Montag, 31. März 2014

[Rezension] Die Seltsamen - Stefan Bachmann

Titel: Die Seltsamen
Autor: Stefan Bachmann
Band: 1
Verlag: Diogenes
Erschienen am: 26.02.2014
ISBN: 978-3-257-86238-6
Preis: 16,90 €
Leseprobe






Autor

Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Jahr das Konservatorium besucht (und dort inzwischen die Fächer Orgel und Komposition studiert), ansonsten aber von seiner Mutter bis zum Highschool-Abschluss zu Hause unterrichtet wurde. Er will Filmkomponist werden. Mit 16 schrieb er, inspiriert von seiner Liebe zum Steampunk, Charles Dickens und C.S Lewis' "Chroniken von Narnia", sein Debüt, "Die Seltsamen", ein Riesenerfolg in den USA und nun auch in Deutschland.

Inhalt

Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich - fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf Weise verschwinden. Eines Tages taucht eine geheimnisvolle Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid im Slum von Bath auf. Bartholomew beobachtet sie verstohlen durchs Fenster. Was will sie? Als plötzlich Federn aufwirbeln und die Dame mit einem weiteren Mischlingskind entschwindet, vergisst Barty jegliche Vorsicht - und wird bemerkt. Ein tollpatschiger junger Politiker, der alle Parlamentssitzungen verschläft, scheint der Einzige zu sein, der Barty helfen will. Barty ist überzeugt: Der Nächste in der Reihe bin ich.

Erster Satz

Federn fielen vom Himmel.

Meine Meinung

Selten gab es ein Buch, bei dem ich anfangs so verwirrt war... allerdings habe ich auch den Klappentext nicht durchgelesen, so im Nachhinein erscheint mir das doch sinnvoll! Jedoch muss ich sagen, dass sich meine Fragezeichen mit dem Lesen immer mehr aufgelöst haben und ich somit Schritt für Schritt den Inhalt des Buches erfassen konnte. Eigentlich ein gutes Zeichen für ein Buch, oder? Anfangs wird man überrollt und fragt sich, was das alles soll, wie das zusammenhängt, was hier eigentlich grad passiert, und dann legen sich die Puzzleteile Stück für Stück zusammen und man wird immer mehr in die Geschichte gesogen, weil sie einen packt und man das Puzzle nun mal lösen will. Genauso erging es mir mit Die Seltsamen.

Anfangs war die Story, wie schon in ausführlicher Breite festgestellt, verwirrend, doch sie hat etwas Faszinierendes und ist doch ziemlich außergewöhnlich. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, etwas ähnliches gelesen zu haben. Die Elemente des Steampunks sind wirkungsvoll eingebaut, passen perfekt rein - z.B. die Botenvögel sind richtig anschaulich beschrieben. Hier wird Fantasy mit dystopischen Elementen und dem bereits benannten Steampunk vermischt, das ergibt ein Setting, das mir ziemlich gut gefällt.

Barty ist einer der Seltsamen, also ein Mischling. Die Beschreibungen seines Lebens haben mir doch immer mal wieder Schauer über den Rücken gejagt, eine deprimierende Vorstellung, besonders auch dann, wenn er die Mantras, die seine Mutter ihm eingeimpft hat, immer und immer wieder wiederholt. Stefan Bachmann stellt hier eine ganz andere Lebenswirklichkeit dar, bei der es mich dennoch nicht wundern würde, wenn sie irgendwo genauso real existieren würde. Sehr düster und definitiv nicht schön.
Ihm steht der junge Politiker bei... ein Mann, der eigentlich keine eigene Meinung hat, ziemlich bequem ist und bei dem ich mich doch frage, warum er Politiker ist. Das hat etwas von Papa hat ins Parlament gekauft. Dazu ist er auf den ersten Blick nicht sonderlich intelligent und steht total unter der Fuchtel seiner Frau. Allgemein muss ich sagen, dass ich die Charakterdarstellung hier mag. Es sind Personen mit Ecken und Kanten, nicht geschliffen, nicht perfekt. Sie wirken menschlich, etwas, das leider auch nicht immer so ist.

Dennoch, obwohl mir alles eigentlich richtig gut gefallen hat, fehlt da etwas. Und ich kann euch nicht mal sagen, was genau das ist. Vielleicht liegt es am Ende: Das habe ich zwar gerne gelesen, aber es hat mich nicht mitgerissen. Mir waren diese Lebensverhältnisse einfach lieber, egal ob nun die unseres Politiker-Bubis oder die harte Welt von Barty. Der große mitnehmende Spannungseffekt hat mich dann leider nicht gepackt.

Fazit

Ich liebe die Beschreibungen der Welt, ich liebe die Welt an sich, ich finde Charakterdarstellung wunderbar. Wenn mich jetzt auch noch das Ende mitgerissen hätte, wenn ich vor Spannung geplatzt wäre, dann wäre es das perfekte Buch für mich. Zwar fand ich auch das Ende gut, aber da fehlt eben doch noch dieses Mini-Quäntchen.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 26. März 2014

[Rezension] Das Jahr der Lügen - Marijn Backer

Titel: Rezension
Autor: Marijn Backer
Original: Het jaar van de leugen
Verlag: Urachhaus
Erschienen am: 5.3.2014
ISBN: 978-3-8251-7875-8
Preis: 15,90 €
Leseprobe






Autor

1956 in Leiden/Niederlande geboren. Als Kind erzählte er bereits seinen Geschwistern Geschichten, als Journalist veröffentlicht er regelmäßig Kolumnen in verschiedenen Zeitschriften, als Lehrer unterrichtet er Latein und Griechisch und als Autor hat er neben zahlreichen Kindern- und Jugendbüchern bereits einige Gedichtbände veröffentlicht. Er ist verheiratet und lebt in der Nähe von Utrecht.


Inhalt

Seitdem ihr Vater die Familie verlassen hat, lebt die 14-jährige Antonia mit ihren älteren Geschwistern Iris und Max und der Mutter allein. Alle scheinen einen Weg zu finden, mit der Situation umzugehen, nur Toni kommt nicht damit zurecht.
Als ihr Vater seine Kinder einlädt, ihn auf Kreta zu besuchen, fahren nur Antonia und Iris hin. Für die ältere Schwester wird der Besuch zu einem endgültigen Abschied. Antonia dagegen gerät vollkommen aus dem Gleichgewicht, flieht immer häufiger in Traumwelten und verstrickt sich zunehmend in ein Konstrukt aus Lügen. Zu Hause versucht ihr Onkel, die Balance in der Familie wieder herzustellen. Aber ihr Bruder will keinen zweiten Mann im Haus – und scheut kein Mittel, ihn loszuwerden

Erster Satz

Ich wachte auf und wusste nur: mein Kopf, mein Kopf, mein Kopf.
S.5

Meine Meinung

Ich muss sagen, dass ich mich anfangs (und eigentlich das gesamte Buch über) mit dem Stil ziemlich schwer getan habe. Er ist sehr rau, ruppig und für mich gab es irgendwie keinen richtigen Lesefluss. Allgemein fand ich diese kurzen, abrupten Sätze nicht als besonderen Stil, sondern als störend. Mir ist bewusst, dass dadurch Antonias inneres Wesen, ihre Gefühle, betont werden soll, doch für mich wird, zumindest im Deutschen, dies nicht erreicht. Diese Umsetzung hat mir nicht gefallen.

Ansonsten wird eigentlich sehr schön diese Achterbahnfahrt der Gefühle, die Antonia hier durchfährt, dargestellt. Und ihr noch sehr junges Leben hat doch schon viele Höhen und noch mehr Tiefen, die durchlebt werden. Einiges erschien mir etwas zu übertrieben dargestellt: Ein Beispiel hier wäre die Sache mit Antonias Onkel. Ihr Bruder Max redet ihr etwas auf, was eigentlich gar nicht geschehen ist und sie lässt es geschehen, fängt mit der Zeit sogar fast an, es selbst zu glauben. Es werden sogar immer mehr Lügen, in die sie sich verstrickt. Ab da wird es mir etwas zu sehr Drama, Drama, Drama, Baby! Dann kommt auch noch ein imaginärer Freund und eine seltsame Welt hinzu und eine eigentlich schöne Geschichte über ein Mädchen, das sich mit der Trennung der Eltern auseinandersetzen muss, gleitet ins Seltsame ab.

Die Charaktere sind auch... eher mittelprächtig für mich: Die Geschwister lügen gerne, besonders Max, Antonia ist zwar erst 14, aber manchmal doch etwas sehr unreif (ich sage nur imaginärer Freund), Iris konnte mich auch nicht für sich überzeugen und Vater und Mutter benehmen sich teilweise auch nicht viel reifer als Toni. Zwar mochte ich Toni eben doch, zumindest anfangs, als ich ihre Handlungen und Gefühle noch nachvollziehen konnte, doch ehrlich... die Charakterentwicklung ist dann doch nicht das, was ich mir bei dem Buch und dem Thema erhofft habe.

Fazit

Die Grundidee gefällt mir ziemlich gut, doch die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt, konnte mich nicht überzeugen. Auch wenn der Titel ja schon aussagt, dass es einige Lügen gibt, wird mir das Gebilde zu komplex und übertrieben. Das Buch konnte mich absolut nicht packen.

Bewertung




Mein Dank geht an Urachhaus und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Sonntag, 23. März 2014

[ReRead] Feuer und Stein - Diana Gabaldon

Titel: Feuer und Stein
Autor: Diana Gabaldon
Original: Outlander
Band: 1/ab Juni 8 Bänden
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442361052
Preis TB: 8,-
Leseprobe






Autor

Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman Feuer und Stein wurde internation zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans ihrer Romane wurden. Zuletzt wurde Gabaldons Highland-Saga unter dem Titel Outlander hochkarätig fürs Fernsehen verfilmt. Diana Gabaldon ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt mit ihrem Mann in Scottsdale, Arizona.

Inhalt

Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichtsahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein - und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743.
Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung; die Highlander sind geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire - eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.
Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass dieser Mann über ihr Schicksal entscheidend mitbestimmen wird, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen James Fraser.
Eine Lektion hat sie inmitten dieses Abenteuers jedoch bereits gelernt - dass der Instinkt eines Mannes, die Frau zu beschützen, die er liebt, so alt ist wie die Zeit.

Erster Satz

Der Ort sah, zumindest auf den ersten Blick, nicht so aus, als würden dort viele Menschen verschwinden.
S.8

Meine Meinung

Schon wieder eine Rezension, bei der ich so hin und weg von der Reihe bin, dass ich im Prinzip einfach nur begeistertes Gebrabbel von mir geben könnte. Es ist so toll, es macht so süchtig, ich liebe diese Reihe und wenn ich einen Buchcharakter angeben müsste, in den ich mich verliebt hätte, dann war James Fraser.

Ich vermute, die Highland-Saga gehört zu den Reihen, die entweder begeistern oder enttäuschen, mich hat sie definitiv begeistert. Kritikpunkte könnten hier sicher in Richtung Schmonzette, eh nur Sex und klischeehaft. Und sicherlich noch mehr, aber da ich ja in die Kategorie Fan gehöre, fällt mir natürlich nicht mehr ein ;) Ich kann hier auch keinen Kommentar zur korrekten historischen Wiedergabe gebe, denn für mich klingt alles sehr sinnvoll, allerdings habe ich mich jetzt auch nicht total intensiv mit der schottischen Geschichte befasst. Wer also Wert darauf legt, sollte das bei meiner Rezension beachten. Und ich muss sagen, das ist auch ein Punkt, der mir von der Umsetzung gefällt, aber bei dem ich auch ungefähr folgendes denke: 'Hm, joah, da reist ne Frau 200 Jahre in die Vergangenheit, durch Felsen hindurch... da muss auch nicht die richtige Kilt-Farbe vorkommen.'
Mich hat die Geschichte auch so in den Bann gezogen, und das sogar mehrmals. Ich muss sagen Feuer und Stein ist immer wieder ein Reread wert und ich kann diesen Büchern einfach nicht widerstehen. Sie sind so detailreich, so ausgearbeitet und mit so vielen Kleinigkeiten ausgeschmückt, dass es mir immer wieder aufs Neue Spaß macht, mit Claire und Jamie auf Reisen zu gehen.
Die Charaktere sind einem sympathisch und so farbig beschrieben, dass sie - sofern sie das nicht so oder so sind - wirklich wie aus der Geschichte gegriffen wirken. Ob das nun Murtagh ist, bei dem ich bei jedem Reread sofort ein Bild vor Augen habe, oder meinetwegen auch der ehrenwerte Prinz, der später - logisch! - auch noch auftaucht. Oder, oder, oder! Da könnte ich viele Beispiele nennen. Das Einzige, was mich hier minimal stört, ist die Leichtigkeit, mit der Jamie Claires Herkunft akzeptiert. Etwas mehr Skepsis und Widerstand wären da doch besser gewesen.

Ich muss sagen, dass ich in der Zwischenzeit ein paar Rezensionen gelesen habe und verblüfft war, wie viele Kommentatoren sich da über eine im Verhältnis wirklich kleine Szene aufgeregt haben. Es war wohl die Szene, die am meisten in den Rezensionen genannt wurde: Jamie schlägt Claire. Da habe ich mich doch glatt gefragt, warum genau die Rezensenten sich daran so aufgehängt haben. Es ist eine andere Zeit, Jamie hat es erklärt und für mich war es eigentlich in Ordnung, es war stimmig, es war nicht zu brutal (und Claire hat doch eben doch Probleme gehabt mit dem Reiten am Tag danach und ist eben nicht superheldenmäßig den ganzen Tag auf dem Pferderücken gesessen). Manchmal ist es wirklich faszinierend, welche Details vorgezerrt werden, oder?

Fazit

Mir fehlen die Worte, denn manchmal hat man doch einfach so Bücher und Reihen, die einen begeistern: Feuer und Stein gehört für mich da ganz vorne dazu. Schuld an dieser Sucht ist meine Tante, die wohl nicht ahnen konnte, was sie damit anrichtet.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 19. März 2014

[Kommentar] Nur die Küsse zählen - Susan Mallery

Bildquelle
Erster Satz

"Was muss passieren, damit Sie kooperieren? Nützt Geld? Drohungen? Mir egal, ich kann beides."
S.9














Meine Meinung

Hollywood in Fool's Good! So beginnt die Inhaltsangabe, aber ich muss sagen, dass Hollywood hier nicht so im Vordergrund steht. Natürlich begegnet man den Dreharbeiten zu der Dating-Show immer nur am Rande, aber da sowohl Dakota als auch Finn diesen kritisch gegenüber stehen (sie eher unterschwellig, er ziemlich offensichtlich - immerhin geht es um seine Brüder), bekommt man nur einen kleinen Einblick in die Show-Welt. Doch mehr hätte ich davon auch nicht wollen, manchmal gingen die allgegenwärtigen Kameras mir schon auf die Nerven, insbesondere wenn es um Stephen ging. Stephen? Einer von Finns kleinen Brüdern.

Gut... was noch? Natürlich haben wir auch hier wieder die klassische Situation: Frau trifft Mann, Frau verliebt sich in Mann, Mann will aber eigentlich keine ganz so feste Beziehung usw. Dennoch gelingt es Susan Mallery doch immer wieder jeder Geschichte ihren eigenen Stempel aufzudrücken, so dass ich - auch wenn es stellenweise doch vorhersehbar war (wuhu, Dakota kann nicht schwanger werden...) - die Kombination der Charaktere hier gerne gelesen habe. Auf der einen Seite wieder die heile, glückliche Großfamilie, bei der man sich doch glatt wünscht, die eigene Familie wäre doch dieser etwas ähnlicher, auf der anderen Seite die nicht ganz so perfekte Familie, die in Nur die Küsse zählen jedoch auch sehr liebevoll war. Finn und seine Zwillingsbrüder waren einfach nur niedlich, wenn sie interagiert haben, anders kann ich es nicht beschreiben.
Das Ende ist natürlich keine so große Überraschung. Love is in the Air, Liebe überall, alle sind glücklich. Aber auf dem Weg dahin gab es ein zweites Liebespaar, das mich doch überrascht hat und das ich einfach nur bezaubernd fand. Diese Szenen habe ich doch immer wieder gerne gelesen!

Die Charaktere sind einerseits schon stereotyp veranlagt, haben aber dennoch ihre eigenen Charakterzüge, so dass man beispielsweise auch die Drillinge gut unterscheiden kann. Jede der drei hat ihren eigenen Kopf, auch wenn sie sich bis aufs Haar gleichen. Das merkt man auch bei den Zwillingen Stephen und Sasha, eine Eigenschaft, die sehr schön herausgearbeitet wurde.
Finn ist einer dieser Typen, die gerne auch aus dem Buch herausspringen könnten, ein richtiger Traumtyp und ein richtiger Mann. Ich mag diese verweichlichten Kerle in Büchern nicht, da gehört er eindeutig nicht dazu.
Einer der Nebencharaktere war übrigens Geoff (Spielberg, nicht verwandt und nicht verschwägert), den ich trotz seiner manchmal groben und nachlässigen Art und Weise, trotz seiner Fixiertheit auf die perfekte Show irgendwie mochte. Geoff hat einen sehr trockenen Humor, auch wenn er manchmal für diesen ganzen Dating-Zirkus definitiv über die Stränge schlug.

Fazit

Was soll ich sagen? Susan Mallery ist mal wieder eine gute Liebesgeschichte gelungen, die einfach perfekt ist, wenn der Kopf mal zu voll ist oder man einfach mal wieder einem sexy geschriebenen Mann hinterher schmachten will.




Montag, 17. März 2014

[Rezension] Ein letzter Brief von dir - Juliet Ashton

Titel: Ein letzter Brief von dir
Autor: Juliet Ashton
Original: The Valentine's Card
Verlag: Rowohlt
Erschienen am:
ISBN:
978-3499228612
Preis: 9,99€
Leseprobe






Autor

Juliet Ashton stammt aus Irland und lebt heute mit ihrer Familie und ihren Haustieren in London. Ein letzter Brief von dir ist ihr erster Roman.

Inhalt

Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot.
Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war so Sims große Liebe. Und er ihre.
Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie weig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden.

Erster Satz

Orla hatte die geradezu unheimliche Fähigkeit, immer genau zu wissen, wie viel Uhr es war.
S.9

Meine Meinung

Es gibt diese Bücher, die du einfach zum perfekten Zeitpunkt liest. Diese Bücher, die in bestimmten Momenten einfach die perfekten Bücher sind. Ein letzter Brief von dir gehört für mich persönlich dazu. Es war das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe nicht viele so Bücher, aber dieses Buch gehört dazu. Und es wird dadurch eines dieser Bücher sein, die mich mein Leben lang begleiten werden, weil ich damit etwas Persönliches verbinde. Ihr kennt doch sicher auch so Bücher, oder? Dennoch werde ich jetzt versuchen, neutral zu bewerten, auch wenn ich für mich jetzt einfach aufhören könnte und diese Rezension für beendet erklären könnte. Noch fünf Bewertungsbrillen hin und gut wäre es.

Es ist ein sehr einfühlsamer Roman, der sehr detailliert auf Orla eingeht und mit ihr zusammen lernt man als Leser dann Sim kennen. Allerdings muss ich sagen, dass im Nachhinein doch nicht verstehe, wie Orla Sim liebe konnte, denn je näher man ihn kennen lernt, merkt man, dass er sehr viele Macken hat und nicht wenige negative Eigenschaften. Orla lernt jedoch nicht nur Sim, den wahren Sim kennen, sondern auch sich selbst und das war das, was mir richtig gut gefallen hat.

Für viele könnte sich Orlas Suche vielleicht etwas hinziehen, da sie doch schon sehr lange braucht, bis sich alles findet und sie aus ihrer Trauer herausfindet. Was ich stellenweise schon fast beängstigend fand, war Orlas Beziehung zu der Valentinskarte, mit der sie redet, die sie überall hin mitnimmt, doch jeder Mensch trauert nun mal anders, also ist das definitiv akzeptabel.

Der Stil ist sehr feinfühlig und geht auf die Protagonistin ein, auf ihre Gedanken, Empfindungen und ähnliches- Gleichzeitig ist er wirklich... schön und liest sich richtig gut.

Fazit

Es gibt durchaus einige Momente, die nicht perfekt sind, auch wenn es für mich eben das richtige Buch zur richtigen Zeit war.

[Wenn die Rezension heute kurz und seltsam wirkt, entschuldigt bitte - da spricht die Grippe aus mir.]

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Samstag, 15. März 2014

[Rezension] Serienunikat - Chantal-Fleur Sandjon

Titel: Serienunikat
Autor: Chantal-Fleur Sandjon
Verlag: Script 5
Erschienen am:
ISBN:
978-3839001684
Preis: 14,95€
Leseprobe








Autor

Die afrodeutsche Kosmopolitin Chantal-Fleur Sandjon ist in Berlin als Kind der 80er aufgewachsen, dann zog es sie neben Stopps in Kamerun und Großbritannien für mehrere Jahre nach Johannesburg, Südafrika. Sie ist Ernährungswissenschaftlerin, Aktivistin, Autorin und Spoken-Word-Künstlerin und 2012 wieder in Berlin gelandet. Dort lebt sie in Neukölln zwischen Hipstern und Gemüsehändlern ihre ganz eigene Version vom Großstadtleben.

Inhalt

Ann-Sophie hat die Nase voll. Von verstaubten Ansichten und den Erwartungen, dass ihre Zukunft eines ausgeblichene Version des Lebens ihrer Eltern sein soll - nur mit Facebook-Profil und Twitter-Updates aus den neuesten Stand gebracht. Hals über Kopf flüchtet die 20-jährige Ann-Sophie nach Berlin, 644 Kilometer weit von den Eltern entfernt und um 3,5 Millionen Einwohner größer als ihr Heimatkaff. Dort hofft sie herauszufinden, was sie vom Leben will. Doch wie macht man das in einer Welt der unendlichen Möglichkeiten?

Erster Satz

In der Stadt verliert und findet jeder etwas.
S.7

Meine Meinung

Zuerst muss ich sagen, dass hier das Äußere wirklich gelungen ist. Das fängt mit dem Titel an, der einfach nur super gewählt ist, und setzt sich aber auch im Cover fort. Selbst mir als Cover-Nichtbeachterin (wobei sich das mit dem Bloggen immer mehr findet) ist das Cover sofort aufgefallen und es hebt sich aus den Massen von Mädchen als Coverfiguren doch ab.
Auch die Sprache ist wirklich wundervoll, in einigen Sätzen kann man sich ziemlich verlieren. Chantal-Fleur Sandjon hat einen wunderbaren Stil, der sich einfach nur traumhaft liest.

Beim Inhalt bin ich zwiegespalten: Zum Einen ist es nicht unbedingt das außergewöhnlichste Thema, denn hier zieht mal wieder ein Mädel vom Lande in die Stadt auf der Suche nach sich selbst, zum Anderen kann ich das aktuell sogar ganz gut nachempfinden und ich denke, es ist auch ein Thema, das immer aktuell sein wird. Doch dann überwiegt etwas anderes diese beiden Punkte bei weitem: Drogen. Ich steh absolut nicht auf Bücher, in denen jeder Drogen nimmt und alle das total geil finden und sie cool sind. Das ist meine persönliche Ansicht. Hier war so die erste Hälfte des Buches gut, dann kamen die Drogen in Massen. Da ging nichts mehr ohne Drogen und ganz ehrlich, das hat mein Lesevergnügen ziemlich gemindert, es hat keinen Spaß gemacht, zuzusehen, wie Ann-Sophie sich für Drogen wegschmeißt. Es gibt sicher Leute da draußen, die da angesichts meiner Meinung den Kopf schütteln, aber mir gefällt so was nun mal wirklich nicht, man hätte den Verlust ihrer selbst auch anders darstellen können. Gegen Ende gibt sich das zwar wieder, aber was soll ich sagen? Mich hat es gestört. Da konnte auch die traumhafte Sprache nichts daran ändern.

Um mal wieder auf einen etwas positiveren Aspekt zu kommen: Mir, als jemand, der Twitter und Co. selbst gerne benutzt, hat es wirklich gut gefallen, wie diese Social Media an den Anfängen der Kapitel eingebaut wurden. Es wirkt nicht aufgesetzt und passt gut in den Kontext, vor allen Dingen, weil man daran auch Ann-Sophies Entwicklung sieht, ihre Veränderung (im Guten und im Schlechten). Durch diese kleinen Ausschnitte wurde die Gesamtsituation eigentlich auch immer ganz gut eingefangen.

Ann-Sophie habe ich ja schon etwas bemängelt, doch wenn man von diesem Drogenmissbrauch absieht, hat sie mir als Protagonistin an sich gut gefallen: Sie steht zwischen zwei Stühlen, kann sich nicht ganz von der Vergangenheit befreien und macht einige Fehler, bis sie ihre Zukunft und vor allen Dingen den eigenen Weg findet. Titus, ihren Freund, fand ich nicht nur sehr unsympathisch, sondern auch ziemlich überzeichnet. Außerdem habe ich einige von Ann-Sophies Handlungen in Bezug auf ihn nicht ganz verstanden.
Die Leute aus ihrer WG wurden ja aus ihrer Sicht dargestellt, was auch bedeutet, dass dies am Anfang ziemlich oberflächlich war und man erst später die Figuren wirklich kennen gelernt hat. So wie es einfach auch im wahren Leben ist. Eine Sache, die mich übrigens auch verwirrt hat, war die Liebe zu dieser Wohnung, welche die vier angeblich so extrem zusammengeschweißt hat - trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere. Ich bin kein WG-Typ, aber das konnte ich mir einfach nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.

Fazit

An und für sich eine Geschichte, die wohl inhaltlich immer richtig liegen wird, doch mir persönlich sagt dieser ganze Drogenhype einfach nicht zu. Trotz der schönen Sprache gebe ich hier nur drei Brillen, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass nicht jeder sich daran so stört wie ich ;)

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 13. März 2014

[Zwischenspiel] Das große F... acebook

Hallihallo... okay, ausnahmsweise ist das mal kein Umzugspost, obwohl ich zur Verschönerung ein Bild der Küche posten könnte... ah, nee. Konzentrieren wir uns lieber mal auf das einzige Wichtige dieses Posts. Kurz und knackig:

Folgt mir auf Facebook


Gut. Das wars auch schon. Ich packe mal weiter. Und so. Die Küche zeige ich euch irgendwann mal.

Ach ja und meine Buttons links haben jetzt natürlich Zuwachs erhalten. Lovelbooksprofil folgt auch noch, da hatte ich ja letztes Mal Probleme mit dem Verlinken und hoffe, dass es dieses Mal alles funktioniert.

[Rezension] Der Thul - Marita Sydow Hamann

Titel: Der Thul
Autor: Marita Sydow Hamann
Band: 2/3
Verlag: Grassroots Editions
Erschienen am: 24.02.2014
ISBN: 978-3950365894
Preis: 19,80€
Leseprobe





Autor

Marita Sydow Hamann wurde in Alesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. Nach dem Abitur begann sie ein Lehramtsstudium und eine Heilpraktikerausbildung. Sie unterrichtete Reiten, Norwegisch und Deutsch. Im Jahr 2000 zog sie nach Schweden. Dort arbeitete sie als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In den Schlafpausen ihrer Patienten begann sie mit dem Schreiben.
Aktuell lebt Marita Sydow Hamann mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Smaland.

Inhalt

Der bösartige Magier Oden, der grausam über den Planeten Godheim herrscht, hat der 14-jährigen Charlie jenes magische Amulett entrissen, mit dem man zwischen der Erde und Godheim reisen kann. Während Charlie auf Godheim festsitzt, startet Oden seinen magischen Angriff auf die Erde. Gemäß einer alten Prophezeiung soll nur Charlie ihn noch stoppen können. Doch die hat nicht die mindeste Ahnung, wie das geschehen soll. Sie weiß ja nicht einmal, wie sie ihre in Gefangenschaft geratene Freundin Hanna aus Odens Burg Asgard befreien kann. So macht sie sich mit ihren Freunden auf die Suche nach jener jungen Frau, die ihr mehrmals in Visionen erschienen ist. Ob dies der richtige Weg ist?

Erster Satz

Eine finster drein blickende Gestalt stürmte durch die dunklen Gänge der Festung, die sich auf einer kleinen Felsinsel vor Vanaheims und Godheims Nordküsten erhob.
S.11

Meine Meinung

Mein erster Gedanke nach dem Ende des Buches war: 'Wie jetzt? Schon vorbei?' Dabei hat man mit den bisher erschienenen Bänden der Reihe Die Erben der alten Zeit durchaus keine kleinen Büchlein in der Hand, sondern doch schöne Schwergewichte und dennoch war ich so fasziniert von der Geschichte, dass ich einfach am liebsten weitergelesen hätte. Und so ging es mir eigentlich auch schon nach Das Amulett.

Ich muss sagen, dass diese Welt, die die Autorin hier entwickelt, einfach fesselt. Ganz besonders sagt mir hier einfach der Aufbau auf den schwedischen/nordischen Mythen (und den griechischen Anspielungen dazwischen) zu. Da ich selbst ein großes Faible für Mythen jeder Art hege, ist das natürlich ein wirklich willkommenes Thema. Wenn dann noch die vielen fantastischen Wesen kommen, welche von Marita Sydow Hamann selbst entwickelt werden... einfach fantastisch. Es macht Spaß, diese Wesen kennen zu lernen und immer tiefer in die Welt dort einzutauchen (auch wenn ich noch mit den Namen der Welten durcheinander komme, diese kann ich mir einfach nicht merken!).

Die Charaktere sind alle authentisch, auch wenn mir Biarn allmählich etwas zu perfekt wird. Ich wünschte, er hätte auch eine Schwäche oder einen komischen Charakterzug, der ihn nahbarer macht. Er ist aber auch der Einzige, den ich als Leserin als distanziert empfand. Die anderen Figuren sind mir ans Herz gewachsen, allen voran einer, der sehr selten vorkommt, nämlich Jonas, der ja noch auf unserer Erde hier verweilt. Ich bin gespannt, wie sein Erzählstrang im dritten Band wieder aufgenommen wird.
Doch auch Charlie, Kunar und die anderen sind Charaktere, die einem einfach... ja, wie soll ich das bezeichnen? Charaktere, die einem nahe sind. Wenn man das Gefühl hat, vollkommen in eine Welt abzutauchen und mit Freunden Abenteuer zu erleben. Wenn man das Gefühl hat, alten und guten Bekannten wieder zu begegnen. Wenn man das Gefühl hat, Leute nach einer Weile zu treffen und sich sofort wieder zu verstehen.

So langsam entwirrt sich die Geschichte etwas und auch der Teil um Sora wird endlich klarer und verständlicher, auch wenn dennoch viele Fragen bleiben, die neugierig auf den nächsten Teil machen (ja, mich macht hier viel neugierig auf Fortsetzung und Ende von Die Erben der alten Zeit).
Der klare Schreibstil gefällt mir immer noch richtig gut, auch wenn es hier doch etwas gab, was mich einfach unglaublich irritiert hat und ich noch nicht weiß, ob das Absicht oder schlicht und einfach falsch eingeprägt ist: Biarn wird stets als Emphat bezeichnet, obwohl sich das eigentlich als Empath schreibt. Auf alle Fälle hat mich das jedes Mal aufs Neue irritiert, so sehr, dass ich sogar nachgeschlagen habe, ob ich mich irre. Dennoch, mal abgesehen von diesem persönlichen Irritationsgrund, lese ich diese Bücher auch rein vom Schreibstil her gerne.

Fazit

Einzig Biarn ist jetzt für mich noch ein kleines Manko, da er mir einfach zu perfekt und unnahbar ist, während ich die anderen Charaktere in diesem Band als alte Bekannte empfunden habe. Die Spannung steigert sich immer weiter und ich kann den nächsten und leider letzten Band kaum noch abwarten. Dazu noch die Mythen als Grundlage in Kombination mit den besonderen fantastischen Wesen... empfehlenswert!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 11. März 2014

[Cosplay] Katniss... und immer noch nicht fertig

Okay, Katniss zieht sich jetzt ja echt seit Ewigkeiten hin und will einfach nicht fertig werden. Aber es kommt auch immer was dazwischen. Noch ein schnelles Update, was ich schon alles (so total viiiiel!) in der Zwischenzeit neben dem ganzen anderen Gedöns geschafft habe:

hässliche Pfeilspitze

Pfeil komplett

Detail vom Pfeil
Wuhu. Immerhin die Pfeile sind fertig.

Und dann habe ich noch meinen liebsten Stoffladen aufgesucht, einfach weil ich den in Zukunft nur noch im Urlaub beehren kann. Sehr schade. Hier seht ihr die Stoffe für eine Tagesdecke und die zwei nächsten Kostüme, Officer Rocky und Tsunade:

Stoffe! Stoffe! Und Stoffe! 

Ganz hinten, kaum zu sehen, ein hellgrauer Stoff, dann der Grüne - beide für Tsunade. Der grüne Stoff danach ist zum Ignorieren (ich war zu faul, ihn rauszunehmen). Der Blaue ist für Officer Rocky und das ganz vorne ergibt ne Tagesdecke.

So, ein Mini-Cosplay-Update!

Sonntag, 9. März 2014

[Zwischenspiel] Plauder-Bilderflut

Okay... ich schon wieder mit meinem Privatkram, aber ich will euch auch mal zeigen, was ich wirklich in den letzten Tagen so gemacht und getan und gewerkelt habe. Denn ich habe ja nicht nur Deko gekauft ;) Da gibt es noch genug anderes, was zu tun ist (Deutschlands Bürokratie... wenn schon Sterben schwierig ist, warum sollte ein Umzug leichter sein?).

So sah es am Tag der Besichtigung und Unterschrift auf dem Mietvertrag aus:

Bad

Bad

Wohn-/Schlafzimmer
Küchenfenster
Küche


Wie ihr vielleicht merkt: Es ist eine Kellerwohnung, eine ziemlich helle Kellerwohnung (sogar mit Tageslichtbad...). Mir reichts :)
Weiter ging es dann an dem Tag, an dem die Küche angeliefert wurde (um 20.30 Uhr abends... Termin war zwischen 13 und 21 Uhr T_T).

Da kam schon einiges an Zeug mit und so sah es dann nach Anlieferung der Küche und Einkauf in diesen gewissen vier schwedischen Buchstaben aus:

Die Küche + zwischengelagertes Zeug 

Jede Menge Zeug zum Aufbauen D:
Schrank, Rost, Arbeitsplatte für Küche...

Bett und Matratze, nur... fehlt da noch was ;)
Und ich kann euch sagen... das waren noch nicht alle Pakete zum Zusammenbauen. Mehr hatte einfach nicht mehr in das Auto gepasst. Doch die wurden noch schnell geholt und dann ging es an einem wunderschönen Frühlingssamstag ans Aufbauen. Heiligs Blechle! Aber seht euch die Ergebnisse selbst an:


Dusche
Das Bad war schnell fertig. Badschrank und Duschvorhang, passt. Ist ja auch nicht so viel Platz, ne? ;)


Leseecke

Mein heißgeliebter Sessel kann nicht mit, weil er zu dick ist und ehrlich gesagt auch zu dunkel und wuchtig. Also... habe ich dieses Schmuckstückchen bekommen und knalligem Gelb. Denn was war das Motto? Genau: Color my life!

Nähtisch und Regal und ne Leiter
Okay, die Leiter gehört nicht dazu. Außerdem seht ihr ein Eckchen vom Esstisch, der wegen dem Küchenaufbau noch im Wohn-/Schlafbereich steht. Dafür ist das Bett komplett.

Schrank und anderes Gedöns
Mein Schrank, hinten seht ihr wieder den Esstisch vor dem Fenster, vorne eine Sitztruhe und gaaanz wichtig: jede Menge Arbeitsabfall und Arbeitsgeräte.

Blick durch die gesamte Wohnung

Hier seht die gesamte (unglaubliche!) Länge meiner Wohnung. Und Helferbeine. Wir waren insgesamt zu fünft am Werkeln, man sieht, es passen doch einige Menschen rein.

Chaos!

Arbeitsplatte lehnt am Bett. Der Tisch steht am Fenster und überall Chaos (das jetzt natürlich weg ist x))

Flur

Total special, wie ich bin, habe ich sogar einen gigantischen Flur! Okay... ich habe einen Flur. Man passt auch immerhin zu zweit rein. Und Schuhschrank uuuuund ne Truhe zum Sitzen. Was will man mehr?

So... ihr habt wieder einen Einblick bekommen und ich bekomme als Nächstes meine Küche aufgebaut (sowie hoffentlich dann auch Fernsehen, Internet und Telefon, das fehlt nämlich noch). Ihr seht, es wird... so ganz langsam. Und in meinem Kellerverlies stapeln sich Kartons, die ausgepackt werden wollen, aber erst nach dem Kücheneinbau. Wuhu.









Samstag, 8. März 2014

[Rezension] Frauen am Rande des Strandes - Maggie Groff

Titel: Frauen am Rande des Strandes
Autor: Maggie Groff
Original: Mad Men, Bad Girls and the Guerilla Knitting Institute
Band: 1
Verlag: KiWi
Erschienen am: 08.03.14
ISBN: 978-3462046373
Preis: 9,99 €
Leseprobe







Autor

Maggie Groff arbeitet als Kolumnistin bei The Sun-Herald und hat bisher zwei Sachbücher veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie im Paradies, nämlich an der australischen Nordküste, wo sie an weiteren Scout-Davis-Romanen arbeitet.

Inhalt

Die Journalistin Scout Davis lebt im Paradies: in einem kleinen Städtchen namens Byron Bay an der australischen Ostküste. Als ein Freund sie darum bittet, herauszufinden, ob sich die amerikanische Sekte "Die strahlende Wiederkehr der erleuchteten Seelen" in Australien niedergelassen hat, ist sie Feuer und Flamme. Hauptsache, die Recherchen stören ihre Aktivitäten bei der "Strick-Guerilla" nicht, die mit möglichst albernen Aktionen Byron Bay verschönert. Doch Scout versucht nicht nur, der Sekte das Handwerk zu legen, sie soll auch herausfinden, wer in den Umkleidekabinen der Schule, an der ihre Schwester Harper unterrichtet, Unterwäsche zerschneidet. Scout recherchiert - und kommt den Lösungen näher, als ihr lieb ist.

Erster Satz

Es war heiß an diesem Morgen in Byron Bay.
S.7

Meine Meinung

Wo soll ich denn jetzt anfangen? Mein Gedanken zu Frauen am Rande des Strandes sind ziemlich verworren, denn auch das Buch an sich ist ein verflochtener Krimi, der immer mehr Details und Erzählstränge bekommt. Aber Kurzfazit vorweg: Ich mochte dieses Buch - das war so ziemlich mein erster Gedanke nach dem Lesen.

In dem Buch herrscht, obwohl es ja doch ein Krimi ist, eine locker-leichte Atmosphäre. Dabei ist auch das Thema Sekten (gerade so, wie sie hier dargestellt wurden) eben nicht immer ein leichtes Thema. Man hatte tatsächlich dieses Australien-Feeling, es war entspannt, es war locker und Scout hat ziemlich relaxt den Fall gelöst. Das hebt sich doch mal positiv ab von den düsteren Szenarien mit drogensüchtigen Ermittlern oder ähnlichem.
Ich muss sagen, dass das Thema natürlich nicht das Neueste ist: Sekten, Enthüllungsjournalismus? Gab es alles schon einmal, doch für mich ist es der perfekte Einstieg, um Scout als Ermittlerin und ihre Umgebung kennen zu lernen. Es ist nicht das neuste Konzept, aber die Figuren, die Nebenhandlungen und, da kann ich mich nur wiederholen, die Atmosphäre heben das Buch dann doch wieder von der Masse ab.
Die Nebenhandlungen und -ermittlungen. Jemand, der klare Strukturen lieber mag, ist hiermit nicht gut beraten: Es fängt alles einfach an und dann kommen plötzlich immer mehr kleine Details dazu. Ein scheinbar einfacher Erzählstrang entfaltet sich und kann ziemlich kompliziert enden. Doch für mich hat Maggie Groff mit diesen verschiedenen Bällen einfach hervorragend jongliert. Es lief alles passend ineinander und war immer logisch nachzuvollziehen. Außerdem war ich dadurch einfach immer neugierig und habe die Seiten des Buch verschlungen.

Scout ist ein interessanter Charakter, der scheinbar gerne schwimmen geht. Natürlich hat sie auch andere Vorlieben, aber angesichts des Schauplatzes Australien ist mir diese besonders im Gedächtnis geblieben (immerhin habe ich das Buch auch zu einer kalten, regnerischen Bah-Zeit gelesen - da hat es Lust auf Sommer, Sonne, Sonnenschein gemacht). Negativ fand ich eher ihr Diabetes. Nicht die Krankheit an sich, aber anfangs wurde es einfach zu sehr zur Schau gestellt, so dass ich zu hundert Prozent sicher war, dass noch irgendetwas Schlechtes und Schlimmes und Dramatisches damit passiert. Das hätte durchaus etwas besser eingebaut werden können, so hatte es etwas von der Holzhammertaktik.
Manchmal hatte ich das Gefühl, Scout hat ein Talent, in Wespennester zu stechen, denn ihre beiden Fällen entpuppen sich doch als größer als gedacht.
Auch die anderen Charaktere hat man schon ziemlich gut kennen gelernt und hat jetzt einen Einblick, wobei alle noch vielversprechend sind und ich mich schon auf weitere Bände freue! Ob nun die Strick-Guerilla, die bezaubernde Katze, die Neffen und Töchter oder Scouts Schwester, der Freund, der Polizist... da ist noch so viel offen und ich glaube, Scouts Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Fazit

Nicht unbedingt das neueste Thema, doch die Atmosphäre der Geschichte bringt doch etwas frischen Wind hinein. Scout ist eine interessante Figur und ich freue mich auch schon darauf, noch mehr Fälle mit ihr zu lösen - Frauen am Rande des Strandes macht Lust auf mehr von Scout Davis.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt