Freitag, 23. Januar 2015

[Rezension] Das beste Buch der Welt - Peter Stjernström





Titel: Das beste Buch der Welt
Autor: Peter Stjernström
Original: Världens bästa bok
Verlag: Dumont
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-8321-9757-5
Preis: 16,99€

 
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Autor

Peter Stjernström, geb. 1960, ist Miteigentümer der schwedischen Literaturagentur Grand Agency, arbeitet nebenher als Ghostwriter und Werbetexter und hat in Schweden drei Romane veröffentlicht. Er lebt in Stockholm. ›Das beste Buch der Welt‹ erscheint noch in sieben weiteren Sprachen.

Inhalt

Titus Jensen ist Schriftsteller und Alkoholiker. Vergeblich wartet er darauf, dass man seine eigenen Romane ernst nimmt, und macht sich stattdessen mit Lesungen fremder Werke zum Clown. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die sicherste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?
Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch dank seiner bezaubernden Lektorin Astra, die das Beste aus ihm herauszukitzeln versteht. Mit ihrer Hilfe schafft er den Absprung vom Saufen, findet zurück zum Schreiben und entdeckt, was ihm wirklich wichtig ist. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg – da macht ihm auf den letzten Metern Eddie X einen Strich durch die Rechnung: Auch der scheinheilige Liebespoet hat an der Idee des weltbesten Buchs Feuer gefangen und will Titus um jeden Preis zuvorkommen …

Erster Satz

Ein Mann betritt eine Bühne.

Meine Meinung

Na, das beste Buch der Welt ist Peter Stjernström zwar nicht gelungen, aber das hier ist dennoch ein Buch, das sich von der Masse abhebt. Ein sehr kurioses Buch ist es geworden, dass sich mit dem Schreiben beschäftigt, immer eine spannende Sache, oder? Wenn dann noch ein Schriftsteller hinzukommt, der Alkoholiker ist, aber ohne Alkohol schreiben soll und eine... sehr interessante Lektorin (zu viel möchte ich über diese Dame nicht verraten), dann ist das ein heikle Mischung, die ein durchaus amüsantes, aber eben auch kurioses Werk bildet.

Es dauerte einen Moment, bis ich an den Stil des Autors gewöhnt war, da er mir am Anfang recht ruppig und auch selbstironisch erschien, da habe ich manchen Satz oder eher manchen Absatz zwei Mal gelesen. Doch bald haben mich Titus' verquere Gedankengänge und Formulierungen gepackt und ich habe fasziniert seinen Weg (mitsamt der Umwege) zum besten Buch der Welt verfolgt. Dabei war dann doch manche Situation, die ich echt abwegig und mehr als kurios fand. Ist das vielleicht schwedischer Humor, der mir nicht liegt? Jedenfalls gab es zwischendurch einfach so Szenen, in denen ich etwas... verwirrt war und mich fragte, wo da jetzt der Sinn, der springende Punkt, die Pointe, etc. lag. Da kam ich mir dann vor, als wäre das Buch auf Drogen und ich nicht (und das obwohl Titus zu den Zeitpunkten schon nüchtern war - oder lag das daran?).

Die Charaktere sind sehr einprägsam und detailliert ausgearbeitet. Hier hat der Autor Figuren erschaffen, die definitiv im Kopf bleiben. Zwar haben sie durchaus Macken und sind manchmal auch etwas seltsam, aber sie bleiben dadurch erst recht im Gedächtnis.

Eine Sache noch, das Cover: Das finde ich sehr schön und ansprechend. Ich mag diesen Stil richtig gerne und vor allen Dingen ist es doch so neutral, dass es perfekt zu diesem Buch passt. Top!

Fazit

Seltsam und kurios sind zwei Worte, die dieses tatsächlich eher außergewöhnliche Buch gut beschreiben. Es ist definitiv interessant zu lesen, wenn es auch seinen Titel nicht erfüllen kann.

Bewertung






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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