Dienstag, 24. Juni 2014

[Cosplay] Katniss Everdeen... it's going on and on and on...

Leute, ich glaub, das nimmt wirklich kein Ende. Ich war mal wieder an Katniss dran und war voller Tatendrang. Dann begann es: Das silberne Band ging aus. Ich hatte vergessen, dass ich das orangene Schrägband für etwas anderes benutzt hat, hatte dementsprechend keines nachgekauft und... es ging aus! Somit ist der aktuelle Stand so:



In der Zwischenzeit habe ich alles nachgekauft, aber dann kam eine Grippe und ich kam noch nicht weiter dazu. Gestern fange ich lustigst damit an, Kräuselband anzunähen, weil die Jacke mir ja doch etwas zu groß ist und auch Katniss hinten gerafft ist... Und was passiert mir Dummkopf? Ich nähe den Ärmel am Rücken fest! Was zur Hölle ist nur mit diesem Kostüm los? ;)
Nein, so was kann natürlich immer mal passieren und passiert nun mal. Da war ich wohl etwas zu voreilig und verplant. Jetzt muss der Ärmel halt wieder vom Rücken getrennt werden... doch gestern habe ich mir dann gedacht: Nein. Das war ein Zeichen.




Nein, den angenähten Ärmel zeig ich euch natürlich nicht xD
Dafür habe ich mittlerweile wenigstens endlich das passende T-Shirt gekauft.
Alles in Allem läuft es. Und ich schaffe es irgendwann sicher auch noch ;) Aber manchmal bockt das Kostüm eben. Von wegen - wie ich im Januar schön dachte - super, das machste mal einfach nebenbei, das geht schnell. Ihr seht, manchmal ist einfach doch komplizierter als man glaubt.

Sonntag, 22. Juni 2014

[Zwischenspiel] Bücherregale... man ist doch nie zufrieden, oder?

Ja, da ich immer noch langsam lese, und auch nur ein beendetes Buch vorzuweisen habe, zu dem diese Woche auch die Rezension folgt, plaudere ich mal wieder ein bisschen ;)

Heute geht es um Bücherregale. Immer ein Thema, oder? Sie reichen nie aus, man braucht immer mehr davon und wie in drei Teufels Namen präsentiert man seine Bücher am Besten? Sortiere ich nun nach Verlag, nach Autor, nach Genre oder nach Farbe? Nach Größe, nach Form oder nach was? Da hat man absolut die Qual der Wahl. Sieht das jetzt gut aus? Gefallen mir diese Bücher übereinander? Oder ist das doch doof? Und wie sieht es aus mit Deko neben den Büchern? Stelle ich noch etwas in das Bücherregal rein oder lasse ich nur die Bücher wirken? Und wie zum Teufel kriege ich jetzt noch ein Bücherregal hier rein? Wie kann ich die Bücher jetzt stapeln, dass ich möglichst allen Platz nutzen kann und es nicht ganz bescheuert aussieht?

Nun... ich bin vor kurzem erst umgezogen und ich musste schon mal wählen, welche Bücher mich überhaupt begleiten. Allein das war schon superschwierig! Könnt ihr euch das vorstellen? Ihr müsst entscheiden, welche eure papiernen Babies euch begleiten dürfen und welche nicht mitdürfen? Ein absoluter Alptraum! Dann stand das fest und ich musste die drei Bücherregale, die dort verblieben sind, neu einsortieren und überlegen, wie mir das gefällt. Das war schon schwierig, denn plötzlich klafften dort Lücken, wo meine Lieblinge schon in Kartons verstaut waren und ich habe Ewigkeiten gebraucht, bis mir die Sortierung gefallen hatte. Doch es kam schlimmer: Ich musste hier drei Regale komplett neu einräumen, komplett neu. Ich habe Ewigkeiten gebraucht, ja? EWIGKEITEN! Und dann habe ich alles wieder ausgeräumt und neu eingeräumt. Und dann habe ich noch Bücher mitgebracht, von denen ich plötzlich dachte: Die müssen unbedingt hier bei mir wohnen. Das heißt, ich musste die alten Regale neu sortieren und meine neuen ebenfalls schon wieder.

Jetzt bin ich halbwegs zufrieden, habe mir aber wirklich viele Gedanken gemacht und sagt mir bitte, dass es euch nicht anders gehen würde. Sagt mir bitte, dass ihr genauso ratlos vor euren Regalen stehen würdet, bis ihr fertig seid und halbwegs zufrieden seid. Sagt mir bitte, dass ihr ebenfalls die Regale zig Mal wieder einräumen müsstet.
Ich glaube auch, dass ich eine chaotische Situation habe, die vielleicht nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist. Wie sortiere ich jetzt? Da habe ich verschiedene Kriterien: Zum Einen muss ein bisschen das Genre stimmen, aber innerhalb davon sollten auch die Autoren zusammen stehen und dann sollte es auch nach Farben sortiert werden. Ihr könnt hier einen Blick in meine Regale werfen, zumindest die Regale, die eben hier stehen:



Hier haben wir einen Fall von Autorenfarbsortierung, nämlich die Murakami-Bände hinter den Mercier-Büchern. Und wie ihr seht: Ich hab auch ein bisschen Deko in meinen Bücherregalen, nicht viel, aber ein bisschen muss sein. Doch neben den Tal-Büchern war mir eher wichtig, ein Buch auszustellen. Oben ist ein bisschen Thriller und Krimi, unten etwas Dystopien.



Ganz unten kommt dann mein Chaosfach, wo die Sortierung eigentlich kaum noch vorhanden ist ;) Fantasy ist auch zusammen. Und meine kleine Eule.


Hier habe ich eigentlich nur Terry-Pratchett-Bücher stehen, die natürlich der Reihenfolge nach sortiert sind. DVDs und CDs mussten auch einen Platz finden und ganz unten - ihr seht es nicht - steht meine kleine Hausbar. Ansätze sind da... kann man da eigentlich von Deko sprechen? xD Würdet ihr eine Whiskyflasche schon als Deko sehen? Die hat unten nicht mehr reingepasst ;)


Jetzt mal im Ernst: Das größte Problem von uns Bloggern ist doch der SuB, oder? Den seht ihr bei mir ganz unten: Ja, dieser chaotische Haufen da! Und in letzter Zeit wächst er zwar nicht so sehr, wird aber leider auch nicht kleiner. (Ja, ich weiß, ich habe einen kleinen SuB... da seht ihr mal, ich habs einfach drauf xD) Wie haltet ihr das mit euren SuBs? Bei mir ist das ja wirklich noch ein SuB, bei vielen ja eher schon ein RuB. Und sehen die bei euch auch so chaotisch aus?


Meine Manga sind persönlich ja mein größtes Problem: Ich habe wirklich nur sehr, sehr, sehr wenige mitgenommen. Aber auch in meinen alten Regalen sind diese total gequetscht und haben kaum Platz. Ich wünschte mir wirklich, ich hätte mehr Platz für sie, aber das ist einfach nicht so. Oben sind meine Sailor-Moon-Manga, die ich nie missen wollte und die ich so was von liebe! Der Rest ist bunt gemischt.

Ach, ich frage mich wirklich, wie ihr das so handhabt. Was würdet ihr ändern, wenn ihr meine Bücherregale umsortieren würdet? Da wäre ich doch mal sehr neugierig. Habt ihr spezielle Vorlieben? Ich z.B. liebe die Schuhe, die da stehen und muss sie daher einfach ausstellen. Und lager auch gern mal Papiere oder ähnliches zwischen, bis ich dazu komme, es einzuräumen. Wie haltet ihr das?

Mittwoch, 18. Juni 2014

[Kommentar] Frühlingslicht - Patti Callahan Henry

Bildquelle
Erster Satz

Ich war von Wasser umgeben, ebenso, wie ich von Erinnerungen umgeben war.














Meine Meinung

Irgendwie war ich vom letzten Buch der Autorin so geflasht, dass ich nicht widerstehen konnte, als ich diesem über den Weg lief. Dieses Mal kam ich leider anfangs nicht ganz so schnell rein, doch ab der Mitte des Buches bin ich dann in die Geschichte eingetaucht und habe mit Protagonistin Kara mitgelitten.

Dennoch hatte ich von Maeves Geschichte etwas anderes erwartet, eine andere Darstellung, irgendwie... intensiver. Ja, intensiver. Das trifft es am Besten. Gerade der Anfang mit ihr war für mich nicht so fesselnd wie ich es erhofft hatte, doch auch das gewinnt mit der Zeit an Tiefe. Scheinbar habe ich hier wirklich das allgemeine Problem, dass ich nicht so schnell warm mit der Geschichte wurde. Ich habe hier auch das Gefühl, dass die Nebencharaktere noch mehr hätten ausgearbeitet werden können, noch mehr Tiefe bekommen. Gerade Maeve ist da ein gutes Beispiel: Ihre Geschichte ist definitiv interessant, aber man lernt sie einfach nicht so gut kennen, sie bleibt ein Nebencharakter, wenn ihr versteht, was ich meine. Auch Karas Kolleginnen oder Geschwister bleiben eher etwas oberflächlich. Alles konzentriert sich auf Kara, ihren Verlobten und eben auch Jack. Aber hauptsächlich steht Kara im Fokus.

Kara empfinde ich auch als etwas schwierig, denn am Ende taucht ein Wunsch auf, der plötzlich so essentiell ist, dass ich mich fragte, wo diese Leidenschaft vorher schon großartig zu sehen war. Ich jedenfalls habe das wohl irgendwie verpeilt oder überlesen... Trotzdem mag ich sie und ihre inneren Konflikte sehr. Und was ich mag: Sie liebt auch Peyton, obwohl sich hier - das wird keinen überraschen - alles um die Beziehung zu Jack dreht. Das ist ein sehr menschliches Empfinden und Wünschen, das sie hat. Und das habe ich wiederum gern gelesen.
Übrigens finde ich auch Peyton etwas flach, sogar bei Jack hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Allgemein konnte mich das Buch, auch wenn ich zum Schluss unbedingt wissen musste, wie es ausgeht und was passiert, keineswegs so überzeugen wie Die Schwere des Lichts.

Patti Callahan Henry hat einen sehr poetischen Schreibstil mit sehr interessanten Vergleichen, die mich manchmal sogar etwas irritiert haben. Dennoch finde ich ihre Art zu schreiben wirklich schön und außergewöhnlich. Ich mag das Bildhafte daran, die Poesie, die immer wieder durchschimmert.

Fazit

Leider kommt Frühlingslicht für mich bei Weitem nicht an Die Schwere des Lichts ran, dennoch ist es ein wunderschönes Buch, das auch mit leichten Schwächen eine bezaubernde Geschichte beinhaltet und definitiv mit dem poetischen Schreibstil punkten kann. Wer also von Oberflächlichkeiten absehen kann, ist hier sicher nicht ganz perfekt.

Freitag, 13. Juni 2014

[Rezension] Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle - Arto Paasalinna

Titel: Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle
Autor: Arto Paasalinna
Original: Rietas rukousmylly
Verlag: Lübbe
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-404-16800-2
Preis: 9,99€







Autor

Arto Paasalina wurde 1942 in Kittilä/Lappland geboren, ist Journalist und einer der populärsten Schriftsteller Finnlands. Für seine Bücher wurde er mit einer Reihe von Literaturpreisen ausgezeichnet. Inzwischen hat er rund vierzig Romane mit großen Erfolg veröffentlicht. Viele von ihnen werden in andere Sprachen übersetzt, Z.B. ins Italienische, Französische, Russische und Japanische. Arto Paasalina hat weltweit eine große Fangemeinde, die jedes Jahr auf ein neues Buch dieses fantasiebegabten und schwarzhumorigen Autors wartet.

Inhalt

Frisch gekündigt und in durchnässtem Anzug steht Lauri Lonkonen auf einem Felsen mitten im Meer. Hilfe kommt von seinem Freund Kalle Homanen, der für die Rettung des Verunglückten sorgt und ihm auch gleich einen neuen Job verschafft. Lauri soll Kalle bei der Vermarktung seiner neusten Erfindung unterstützen: einer mehrsprachigen Gebetsmühle von der Größe einer alten Kaffeemühle und ausgestattet mit modernster Elektronik. Die beiden Finnen machen sich auf den Weg, um die großen Märkte im Fernen Osten zu erobern. Eine aberwitzige Verkaufsreise beginnt...

Erster Satz

Am Horizont des in Nebel getauchten Inselarchipels konnte man undeutlich eine seltsame Boje ausmachen, die nicht auf der Seekarte verzeichnet war. 

Meine Meinung

Also diese Selbstfindungs-/Reise-Romane sind seit dem Hundertjährigen ja schwer im Trend. Da gibt es immer mehr davon. Vor kurzem habe ich bereits einen davon gelesen und rezensiert. Erinnert ihr euch an Ikea-Fakir? Der hat mich total geflasht und auch berührt, doch Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle war weder überzeugen noch flashend oder rührend. Sie war einfach nichts. Der Klappentext klang so gut (er klingt doch gut, oder?): Finnen mit einer Gebetsmühle und eine aberwitzige Verkaufsreise, aber aberwitzig fand ich da nur das, was die Finnen da mal eben nebenbei machen. Was? Na, mal schnell aus Versehen ein Restaurant eröffnen, nebenbei den Dalai Lama besuchen und dann aus Spaß Bücher schreiben. Oh... und Gefängnis... auch nicht schlecht. Klingt eigentlich gut, oder? War aber irgendwie nicht so gut.
Ich versuche mal mein Problem in Worte zu fassen: Alles geschieht so etwas larifari nebenbei. Irgendwie ist es nicht so strukturiert und zusammenhängend, aber eben auch nicht wie ein amüsanter Zufall. Man liest einfach eine Abfolge von abgedrehten Zufällen, die hintereinander passieren und das war es dann auch schon. Das Buch konnte mich zu keinem Moment fesseln oder bewegen. Und überzeugt hat es mich schon drei Mal nicht.

Doch nicht nur inhaltlich war das nicht so ganz meine Wellenlänge: Der Anfang, an dem Lauri auf seinem Felsen steht, gefiel mir noch irgendwie, jedoch bekam ich einfach keinen Zugang zu diesen Charakteren. Eigentlich kann ich schon fast sagen: Ich kann nicht nachvollziehen, was genau sie warum machen. Tja, im Prinzip verstehe ich die Charaktere wirklich überhaupt nicht. Liegt das daran, dass es Finnen sind? Liegt mir diese finnische Natur vielleicht nicht? Ich kann es euch nicht sagen.

Hm... zu guter Letzt, nachdem schon mal weder Inhalt noch Figuren mich sonderlich angesprochen haben, ist da noch der Stil. Soll ich es kurz machen? Langweilig. So empfand ich es. Ich habe das Buch nicht verschlungen und irgendwie fand ich es auch lesetechnisch alles andere als spannend. Nicht mal die Gefängnisaufenthalt oder die austickende Gebetsmühle... das alles hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Daher habe ich das Buch auch in mehreren Anläufen beendet, es ist nicht wirklich geflutscht.

Fazit

Definitiv ist dieses Buch für mich eines der schlechteren Reise- und Erkenntnis-Bücher, die aktuell auf dem Markt schwirren. Vielleicht komme ich auch mit der finnischen Mentalität nicht klar, doch überzeugt hat es mich gar nicht. Schade, denn es klangt echt gut.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 11. Juni 2014

[Rezension] Steife Prise - Terry Pratchett

Titel: Steife Prise
Autor: Terry Pratchett
Original: Snuff
Band: 34
Verlag: Goldmann
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-442-48087-6
Preis: 9,99€
Leseprobe







Autor

Terry Pratchett wurde 1948 in Beaconsfild geboren und ist mit über 45 Millionen verkauften Scheibenweltbüchern wohl einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. 1983 legte er mit "Die Farben der Magie" den Grundstein der fantastischen Scheibenwelt. All seine Verdienste, Preise und sein unglaubliches Wirken kann ich hier gar nicht nennen, zu viel kam von diesem großartigen Autor. Seit 2007 ist jedoch bekannt, dass er unter einer Frühform von Alzheimer leidet und seitdem konzentriert sich Terry Pratchett nur noch auf das Schreiben. Für Interessierte empfehle ich den unten angegebenen Link der Autorenvita.

Inhalt

Niemand liebt seine Arbeit und seine Stadt so sehr wie Samuel Mumm, Kommandeur der Stadtwache von Ankh-Morpork. Doch nun droht Ungemach. Denn Mumms Ehefrau Lady Sybil hat ihn zu zwei Wochen Landurlaub auf dem Familienstammsitz verdonnert. Frische Luft, grüne Wiesen, ein Haus voller Dienstboten und standesgemäße Nachmittagstees: die Hölle auf Erden. Doch zum Glück bewahrheitet sich die Regel, dass wo ein Cop, da auch ein Verbrechen ist. Und so steckt Samuel Mumm auch auf dem angeblich so idyllischen Lande bald wieder bis zum Hals in höchst abenteuerlicher Arbeit...

Erster Satz

Das, was die Welt von Goblins weiß, beschränkt sich im Großen und Ganzen auf den Kult oder vielleicht auch die Religion des Unggue.

Meine Meinung

Leser, die sich hier schon etwas länger tummeln, wissen ja sicher durch den ein oder anderen Post: Ich bin Scheibenwelt-Fan! Ja, ich liebe die Scheibenwelt, ich liebe die Figuren, die sich dort tummeln. Insbesondere die Wachen-Romane haben es mir angetan und daher konnte ich es kaum abwarten, endlich Steife Prise in den Händen zu halten. Leider gehört es für mich zu den schwächeren Scheibenwelt-Romanen. Und vor allen Dingen zu den schwächeren Wachen-Büchern. Es gab einige Punkte, die mich nicht überzeugt haben. Wo fange ich an?

Genau, mit dem ersten Satz, denn schon da fängt das Problem etwas an: die Goblins. Ich mag an der Scheibenwelt, dass alles stimmig ist und nicht urplötzlich irgendetwas auftaucht, was einfach reingepflanzt wirkt und sich nicht perfekt einfügt. Leider haben die Goblins genau diesen Beigeschmack für mich. Ich habe den ersten Satz gelesen und war so: Was? Goblins? Vielleicht ging es anderen ja nicht so, aber irgendwie passt diese Spezies für mich nicht so ganz rein. Die kleinen Größten z.B. haben sich damals beim ersten Lesen richtig gut eingefügt, was auch daran liegt, dass sie selbst mich durch ihren ganz eigenen Charme für sich eingenommen haben. Die Goblins hingegen... das kommt einfach nicht so rüber. Sicher ist Tränen-des-Pilzes ganz entzückend und Stinky... interessant (um es mal höflich auszudrücken), aber es fehlt das gewisse Etwas. Zumindest für mich. Also ein Punkt, der mich in diesem Buch nicht überzeugt hat, ist schnell gefunden.

Habe ich es schon erwähnt? Ich liebe die Wache. Die komplette Wache. Hier steht Samuel Mumm sehr im Vordergrund. Kein Ding, denn ich mag auch ihn, aber mir fehlt einfach der Rest der Wache. Zwar kommen die anderen Wächter auch vor, doch irgendwie fehlt mir das Zusammenspiel von Mumm, Nobby, Fred, Karotte, Angua und so weiter und so weiter. Die Dialoge, Mumm am Schreibtisch, mir fehlt... mir fehlt Ankh-Morpork.

Doch natürlich gibt es auch positive Dinge, die ich erwähnen möchte: Wenn mir die Interaktionen der Wächter fehlen, gefällt mir umso besser wie sich die Beziehung zwischen Mumm und Sybil immer weiter entwickelt. Ich liebe ihre Dynamik als Ehepaar, die hier natürlich total genial zur Geltung kommt. (Ich verwende bei Pratchett-Bücher das Wörtchen 'lieben' gerne, fällt euch das auch auf?)
Und dann noch Klein-Sam, was einfach ein entzückendes kleines Kerlchen ist. Sein Umgang mit den Goblins ist unglaublich liebenswert und ganz ehrlich? Pratchett hat hier einfach das perfekte Kleinkind geschrieben, so wünsche ich mir Kinder.

Gegen Ende gab es noch spannende Action, doch irgendwie kam diese Spannung nicht so auf. Schade eigentlich, doch so recht packte Steife Prise mich nicht. Erst geht es lange, dann Schlag auf Schlag.
Auch der gewohnte Witz von Herrn Pratchett kam hier nicht ganz zur Geltung. Da gibt es weitaus humorvollere Bücher.

Fazit

Steife Prise wird definitiv keines meiner Lieblings-Scheibenwelt-Romane. Irgendwie konnten mich die Goblins nicht ganz überzeugen, die Storyline fand ich nicht packend und ich vermisse meine heißgeliebte Wache. Dennoch gibt es einfach immer Momente, die ich rührend finde oder die mich amüsiert haben. Und dann ist da noch die Ehepaar-Dynamik, davon will ich in Zukunft auf alle Fälle mehr!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 9. Juni 2014

[Rezension] Ich und die Menschen - Matt Haig

Titel: Ich und die Menschen
Autor: Matt Haig
Original: The Humans
Verlag: dtv
Erschienen: April 2014
ISBN: 978-3-423-26014-5
Preis: 14,90€
Leseprobe









Autor

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits einige Romane und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Er lebt in York und London.

Inhalt

In einer regnerischen Freitagnacht wandert Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, nackt eine Autobahn entlang. Professor Martin ist nicht mehr selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew hält nicht viel von den Menschen, jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseit: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel in die Augen blickt?

Erster Satz

Hallo, Mensch. Wie geht es dir?

Meine Meinung

Ich schreibe es mal frei heraus: Dieses Buch war nicht meins. Ich konnte mich nicht einfinden, weder in den Inhalt noch in die Charaktere oder in den Schreibstil. Da kommt so einiges zusammen, was mir nicht so ganz gefallen hat. Dabei mochte ich diesen leicht selbstironischen Ton anfangs, das direkte Ansprechen der Leser, bzw. der Menschen, aber das reicht einfach nicht aus, um das Buch gut zu bewerten.

Die Idee finde ich eigentlich immer noch ganz interessant: Tatsächlich habe ich schon immer gerne Geschichten gelesen, die den Mensch aus einer völlig neuen Perspektive darstellen. Denn seien wir mal ehrlich: Der Mensch ist schon ein wundersames Phänomen, oder? Doch irgendwie komme ich mit dem Wesen, das hier einen Menschen übernommen hat, nicht klar. Dieses Alien wirkt mit seinen Ansichten arrogant und versnobt und festgefahren. Ja, ich weiß, dass soll so sein und das muss so und er verändert sich ja und überhaupt... Irgendwie kam ich trotzdem nicht damit klar. Es gefällt mir persönlich einfach besser, wenn das Wesen neugierig auf uns Menschen ist und fasziniert von uns ist. Natürlich verändert sich der Alien-Martin noch, er gewöhnt sich sozusagen daran, aber es konnte mich einfach nicht packen.
Hinzu kommt, dass mir der Schreibstil nicht ganz so liegt. Das ist was Persönliches und ich kann es auch nicht begründen. Fazit ist jedoch, dass ich nicht in die Welt abtauchen konnte, weil ich viel zu sehr auf den Stil konzentriert war. Das ist immer ein Minus-Punkt für mich. Es gibt durchaus Bücher, da ist der Stil so schön, dass man bewusster liest, doch hier war es nur dieses 'Was-schreibt-er-hier-?-Aha-.' Es hat mich teilweise doch etwas abgelenkt.

Hach ja... die Charaktere: Fand ich ziemlich unscheinbar und nicht ausgearbeitet, was vermutlich auch daran liegt, dass Alien-Martin sich etwas zu sehr darauf beschränkt hat, wie blöd die Menschheit eigentlich ist. Isobel wäre sicherlich ganz interessant geworden, doch letztlich ist sie durch die Sicht eben ziemlich einseitig. Gulliver, der Sohn von Andrew und Isobel, ist der einzige Charakter, der mir gefallen hat, auch wenn er doch etwas klischeehaft war. Trotzdem mochte ich seine Offenheit und seine Darstellung. Aber von den ganzen Nebencharakteren ist mir kaum etwas in Erinnerung geblieben. Schade eigentlich, oder?

Doch ich muss gestehen, dass ich auch dieses ganze mathematisches-Geheimnis-Weltveränderung-Zeugs nicht so prickelnd fande. Und das liegt nicht nur daran, dass ich kein großer Freund von Mathematik bin (und ehrlich... ich finde Mathe fast so doof wie Physik!). Irgendwie kam mir das alles so schwammig vor. Hey, wir brauchen einen Grund, warum Alien-Martin auf die Erde kommt, nehmen wir doch einfach irgendein mathematisches Problem, das total viel entwickelt, wuhu. So Szenarien mag ich nicht unbedingt.

Fazit

Ha... wenn ich das so lese, frage ich mich wirklich, was genau ich an diesem Buch positiv finde. Irgendwie hat es mir jetzt noch weniger gefallen als ich gedacht habe. Allerdings ist das hier alles sehr subjektiv, kann also gut sein, dass es dir/euch da draußen total gut gefällt!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 4. Juni 2014

[Plauderei] Buchreihen

Hallo da draußen!

Bei mir gibt es immer noch eine Leseflaute, aber hey, das muss auch mal sein, oder? Da ich meine Kamera auch nicht da habe und euch deshalb keine Cosplay-Fortschritte zeigen kann, aber der Blog ja auch nicht vollkommen leer sein soll, hab ich gedacht, ich plauder mal wieder ein bisschen mit euch.
Wie erwähnt - ich bin in einer Leseflaute. Und gestern habe ich beschlossen, ich bekämpfe diese (das klingt härter und aggressiver als es ist) mit einem Buch aus einer meiner Lieblingsreihen. Also habe ich mir einen neuen Scheibenweltroman gekauft. Die Scheibenwelt ist euch sicher ein Begriff, selbst wenn ihr sie nicht lest, oder? ;) Terry Pratchett ist einer meiner liebsten Autoren und die Scheibenwelt ist eine Reihe, die mich immer wieder aufs Neue begeistert - mal mehr, mal auch etwas weniger. Da gibt es so viele Charaktere, Szenen und Bücher, von denen ich euch vorschwärmen könnte, doch das ist ja nicht das Thema dieses Posts. Denn es geht um Reihen. Oder Trilogien. Oder was auch immer noch in der Richtung existiert. Und die Scheibenwelt ist eine der längsten Reihe aus meinen Regalen (wenn man von Manga absieht, doch das ist irgendwann einmal einen anderen Beitrag wert). Vor allen Dingen ist die Scheibenwelt aber auch eine weiter unvollständige Reihe, die darauf wartet, dass ich irgendwann mal alle Bücher habe.

Jetzt mal Hand aufs Herz, wie viele solcher Reihen habt ihr bei euch stehen?

Ich jedenfalls im Moment viel zu viele. Da mal zwei Bände, dort einen Band. Ah, von der Reihe fehlt mir ja auch noch ein bisschen was! Und, oh je, diese Trilogie wollte ich doch eigentlich uuuuunbedingt beenden! Stattdessen werden es immer mehr angefangene Reihen. Dabei verliere ich allmählich auch tatsächlich den Überblick. Also habe ich für mich folgenden Entschluss gefasst: Ich fange erst mal keine neuen Reihen an.
Zumindest so lange bis ich die meisten meiner angefangenen Sachen hier beendet habe. Es gibt natürlich immer Ausnahmen von der Regel. Dazu gehört sogar die Scheibenwelt, die mich erst überhaupt auf diesen Gedanken gebracht hat. Da kaufe ich lieber immer mal wieder Bücher, wenn mir gerade danach ist, dass ich immer etwas davon habe.
Und - ein kleiner Spleen - die Knickerbocker-Bande ist auch eine dieser Ausnahmen: Ich habe ein unglaubliches Faible für die Vier und möchte irgendwann auch mal das meiste davon besitzen, doch das eilt nicht.
Aber Reihen, die mich dazu bringen, so eine Aktion zu starten, sind zahlreich. Zu zahlreich. Um mal ein, zwei Beispiele zu nennen: die Amor-Trilogie... oder die Gaia-Stone-Bücher. Was fehlt mir? Der dritte Band. Ebenso bei den Büchern von Amy Plum. Außergewöhnlicher ist da die Fortsetzung der Percy-Jackson-Reihe, da besitze ich nur den dritten Band. Die Helden des Olymps wollen also noch ziemlich vervollständigt werden... der erste und der zweite Band.
Habt ihr auch so seltsame Reihen? Ich erzähle euch irgendwann definitiv noch etwas von meinen Manga-Reihen, denn da habe ich auch so einige Leichen im Keller ;)

Nun interessiert mir: Wie haltet ihr das? Seid ihr aktuell auch so genervt wie ich? Am Liebsten kauf ich grad tatsächlich Einzelbände. Irgendwie vergeht mir bei den zig Reihen auch die Lust darauf, diese zu beenden. Auch wenn es vereinzelte Bücher gibt, die ich sehnsüchtig erwarte: den dritten Band der Engelsfors-Trilogie oder endlich den Abschluss von Michael Scotts Nicholas Flamel. Gerade letzteres, da muss ich noch bis in den späten Herbst warten... hallo? Und dann gibt es eben so Autoren wie Diana Gabaldon, wo alle paar Jahre ein Buch kommt, so auch dieses Jahr. Und selbst da hinke ich gerade durch meine Unlust hinterher! Aber nicht in der Hauptserie, da fehlen mir die Nebenbücher von Lord John Grey, dabei ist das einer meiner liebsten Charaktere. Dennoch garantiere ich euch: Das neue Buch im Juli wird sofort gekauft! Aber das zählt dann natürlich auch nicht zu meinen Reihen mit Reihenverkaufsverbot, weil es so endlos ist.
Und je mehr ich hier schreibe, umso mehr abgeschlossene Buchserien, die ich angefangen habe, fallen mir ein: Das Tal oder Gone. Urgs!

Also... erzählt mir, wie ihr euch dabei fühlt? Kommt in den Kreis der anonymen Buchserien-Süchtigen ;)