Donnerstag, 16. Juli 2015

[Rezension] Böse Absichten - Keigo Higashino





Titel: Böse Absichten
Autor: Keigo Higashino
Original: Akui
Aus dem Japanischen: Ursula Gräfe
Verlag: KlettCotta
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-608-98027-1
Preis: 14,95€
Leseprobe
 
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Autor

Keigo Higashino, wurde 1958 in Osaka, Japan, geboren. Nach seinem Ingenieurs-Studium begann der Kapitän einer Bogenschützenmannschaft Kriminalromane zu schreiben. Viele seiner Kriminalromane wurden für Kino und Fernsehen adaptiert und mit Preisen ausgezeichnet. Sein größter Erfolg war »Verdächtige Geliebte«, das sich in seiner Heimat mehr als zwei Millionen Mal verkauft hat. Er lebt zurückgezogen in Tokio.

Inhalt

Der gefeierte Bestsellerautor Kunihiko Hidaka wird in seinem Haus brutal ermordet, kurz bevor er nach Kanada auswandern will. Seine Ehefrau und sein erfolgloser Kollege Osamu Nonoguchi finden die Leiche, aber beide haben wasserdichte Alibis und kein Motiv. So scheint es zumindest.
Am Tatort erkennt Kommissar Kyochiro Kaga den besten Freund des Ermordeten wieder. Vor vielen Jahren unterrichteten er und Nonoguchi gemeinsam an einer öffentlichen Schule. Kaga ging in den Polizeidienst, während Nonoguchi den Lehrerberuf an den Nagel hängte, um sich mit mäßigem Erfolg dem Schreiben zu widmen. Im Laufe der Ermittlungen findet Kaga Hinweise, dass die Beziehung der beiden Schriftsteller alles andere als freundschaftlich war. Doch die eigentliche Frage ist nicht wer oder wie, sondern warum. Wenn Kaga kein Motiv für den Mord nachweisen kann, wird die Wahrheit nie ans Licht kommen. In einem brillanten Katz-und-Maus-Spiel kämpfen der Kommissar und der Killer um die Vergangenheit und den tatsächlichen Tathergang.

Erster Satz

Es geschah am 16. April, es war ein Dienstag.

Meine Meinung

Uha, endlich mal ein Krimi, der mich so richtig fesseln konnte! Und jedes Mal, wenn ich 'AHA!' dachte, waren ein paar Seiten weiter die Fragezeichen wieder da. Keigo Higashino hat es geschafft, mich immer wieder zu verblüffen und die Geschichte doch noch mal zu drehen, selbst wenn man es nicht erwartet hat.
Irgendwie hat mich dieses Buch so geflasht, dass ich mal wieder nicht weiß, wo ich beginnen soll! Eigentlich sollte hier wirklich nur die Aufforderung LEST! stehen und ihr solltet hinstürmen kaufen und lesen. Aber das wäre dann doch zu einfach, oder?
Wo fange ich nun also an? Am Anfang: Es stirbt ein bekannter Krimi-Autor. Der Ich-Erzähler Osamu Nonogichi entdeckt die Leiche zusammen mit der Frau des Toten. Dann kommt Kommissar Kaga hinzu, der erst zurückhalten, wortkarg und konzentriert wirkt. Spannende Charaktere, spannende Konstellation! Und das entwickelt sich immer weiter.
Es ist insbesondere die Interaktion zwischen Kaga und dem Mörder ist tatsächlich fesselnd und man kommt nicht mehr los. Dabei ist das Ganze unblutig und eher auf psychologischer Ebene veranschlagt. (Übrigens auch eine perfekte Vorlage für einen Detektiv-Conan-Film - die Japaner haben so faszinierende Kriminalgeschichte echt drauf!).
Und dann denkt man: Jetzt haben wir es! Das ist die Lösung. Wendung! Dann denkt man sich, nun aber wirklich! Pah, von wegen, Wendung! Keigo Higashino schafft es einfach, uns an der Nase herumzuführen und lenkt die Geschichte einfach immer wieder in neue Wege, mit denen zumindest ich nicht gerechnet habe.

Fazit

Es macht verdammt viel Spaß, diesen Krimi zu lesen! Ich wusste nie, was letztlich die Lösung ist und wurde immer überrascht. Ein Krimi, der ohne zu viel Gewalt auskommt und einen auf der psychologischen Ebene einfach nur... überrascht!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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