Sonntag, 23. November 2014

[Manga-Rezension] Classroom Assassination - Yusei Matsui





Titel: Assassination Classroom
Autor: Yusei Matsui
Original: Ansatsu Kyoushitsu
Band: 1
ISBN: 978-3-551-73942-1
Genre: Schulmanga, Fantasy, Ende der Welt
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 5,95€
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Autor

Yusei Matsui stammt aus der japanischen Präfektur Saitama. 2004 gewann er mit seinem Manga MAJINTANTEI NOUGAMI NEURO (dt.: Dämonen Detektiv Nougami Neuro) den 12. Juniketsu Mangapreis für Newcomer. Das war der Beginn seiner Karriere als professioneller Mangakünstler.

Inhalt

Ein übermächtiges Tentakelmonster mit Smileygesicht droht die Erde zu zerstören.
Aber erst nächstes Jahr... Bis dahin unterrichtet das Monster die Klasse 3-E der Kunugigaoka Junior Highschool.

Zeichenstil


Dieser Manga hat einfach etwas locker-leicht Flockiges. Der Zeichenstil wirkt auf mich einfach weich und ja... leicht, besser kann ich es nicht beschreiben. Er passt einfach zu einem Schulmanga.
Dazu gibt es gute Hintergründe und einen tollen Einsatz von Rasterfolie. Grundsätzlich trifft dieser Manga absolut meinen Zeichengeschmack und ist für mich ein richtiger Augenschmaus.
Besondere Erwähnung verdient hier natürlich unser Smiley! Der ist klasse, die unterschiedlichen Reaktionen und die unterschiedlichen Schattierungen, um bestimmte EMotionen und Situationen herauszuarbeiten... das ist nicht leicht, aber ich kann willkürlich eine Seite aufschlagen und genau sagen, in welcher Stimmung der meist lächelnde Smiley ist, weil der Zeichner viel mit Schattierungen arbeitet.

Meine Meinung

Ich liebe es. Ich finde diesen Manga genial. Das fängt eben schon beim Zeichenstil an, der meinen Geschmack trifft, doch dann ist da auch noch der Humor, der bei mir voll ins Schwarze trifft. Ich meine, ernsthaft? Da ist ein Alien-Smiley, das die Erde vernichten will, aber vorher doch noch ein Jahr als Lehrer arbeitet und den Schülern wirklich etwas vermitteln kann.

Viel erwartet hatte ich mir von diesem Manga nicht, aber es ist doch immer so, dass gerade diese Bücher oft eine total positive Überraschung sein können. Diese Geschichte macht einfach Spaß: der Kampf gegen den Lehrer, die Situationen, in denen der Lehrer dann wirklich für seine Schüler da ist, die Planungen, die Zeichnungen, die Alltagssituationen. Mir hat dieser Manga richtig Spaß gemacht. So viel Spaß wie schon lange kein Manga mehr.

Dieser Lehrer ist besser als manch menschlicher Lehrer und (lacht jetzt ruhig oder wundert euch) ich wünschte mir, ich hätte einen so guten Lehrer gehabt. Wirklich, wirklich toll.

Fazit

Absolute Leseempfehlung! LEST! DIESEN! MANGA!

Bewertung




Quellen:

[Manga-Rezension] Lost CTRL - Evelyne Park





Titel: Lost CTRL
Autor: Evelyne Park
Band: 1
ISBN: 978-3-551-77688-4
Genre: Dystopie, Mecha
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 6,95€
 
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Autor

Evelyne Park (geb. Bösch) wurde 1989 in Basel geboren und studierte Wissenschaftliche Illustration in Zürich, wo sie im Juni 2013 ihren Abschluss machte.

Inhalt


In nicht allzu ferner Zukunft starten Experimente, um Menschen direkt mit dem Internet zu verbinden, ohne dass sie von externen Geräten wie Computer und Smartphones abhängig sind. Datenchips und Empfänger werden ins Nervensystem eingepflanzt. Während ein Großteil der Bevölkerung die Veränderungen interessiert mitmacht, bildet sich Widerstand unter der Führung von Nium, einem berühmten Autor, der Kritik an der Vernetzung äußert.
Schon bald muss er sich in den Untergrund flüchten, begleitet und beschützt von seiner Geliebten, Scarlett, die als sein Bodyguard agiert - obwohl sie sich nur ein paar Jahre zuvor selbst als Versuchsperson für die digitalen Experimente zu Verfügung gestellt hatte.
Es beginnt eine Zeit, in der das Einbauen von Chips obligatorisch wird. Die Widerstandsgruppe ist hoffnungslos in der Unterzahl, und Nium und Scarlett sollen in die Zukunft flüchten, um dort den Kampf neu aufzunehmen.
Doch der Plan schlägt fehl und Scarlett erwacht alleine, 100 Jahre später als geplant. Desillusioniert und einsam schließt sie doch bald die winzige verbleibende Gruppe von Rebellen in ihr Herz. In Niums Andenken, und um ihren Platz in der Zukunft zu finden, beginnt sie einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen das unterdessen alles umspannende, unkontrollierbare Netzwerk...

Zeichenstil


Oh, das Cover finde ich schon mal richtig, richtig schön. Ich könnte dieses Bild stundenlang anschauen und mag insbesondere die Lippen und die Augen. Scarletts Lippen haben mir es aber besonders angetan. Ganz oft sind Lippen einfach nur ein Strich, doch Evelyne Park stellt diese besonders schön dar: Ich mag es, wenn die Lippen eben auch nach Lippen aussehen. So... genug gelippt.
Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es recht wenig Hintergründe gibt. Oft agieren die Figuren vor einem weißen Hintergrund. Oder alternativ eben auch einem komplett schwarzen. Ich persönlich oute mich jetzt mal als Fan von Hintergründen, auch gerne sparkelige Hintergründe, die kitschig sind. Doch zumindest ein bisschen Hintergrund sollte es schon sein für mich. Daher irritiert mich diese sehr klare Linie etwas. Rasterfolien setzt die Zeichnerin recht selten ein, dafür nutzt diese allerdings in sehr passenden Situationen.
Die Figuren muten manchmal durchaus etwas realistischer an und sind nicht mit übertrieben großen Augen oder Brüsten oder besonderen Muckis und Taillen ausgestattet, das finde ich richtig gut.

Meine Meinung

Klappentext und Cover haben mich hier zum Kauf des Mangas überzeugt. Das klang alles einfach richtig super und spannend, doch packen konnte mich die Geschichte nicht. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich keinen richtigen Zugang zu Scarlett fand. Ihre Geschichte ist zwar ganz gut und eigentlich hat sie auch alles, was mir gefallen würde, doch mir fehlt dieser Funke, der einfach überspringen muss, damit ein Buch oder in diesem Fall ein Manga mich fesselt.

Doch auch die Charaktere, die Scarlett in der Zukunft trifft, bleiben für mich etwas farblos (... ja, es ist ein Schwarz-Weiß-Manga, aber ihr wisst ja, was ich meine, ne?). Am Anfang habe ich sogar zwei der Kerle miteinander verwechselt und war dann dezent verwirrt, was das Ganze denn soll. Gut, da habe ich nicht aufgepasst, aber zeigt eben zeitgleich auch, dass da besondere Kennungsmerkmale doch noch fehlen.

Fazit

Der Zeichenstil ist durchaus schön und lässt sich gut ansehen, aber auch wenn die Geschichte gut ist, fehlt mir das gewisse Extra, der gewisse Bäm, der mich einfach fesselt. Grundsätzlich gute Geschichte, die mich jedoch nicht überzeugen kann.

Bewertung


Quellen:

Samstag, 22. November 2014

[Rezension] Die hohe Kunst des Bankraubs - Christopher Brookmyre





Titel: Die hohe Kunst des Bankraubs
Autor: Christopher Brookmyre
Original: The Sacred Art of Stealing
Verlag: KiWi
Erschienen: September 2014
ISBN:978-3-462-04697-7
Preis: 8,99€
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Autor

Christopher Brookmyre, geboren 1968 in Barrhead bei Glasgow, wurde bereits mit diversen Krimipreisen ausgezeichnet. Auf Deutsch ist von ihm Wer schlafende Hunde weckt (Galiani Berlin) erschienen. In Großbritannien stieg er zuletzt mit dem Roman Bedlam in die Welt der Computerspiele ein und landete direkt auf Platz 7 der Hardcover-Fiction-Bestsellerliste.

Inhalt

Banküberfall als Kunstperformance: Fünf Gestalten mit Clownsmasken dringen in eine Glasgower Bank ein, einer wirbelt im Salto über die Schutzabsperrung, alle haben plötzlich Waffen in der Hand, und ihr Anführer verkündet freundlich: »Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, Sie nehmen teil an einem Banküberfall.« Die Ganoven bespaßen ihre Geiseln mit einer Theatervorführung von »Warten auf Godot«, während der Safe-Computer geknackt wird; am Ende gibt es noch ein Kunstgemälde-Raten für alle. Die ermittelnde Polizistin Angelique de Xavia, Single, vom Chef gedisst, an diesem Tag 30 geworden, hat ohnehin schon einen schlechten Tag, als sie auch noch im Alleingang die Bank verwanzen soll. Doch dann trifft sie auf Zal, den Anführer der Bande – und schon vor der spektakulären Flucht der Gangster lassen sich Angelique und Zal auf eine für beide riskante Affäre ein. Keiner kann dem anderen trauen, und sicher ist nur, dass der Bankraub erst der Auftakt für einen noch viel größeren Coup ist, ein täuschungstechnisches Großkunstwerk.

Erster Satz

Wurde auf dieser oberflächlichen Globalkonzern-Tall-Skinny-Latte-Kiddy-Meal-mit-Spielzeug-United-Colors-of-Fuck-You-too-Plastikwelt irgendetwas so unterschätzt wie ein guter alter gekaufter Blowjob ohne Extras?

Meine Meinung

Das war mal ein amüsanter Krimi... wirklich. Teilweise zumindest, manchmal jedoch war er mir auch wirklich zu anstrengend. Normalerweise habe ich ein Faible für eine Sprachverwendung wie diese hier, aber in diesem Buch fand ich es teilweise doch ermüdend. Nach dem ersten Satz war ich amüsiert, doch irgendwann wurde mir das zu viel. Vor allen Dingen immer wieder dann, wenn Harry am Zug ist und über die Vorteile eines Blowjobs sinniert. Da habe ich dann oft abgeschaltet und die Sätze gar nicht richtig wahrgenommen.

Womit ich auch ein Problem hatte, waren die Namen. Peinlich, aber wahr. Das war nicht immer leicht, dann noch der Geschichte zu folgen. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nicht alle Charaktere sonderlich detailliert ausgearbeitet fand. Ach verflixt, Leute, ich habe Teile der Handlung deshalb nicht kapiert. So ist es nämlich eigentlich. Ich gestehe. Der Stil und die Namen und die fehlende Charaktertiefe haben dafür gesorgt, dass mein Gehirn abgeschaltet hat und ich euch nun deshalb nicht wirklich sagen kann, was der Hintergrund dieses Krimis war.

Dennoch bleibe ich dabei, dass es wirklich amüsante Stellen gab und Momente, in denen mir das Lesen richtig Spaß gemacht hat. Der Banküberfall an sich und die Begegnung zwischen Angelique, ihren Kollegen und den Räubern, das waren die Momente, die ich toll fand. Davon hätte ich gerne mehr gelesen. Auch die Zeugenberichte fand ich gut, nur die Rahmenhandlung, die hat mir eben nicht zugesagt. Die hat mir so wenig zugesagt, dass ich mich nicht mal konkret daran erinnern kann...

Da die Charaktere nicht so ausgearbeitet sind, kann ich jetzt nicht so viel sagen. Angelique war eine typische düstere einzelgängerische Polizistin. Die Bankräuber waren ganz amüsant und ihre Shows echt eine geniale Idee. Dieser Banküberfall an sich... echt super! Diese Ideen, diese Kreativität, das war der Part, der mich hier echt überzeugt hat!

Fazit

Der Rahmen war mir zu... anstrengend und konnte mich daher nicht überzeugen, aber der Banküberfall und die Geschichte mit Angelique und dem Bankräuber, die haben mir richtig gut gefallen, daran hatte ich Spaß, davon hätte ich gerne mehr gelesen!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Freitag, 21. November 2014

[Rezension] Monument 14 - Emmy Labourne





Titel: Monument 14
Autor: Emmy Labourne
Original: Monument 14
Band: 1/3
Verlag: Heyne
Erschienen: Januar 2014
ISBN: 978-3-453-41163-0
Preis: 8,99€
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Autor

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Inhalt

Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.
An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …

Erster Satz

Deine Mutter kreischt, dass du gleich den Bus verpasst.

Meine Meinung

Uiuiui, ich will mehr davon! Ich will weiterlesen, dieses Ende... dieses Buch hat mich überraschenderweise aber mal so richtig gefesselt. In letzter Zeit war ich ja etwas lustlos, meinen SuB anzugehen und habe mich lieber in ReReads vertieft. Und dann kam dieser Morgen, an dem ich einfach irgendein Buch aus dem Regal gezogen habe, weil ich das vorherige ausgelesen hatte. Ich hatte also im Prinzip keinerlei Erwartungen an Monument 14, da ich einfach nur aus Zufall nun das Buch gelesen habe. Und das war vielleicht das Beste was mir damit passieren konnte, denn mit einem mal wurde ich von Emmy Labourne in die Geschichte geschmissen. Die ersten zwei Seiten waren noch so: Hö? Und dann ging es schon los und ich habe mich geärgert, dass mein S-Bahn-Fahrt nur so kurz war! Kennt ihr das? Wenn ein Buch so gut ist, dass ihr einfach nur weiterlesen wollt? So ging es mir hier. Ich konnte es nicht zur Seite legen, bis ich durch war und jetzt will ich mehr.
Und jetzt gestehe ich euch: Ich habe nicht gewusst, dass mich hier - mal wieder - eine Trilogie erwartet. Jaaaa... ups und so, ne? Aber letztlich ist das egal, weil ich das Buch sonst vielleicht nicht gelesen hätte und das wäre doch ziemlich schade.

Fang ich mal mit Protagonist und Ich-Erzähler Dean an: Er ist ruhig, er reagiert am Anfang überraschend schlecht und das macht ihn mir sympathisch. Er wird nicht gleich zum Retter und Superhelden, sondern übernimmt eine Rolle, die man so vielleicht nicht von einem Kerl erwarten würde. Mit seiner ruhigen, zurückhaltenden Art ist mir Dean ans Herz gewachsen und das natürlich auch, weil man so einen tiefen Einblick in sein Seelenleben hat, da sage ich doch glatt nur: Astrid.
Doch durch Dean lernt man auch die anderen zu schätzen, den einen vielleicht mehr und den anderen weniger. Ich mag Max! Max ist so entzückend ehrlich. Allgemein sind die Kleinen wirklich wundervoll dargestellt, ich finde sie allesamt niedlich und bewundernswert, auch Batiste. Doch am meisten überrascht haben mich die beiden Zwerge am Schluss, wirklich - auch wenn ich euch das nun natürlich nicht verrate.

Es geht hier darum, dass diese Kinder sich zusammenraufen und versuchen, einen Weg zu finden, zu überleben. Die Welt geht hier praktisch unter und auch wenn ich die genauen Gründe dahinter hier nicht kennen lerne, hat mich das nicht sonderlich gestört, dazu hat mich die Situation an sich zu sehr in den Bann gezogen. Manchmal fand ich das mit dem Giftgas und den Blutgruppen irgendwie interessant, manchmal auch seltsam. Aber egal... ich finde toll, wie die Gruppe agiert und was sich ergibt, wer sich als was entpuppt und welche Spannungen entstehen können.

Der Schluss. Der Schluss war so uaaaaah! Das zumindest war meine Reaktion. Nicht sonderlich intelligent, oder? Aber wenn ein Buch mich total fesselt und in den Bann zieht, dann bin ich nicht sonderlich intelligent nach Beenden des Buchs. Lasst es mich mal so sagen: Das Ende hat mich überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es ist eine interessante Wendung... okay... ich bleib bei meiner wenig intelligenten Reaktion: Es ist UAAAAAH!

Fazit

Monument 14 konnte mich in vielerlei Hinsicht überraschen und überzeugen. Für mich absolut gelungen und hat einfach Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen!

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 19. November 2014

[Rezension] Der Jahrbuchcode - Petra Mattfeldt





Titel: Der Jahrbuchcode
Autor: Petra Mattfeldt
Band: 1/?
Verlag: Buntstein
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-937357-87-4
Preis: 9,99€

 
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Autor

Petra Mattfeldt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Anfang 2014 erschien ihr Krimidebüt "Sekundentod" um den Lüneburger Kommissar Falko Cornelsen. Seit 2010 veröffentlicht sie außerdem historische Romane unter dem Pseudonym Caren Benedikt.

Inhalt

Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…

Erster Satz

Als Niklas am ersten Schultag nach den Sommerferien müde die Stufen zu dem alten Bauwerk hinaufstieg, ahnte er noch nicht, dass dieses Jahr das aufregendste in seinem bisherigen Schullebens sein sollte.

Meine Meinung

Hui, das war mal ein richtig toller Jugendkrimi: Ich habe eine Faible für alles, was mit Jahrbüchern zu tun hat und habe mich daher ganz besonders auf diesen Krimi hier gefreut. So ein Jahrbuch bietet doch wirklich spannende Möglichkeiten, oder? Und die Idee hier dahinter hat mir mal echt gut gefallen.

Bei Niklas hatte ich anfangs etwas Probleme, denn teilweise klingt der gute Junge richtig altklug und deutlich erwachsener als er sein sollte. Doch das gibt sich schnell und ich hatte mich eingelesen, vor allen Dingen: Wer kennt die lästige AG-Suche nicht? Da fühlt man sich doch gleich an die alten Zeiten erinnert, oder? Daher fiel der Einstieg nicht schwer, denn jeder von uns kennt den wunderbaren Schulalltag...

Und dann hatte die Autorin mich eigentlich auch schon und es wurde immer spannender! Noch dazu ist es ihr wirklich gelungen, mich so oft auf die falsche Fährte zu locken und manchmal habe ich dann doch auch an einigen Charakteren ziemlich gezweifelt! Als Leserin war ich eindeutig nicht schlauer als Niklas und co, sondern musste immer mit ihnen mit durch alle Schwierigkeiten gehen ohne eine Ahnung von dem Ende zu haben. Dann wird es auch noch gefährlich für alle Beteiligten, es gibt jede Menge Probleme, aber trotzdem knabbern unsere Hobby-Detektive sich bis zum Ende durch und lösen den Fall rund um den Jahrbuchjungen.

Das Buch liest sich einfach gut in Einem weg, der Schreibstil ist sehr angenehm, auch wenn Niklas eben manchmal etwas altklug erscheint. Von Eltis hätte ich mir übrigens etwas mehr erwartet, zumindest nach dem, was in der Buchbeschreibung stand, allerdings war der Charakter deutlich weniger ausgearbeitet und gestaltet. Schade, hätte jemand wie Eltis bei richtiger Gestaltung doch definitiv noch mehr in die Geschichte bringen können! So bleibt er, übrigens ebenso wie Philipp (zumindest für mich) recht farblos.

Fazit


Das Ende lässt mich ja auf einen zweiten Band hoffen, das gleich mal vorweg. Und den würde ich auch gerne lesen, denn Der Jahrbuchcode ist ein Jugendkrimi, der Spaß gemacht hat und bei dem ich mehr als einmal auf eine falsche Fährte gelockt wurde. Wer also gerne Jugendkrimis liest, ist hier definitiv nicht verkehrt!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 18. November 2014

[Rezension] Ragnarök - Marita Sydow Hamann





Titel: Ragnarök
Autor: Marita Sydow Hamann
Band: 3/3
Verlag: Grassroot Editions
Erschienen: Datum
ISBN: 9783950365887
Preis: 19,80€
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Autor

Marita Sydow Hamann wurde in Alesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. Nach dem Abitur begann sie ein Lehramtsstudium und eine Heilpraktikerausbildung. Sie unterrichtete Reiten, Norwegisch und Deutsch. Im Jahr 2000 zog sie nach Schweden. Dort arbeitete sie als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In den Schlafpausen ihrer Patienten begann sie mit dem Schreiben.
Aktuell lebt Marita Sydow Hamann mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Smaland.

Inhalt

Der Versuch, Hanna durch einen Sieg im Großen Rennen zu retten, ist furchtbar schief gelaufen. Charlie, Sora und ihre Freunde konnten Odens Häschern zwar mit knapper Not entkommen, sitzen jetzt aber auf dem Planeten Euripides fest. Währenddessen erlebt die Erde den Ausbruch des von Oden magisch heraufbeschworenen Fimbulwinters, der gemäß nordischer Mythologie Ragnarök einleitet - das Ende der Welt wie wir sie kennen. Trotz ihrer Hochtechnologie steht die Menschheit den entfesselten Naturgewalten vollkommen machtlos gegenüber. Die Erde kann nur gerettet werden, wenn Odens Machtquelle entdeckt und zerstört wird. Charlie beginnt zu ahnen, wo und wie Oden geschlagen werden kann. Doch trotz ihrer magischen Fähigkeiten scheint die Aufgabe für eine Jugendliche von der Erde niemals bewältigbar.

Erster Satz


Der Wind rüttelte an den Fensterläden und trieb eisige Schneeflocken gegen das dunkle Glas.

Meine Meinung

Hui, noch eine Trilogie, die ich beenden kann, ich steh drauf, Reihen zu beenden, ehrlich! Das gibt mir ein gutes Gefühl, kennt ihr das? Ich habe mich auch gefreut, noch ein letztes Mal mit Charlie durch die Welten zu reisen und zu sehen, wie diese ganzen kleinen Fäden nun zu einem großen Ganzen zusammen geführt werden! Ganz im Ernst, ich war doch verblüfft, wie viele kleinen Stränge hier dann zusammen kommen. Manche hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung.

Es war wieder richtig spannend und ich war am Mitfiebern, aber teilweise sind mir Charlies Fähigkeiten dann doch etwas zu perfekt und zu viel. Ich mag das nicht so sehr, wenn eine Person so viel unglaubliche Fertigkeiten besitzen. Das war ein Punkt, der mich etwas gestört hat, allerdings schon von Anfang an.

Grundsätzlich hat mir die Entwicklung der Charaktere hier gut gefallen. Alle sind an den Aufgaben gereift, aber dennoch sie selbst geblieben. Das ist etwas, was nicht so leicht, aber selbst Super-Charlie hat sich da nicht so großartig verändert.

Wisst ihr, was schwierig ist? Rezensionen zu letzten Teilen einer Reihe zu schreiben... man will nicht zu viel verraten, aber gleichzeitig gibt es da so viel, was man gerne verraten würde! Was man eigentlich gerne teilen würde. Und so geht es mir hier auch. Hier gibt es unglaublich vieles, was mir durch den Kopf geht und ich weiß nicht, was ich davon jetzt schreiben soll und was nicht. Daher könnte das hier - mal wieder - etwas chaotisch wirken ;)

Aber, worüber ich auf alle Fälle reden kann, ist die Pärchenbildung: Ernsthaft? Mir wars zu viel Friede-Freude-Eierkuchen, zu viel Liebe in der Luft. Mir wäre die Konzentration auf diesen großen bevorstehenden Endkampf lieber gewesen! Aber der kam trotzdem nicht zu kurz und war mal so richtig spannend! Ich habe die letzten Seiten richtiggehend verschlungen und fands gut. So. So ist es nämlich!

Fazit

Auch dieser letzter Band hat mich in Charlies Welt mitgenommen und hat Spaß gemacht. Ich bin immer noch von der Komplexität dieser Welt fasziniert! Eine super Trilogie, die mir richtig gut gefallen hat!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 17. November 2014

[Rezension] Schlüssel - Sara B. Elfgren/Mats Strandberg





Titel: Schlüssel
Autor: Sara B. Elfgren/Mats Strandberg
Original: Rabén & Sjögren
Band: 3/3
Verlag: Oetinger
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-7915-2856-4
Preis: 22,99€
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Autor

Sara B. Elfgren arbeitet als Drehbuchautorin und Dramaturgin und feiert mit ihren Film- und TV-Produktionen in Schweden große Erfolge.

Mats Strandberg hat in seinem Heimatland bereits drei Bücher veröffentlicht. Er arbeitet außerdem als Journalist und Kolumnist beim Aftonbladet, Schwedens größter Abendzeitung.

Als sie das erste Mal aufeinander trafen entdeckten sie ihre gemeinsame Leidenschaft für Bücher mit übersinnlichen Elementen. Die Idee, zusammen an einem Buch für junge Leser zu arbeiten, war schnell geboren.
Inhalt

Der schreckliche Abend, an dem die Auserwählten in der Schule von Engelsfors gegen die Dämonen kämpfen mussten, liegt erst einen Monat zurück. Nun ist auch Ida tot – und Minoo, Anna-Karin, Vanessa und Linnéa müssen irgendwie damit klarkommen. Die vier haben keine Zeit durchzuatmen, denn schon kündigt sich der nächste große Kampf an. Düstere Geheimnisse offenbaren sich. Die Zeit rast, und nur eines ist sicher: Alles wird sich ändern.
 
Erster Satz

Das gleißende Weiß wird schwächer.

Meine Meinung

Das hier war eine dieser Reihen, die ich endlich und unbedingt beenden wollte! Ich habe mich richtig auf diesen letzten Band gefreut und soll ich euch verraten, warum? Weil hier nicht alle überleben, weil hier Menschen sterben und diese Auserwählten nicht übermenschlich perfekt sind, weil hier Leben stattfindet. Ida stirbt. Ida ist vorher nicht unbedingt nett, ganz im Gegenteil. Ida ist beliebt, aber eine miese Zicke und kann richtig bösartig gegenüber Außenseitern sein. Rebecka und Elias sind gestorben. Linnea hat einen Säufer als Vater, früher gekifft und steht jetzt auf eigenen Beinen. Anna-Karin ist dick und zwar nicht pseudo-dick a la 'Uh, ich superhübsche Protagonistin finde mich nicht hübsch'. Ich mag an den Engelsfors-Büchern, dass hier nicht verschönt wird. Und so ist es auch vorherzusehen, dass Linnéa und Vanessa endlich zusammen kommen, darauf warte ich schon so lange.
Dann geht auch nicht alles glatt, es gibt Selbstzweifel, die Gruppe, die eigentlich nur zusammengestückelt ist, driftet auseinander und es passiert echt viel Negatives, aber es gibt eben auch diese schönen kleinen Momente.

Ich hatte so Spaß daran, wieder in die Welt rund um Engelsfors abzutauchen, ehrlich! Fantasy mit sehr viel Realismus gepaart, so was lese ich immer wieder supergerne. Und gerade in diesem Abschlussband gibt es trotz dem nahenden Filiale doch seeeehr viel Realismus. Dabei ist jedoch eben nicht immer alles gerecht und manchmal muss Anna-Karin ran, um es dann doch gerecht zu machen.

Die Charaktere haben sich wirklich weiterentwickelt, doch man merkt, dass sie zusammengestückelt wurden und so kann es eben doch passieren, dass ein erschütterndes Ereignis sie in alte Verhaltensmuster zurückdrängt. Das passt doch aber, oder? Nicht jeder wird als Auserwählter perfekt und trifft immer die richtigen Entscheidungen.

Was mich hier jedoch extrem genervt hat: Fehler. Ich kann mal ein vergessenes 'T' verstehen, aber wenn dann ein Satz aussieht, als hätte Meister Yoda die Korrektur vorgenommen, habe ich dafür wenig Verständnis. Und immer wieder vergessene Worte... stören den Lesefluss einfach. Das finde ich sehr schade, weil es meine Freude dann manchmal doch gedämpft hat.

Irgendwie hat mich auch das Ende nicht ganz überzeugt. Minoos Teil zwar schon, das fand ich gut, aber das Ende an sich, also das, was nach dem Sieg der Auserwählten passiert, war irgendwie recht larifari. Ich kann das nicht richtig in Worte fassen, aber mir hat da das Besondere gefehlt.

Fazit

Also... ich fands gut. Ich habe wieder mitgelitten und mitgefiebert und musste das Buch dringend zu Ende lesen. Zwar konnte mich das Ende des Endes nicht zu hundert Prozent überzeugen, aber es hätte schlimmere Möglichkeiten gegeben. Schade fand ich allerdings einige der absolut vermeidbaren Fehler...

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita Sara B. Elfgren; Autorenvita Mats Strandberg; Inhalt

Donnerstag, 13. November 2014

[Zwischenspiel] Einmal, zweimal oder vielmal? ReRead-Verhalten

Ja, wie ihr merkt: Es ist mal wieder still, aber dieses Mal... bin ich nicht verletzt oder krank, meine Welt ist noch in allen Fugen und ich leide nicht an Lustlosigkeit. Stattdessen leide ich an ReReaditis!

Hattet ihr denn auch schon mal ReReaditis? Es ist deprimierend und schön zugleich. Deprimierend, weil einige richtig tolle Bücher auf dem SuB auf mich warten. Schön, weil ich in bekannte Welten eintauchen kann und alte Freunde mal wieder auf ihrem Weg begleite. Ich persönlich liebe und brauche diese ReReads. Ich mag nicht immer nur Neues lesen und gerade bei Reihen tauche ich da liebend gerne noch mal ein und frische mein 'Wissen' auf, bevor ich den nächsten oder gar letzten Band einer Reihe lese. Da will ich das einfach noch mal vollkommen abtauchen! Das zelebriere ich dann richtiggehend, vor allen Dingen, wenn es wirklich der letzte Band einer Reihe ist.
Als Beispiel: Aktuell lese ich tatsächlich die Engelsfors-Trilogie noch mal von Beginn an, weil der letzte Band auf meinem SuB liegt. Hier also ein ReRead mit Sinn ;)

Doch manchmal will ich auch einfach nichts Neues lesen. Manchmal will ich eben einfach mal wieder etwas noch mal lesen. Und manchmal muss das eben noch mal und noch mal und noch mal sein. Harry Potter zum Beispiel... das schreibe ich nur hier nieder und könnte es einfach glatt mal wieder lesen. Percy Jackson! Vor kurzem habe ich etwas von griechischen Göttern gelesen, einen Artikel und dachte mir nur so: Oh. PJ, das könntest du mal wieder lesen! Murakami, Gabaldon, Mercier, Pratchett usw... da wäre ich wieder tooootal dabei.

Allerdings würde mich jetzt doch interessieren, wie das bei euch ist: Seit ihr der Typ, der jedes Buch nur einmal liest? Oder lest ihr das Buch nochmal, vllt. sogar direkt hinterher, um das Ganze einfach noch mal sacken zu lassen? Ich mach das manchmal, wenn ein Buch richtig gut ist, dann lese ich das einfach gerne noch mal. Geht es euch wie mir, dass ihr manche Geschichten einfach immer und immer wieder verschlingen könntet?
Ich bin gespannt!