Donnerstag, 5. März 2015

[Rezension] Die Sache mit dem Glück - Matthew Quick





Titel: Die Sache mit dem Glück
Autor: Matthew Quick
Original: The Good Luck of Right Now
Verlag: Kindler/Rowohlt
Erschienen: Dezember 2014
ISBN: 978-3-463-40084-6
Preis: 18,95€
Leseprobe
 
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Autor

Matthew Quick wurde 1973 in Oaklyn, New Jersey geboren. Er studierte Anglistik, arbeitete als Englischlehrer, schmiss seinen Job und reiste anschließend lange durch Südamerika und Afrika. Die Verfilmung seines Debüts „Silver Linings“ gewann einen Golden Globe und den Oscar für die beste weibliche Hauptdarstellerin. Auch die Filmrechte an seinem neuen Roman „Die Sache mit dem Glück“ wurden bereits verkauft. Matthew Quick lebt mit seiner Frau in Holden, Massachusetts.

Inhalt

Bartholomew hat immer bei seiner Mutter gelebt. Als sie stirbt, muss er plötzlich allein zurechtkommen. Aber das sagt sich so leicht. Bartholomew ist 39. Beim Aufräumen ihres Schlafzimmers findet er einen Brief von Richard Gere wieder. Darin ruft der Hollywoodstar zum Boykott der Olympischen Spiele in Peking auf, wegen Tibet. Der Brief muss Mom viel bedeutet haben, sonst hätte sie ihn nicht in ihrer Unterwäscheschublade aufbewahrt. Nun versteht Bartholomew auch, warum sie ihn in ihren letzten Tagen, als sie schon sehr durcheinander war, immer nur «Richard» genannt hat. Er beschließt, dem Schauspieler Briefe zu schreiben. Über Moms Theorie vom Glück, über Außerirdische, Buddhismus und die Liebe zu Katzen. Und über die junge Bibliothekarin, die er schon seit Jahren einmal ansprechen möchte. Bis jetzt hat Richard Gere noch nicht geantwortet, aber Bartholomew ist sicher, er wird ihm bei seinem Neuanfang helfen.
 
Erster Satz

Lieber Mr. Richard Gere, in der Unterwäscheschublade meiner Mom - als ich aus ihren "persönlichen" Sachen die "wenig getragenen" aussortierte, um sie zur Altkleidersammlung zu bringen - fand ich einen Brief von Ihnen.

Meine Meinung

Nicht mein Fall. Ganz kurz gesagt. Nicht herausragend, auch nicht richtig schlecht, aber wieder eines der Bücher, die Mittelmaß für mich sind und mehr nicht. Erstaunlicherweise schon wieder ein Problem: Der Protagonist.
Es ist einfach so, wenn die Chemie zwischen Protagonist und Leser nicht stimmt, wird das auch mit dem Rest des Buches nichts. Bartholomews Beschreibung auf dem Klappentext hat bei mir die Hoffnung geweckt, dass er einer dieser sympathischen Eigenbrötler ist, die einen leicht von sich überzeugen, weil sie eben doch diesen gewissen Charme in ihrer Skurrilität haben. Leider kommt das hier nicht rüber. Bartholomew ist nur ein Eigenbrötler. Er ist mir nicht unsympathisch, er ist mir nicht sympathisch, er ist einfach nur Mittelmaß. Und das ist tatsächlich das Hauptproblem des Buches für mich. Diese Geschichte lebt von Bartholomew. Bartholomew konnte mich als Protagonist nicht überzeugen. Die Geschichte kann mich nicht überzeugen.
Ein bisschen Weltfremdheit, ein bisschen Naivität, Liebe zur Mutter und Sehnsucht nach etwas Bestimmten. Das sind wirklich tolle Zutaten für ein tolles Buch, aber - ich kann mich jetzt nur noch wiederholen - es passt einfach nicht, wenn der Hauptcharakter nicht passt. Ich bin eigentlich ziemlich überzeugt, dass es Leute da draußen gibt, für die ist es das perfekte Buch, weil Bartholomew sie überzeugen kann. Bei mir stimmt da die Chemie eben nicht.

Grundsätzlich bleibe ich dabei: Hier gibt es alle Zutaten für ein bezauberndes Buch. Der Schreibstil liest sich gut (bis auf die Briefe, nur... da kommen wir zu meinem aktuellen Lieblingsproblem: Sie sind von Bartholomew geschrieben, mit ihm werde ich nicht warm, also sprechen die Briefe mich auch nicht an), es gibt eine gute Geschichte, mit ein bisschen Liebe, einer Suche und einigen skurrilen Charakteren und das Ende fand ich auch ganz amüsant.

Fazit

Für mich war es nur ein mittelmäßiges Buch, doch es hat das Zeug zu bezaubern. Ich persönlich wurde einfach mit Bartholomew nicht ganz warm (falls es jemand noch nicht verstanden hat...), aber ansonsten hat mir alles drum herum gefallen. Schade eigentlich...

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Kommentare:

  1. Hallihallo Chimiko :D
    Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch von der Message voll erfasst hat. Der Hintergrund der Geschichte war einfach gut, aber dass der Hauptprotagonist absolut nicht warm mit dir wurde, ging nicht nur dir so.. sondern auch mir :S Irgendwie war er schon süß und trottelig wie ein kleiner Junge, aber leider auch nicht mein Geschmack. Für mich wars auch schwer überhaupt die Geschichte zu verstehen, weil er mit seinem Kopf irgendwie überall war.. im Endeffekt ists eben ein sehr eigenes Buch, das eben seine Geschichte mit sich trägt :D

    Liebste Grüße,
    Sarah

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    Antworten
    1. Hey Sarah,

      ich muss sagen, dass ich auch im Nachhinein immer noch meine Probleme mit dem Buch habe. Auch nach Nachdenken ein paar Wochen später... das Buch und ich passen nicht zusammen ;)

      Alles Liebe, Chimiko

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