Dienstag, 10. November 2015

[Rezension] Lauras letzte Party - J.K. Johansson





Titel: Lauras letzte Party
Autor: J.K. Johansson
Original: Laura
Band: 1/3
Aus dem Finnischen: Elina Kritzokat
Verlag: Suhrkamp
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3-518-46590-5
Preis: 8,99€
Leseprobe
 
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Autor


J. K. Johansson – das ist eine Gruppe von Autoren und professionellen Drehbuchschreibern für Film und TV mit einem Faible für Suspense, Kriminalroman und Thriller. Lauras letzte Party ist Teil eins der »Trilogie der Verschwundenen«. Noras zweites Gesicht und Venlas dunkles Geheimnis erscheinen im Herbst/Winter 2015.

Inhalt


Mia Pohjavirta musste ihren Polizei-Job für Ermittlung in sozialen Netzwerken wegen ihrer Internet-Sucht an den Nagel hängen. Als Sonderpädagogin ist sie jetzt an ihre alte Schule und damit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Es soll endlich Ruhe in ihr Leben einkehren. Aber am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: die 16jährige Schülerin Laura Anderson ist verschwunden. Ihre Eltern richten in ihrer Verzweiflung auf der Suche nach ihrer Tochter eine Facebook Seite ein und lösen damit einen wahren Shitstorm aus. Von Satanskult, Drogen und Sadomaso-Spielen ist die Rede, jemand will Laura in Amsterdam gesichtet haben. Jeder hat seine eigene Theorie, wo Laura steckt, aber am meisten scheint Mias Bruder Niklas zu wissen, der als Psychologe an der Schule arbeitet. Der Sommer, der für Mia so strahlend und hoffnungsvoll begann, wird zum düsteren Albtraum.

Erster Satz

Die Schule in Palokaski wirkte noch immer unglaublich groß.

Meine Meinung

Diese Reihe hat mich schon mit diesem Band in den Bann gezogen. Diese Kombination aus verschwundenem Mädchen sowie den Problematiken des Internets birgt viel Spannungspotenzial. Ich war ehrlich gesagt ziemlich verblüfft von den Geschehnissen, denn so verworren hätte ich mir die ganze Aktion nicht vorgestellt.
Mia ist ja unsere Protagonistin, eine junge Frau, die von ihrem Job zurücktreten muss, weil sie internetsüchtig geworden ist. Das ist doch schon mal ein Ansatz, den viele von uns ziemlich gut nachvollziehen können, oder? Wie oft klicken - gerade wir Blogger - online auf Twitter, Instagram, Facebook und co, immer in der Hoffnung auf neue Likes oder Follower. Diese Grundsituation ist somit sehr aktuell, aber eben auch sehr gut dargestellt. Ich konnte die Situation deshalb gut nachempfinden. Allgemein ist Mia ein Mensch mit Problemen, sie hat keine perfekten Freundinnen, ganz im Gegenteil, deren Probleme werden auch immer offensichtlicher, sie ist süchtig, sie ist Single und sie ist wieder da, wo sie ihre Jugend verbracht hat. Und dann kommt da auch noch die verschwundene Laura hinzu.
Es gibt jede Menge Fakten und Anhaltspunkte, was passiert sein könnte. Als Leserin bin ich genauso im Dunkeln getappt wie Mia und die Polizei. So viele Möglichkeiten, was passiert sein könnte, dann immer wieder Hinweise im Internet, die auf neue falsche Fährten führen. Man weiß wirklich nicht, wo einem der Kopf steht.
Lauras letzte Party ist kein Thriller im klassischen Sinn. Es tendiert schon eher in Richtung Internetthriller, denn viele der eher unschönen Sachen passieren hier eher online. Was mit Laura wirklich passiert ist, bleibt ziemlich lange im Dunkeln. Man kann also so richtig schön rätseln und sich fragen, welchen Gerüchten man nun Glauben schenken will.
Die Charaktere. Da ist Mia mit ihrer Familie, insbesondere ihrem Bruder Nikke. Er war von der ersten Seite an so ein Fall, bei dem ich nicht weiß, was ich von ihm halten. Es ist seltsam. Kennt ihr das, wenn euch ein Mensch begegnet, ob nun echt oder auf den Buchseiten, bei dem ihr denkt, eigentlich ist er ja nett, aber da ist eben dieses ABER. Dieses ABER, was man nicht definieren kann. So geht es mir bei Nikke. Ich bin gespannt, ob sich das in den folgenden Bänden doch noch ändern wird. 
Korhonen ist der Polizist an Mias Seite, ein älterer Herr, nicht mehr weit vom Ruhestand entfernt und absolut unerfahren in so Dingen wie Facebook und ähnlichen modernen Zeug. Daher sind er und Mia ein sehr interessantes Gespann, auch wenn sie eigentlich ja nicht ermitteln darf.
Und dass Mia ermittelt, auch wenn sie eine Pause von der Polizei nimmt, das ist doch wohl klar, oder? Es blieb wirklich spannend bis zum Schluss und nicht nur das, man will einfach auch den nächsten Band schnellstmöglich lesen.

Fazit

Ein mehr als gelungener Auftakt des Autorenkollektivs. In Lauras letzte Party fiebert man ratlos mit und die Internetgeneration wird sich doch in so einigen Shitstorms wieder erkennen.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Kommentare:

  1. Sehr spannend, du hast mir richtig Lust auf das Buch gemacht. Das wandert auf die Wunschliste. :D

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    1. Ich verspreche dir, mit der Reihe liegst du nicht verkehrt. Durch die aktuelle Thematik macht es Spaß. Aber manchmal ist es dann doch verwirrend :P

      Alles Liebe, Chimiko

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