Sonntag, 8. November 2015

[Rezension] Aera - Markus Heitz





Titel: Aera
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur
Erschienen: November 2015
ISBN: 978-3-426-51861-8
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Autor

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg.

Inhalt

Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter sind auf die Erde zurückgekehrt. Alle Götter - bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich.
Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ist Atheist geblieben in dieser Welt voller Götter. Er ist gut in seinem Job, denn er hat keinen Respekt, weder vor Menschen noch vor Göttern. Sein aktueller Fall fordert ihn allerdings: Auf der ganzen Welt verschwinden religiöse Artefakte aus den verschiedensten Kulturen, und die Diebe gehen dabei buchstäblich über Leichen. Und das ist nicht das einzige Rätsel, das es zu lösen gibt. 

Erster Satz

Geneigte Leser und Leserinnen, mit diesem kleinen Ratgeber wollen wir die einschneidenden Ereignisse der letzten Jahre Revue passieren lassen...

Meine Meinung

Der Auftakt, der hat mich richtig geflasht. Dieser Rückblick auf das, was in den Jahren bis 2019 passiert ist... das fand ich echt genial. Der richtige Einstieg in das Buch konnte mich hingegen nicht gleich packen. Bei dem Übergang von diesem zusammenfassenden Teil bis hin zu unserem eigentlichen Erzähler Malleus Bourreau hatte ich meine Schwierigkeiten. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich an den sehr eigenen Charme dieses Ermittlers gewohnt hatte. Das Gleiche gilt auch für den Stil, der sich jedoch dem Hauptcharakter einfach perfekt anpasst. Aber: Mit einigen Seiten hatte das Buch mich dann doch gepackt.
Von meinen Erwartungen her hätte ich noch etwas mehr Übersinnliches erwartet, doch durch unseren Atheisten wird das alles abgeblockt. Malleus Bourreau glaubt nicht an die Götter und findet dementsprechend immer eine gute Begründung für die seltsamen Geschehnisse. Dennoch war es ein Spaziergang durch die verschiedenen Kulturen und Kulte dieser Welt, etwas, das mich als Leserin doch immer wieder fasziniert. Geht euch das genauso? Ich persönlich liebe es einfach, wenn diese traditionsreichen Götter-Pantheons in unsere moderne Welt integriert werden. Markus Heitz ist dies auf eine doch außergewöhnliche Art und Weise gelungen. Leider erfährt man nicht, warum die Götter zurückkehren - genauso wenig wie das Fehlen von dem Einen Gott nicht genauer erläutert wird. Das hätte ich zwar gerne auch gelesen, aber das Buch hatte schon so genug an Informationen, Erzählsträngen und Geschehnissen, um alles zu erfassen, muss ich das Buch wirklich noch einmal lesen. Das hier ist eine dieser Geschichten, die man mehrmals lesen kann, weil so viel geschieht, dass man doch immer wieder was Neues entdeckt.
Doch kommen wir mal zum Protagonisten des Ganzen: Malleus Bourreau. Wie bereits erwähnt haben wir hier einen leibhaftigen Atheisten. Und einen ziemlich trockenen Zweifler. Eigentlich glaubt Malleus nämlich an nichts und das macht ihn wirklich zu einem hervorragenden Ermittler. Es macht Spaß, ihm auf seinem Weg zu folgen und zu begleiten. Ganz ehrlich... ich hätte die Lösungen nicht rausgefunden.
Malleus ist natürlich nicht die einzige Figur, die wir näher kennenlernen, im Laufe seiner Ermittlungen trifft er dabei auf einige wiederkehrende Charaktere. Ich werde jetzt allerdings nur noch auf seinen Schatten eingehen, ansonsten wäre das hier eine etwas lange Rezension. Der Schatten. Sobald die Erzählperspektive zur Ich-Form sowie zu einem kursiven Schriftbild wechselt, weiß man ganz genau: Es ist wieder der geheimnisvolle Verfolger dran. Man erfährt nicht viel über ihn, nur dass er praktisch von Malleus und dessen Benehmen besessen ist. Ich finde das eine interessante Idee und die Umsetzung hat mir eigentlich auch gefallen, nur ist mir bis zum Ende des Buches nicht wirklich klar geworden, warum Malleus einen Schatten hat. Ist das nur, um ihm das Leben zu retten? Soll das Würze reinbringen? Ich bin mir da nicht schlüssig.
Dennoch war ich echt gefesselt von diesem Buch. Da war nur eine Sache: das Ende. Irgendwie bin ich wie erschlagen von diesem Schluss und kann euch nicht mal genau sagen, warum. Zu abrupt? Zu intensiv? Zu offen? Ich weiß es einfach nicht. Aber ich habe tatsächlich eine Pause und ein richtig gutes Buch gebraucht, dass ich wieder weiterlesen konnte.

Fazit

Dieses Buch lässt mich größtenteils überzeugt zurück, doch ich habe auch meine Zweifel. Zu viele Fragen sind offen geblieben. Dennoch ist Malleus ein Protagonist, den man gerne liest und die Welt, die Markus Heitz geschaffen hat, ist definitiv großartig.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Kommentare:

  1. Ich bin kein großer Fan von dem Autoren... an sich klingt die Idee spannend, aber ich denke, hier werde ich trotzdem passen. :)

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    1. Das kann ich durchaus verstehen, es gibt Autoren, da klappt es einfach nicht. Die habe ich auch. Das hier war mein erstes Buch von Markus Heitz. Und die Idee, die bleibt echt unschlagbar gut. Aber Umsetzung ist und bleibt Geschmackssache ;)

      Alles Liebe, Chimiko

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