Donnerstag, 19. Februar 2015

[Rezension] Die Quelle - Catherine Chanter





Titel: Die Quelle
Autor: Catherine Chanter
Original: The Well
Verlag: Scherz
Erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-651-02195-2
Preis: 16,99€
Leseprobe
 
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Autor

Catherine Chanter ist im ländlichen Südwesten Englands aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Oxford, wo sie auch studierte. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin und mit psychisch kranken Jugendlichen hat sie schon immer geschrieben, zum Beispiel für Radio 4, und Kurzgeschichten und Lyrik veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Ihr erster Roman ›Die Quelle‹ wurde mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize prämiert und erscheint weltweit in über 20 Ländern.

Inhalt

Neu anfangen, draußen auf dem Land. Doch ihr Traum wird zum Albtraum.
Der große internationale Bestseller, der mit seiner verstörenden Aktualität und atmosphärischen Kraft die Leser über alle Grenzen hinweg fesselt.

Was ist grausamer, die Natur oder die Menschen? Ruth wollte mit ihrer Familie neu anfangen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.


Erster Satz

Die Quelle hat mich wieder.

Meine Meinung

Dieses Buch habe ich mit den Worten 'Lies das mal!' in die Hand gedrückt bekommen. Ich hatte vorher nichts davon gehört und hatte dementsprechend auch keine Ahnung, was mich erwartet. Und es war überraschend anders, als ich es mir nach dem Klappentext vorgestellt habe.

Die Geschichte fängt schon mit einem fesselnden Satz an. Die Quelle hat mich wieder. In diesem Satz steckt schon sehr viel Tiefe und diese fünf Worte haben für mich den perfekten Auftakt gebildet. Da wollte ich doch gleich wissen, was die Protagonistin erlebt hat und warum sie die Quelle verlassen hat.
Die Autorin bildet hier ein Geflecht aus den verschiedenen Zeiten der Vergangenheit, welche Ruth, so der Name der Protagonistin, erlebt hat sowie der Gegenwart. Und so erfährt man langsam, welche... ja, teilweise würde ich es schon Tragödie nennen, welche Tragödie sie erleben musste. Es entspinnt sich ein psychologisch tiefgehender Roman, der sich tatsächlich auch auf einer religiösen Ebene entfaltet.

Doch von Anfang an: Ruth und Mark ziehen von der Stadt auf das Land, auf ein Grundstück, das die Quelle genannt wird. Das gesamte Land leidet unter einer Dürreperiode, doch auf diesem Grundstück fließt das Wasser noch und das bildet die Grundlage für alles, was nun passieren wird. Catherine Chanter hat mich beeindruckt. Alles ist so durchdacht und fügt sich so gut ineinander, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte einfach wissen, was passiert ist, was Ruth miterlebt hat und dabei wurde ich immer tiefer in diesen Sog gezogen, der auch die Protagonistin langsam gefangen nimmt. Und dabei steckt dann auch noch so viel Wahrheit in dieser Geschichte. Eine Notsituation für die Bevölkerung, eine scheinbare Lösung, die sie in den Bann zieht und dabei viel Hass.
Die Hintergründe dieser Not sind nicht das primär Wichtige, doch das stört bei der Lektüre absolut nicht. Hier ist eine andere Ebene einfach interessanter und das ist die psychologische. Ruths Innenleben, ihr Erleben ist das, was zählt und es ist so unglaublich faszinierend!

Fazit


Ich möchte euch jetzt wirklich nicht so viel verraten, aber eines sei gesagt: Wer Interesse an tiefgehenden Romanen hat, die eine Hintergrundbotschaft haben und ohne große Action fesseln, macht hier nichts verkehrt. Wer gerne psychologische Porträts fiktiver Figuren liest, ist hier auch nicht falsch. Ein hervorragendes Buch!


Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Kommentare:

  1. Huhu,
    ich glaube ich habe es noch nicht entdeckt bei uns. Hat schon seinen Nachteil nicht mehr in der Belle uzu sein...
    Klingt aber echt gut!
    Lg

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    1. Das hat Vor- und Nachteile ;)
      Ich fand es deutlich besser als ich erwartet hätte...

      Alles Liebe, Chimiko

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