Samstag, 21. Februar 2015

[Rezension] Hart auf Hart - T.C. Boyle





Titel: Hart auf Hart
Autor: T.C. Boyle
Original: The Harder They Come
Verlag: Hanser
Erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-446-24737-6
Preis: 22,90€
Leseprobe
 
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Autor

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, unterrichtete an der University of Southern California in Los Angeles.

Inhalt

Absoluter Freiheitsanspruch und Verfolgungswahn – T. C. Boyle erkundet in seinem neuen Roman die dunkle Seite der USA. Adam, den seine Eltern nach etlichen Schulverweisen und Therapiesitzungen aufgegeben haben, ist eine wandelnde Zeitbombe: In der Wildnis, wo er ein Schlafmohnfeld angelegt hat, führt er ein Einsiedlerleben und hortet Waffen gegen imaginäre Feinde. Aber es gibt jemanden, der sich in ihn verliebt. Sara hat ebenfalls ausreichend Feindbilder: Spießertum, Globalisierung, Verschwörer und die Staatsgewalt. Als sie Adam am Straßenrand aufgabelt, beginnt eine leidenschaftliche Liaison. Doch bald merkt Sara, dass Adam es ernst meint mit den Feinden, sehr ernst.

Erster Satz

Die Sonne stand senkrecht, sie war einfach da, direkt über ihnen, glühend heiß und ließ ihn schwitzen, so dass die Unterhose scheuerte und das Hemd am Rücken klebte, als wäre es mit der Haut verleimt, und warum er sich von Carolee zu dieser Sache hatte überreden lassen, würde ihm für immer ein Rätsel bleiben.

Meine Meinung

Das hier war tatsächlich mein erster T.C. Boyle, zumindest kann ich mich nicht bewusst daran erinnern, schon mal ein Buch von ihm gelesen zu haben. Am Anfang musste ich mich an seinen Stil gewöhnen, so die ersten drei, vier Seiten fand ich einfach gewöhnungsbedürftig. Aber danach hat mich das Buch dann doch gepackt und ich fand es... kurz gesagt: Ziemlich abgefahren.
T.C. Boyle vermittelt dem Leser ein Amerika, wie es in den wenigsten Romanen beschrieben wird. Ein Amerika mit Außenseiter, auf dem Land... so wie ich es mir persönlich tatsächlich eher vorstellen kann als die heile Welt in anderen Romanen. Aber streckenweise fand ich es auch beängstigend und unglaublich. Manche Dinge konnte ich mir so gar nicht vorstellen. Auf alle Fälle hat es ziemlich viele Gefühle in mir geregt: Mitleid, Ungläubigkeit, Verwirrung, Angewidertsein und so weiter. Das ist kein Buch, was man mal einfach runterliest, ohne viel dabei zu empfinden. Auch wenn die meisten meiner Gefühle eher negativ waren, was aber nicht am Buch lag, sondern an dieser Vorstellung, die der Autor da erschafft.

Der Anfang... was soll ich dazu sagen. Beim Prolog habe ich öfters mal den Klappentext noch einmal zu Rate gezogen, weil das einfach so überhaupt nichts mit dieser Beschreibung zu tun hatte. Trotzdem hat es mich fasziniert und die Geschichte, die da gezeichnet wurde, hätte ich auch weiter gelesen. Doch nach dem Prolog kam dann doch die angekündigte Story und irgendwann im Verlauf des Buch klärt sich auch der Zusammenhang auf.

Sara und Adam. Die zwei Außenseiter. Ein Außenseiter, ein Freak, so viel kann ich vorweg verraten. Ich kann nicht behaupten, dass ich einen der beiden sonderlich sympathisch fand oder mehr als etwas Mitleid für ihn empfand. Eine Figur war abgewrackter als die andere und dieses Bild, das sich dann ergab. Das lässt mich echt den Kopf schütteln. Gott, das war teilweise so abstoßend! Die zwei Protagonisten erzählen ja abwechselnd (mit einer dritten Person noch dazu), und eine war ganz interessant zu lesen, die andere war wirklich... ja, ich bleibe dabei, abstoßend. Und beängstigend. Ich will jetzt auch nicht großartig auf Sara und Adam eingehen, denn Leute, davon müsst ihr euch selbst ein Bild machen. Das, was T.C. Boyle hier zeichnet, kann ich keinesfalls in so wenigen Sätzen sinnvoll zusammenfassen.

Das Ende. Das war so: Woah. Nicht wahr. Nach einer Weile war es vorherzusehen, aber das war dann wieder richtig abgefahren.

Fazit

Was für ein abgefahrenes Buch. Abgefahren. Amerika von einer ganz anderen Seite, die ich groteks und beängstigend fand. Trotzdem hat es sich gut gelesen und irgendwie fasziniert...

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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