Freitag, 27. Februar 2015

[Rezension] Der leichteste Fehler - Lisa Moore





Titel: Der leichteste Fehler
Autor: Lisa Moore
Original: Caught
Verlag: Hanser
Erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-446-24723-9
Preis: 21,90€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!








Autor

Lisa Moore, 1964 in St. John’s, Neufundland, geboren, studierte Kunst am Nova Scotia College of Art and Design und ist eine der erfolgreichsten kanadischen Autorinnen. Bereits ihr Debütroman Im Rachen des Alligators war ein nationaler Bestseller. Bei Hanser erschienen die Romane Und wieder Februar (2011), mit dem sie Finalistin für den Man Booker Prize wurde, sowie Im Rachen des Alligators (2013).

Inhalt


David ist Mitte zwanzig, als er aus dem Gefängnis ausbricht. Er weiß, "dass die schwersten Fehler am leichtesten zu begehen sind", und setzt doch alles auf eine Karte. Mit seinem Jugendfreund Hearn versucht David erneut zwei Tonnen Marihuana durch das Hurrikangebiet zwischen Kolumbien und Neufundland zu schmuggeln. Ein scheinbar hoffnungsloses Abenteuer. Denn den neuen Geldgebern ist nicht zu trauen und Phil, der trinkselige Skipper, weigert sich, ohne seine nymphenhafte Geliebte zu fahren.

Erster Satz

Slaney brach aus dem Wald hervor und rutschte eine weiche Straßenböschung hinunter.

Meine Meinung

Der leichteste Fehler ist ein Roman über das Leben, die Freiheit und wie leicht man einen großen Fehler begehen kann. Protagonist David Slaney ist ein junger Mann, der aus dem Gefängnis entkommt und nun wieder einen großen Fehler begeht. Man kann wirklich sagen, dass Buch ist eine Aneinanderreihung von den verschiedensten Fehlern. Als Leser sieht man so genau, in welche Fallen Slaney läuft, dass er ihnen so leicht entgehen könnte, wenn er das Richtige machen würde, die richtige Entscheidung treffen würde, aber man kann ihm nicht helfen, obwohl man genau das will. Ich zumindest wollte ihn an den Schultern rütteln und sagen: 'Junge, reiß dich mal am Riemen, mach das nicht, das ist der falsche Weg!'
Aber dabei versteht man ihn auch, man fühlt mit ihm und ich habe seine Entscheidungen verstanden. Ich konnte die Schritte, die er geht nachvollziehen, auch wenn ich - natürlich! - einen anderen Weg gesucht hätte. Und das macht das Buch für mich aus: Slaney als Protagonist, dessen Weg/Entscheidung einfach nachvollziehbar ist.
Das Ende war nicht überraschend, das wird einem relativ schnell klar, wie es für Slaney ausgehen wird. Dafür waren die Personen, denen er begegnet, umso interessanter. Das fängt mit seinem Fluchthelfer an und endet wirklich mit Phil und seiner jungen Geliebten. Da sind viele Schicksale vereint, die alle irgendwo Fehler begehen und aus diesen ganzen Fehlern bildet sich dann die Geschichte, die Lisa Moore uns hier erzählt.
Das Buch ist vielleicht nicht das Spannendste und besticht auch sicher nicht durch massig Action, aber dennoch hat es mich fasziniert. Slaneys Geschichte in Kombination mit der schönen Sprache hat doch einen ganz eigenen Charme entwickelt, obwohl ich mich anfangs fragte, was ich mit diesem Buch wohl wirklich anfangen werde. Der Klappentext hat mich jetzt nicht unbedingt gleich fasziniert und es war auch nicht DAS Buch, das ich unbedingt lesen wollte, aber nach dem Reinlesen war dann eben doch diese Faszination, so dass ich dieses doch eher ruhige Buch dann beenden musste und Slaney auf dem Weg begleiten musste.

Fazit

Der leichteste Fehler ist ein eher nachdenklicher Roman, der nicht unbedingt durch rasante Action raussticht, obwohl es hier eben doch einen Gefängnisausbruch gibt, geschmuggelt wird und aus der Verbrecherszene erzählt wird. Stattdessen geht es um Fehler und wie leicht die falsche Entscheidung getroffen wird. Eine doch durchaus lesenswerte Geschichte.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo ihr Lieben, ich freue mich über jeden Kommentar von eurer Seite ♥ Ich versuche immer, möglichst all eure Kommentare zu beantworten, aber ihr kennt das ja, manchmal läuft einem alles Mögliche dazwischen und man kommt nicht so schnell dazu. Aber ich hole es nach.