Donnerstag, 18. Juni 2015

[Rezension] Dem Glück so nah - Louise Walters





Titel: Dem Glück so nah
Autor: Louise Walters
Original: Mrs Sinclair's Suitcase
Aus dem Englischen von: Gabi Reichart-Schmitz
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: Juni 2016
ISBN: 978-3-404-17208+5
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Autor

Louise Walters wurde 1967 in Banbury, England, geboren. Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren fünf Kindern in Northamptonshire. Dem Glück so nah ist ihr erster Roman.

Inhalt

Roberta liebt Bücher. Sie liebt es, in alten Ausgaben zu stöbern und dabei unerwartete Entdeckungen zu machen: Briefe, Notizen oder Postkarten, die die Vorbesitzer zwischen den Seiten vergessen haben. Als sie in einem alten Koffer ihrer Großmutter einen wahren Bücherschatz findet, stößt sie in einem der Exemplare auf einen Brief, der all ihre bisherigen Fundstücke in den Schatten stellt. Es ist ein Liebesbrief ihres im Krieg gefallenen Großvaters – doch ist er datiert auf einen Zeitpunkt, als dieser schon längst hätte tot sein müssen ...

Erster Satz

Meine liebe Dorothea, zu Zeiten des Krieges geraten die Menschen bisweilen in einen Zustand der Verzweiflung.

Meine Meinung

Roberta liebt Bücher und arbeitet in einem Antiquariat. Dass sie dabei manchmal Dinge entdeckt, die in diesen alten Büchern versteckt sind, war der Punkt, der mich neugierig gemacht hat. Die Vorstellung kleine Geheimnisse oder schöne Momente in diesen Büchern zu finden ist einfach zu schön, oder? Noch dazu dann die eigene Vergangenheit zu entdecken, klingt irgendwie romantisch, finde ich.
Es war dann nicht ganz so toll, wie ich es mir anhand des Klappentextes vorgestellt hatte, aber dennoch ist Dem Glück so nah eine sehr schöne Geschichte. Übrigens finde ich den Originaltitel so viel passender und vielsagender und aussagekräftiger. Denn Mrs Sinclairs Koffer spielt eine durchgängige Rolle. Sehr schade, dass hier dieser eher langweilige Titel ohne großen Bezug zur Geschichte gewählt wurde.

Roberta ist nicht unbedingt die spannendste Protagonistin, sie ist zuverlässig, hat keine großen Besonderheiten und liebt eben Bücher. Sie ist also wie du und ich. Ich mag sie, auch wenn sie eher nicht so herausragend spannend ist (wobei sie auch ein kleines Geheimnis hat, dass im ersten Moment eher untypisch für sie ist, aber zugleich auch doch irgendwo passt). Das Liebespaar, das am Ende entsteht, ist auch eher unaufregend, aber sehr sympathisch. Übrigens auch etwas, womit ich lange nicht gerechnet habe. Der Fokus lag doch mehr auf der Vergangenheit.
Die Vergangenheit fand ich übrigens auch deutlich interessanter als Robertas Leben in der Gegenwart. Ihre Großmutter Dorothy ist eine starke Persönlichkeit und hat eine deutlich interessantere Geschichte. Da nehme ich nicht viel vorweg, nur, dass ich diesen Teil der Geschichte mochte. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Ende verwirrend fand und irgendwie das Gefühl habe, ich bin nicht ganz schlau aus der ganzen Sache geworden.
Das Schriftbild fand ich tatsächlich stellenweise anstrengend. Robertas Gegenwart wurde immer in einer serifenlosen Schrift verfasst. Ich kann den Gedanken, die beiden Zeit so auch deutlich voneinander abzutrennen, verstehen, bin allerdings nicht der Fan von diesen Schriften. Insbesondere bei längeren Texten finde ich es tatsächlich anstrengend. Vielleicht war das auch mit ein Grund, warum ich Dorothys Part besser fand.

Fazit

Ein sehr solider und gut lesbarer Roman, in dem eine Enkelin langsam die Vergangenheit ihrer Großmutter entdeckt. Die Idee des Antiquariats mochte ich sehr und es ist definitiv ein gutes Buch.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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