Freitag, 24. Juli 2015

[Rezension] Die Kleiderdiebin - Natalie Meg Evans





Titel: Die Kleiderdiebin
Autor: Natalie Meg Evans
Original: The Dress Thief
Aus dem Englischen: Stefanie Fahrner
Verlag: Heyne
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-453-41867-7
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Autor

Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf, um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Sie verbrachte dort fünf Jahre und schrieb in dieser Zeit auch eigene Theaterstücke und Sketche. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk, umgeben von ihren Hunden und Pferden.

Inhalt

Paris in den 30er-Jahren: Die junge Telefonistin Alix Gower träumt davon, die glamouröse Welt der Haute Couture zu erobern. Der charmante und gut aussehende Paul verschafft ihr die Chance ihres Lebens – eine Anstellung in einem der berühmtesten Modehäuser der Stadt, allerdings mit dem Auftrag, die Frühjahrskollektion zu kopieren. Alix stimmt zu, ein doppeltes Spiel zu spielen. Dabei setzt sie nicht nur ihre Zukunft, sondern auch ihr Herz aufs Spiel ...

Erster Satz

Die dumpfen Schläge, die durch das Fachwerkhaus dröhnten, töteten einen Mann und stürzten einen anderen ins Verderben.

Meine Meinung

Ein Buch über Modedesign im Paris der 30er-Jahre. Aber hallo! Klare Sache, das musste her! Und ich fand es toll. Die Beschreibungen der Kleider, die Beschreibungen von Paris... so macht ein Buch Spaß!
Nicht ganz gebraucht hätte ich den dramatischen Hintergrund, der bereits im Prolog beginnt. Alix und ihre Modeklau wäre auch so schon interessant genug gewesen! Und das komplette Drama deckt sich sowohl für Alix als auch für uns Leser ganz am Schluss erst richtig auf.
Dennoch muss ich auch sagen, dass ich allgemein das Gefühl hatte, dass die Autorin gerne einen Krimi-Touch untergebracht hätte, mit Überfällen und allem möglichen. Mir war das insgesamt fast zu viel. Ich wünschte mir, sie hätte sich eben auf das Kopieren der Mode konzentriert. Das allein war schon Stoff für ein ganzes Buch, wurde dann aber manchmal leider etwas gequetscht, weil so viele Dinge außen herum passierten.
Aber trotz dieser Kritik fand ich diese beschriebene Welt faszinierend. Mode in dieser Zeit übt eine besondere Faszination auf mich aus und daher habe ich das Buch verschlungen. Die Entwürfe, die beschrieben wurden... hätte ich teilweise doch gerne einfach so aus meinem Buch gezaubert und würde sie gerne selbst besitzen! Beschreibungen liegen der Autorin, diese Bilder haben sich vor meinem inneren Auge aufgebaut.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen wurden dann teilweise doch etwas kompliziert und - auch hier kommt mein Kritikpunkt zu tragen - zu verworren. Es waren zu viele Köche und da wird der Brei nun mal leider doch etwas verdorben. Natalie Meg Evans wollte - meiner bescheidenen Ansicht nach - einfach zu viel in diesem Buch unterbringen. Das waren zwei unterschiedliche Geschichten, wenn nicht gar fast drei, die man ausführlicher hätte schreiben können.
Die Figuren waren alle für sich interessant und da ist auch wieder der gerade eben genannte Punkt. Zu viel. Es war alles einfach zu viel. Schade eigentlich. Alix war sympathisch, auch wenn sie zur Diebin wird, da man das Verhalten und den Grund dafür doch nachvollziehen kann. Auch ihre Familiensituation fand ich super. Dennoch trifft sie einige falsche Entscheidungen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte, meine Sympathie trotzdem nicht gemindert haben. Und ansonsten gibt es so viele Charaktere, die beschreibenswert wären... es sind einfach zu viele!

Fazit

Mein Fazit? Zu viel. Zu viel Stories, zu viele Figuren, zu viel gewollt. Dennoch eine tolle Idee (oder eher drei tolle Ideen...), wenn für mich auch dadurch die Geschichte etwas gequetscht wird.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Kommentare:

  1. Ich lese das Buch auch gerade und ich wollte mal sehen, ob nur ich das Gefühl habe, dass da zuviel gewollt wird mit den drei verflochtenen Geschichten. Sieht so aus, als ob ich nicht alleine bin damit :-)

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    1. Nein, das bist du definitiv nicht! Es ist wirklich schade darum, denn so empfand ich das ganze Buch immer wieder als sehr bemüht...

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