dieser Bücher, in dem ich jede Figur ins Herz schließe. Die Autorin hat einfach Figuren gestaltet, die frau mögen muss. Sie sind urig und herzlich, zumindest wenn man sie näher kennen lernt. Genauso ist es tatsächlich auch in den Dörfern, in denen ich bisher gelebt habe. Die Nachbarschaft hält zusammen und hier hält eben eine Dorfgemeinde zusammen.
Der Titel ist ja schon ein Hinweis darauf, was die Gemeinde ersinnt, um ihr Dorf zu retten. Und eines kann ich euch sagen: Es ist appetitanregend. Äußerst appetitanregend. Ich bin ja ein Fan von Bauernläden, daher ist das Genießerdorf für mich wirklich eine tolle Sache. Und es ist eine Lösung, zumindest für Maierhofen und seine leckeren regionalen Produkte in diesem Buch. Irgendwie finde ich, dass Petra Durst-Benning ein unterhaltsames Buch geschrieben hat, das zugleich jedoch auch zum Nachdenken anregt, denn Landflucht ist ein schwieriges Thema, das in den ganzen großen Neuigkeiten doch manchmal etwas untergeht.
Liebe gibt es natürlich auch in Kräuter der Provinz, aber angenehm im Hintergrund, recht undramatisch und es passiert einfach. So lese ich das gerne. Vor allen Dingen vor dieser Dorfgeschichte.

Fazit

Ich mags. Rundum. Es war - in erster Linie - appetitanregend, es war spaßig, es war liebevoll und es hatte wunderbar liebenswerte Charakter. Petra Durst-Bennings erster Gegenwartsroman hat voll in mein Herz getroffen!

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 10. September 2015

[Rezension] Hausfrau - Jill Alexander Essbaum





Titel: Hausfrau
Autor: Jill Alexander Essbaum
Original: Hausfrau
Aus dem Amerikanischen von: Eva Bonné
Verlag: Eichborn
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-8479-0591-2
Preis: 22,00€
 
 
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Autor

Jill Alexander Essbaum hat mehrere Gedichtbände verfasst und an Lyrikanthologien mitgewirkt. Sie lebt und schreibt in Austin, Texas.

Inhalt

Wohin geht eine Frau, wenn es keinen Weg zurück gibt? Anna Benz, eine Amerikanerin Ende dreißig, lebt mit ihrem Schweizer Ehemann Bruno und ihren drei kleinen Kindern in einem Postkarten-Vorort Zürichs. Von außen betrachtet führt sie ein komfortables, abgesichertes Leben; im Inneren bricht sie auseinander.

Erster Satz

Anna war eine gute Hausfrau. Meistens.

Meine Meinung

Das Buch wird als schockierend und faszinierend beschrieben und das stimmt. Es war auch abstoßend und gleichzeitig hatte man Verständnis für Protagonistin Anna. Anna ist Dreh- und Wendepunkt der Geschichte, alles dreht sich um sie. Sie ist Amerikanerin und hat dort einen Schweizer Mann, einen Banker kennen gelernt und ist ihm in seine Heimat gefolgt. Hier ist sie recht allein, denn er arbeitet, sie ist nur mithilfe des Zuges mobil und hat eigentlich auch keine Freunde. Man kann definitiv behaupten, dass sie einsam ist. Sie ist isoliert. Ihr großer Fehler jedoch ist es, dass sie die Landessprache nicht gelernt hat. Dadurch hat sie sich noch mehr isoliert.
Anna besucht auch eine Psychotherapie, doch das reicht nicht, um die Leere zu füllen, die sie fühlt. Stattdessen versucht sie dies mit Affären zu beheben. Dabei dient der Sprachkurs, den sich besucht. Anna ist eine verstörte, einsame Frau, die nicht immer die richtige Entscheidung trifft. Ganz im Gegenteil.
Es ist ein Buch, das einem wirklich nahe geht, auch wenn Annas Verzweiflung nicht immer greifbar ist. Es gibt so viele Details, die ich jetzt gerne besprechen würde, aber tatsächlich würde ich euch damit spoilern. Insbesondere diese eine Sache.
Tatsächlich ist Hausfrau ein Buch, das mich im Nachhinein noch mehr gepackt hat und noch mehr gefesselt hat als schon während dem Lesen. Es ist eines dieser Bücher, das einen nachdenklich zurücklässt. Und eines der Bücher, bei dem sich nach dem Ende noch ein paar Puzzlestücke zusammensetzen. Ich war nicht von Anfang an hin und weg, doch danach hat es mich dafür auch nicht mehr losgelassen. Auch jetzt, wenn ich diese Rezension schreibe, brennt mir so vieles auf der Seele.

Fazit

Ein Buch, das mich im Nachhinein noch eine Weile beschäftigt hat. Die Protagonistin ist eine einsame Frau, trotz der Familie, die dabei auch einige Fehlentscheidungen trifft. Ein raffiniertes Debüt, das mich doch beeindruckt hat!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 8. September 2015

[Progress] Princess Mars

Von einem Stoffhaufen...


... zu einem fast fertigen Kleid. Kleinigkeiten fehlen noch.





Sonntag, 6. September 2015

[Zwischenspiel] Chimiko 'plaudert'

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß nicht, ob ihr es gemerkt habt, aber in letzter Zeit kommen meine Einträge doch eher sporadisch und das liegt ausnahmsweise nicht an den eigentlich obligatorischen Cosplay-Arbeiten, leider. Es ist auch nicht so, dass ich eine Auszeit vom Bloggen bräuchte, nein, ganz im Gegenteil! Ich vermisse das Bloggen und explizit das Rezensieren einfach unglaublich. Und wenn ich meinen Stapel an gelesenen Büchern anschaue, die ich eigentlich gerne rezensieren würde, weil ich so viel dazu sagen will... puh.
Nur leider muss ich jetzt aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Wer mir auf Twitter folgt, hat sicherlich schon eine meiner zahlreichen Jammereien mitgekriegt (sorry, aber es tut halt weh und nach bald drei Monaten frustriert es und eigentlich will ich ja bloggen und... und, und, und!). Ich hab mir wohl (damals beim Katniss-Shooting, verflixter Bogen!) eine Sehnenscheidentzündung zugezogen, die einfach nicht ausheilen will. Links. Und was bin ich? Natürlich Linkshänder. Und weil ich es einfach kann - ich habs voll drauf! - folgte jetzt rechts das gleiche Spiel. Also... gibt es jetzt nur noch die Rezensionen, die vorgeplant sind, und vielleicht finde ich zwischendurch ja einen Dummen, dem ich mein Geschreibsel diktieren kann *O* Im Oktober ist da schon ein Tag ins Auge gefasst, an dem ich meiner Mutter die Ohren abkauen kann!

Meine wunderbare, einzigartige, fantastische Mutter ist auch der Grund, warum ich Cosplay-Progress posten kann (und werde, da muss ich ja nicht viel tippen /D). Ich kann einhändig nähen, aber schneiden, stecken und heften, das übernimmt gerade alles sie. Ich bin so unglaublich dankbar und glücklich, weil ich dieses Kostüm so dringend fertigstellen will.

So, damit bin ich jetzt fertig, weil... das tut weh (auch Nicht-Twitterer sollen mal angejammert werden). Und wie das schmerzt. Ich freue mich so darauf, wenn ich endlich, endlich, endlich wieder richtig bloggen kann. Natürlich hoffe ich, dass ihr mich wenigstens etwas vermisst x)

Und zum Abschluss noch ein Bild von dem bösen Auslöser. Immerhin sehen die Bilder geil aus.


Samstag, 5. September 2015

[Rezension] Der Klang der Hoffnung - Suzy Zail





Titel: Der Klang der Hoffnung
Autor: Suzy Zail
Original: The Wrong Boy
Aus dem Englischen: Petra Koob-Pawis
Verlag: cbj
Erschienen: Januar 2015
ISBN: 978-3-570-15990-3
Preis: 16,99€
Leseprobe
 
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Autor

Suzy Zail wurde 1966 in Melbourne geboren, wo sie Jura studierte und als Anwältin arbeitete. Ihr erstes Buch erzählte die Lebensgeschichte ihres Vaters nach, der als Jugendlicher ins Konzentrationslager Auschwitz kam und nach dem Krieg nach Australien emigrierte. Von seinen Erlebnissen während des Krieges hatte er ihr erst erzählt, als bei ihm eine schwere Krankheit festgestellt wurde. Neben zahlreichen Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften verfasste sie preisgekrönte Kinderbücher und auch einige Bücher für Erwachsene. Nach »Der Klang der Hoffnung« ist »Was dir bleibt, ist dein Traum« ihr zweiter Roman für junge Erwachsene.

Inhalt

»Achtet aufeinander und kommt wohlbehalten wieder nach Hause.« Das ist die letzte Bitte, die Hannas Vater an seine beiden Töchter und seine Frau richtet, als sie Mitte 1944 an der Rampe von Auschwitz voneinander getrennt werden. Für die 15-jährige Hanna, die als begabte Pianistin kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium stand, sind diese Worte die letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Das und ihre Liebe zur Musik. Und diese Liebe bietet ihr nicht nur einen inneren Zufluchtsort, sondern auch die Chance zu überleben. Wird sie doch abkommandiert, regelmäßig im Haus des Kommandanten aufzuspielen.

Erster Satz

Sie kamen um Mitternacht, zerrissen die Stille mit ihren Fäustern und hämmerten so lange gegen unsere Tür, bis Vater sie hereinließ.

Meine Meinung

Der Klang der Hoffnung ist ein wundervolles Buch, welches in der wohl dramatischsten Situation, die ein Mensch erleben kann, diesen unglaublich zarten Funken Hoffnung auf eine poetische Art und Weise aufzeigt. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht wahrnimmt und es ist eines dieser Bücher, das ich in Hand genommen habe, weil kein anderes Buch in der Nähe wahr. Und dann wurde es eines dieser Bücher, das einen aus den Socken haut, wenn auch auf eine sehr gefühlvolle Art und Weise. Es wurde eines dieser Bücher, das mir Tränen in die Augen getrieben hat, bei dem ich regelrecht Herzschmerz bekommen habe, weil es so wunderschön ist. Und das ist in dieser so hochdramatischen Ausgangssituation: Auschwitz.
Hanna, die junge und begabte Protagonistin, ist ein ganz normales Mädchen, das die Musik liebt und das von der Musik geliebt wird. Und diese Liebe rettet ihr - was ich übrigens eigentlich doch recht grausam finde - das Leben. Sie entwickelt sich in diesem Buch deutlich weiter, wird stärker für ihre Familie, um zu überleben.
Das Buch, Hanna, ihr Kampf und Entwicklung, das hat mich einfach nachhaltig beeindruckt. Auch die Worte, welche die Autorin Suzy Zail findet, haben ihren großen Teil dazu beigetragen. Sie hat es geschafft, diese ja eigentlich hochdramatische Geschichte in schöne Worte zu fassen, ohne dabei zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, ohne zu dramatisch zu werden. Es ist schlicht und ergreifend Hanna, die da erzählt und deren Leben wir an ihrer Seite erleben. Es ist keine wahre Geschichte, aber die Autorin hat es geschafft, eine lebendige Geschichte zu schreiben, die doch auch hätte wahr sein können.
Der Untertitel verrät ja auch, dass da nicht nur die Musik ist. Was sich da entwickelt, ist so zart, so empfindsam und nicht immer richtig greifbar.
Ihr merkt, ich schwärme, aber ich bin einfach verliebt in dieses Buch, in die Charaktere. Jeder einzelne Charakter ist lebendig und voller Tiefe. Sie wirken nicht flach und unausgegoren, sondern - das ist die Besonderheit hier - so, als würde Hanna diese Geschichte wirklich viele Jahre später erzählen oder aufschreiben. Sie wirken einfach allesamt... wahr.

Fazit

Dieses Buch ist einfach wundervoll in seinen dramatischen Umständen. Protagonistin Hanna ist eine starke junge Frau und die Geschichte, die sie erzählt, geht einem wirklich nahe.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 3. September 2015

[Rezension] Das unvollkommene Leben oder wie das Glück zu Samuel fand - Francesc Miralles





Titel: Das unvollkommene Leben oder wie das Glück zu Samuel fand
Autor: Francesc Miralles
Original: Wabi Sabi
Aus dem Spanischen: Maria Hoffmann-Dartevelle
Band: 2
Verlag: List
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-471-35115-4
Preis: 14,99€

 
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Autor

Francesc Miralles arbeitete einige Jahre als Indie-Verleger, bevor er zu schreiben begann. 2009 wurde er mit dem renommierten Premio de la Ciudad de Torrevieja ausgezeichnet. Miralles, der auch Musiker ist, lebt in Barcelona.

Inhalt

Den Literaturprofessor Samuel erreicht eine geheimnisvolle Postkarte. Das Bild zeigt eine japanische Glückskatze, die ihm fröhlich zuwinkt, der Text besteht aus bloß einem Wort: Wabi-Sabi. Heißt das, jemand wünscht ihm viel Glück? Das kann er gut gebrauchen. Seine Freundin hat ihn gerade verlassen, die ersten Anzeichen des Älterwerdens setzen ihm zu, und seine Katze kränkelt. Ob Wabi-Sabi ihm weiterhilft? Die uralte Weisheit aus Japan lobt die Unvollkommenheit aller Dinge. Kurzerhand bricht Samuel auf nach Japan, um den Absender der Postkarte zu suchen. Die Größe seines Abenteuers droht den eher schüchternen Samuel immer wieder zu überwältigen. Aber vielleicht kann er das Unerwartete lieben lernen und mehr Gelassenheit aus dem Nicht-ganz-so-Perfekten ziehen?

Erster Satz

Wir kommen aus dem Nichts und ins Nichts kehren wir zurück.

Meine Meinung

Schon das letzte Buch rund um den liebenswerten Germanistik-Professor Samuel hat mich verzaubert. Und auch dieses Mal hat diese kleine, feine Geschichte mich in ihren Bann gezogen. Samuel ist einfach ein wunderbarer Charakter, den ich gerne wie einen alten Freund wieder begrüßt habe.
Das Thema ist natürlich auch sehr interessant, dennoch, obwohl ich Samuel wunderbar finde und Miralles' Schreibstil einfach wunderschön ist (auch einfach nur toll ins Deutsche übertragen!), konnte mich Das unvollkommene Leben nicht ganz so sehr mitnehmen, wie sein Vorgänger. Hauptsächlich lag das tatsächlich am Ende, an der Auflösung des Geheimnisses der Postkarte. Das hat mich nicht zufrieden gestellt und wenn ich ehrlich bin, wirkte es auch lieblos - auch im Vergleich zur vorhergehenden Geschichte. Davor sind bezaubernde Charaktere, die tief sind, da ist die Suche nach dem Wabi-Sabi, was jedoch irgendwo nicht einmal eine Hauptrolle spielt. Doch das Ende hat mir vieles verdorben...
Wobei, das will ich euch nicht vorenthalten, gaaaanz am Schluss gab es eine entzückende Szene, so bezaubernd, dass sie es fast schon wieder wettmachen könnte. Merkt ihr meinen hohen Gebrauch von bezaubernd? Ich mag das Buch und ich finde alles irgendwie bezaubernd, sorry dafür.
Samuel begegnet in Japan wirklich doch eher außergewöhnlichen Charakteren, hinter denen einfach eine Geschichte steckt. Er selbst muss nach der Trennung auch zu sich finden und das geschieht Stück für Stück. Francesc Miralles beschreibt diese Selbstfindung auf so eine wundervoll poetische Art und Weise. Es macht einfach Spaß, das zu lesen.
Die alten Bekannten von Samuel haben ihre Auftritte, doch dieses Mal in kürzerer Form. Immerhin spielt ein Großteil des Buches in Japan und daher kommen sie nicht ganz so häufig vor. Dennoch spielen sie eine entscheidende Rolle. Titus drängt ihn dazu, der geheimnisvollen Karte zu folgen. Gabriela ist ja eigentlich der Auslöser, dass Samuel wirklich in Japan landet. Nur Nishima kommt etwas zu kurz... schade, denn ich mochte dieses Zusammenspiel von Samuel und Nishima davor.

Fazit

Eine poetische Geschichte, die zeigt, wie ein wunderbarer Charakter sich selbst erst wieder finden muss. Samuel geht einem auch hier ans Herz. Schade ist es nur um den Auslöser seiner Reise, die Postkarte, deren Ursprung eher langweilig und nicht überraschend ist.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt