Donnerstag, 29. Januar 2015

[Rezension] Saeculum - Ursula Poznanski





Titel: Saeculum
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-7855-7783-7
Preis: 9,95€

 
Kaufen beim Verlag!









Autor

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Inhalt

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Erster Satz

Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.

Meine Meinung

Was? Chimiko liest das erst jetzt? Chimiko hat dieses Buch tatsächlich noch nicht gelesen? Ja, Chimiko versteht es ja selbst nicht so richtig. Aber da gibt es ja glücklicherweise, die Mandy, die sich das Buch gekauft hat und mich dann überzeugt hat, es endlich auch mal zu lesen! Und ich bereue es nicht!

Mittelaltermärkte finde ich ja toll, von daher war das einfach der richtige Start in das Buch rein. Das war gleich schon mal eine Atmosphäre, die mir richtig gut gefallen hat. Und die Charaktere haben mich auch gleich fasziniert.
Okay, ich hab grad eine richtige Blockade, weil mir so viel gefallen hat und ich so viel bemerkenswert finde! Da platzt mein Kopf förmlich und ich kriege doch nichts Gescheites hier formuliert. Auf alle Fälle hat dieses Buch ganz viel Kopfkino ausgelöst! Die Bilder der Gegend, in der die Con stattfindet, entstand genauso vor meinen Augen wie die Charaktere. Bastian, der strebsame Student, seine Entwicklung (und er macht wirklich eine großartige Entwicklung in diesem Buch durch!) war einfach so lebendig beschrieben. Hätte auch einer meiner ehemaligen Kommilitonen sein können - Bastian ist einfach eine Figur, die aus dem Leben gegriffen ist.
Iris hingegen ist schon etwas spezieller, doch das macht sie nicht weniger sympathisch. Und diese beiden sind eben die zwei, die diese Geschichte letztendlich erzählen. Natürlich gibt es da auch Vorhersehbares, aber das war nicht relevant für die restliche unglaublich hohe Spannung! Davon gab es mehr als genug, von der Spannung. Und dann das Ende erst... ich war so richtig vertieft (und saß im Zug und musste die letzten dreißig Seiten abbrechen, weil meine Station kam, wie mir glücklicherweise grad noch so klar wurde!), das Buch hat mich einfach nur gefesselt.
Die Autorin hat es einfach auch immer wieder geschafft, mich in die Irre zu führen, so dass ich geraten und geraten habe, aber die Lösung mich am Ende einfach nur überrumpelt hat. Das war so: Waaaaas? Im Eeeernst? Nee, oder? Und dann dachte ich zugleich doch, dass es echt logisch ist!

Noch mal zu den Charakteren: Bastian, wie erwähnt, ist wirklich wie aus dem Leben gegriffen, aber auch alle anderen Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und wirken auf mich als Leserin sehr authentisch. Iris empfinde ich als etwas spezieller, aber das passt nicht nur wunderbar zu ihr, sondern fügt sich auch perfekt in die Geschichte ein. Und ich liebe die Szenen, in denen Iris uns aus ihrer Sicht erzählt, weil ich sie als Charakter einfach mal total ins Herz geschlossen habe! Allgemein gab es keinen Charakter, bei dem ich 'Hm... na ja...' dachte, ich fand einfach alle hervorragend gestaltet, auch in der Motivation und dem Interagieren. Am Ende war ich bei einem Charakter etwas gehässig... aber gut, das verrat ich euch natürlich nicht!

Fazit

Ein Thriller mit hohem Spannungsfaktor, vielen überraschenden Wendungen und Lesevergnügen bis zum Schluss! Außerdem gibt es tolle Charaktere mit sehr schön gestalteten Hintergründe. Mittelalterfan? Larp-Fan? Zugreifen!

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Freitag, 23. Januar 2015

[Rezension] Fan Costuming und Cosplay zu Star Wars und Anime - Karen Heinrich





Titel: Fan Costuming und Cosplay zu Star Wars und Anime
Autor: Karen Heinrich
Verlag: Longtai
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-938946-23-7
Preis: 34,80€

 
Kaufen!










Inhalt

"Die populären Phänomene "Star Wars" und "Anime/Manga" haben besonders aktive und vernetzte Fans in aller Welt. Diese Fans interpretieren ihre Lieblingsfiguren durch Verkleiden - kreative Teilhabe an Medieninhalten wird so zur öffentlichkeitswirksamen Fanpraxis. In der ersten umfassenden Darstellung von Cosplay und Fan Costuming in deutscher Sprache lässt die Kulturwissenschaftlerin Karen Heinrich deutsche und amerikanische Fans zu Wort kommen. Die vergleichende Studie ordnet das Phänomen in den Kontext der Fan- und Szeneforschung ein, fragt nach den Bedingungen und Möglichkeiten der Rezeption populärer Texte und zeigt anschaulich, wie sich aus der kunstvollen Herstellung der Kostüme eine eigene Fankultur entwickelt."

Meine Meinung

Mal etwas ganz anderes auf dem Blog. Aber es betrifft wieder meine beiden Hobbies, Cosplay und Lesen. Das Buch ist eine Dissertation von Karen Heinrich, einer Kulturwissenschaftlerin, dass sich mit der Thematik Cosplay und Costuming beschäftigt.
Ich war schon lange neugierig auf dieses Buch, Cosplay mal von einer vollkommen anderen Seite betrachtet, der wissenschaftlichen? Das hat mich wirklich interessiert.
Der Aufbau ist wirklich sehr gut gelungen, außerdem gibt es auch einige mehr als interessante Gedankengänge, die von der Autorin verfolgt werden. Ich muss sagen, dass so eine wissenschaftliche Abhandlung für Cosplay und Costuming definitiv mal an der Zeit war. Immerhin gehört der Konsum von Anime und auch anderen Sachen (hier eben Star Wars) schon lange in den wissenschaftlichen Bereich, das Fan-Dasein auch und nun endlich gibt es eben auch eine Abhandlung zu diesem Bereich. Eine gelungene Abhandlung.
Das Buch ist natürlich keine leichte Abendlektüre, aber dennoch hat die Autorin es geschafft, das Thema gut verständlich zu beschreiben. Sehr interessant waren die Ausschnitte der Interviews mit den international vertretetenen Cosplayern. Dabei waren durchaus auch einige, die ich selbst schon länger verfolge und sehr toll finde! Ihren Blick auf das Cosplay-Dasein zu lesen, war natürlich auch ein spannendes Detail.
Grundsätzlich glaube ich, dass ich dieses Buch definitiv noch einmal lesen werde, damit ich die Gesamtheit erfassen kann.

Fazit

Für Interessierte, die auch vor wissenschaftlicher Lektüre nicht zurückschrecken, definitiv empfehlenswert!

Bewertung





Quellen
Cover; Inhalt

[Rezension] Das beste Buch der Welt - Peter Stjernström





Titel: Das beste Buch der Welt
Autor: Peter Stjernström
Original: Världens bästa bok
Verlag: Dumont
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-8321-9757-5
Preis: 16,99€

 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Peter Stjernström, geb. 1960, ist Miteigentümer der schwedischen Literaturagentur Grand Agency, arbeitet nebenher als Ghostwriter und Werbetexter und hat in Schweden drei Romane veröffentlicht. Er lebt in Stockholm. ›Das beste Buch der Welt‹ erscheint noch in sieben weiteren Sprachen.

Inhalt

Titus Jensen ist Schriftsteller und Alkoholiker. Vergeblich wartet er darauf, dass man seine eigenen Romane ernst nimmt, und macht sich stattdessen mit Lesungen fremder Werke zum Clown. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die sicherste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?
Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch dank seiner bezaubernden Lektorin Astra, die das Beste aus ihm herauszukitzeln versteht. Mit ihrer Hilfe schafft er den Absprung vom Saufen, findet zurück zum Schreiben und entdeckt, was ihm wirklich wichtig ist. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg – da macht ihm auf den letzten Metern Eddie X einen Strich durch die Rechnung: Auch der scheinheilige Liebespoet hat an der Idee des weltbesten Buchs Feuer gefangen und will Titus um jeden Preis zuvorkommen …

Erster Satz

Ein Mann betritt eine Bühne.

Meine Meinung

Na, das beste Buch der Welt ist Peter Stjernström zwar nicht gelungen, aber das hier ist dennoch ein Buch, das sich von der Masse abhebt. Ein sehr kurioses Buch ist es geworden, dass sich mit dem Schreiben beschäftigt, immer eine spannende Sache, oder? Wenn dann noch ein Schriftsteller hinzukommt, der Alkoholiker ist, aber ohne Alkohol schreiben soll und eine... sehr interessante Lektorin (zu viel möchte ich über diese Dame nicht verraten), dann ist das ein heikle Mischung, die ein durchaus amüsantes, aber eben auch kurioses Werk bildet.

Es dauerte einen Moment, bis ich an den Stil des Autors gewöhnt war, da er mir am Anfang recht ruppig und auch selbstironisch erschien, da habe ich manchen Satz oder eher manchen Absatz zwei Mal gelesen. Doch bald haben mich Titus' verquere Gedankengänge und Formulierungen gepackt und ich habe fasziniert seinen Weg (mitsamt der Umwege) zum besten Buch der Welt verfolgt. Dabei war dann doch manche Situation, die ich echt abwegig und mehr als kurios fand. Ist das vielleicht schwedischer Humor, der mir nicht liegt? Jedenfalls gab es zwischendurch einfach so Szenen, in denen ich etwas... verwirrt war und mich fragte, wo da jetzt der Sinn, der springende Punkt, die Pointe, etc. lag. Da kam ich mir dann vor, als wäre das Buch auf Drogen und ich nicht (und das obwohl Titus zu den Zeitpunkten schon nüchtern war - oder lag das daran?).

Die Charaktere sind sehr einprägsam und detailliert ausgearbeitet. Hier hat der Autor Figuren erschaffen, die definitiv im Kopf bleiben. Zwar haben sie durchaus Macken und sind manchmal auch etwas seltsam, aber sie bleiben dadurch erst recht im Gedächtnis.

Eine Sache noch, das Cover: Das finde ich sehr schön und ansprechend. Ich mag diesen Stil richtig gerne und vor allen Dingen ist es doch so neutral, dass es perfekt zu diesem Buch passt. Top!

Fazit

Seltsam und kurios sind zwei Worte, die dieses tatsächlich eher außergewöhnliche Buch gut beschreiben. Es ist definitiv interessant zu lesen, wenn es auch seinen Titel nicht erfüllen kann.

Bewertung






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 21. Januar 2015

[Rezension] Cobra - Deon Meyer





Titel: Cobra
Autor: Deon Meyer
Original: Kobra
Band: 4
Verlag: Aufbau
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-352-00686-9
Preis: 19,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Deon Meyer, Jahrgang 1958, ist unbestritten Südafrikas bester und erfolgreichster Thrillerautor. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Er lebt in der Nähe von Kapstadt. Seine Romane erscheinen in mehr als fünfundzwanzig Ländern. Als Aufbau Taschenbuch liegen von ihm die Thriller „Tod vor Morgengrauen“, „Der traurige Polizist“, „Das Herz des Jägers“, „Der Atem des Jägers“, „Weißer Schatten“, „Dreizehn Stunden“, „Rote Spur“, „Sieben Tage“ sowie der Story-Band „Schwarz. Weiß. Tot“ vor. Mehr zum Autor unter www.deonmeyer.com

Inhalt

Eines kann Bennie Griessel gar nicht gebrauchen: Ärger. Er ist trockener Alkoholiker, er belügt seine Kollegen, und er ist bei seiner Freundin Alexa eingezogen. Ein Riesenfehler! Als auf einem Weingut drei Bodyguards erschossen werden und ein berühmter britischer Mathematiker verschwindet, will der südafrikanische Geheimdienst den Fall übernehmen, doch Bennie widersetzt sich. Die Täter sind völlig skrupellos und hinterlassen nur eine Spur: Geschosse mit dem Kopf einer Schlange. Einer könnte Bennie helfen: Tyrone, ein smarter, gerissener Taschendieb aus Kapstadt. Denn er hat etwas, das die Mörder suchen: ein Handy mit geheimen Daten.

Erster Satz

Der Regen prasselte auf Wellblechdach.

Meine Meinung

Definitiv hat es Spaß gemacht, mich wieder in die Welt von Bennie Griessel zu vertiefen. Ich mag die Geschichten rund um die südafrikanische Polizeiwelt, die Deon Meyer aufbaut. Da kann mich eigentlich darauf verlassen, dass es ein gutes Buch wird und auch Cobra hat mich da nicht enttäuscht! Aber bevor ich zum Buch komme, muss ich mal sagen, was ich richtig dämlich finde: Bei uns hier heißt das Buch Cobra mit C. Das Original heißt Kobra. Warum musste das K denn jetzt ausgetauscht werden?

Aber zum Buch: Bennie ist wieder im Einsatz und auch dieses Mal wird das wieder spannend. Allerdings, das vorweg, hat mir noch irgendwas gefehlt, um die fünf Brillen zu kriegen. Cobra ist absolut solide, spannend und fesselnd, aber das gewisse Etwas hat mir irgendwie noch gefehlt.

Bennie ist ein interessanter Charakter und ich liebe die kleinen Ausflüge in sein Privatleben, seine Probleme, die er hat, sind so schön alltäglich, gerade hier in diesem Band. Sie lockern die Suche nach dem Mörder immer wieder an den richtigen Stellen auf. Ebenso wie Tyrone. Diesen Geschichtsteil konnte ich anfangs nicht ganz einordnen, aber das schiebt sich alles an den richtigen Platz und löst sich gegen Ende natürlich auf. Tyrones Geschichte allgemein ist sehr spannend und lesenswert. Auch wenn ich anfangs nicht wusste, wie das zusammenführt, habe ich diese Stellen auch gerne gelesen. Okay, eigentlich habe ich alles gerne gelesen.
Deon Meyers Stil liest sich leicht und man hat das Buch im Nu durch, weil es eben auch spannend ist!

Hinzu kommt, dass mich total die südafrikanische Welt fasziniert. Für mich war das beim ersten Deon Meyer ein totales Fremdland, und noch jetzt ist es etwas wirklich Fernes, aber es ist interessant. Ein Einblick in eine fremde Welt.

Fazit

Zuverlässig wieder ein guter Krimi von Deon Meyer rund um Polizist Bennie Griessel. Der Fall an sich ist wieder richtig spannend, doch allgemein fehlt mir hier das gewisse Etwas für die volle Punktzahl.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 19. Januar 2015

[Rezension] Panic. Wer Angst hat, fliegt raus - Lauren Oliver





Titel: Panic - Wer Angst hat, ist raus
Autor: Lauren Oliver
Original: Panic
Verlag: Carlsen
Erschienen: November 2014
ISBN: 978-3-551-58329-1
Preis: 17,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Inhalt

HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.
 
Erster Satz

Das Wasser war so kalt, dass es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen durchdrängte, die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Springer anfeuerten.

Meine Meinung

Ein erste Satz, lang und zäh, nicht wahr? Zumindest gegen Ende ging es mir auch mit der Geschichte so, ich empfand sie als etwas zäh und langgezogen. Der Anfang war eigentlich ganz interessant, auch wenn ich eine Weile brauchte, bis ich überhaupt reingekommen bin. Es war tatsächlich kein leichter Einstieg in die Geschichte und die Welt. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich immer noch nicht ganz in dieser Welt angekommen. Auch nach dem Beenden des Buches bin ich nie ganz in Heathers und Dodges Welt angekommen. Zwar hat sich eigentlich alles gut gelesen, aber scheinbar waren diese Welt und ich nicht ganz kompatibel, irgendwie... Irgendwie trifft es einfach.
Irgendwie ist das, was mich das ganze Buch begleitet hat. Irgendwie hat das gewisse Etwas gefehlt. Irgendwie kam ich nicht ganz rein. Irgendwie konnte mich das Ende nicht überzeugen. Irgendwie... war das Buch nicht meins.
Dennoch fand ich die Aufteilung der unterschiedlichen Erzählsichten interessant. Die Sprünge zwischen Heather und Dodge, zwei so unterschiedlichen Charakteren mit dem gleichen Ziel vor Augen, hat dem Buch doch noch etwas mehr Spannung gegeben. Ein einzelner Charakter wäre nicht so interessant gewesen wie die zwei in Kombination. Natalie als Bindeglied zwischen den beiden war logisch und passend, auch wenn sie so ein Charakter ist, der mir irgendwie, aber eben nicht richtig im Gedächtnis geblieben ist.
Das Buch hatte ich auch Anfang Dezember gelesen, muss allerdings sagen, dass auch hier das Irgendwie regiert. Irgendwie ist mir noch ein bisschen was im Gedächtnis geblieben, aber es war einfach nicht so prägend und fesselnd wie andere Bücher. Ich muss es auch nicht zig Mal lesen, weil ich das Gefühl habe, dass mir sonst etwas entgeht.

Fazit

Panic war einfach ein ganz nettes Buch für zwischendurch, aber nichts, was total fesselt und in den Bann zieht. Für mich ein durchschnittliches Buch mit großem Irgendwie-Faktor.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Sonntag, 18. Januar 2015

[Rezension] Um halb drei bei den Elefanten - Kyra Groh





Titel: Halb drei bei den Elefanten
Autor: Kyra Groh
Verlag: blanvalet
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-442-38076-3
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!









Autor

Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin.

Inhalt

Die Zwillingsschwestern Max und Jo sind sich gar nicht ähnlich. Max hat nur die Gene abbekommen, die keinen interessieren … Sie ist rothaarig, klein – und ihre BHs sind von der Marke Zauberflöte: Zieht man sie aus, geht der ganze Zauber flöten. Sie ist auch klug und musikalisch – aber wen interessiert's? Auch Moritz hat sein Päckchen zu tragen. Er ist klug, aber ohne Ausbildung, wäre gerne Fotograf, versauert aber als Fahrradkurier. Und er ist für jemanden verantwortlich – seinen vierjährigen Sohn ... Doch als sich Max und Moritz um halb drei bei den Elefanten im Opel Zoo treffen, ändert sich ihr Leben für immer ...

Erster Satz

Ich schaue in den Kühlschrank.

Meine Meinung

Max und Moritz... das ist doch schon mal eine schöne Namensidee, oder? Allgemein mag ich diesen Roman, er ist leicht und seinem Genre gemäß auch nicht zu anspruchsvoll, aber allein schon das Cover ist so liebevoll gestaltet und die Charaktere allesamt ebenfalls. Es macht einfach Spaß, Um halb drei bei den Elefanten zu lesen und es ging auch nicht lange, bis ich es verschlungen hatte. Max macht es einem leicht, sich einzulesen. Sie ist unglaublich sympathisch und bodenständig und ich hätte sie auch gerne als Freundin, obwohl sie in Hinsicht auf Moritz dann natürlich etwas anstrengend wurde.
Und Moritz? Absoluter Traumtyp, auch mit Kind. Und das Beste an beiden? Haben Ecken und Kanten und sind nicht perfekt. Hätten durchaus auch Kommilitonen von mir sein können, damals an der Uni...

Natürlich gehören zu einer echten Liebesgeschichte auch Verwicklungen und Schwierigkeiten und davon gibt es hier einige. Manche waren perfekt, gerade der Anfang und dieses kleine Problem mit dem Namen Jonas. Manche waren dann doch etwas zu viel, aber haben doch reingepasst in die Geschichte.

Fazit

Liest sich angenehm, hat sympathische Charaktere, einen entzückenden Mini-Hauptcharakter, die Sache mit den Elefanten ist toll. Was soll man da noch mehr sagen? Hervorragendes Chick-lit.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Freitag, 16. Januar 2015

[Rezension] Das Haus des Hades - Rick Riordan





Titel: Das Haus des Hades
Autor: Rick Riordan
Original: The House of Hades
Band: 4
Verlag: Carlsen
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-551-55604-2
Preis: 17,90€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in San Antonio, USA, und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben.

Inhalt

Percy und Annabeth haben es mit ihren Freunden auf ihrem Schiff, der Argo II, bis nach Rom geschafft. Doch nun steht alles auf dem Spiel: Die Erdgöttin Gaia und ihre Armee aus Riesen können sie nur aufhalten, wenn sie die Tore des Todes von beiden Seiten gleichzeitig verschließen.
Gut, dass Percy und Annabeth ohnehin durch einen Felsschlund in die Unterwelt gestürzt sind, da können sie gleich auf die Suche nach ihnen gehen. Werden sie es rechtzeitig schaffen und den Untergang des Olymps verhindern?

Erster Satz

Beim dritten Angriff hätte Hazel fast einen Felsquader gegessen.

Meine Meinung

Uuuuh, Chimiko will mehr. Wie ich diese Reihe einfach mal mit jedem Buch mehr liebe... und sehnsüchtig den nächsten Band erwarte! Percy zählt einfach zu meinen Lieblingscharakteren, die es so gibt, und daher freue ich mich auf jeden neuen Band aus der Welt von Camp Halfblood. Ich gebe zu, einen Wermutstropfen gibt es, ich vermisse Grover und Chiron etwas und sogar Mister D! Aber die neuen Halbgötter und vor allen Dingen unser verrückter Satyr Hedge... machen das doch wett. Und hier in diesem Band rückt Hazel mal richtig in den Vordergrund und auch Nico ist wieder mit von der Partie. Und ganz ehrlich, Nico sorgte hier für mich für DEN WTH?-Moment überhaupt! Da nehme ich euch nichts vorweg, aber das war richtig, richtig, richtig überraschend und erhellend zugleich. Kennt ihr das, wenn ihr den Mund vor lauter Staunen eigentlich nicht zukriegt, aber zugleich ist das so logisch im gleichen Moment? Mir ging es hier so und nachdem ich diese Emotionen durch hatte, habe ich erstmal überrascht gequiekt. Hätte nicht gedacht, dass Rick Riordan mich doch noch so überraschen kann.

Aber der Rest des Buches ist natürlich auch toll. Neben Nico hat mich Bob ja am meisten überzeugt! Gott, ich mag Bob. Bob ist toll. Und allein schon Bobs Name! Ich bekenne mich hiermit offiziell als Bob-Fan, weswegen ich auch am Ende ein kleines Tränchen verdrücken musste.
Überhaupt begegnen uns hier in diesem Band viele tolle Charaktere, auch viele spannende Charaktere und natürlich wieder viele Mythen, wo es bei mir erst nur ganz leicht geklingelt hat, ja, da war doch was... und dann kam die Aufklärung! Ich glaube, das ist immer noch das, was mir hier so gut gefällt, diese ganzen Querverstrebungen mit antiken Mythen, die ich ja sehr mag.

Fazit

Ach, muss ich denn noch mehr schreiben? Ich bin begeistert. Ich will mehr. Ich liebe diese Reihe. Punkt!

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 14. Januar 2015

[Rezension] Die Rosenkriege. Sturmvogel - Conn Iggulden





Titel: Die Rosenkriege. Sturmvogel
Autor: Conn Iggulden
Original: Wars of the Rosen. Stormbird.
Band: 1
Verlag: Heyne
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-453-41796-0
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Conn Iggulden, geboren 1971, ist einer der erfolgreichsten Autoren historischer Stoffe. Iggulden lehrte Englisch an der University of London, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Neben seinen Romanen stürmte er auch mit dem Sachbuch "Dangerous Book for Boys", das er zusammen mit seinem Bruder Hal schrieb, die Bestsellerlisten. Sturmvogel ist der erste Band seiner neuen Serie um die Rosenkriege, die England in einen verheerenden Bürgerkrieg rissen. Iggulden lebt mit seiner Familie in Hertfordshire, England.

Inhalt

England 1437: König Henry VI. ist krank und unfähig zu regieren, das Königshaus gerät ins Wanken. Zudem droht ein Konflikt mit Frankreich, der England in eine Katastrophe reißen könnte. Die Vermählung Henrys mit der französischen Adeligen Margaret von Anjou soll die Macht des Reiches sichern. Doch das Bündnis mit den verhassten Franzosen ruft bei der Bevölkerung Empörung hervor. Richard, Duke von York, nutzt den Hass gegen den König und seine willensstarke Gemahlin zu seinen Zwecken – die Rosenkriege beginnen …

Erster Satz

Unter dem Bett standen Schalen mit dunklem königlichen Blut, die der Arzt vergessen hatte.

Meine Meinung

Nach langer Zeit habe ich mal wieder zu einem historischen Roman gegriffen und muss sagen... ganz begeistert bin ich nicht. Der Schreibstil von Conn Iggulden ist toll, die Zeit, die gewählt wurde, finde ich ebenfalls richtig spannend und dennoch... Ich meine, ich bin ja wirklich geschädigt, weil ich Rebecca Gable so sehr liebe, aber allein schreibtechnisch habe ich das Buch gerne gelesen und auch die Hintergrundinformationen waren interessant gewählt. Der Einbau einer nicht historischen Figur, der fiktive Derry Brewer, war ganz interessant. Derry ist nicht unbedingt ein Sympathie-Träger, aber er führt die unterschiedlichen Fäden zusammen. Denn das Problem für mich hier ist: Viele verschiedene Figuren erzählen kleine Stücke, aber es gibt kein großes Ganzes. Derry ist das einzige Bindeglied, aber so richtig gut funktioniert das nicht. Es ergibt sich einfach keine Geschichte. Das sind mehr Bruchteile aus der Zeit, aber dieser Gesamtzusammenhang funktioniert hier nicht. Derry taucht zwar in den meisten dieser unterschiedlichen Teile auf, aber das reicht einfach nicht als Zusammenhang.

Nehmen wir zum Beispiel Königin Margaret. Sie fand ich von Anfang an sympathisch und die Teile mit ihr sind einfach toll. Dann liest man einen Teil von ihr und plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung oder irgendeine Kennzeichnung, ist man bei einem anderen Charakter und ein paar Jahre weiter. Man hat einfach keine Zeit, sich richtig in einen Charakter einzulesen und einzutauchen. Viel zu oberflächlich werden zig verschiedene Stationen angekratzt, aber keine irgendwie vertieft! Sehr enttäuschend!
Allgemein gilt hier auch: Jahreszahlen, Titel oder irgendetwas, dass diese Sprünge kennzeichnet, wären hervorragend gewesen. Stattdessen hat man die wunderbare Trennung: Teil 1. Teil 2. Teil 3. Das ist bei einem historischen Roman, der mit Zeitsprüngen arbeitet, eindeutig zu wenig!

Ich möchte aber dennoch nochmal hervorheben, dass diese kleinen Stücke durchaus gut waren, aber eben zu wenig. Da stirbt beispielsweise ein Charakter und die restlichen, die durchaus Sympathie für ihn empfunden haben, reagieren gar nicht darauf, dass er tot ist. Das hat einfach keinen Raum in diesem Buch. Ein, zwei Charaktere weniger und dafür intensiver und zusammenhängender auf den Rest eingehen und das Buch hätte mindestens vier Brillen von mir bekommen.

Fazit

Dieser historische Roman hat durchaus Potenzial, das aber wirklich vergeudet wird. Verwirrende Zeitsprünge, zu viele Charaktere und nur oberflächlich erzählte Schicksale sind einfach stärker als der wirklich tolle Schreibstil, die historisch interessanten Fakten und die eigentlich sympathischen Charaktere.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 12. Januar 2015

[Rezension] Mehr als das - Patrick Ness





Titel: Mehr als das
Autor: Patrick Ness
Original: More than this
Verlag: cbt
Erschienen: März 2014
ISBN: 978-3-570-16273-6
Preis: 17,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children's Book Award und als erster Autor überhaupt gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012.

Inhalt

Ein Junge ertrinkt, verzweifelt und verlassen in seinen letzten Minuten. Er stirbt. Dann erwacht er, nackt, verletzt und durstig, aber lebendig. Wie kann das sein? Und an was für einem seltsamen, verlassenen Ort befindet er sich? Während er versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen ist, regt sich Hoffnung bei dem Jungen. Ist das vielleicht doch noch nicht das Ende? Bietet dieses Leben vielleicht doch mehr als das?

Erster Satz

Hier ist der Junge.

Meine Meinung

Das Buch ist... verwirrend. Irgendwo auch beeindruckend, aber in erster Linie empfand ich es im positiven Sinne als verwirrend. Anhand der Inhaltszusammenfassung konnte ich nicht sagen, was mich endgültig in diesem Buch erwarten wird und ich muss sagen, so im Nachhinein bin ich immer noch etwas ratlos, denn nichts war, wie ich es mir im Laufe des Buches vorgestellt habe und dennoch hat es mir richtig gut gefallen. Aber weil ich zugleich auch verwirrt bin, fehlen mir die Worte, um meinen Leseeindruck wirklich in Worte zu fassen.
Wir haben da diesen Protagonisten, einen Jugen, der tot ist. Der tot sein sollte, aber dann in einer anderen Welt aufwacht und da ziemlich reelle Dinge empfindet: Hunger, Durst, Müdigkeit, Erschöpfung, Schmutzgefühl. Und genauso wie Seth, so der Name des Jungen, bin ich verwirrt. Sollte ein Toter nicht tot sein? Und kann so das Leben nach dem Tod aussehen? Alles Fragen, die ich mir da gestellt habe und mit jeder Seite kamen mehr Fragen hinzu. Patrick Ness hat mich gefesselt, obwohl ich keinen Plan hatte, was da überhaupt passiert! Und wenn ich ehrlich bin, so ging es mir das ganze Buch über... ich glaube, ich war selten so verpeilt nach der Lektüre eines Buches.
Gegen Ende des Buches (gut, so aber dem letzten Drittel) geht der Autor einen Weg, bei dem ich einfach nur noch 'Woas?!' dachte. Da hat der ein Ende, einen Grund, ein Was-auch-immer gewählt, dass ich wirklich NIE so erwartet hätte. So Überraschungen... sind manchmal gar nicht schlecht. Auch wenn es zumindest für mich unbedarftes Leserlein vorher keinerlei Hinweise darauf gab, dass so etwas angezielt wurde.
Seth als Charakter lernt man natürlich ziemlich gut kennen. Seine Familie und den Hintergrund stellt er immer wieder schön dar, dennoch fühlte ich mich ihm gegenüber nicht wirklich nah oder kann sagen, dass ich dachte: Junge, ich versteh dich vollkommen. Genau wie die Welt, in der er aufwacht, kommt er mir manchmal etwas mysteriös und unnahbar vor, obwohl seine Geschichte eigentlich ganz interessant und schön ist...

Fazit

Leicht wirr (okay, sehr wirr) hat mich das Buch zurückgelassen. Das Ende war überraschend, die gesamte Geschichte mysteriös und Seth als Charakter war zwar interessant, aber nicht ganz überzeugend für mich.
Dennoch hat Patrick Ness mich echt fasziniert und ein interessantes Setting geschaffen, das jedoch nicht mit seinem vollen Potenzial ausgeschöpft wurde.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Sonntag, 11. Januar 2015

[Rezension] Monument 14. Die Rettung - Emmy Laybourne





Titel:  Monument 14. Die Rettung
Autor: Emmy Laybourne
Original: Monument 14. Savage Drift
Band: 3
Verlag: Heyne
Erschienen: Dezember 2014
ISBN: 978-3-453-53471-1
Preis: 8,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Inhalt

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA verwüstet hat, finden sich Dean und sein kleiner Bruder Alex in einer Welt wieder, in der nichts mehr ist, wie es einmal war. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen gelingt es ihnen, sich in ein Flüchtlingslager in Kanada zu retten. Doch Zeit zum Atemholen bleibt ihnen nicht: Noch immer ist Josies Schicksal ungewiss, die sich mit ihnen aus dem Herzen des Sturms retten konnte und dann spurlos verschwand. Und auch Astrid, Deans Freundin, schwebt in Gefahr: Da sie während des Chemieunfalls, der sich kurz nach der Naturkatastrophe ereignete, schwanger war, zeigt die Regierung nun ein beunruhigendes Interesse an ihr. Astrid fürchtet um ihr Kind und flieht aus dem Flüchtlingslager, begleitet von Dean. Doch sie ahnen nicht, was sie draußen erwartet ...

Erster Satz

Leserbriefe.

Meine Meinung

In diese Reihe hab ich mich ja relativ spontan und schnell verliebt und war/bin glücklich, dass es erst recht spät war, denn so hatte ich ziemlich schnell den letzten Band in der Hand. Und jetzt fange ich mal einen neuen Satz an - meine Begeisterung lässt mich ohne Punkt und Komma schreiben!

Dennoch muss ich sagen, dass ich bei diesem Band schwankte: Haut er mich jetzt von den Socken oder hätte man die Geschichte vielleicht auch eher in zwei Bänden abhandeln können? Siegt die Freude meines Fanherzens oder überwiegt hier doch dieser Zwiespalt? Ich kann es euch immer noch nicht sagen. Selbst nachdem ich mir jetzt einige Zeit gelassen habe, bis ich diese Worte schreibe, weiß ich immer noch nicht zu hundert Prozent, was ich endgültig empfinden soll.
Grundsätzlich finde ich es einfach nur toll, Dean noch einmal begleiten zu können, denn ich habe ihn echt ins Herz geschlossen und so wie die Kids zu seiner Familie wurde, habe ich einfach alle gern gewonnen und hab mich gefreut, wieder von ihnen zu lesen. Außerdem war Josie dieses Mal ebenfalls Erzählerin, das fand ich einfach nur klasse, denn sie ist tatsächlich der Charakter, der mich am meisten fasziniert hat. Und was Josie in diesem Band durchmacht, ist echt heftig. Doch dadurch lernt man sie noch mal intensiver kennen und nach diesem Buch... mag ich ihre Charakterdarstellung nur noch mehr!

Doch was einfach ist, dass ich das Gefühl habe, hier ist von allem Drama etwas too much. Josie muss zu viel durchmachen, Astrids Schicksal ist auch deutlich übertrieben und Deans Aufopferungsbereitschaft für sie ist mir auch etwas zu stark. Ein bisschen weniger Dramalama hätte für mich auch genügt!

Aber das Ende war trotzdem richtig toll, es war so herzerwärmend, wenn auch hier etwas zu viel Zufall und Glück reingespielt hat. Da hatte ich an einer Stelle, die ich jetzt natürlich nicht verraten werde, einfach das Gefühl, dass die Autorin keine andere Lösung wusste.

Fazit

Hin- und hergerissen bin ich hier, denn einerseits hab ich mich total über das Wiedersehen mit den Charakteren gefreut, andererseits war mir alles einen Ticken zu viel... dennoch siegt der Fanherz mit einer kleinen Länge Vorsprung und ich freu mich einfach über das Buch!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt