Freitag, 31. Januar 2014

[Gefragt] Marita Sydow Hamann

Ich hatte die Möglichkeit, der lieben Marita auch noch ein paar Fragen zu stellen und hier könnt ihr ihre Antworten nachlesen:

1. Wie kamst du zum Schreiben? Was waren deine Anfänge?
Ich hatte schon immer den Traum einmal ein Buch zu schreiben. Doch wie das mit Träumen so ist, bleiben sie oft nur Träume.
Geschichten habe ich geschrieben seit ich denken kann, allerding fanden die nur in meinem Kopf statt. Irgendwann schrieb ich dann die erste Kurzgeschichte auf. Später entwarf ich einzelne Illustrationen zu den Kindergeschichten. Dann schrieb ich „Jori, der kleine Troll – Der erste Schultag“ und illustrierte das Kinderbuch vollständig. Es hat mir viel Spaß gemacht.
Der Gedanke reifte, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen und ein richtiges Buch zu schrieben. Das war im Juni 2006. Ich liebe Fantasy und Science Fiction. Ich hatte eine vage Idee für ein Fantasy-Kinderbuch im Kopf. Um dem Ganzen Substanz zu verleihen, begann ich mich mit Mythologien zu beschäftigen und beschloss meine Geschichte in die nordische Mythologie einzubetten.
Es war keine fertige Idee, sondern ein Reifeprozess. Zuerst gab es die Idee um ein Mädchen, das aus einem Heim flieht und dann mit Hilfe von Feen und Magie zu sich selbst findet. Die Grundidee ist geblieben, doch sonst hat „Die Erben der alten Zeit“ nicht mehr viel damit zu tun. Es wurde auch kein Kinderbuch, sondern ein AllAge ab 14 Jahre.

2. Wodurch lässt du dich inspirieren?
Ich liebe die Natur. Die meisten meiner Ideen kommen mir beim Spazierengehen.
Allerdings überlege ich mir auch so einiges, wenn ich abends im Bett liege. Die Zeit vor dem Einschlafen ist für mich eine Muse-Zeit. Da ist es so schön ruhig, mollig warm und ab geht’s ins Marita`s Wunderland. ;o)

3. Hast du vielleicht sogar auch einen Autorenvorbild?
Eigentlich nicht. Allerdings hat mich Rowlings Art zu schreiben wirklich begeistert.

4. Wie sieht dein Tagesablauf (Autorenalltag) aus? Und wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe keinen festen Autorenalltag. Obwohl es wohl einige feste Punkte gibt: Pferde versorgen, ausmisten, Holz holen (zumindest in der kalten Jahreszeit), Hunde und Katzen versorgen, mir was zu essen machen. Wenn ich das hinter mir habe, setze ich mich meist an den Computer, um emails und anderes zu checken.
Falls keine weiteren Hausarbeiten anliegen, mache ich es mir dann vor dem Kamin gemütlich (im Sommer draußen auf der Hollywoodschaukel) und schnappe mir Stift und Block. Manchmal fließt es, manchmal nicht. Kommt einfach nichts zustande, zwinge ich mich nicht zum Schreiben. Dann mache ich stattdessen erst einmal etwas anderes.
Mein Arbeitsplatz ist da wo ich mich mit Stift und Block niederlasse, obwohl ich auch einen Schreibtisch habe, wo mein Computer steht. Da ist es recht aufgeräumt, denn Chaos macht mich nervös. Allerdings habe ich eine Macke: Ich schreibe mir immer To-Do-Listen auf kleine Zettelchen. Die liegen bei mir überall herum. Ich streiche dort aus, was erledigt ist. Streichen ist überaus befriedigend. :D

5. Was machst du an den Tagen, an denen du einfach mal eine Auszeit vom Schreiben brauchst?
Ich erledige liegengebliebene Wäsche, räume auf, mache sauber und warte auf die Muse. Meist gehe ich auch spazieren, lese ein Buch oder schau mir vielleicht noch einen Film an.

6. Könntest du dir vorstellen auch Bücher anderer Genre zu schreiben? Gibt es vielleicht schon konkrete Pläne?
Ich habe ja bereits ein Kinderbuch und zwei Kindergeschichten selbst veröffentlicht. Eines handelt von Trollen, also auch Fantasy, aber die anderen beiden sind mystische Kinderkrimis.
Im Moment arbeite ich an einem Romantasy-Projekt. Außerdem schwebt mir ein Science Fiction im Kopf herum. Ganz auf ein Genre festgelegt bin ich also nicht.

7. Und bei konkreten Plänen: Liegt das nächste Projekt vielleicht schon in deiner Schublade bereit? Oder ist es bisher nur in Planung?
Das erste Buch meiner neuen Romantasy-Reihe ist handschriftlich fertig und muss jetzt ins Reich der Einsen und Nullen. Und natürlich ins Lektorat und an meine Testleser. Ein Cover habe ich auch bereits entworfen. Ich werde aber noch ein paar Kleinigkeiten daran ändern. Den zweiten Band habe ich bereist angefangen zu schreiben, handschriftlich.

8. Gibt es noch eine Inspiration, einen Ort, einen Gedanken, den du unbedingt noch verarbeiten musst?
Oh, da gibt es viele! :D Ich habe einen ganzen Block voll von Ideen. Jedes Mal wenn mir was einfällt, schriebe ich es mir in Stichpunkten dort auf, damit ich die einzelnen „Lichtblitze“ später entweder in eine ganz neue Story verwandeln kann, oder in meine Projekte integrieren kann.

9. Liest du selbst auch so gerne oder nutzt du deine Zeit lieber zum Schreiben? Oder hast du andere Dinge, denen du in deiner Freizeit lieber nachgehst?
Ich lese sehr gerne. Ich komme nicht mehr ganz so viel dazu wie früher, da ich nun selbst meine Geschichten erfinde, aber Lesen kann ich mir aus meinem Leben nicht herausdenken.
In meiner Freizeit kümmere ich mich natürlich auch um meine Tiere. Die machen mir sehr viel Freude.

10. Hast du Lieblingsautoren? Welche sind es?

Wie ich schon erwähnte, gefällt mir Rowlings Art zu schreiben ausgesprochen gut. Ich bin zwar nicht der Fan-Typ, aber ihre Bücher habe ich mehrmals gelesen und mich gut amüsiert. Ich liebe gute Fantasy, aber auch Romantasy und Science Fiction.

[Rezension] Die Erben der alten Zeit. Das Amulett - Marita Sydow Hamann

Titel: Die Erben der alten Zeit. Das Amulett
Autor: Marita Sydow Hamann
Band: 1/3
Verlag: Grassroots Editions
Erschienen am: 27.05.2013 (erstmals 2010)
ISBN: 978-320003081
Preis HC: 19,80€
Leseprobe






Autor

Marita Sydow Hamann wurde in Alesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. Nach dem Abitur begann sie ein Lehramtsstudium und eine Heilpraktikerausbildung. Sie unterrichtete Reiten, Norwegisch und Deutsch. Im Jahr 2000 zog sie nach Schweden. Dort arbeitete sie als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In den Schlafpausen ihrer Patienten begann sie mit dem Schreiben.
Aktuell lebt Marita Sydow Hamann mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Smaland.

Inhalt

Ein verstörendes Erlebnis veranlasst das 14-jährige Findelkind Charlotta Johansson, genannt Charlie, nach ihren wahren Eltern zu suchen. Das darauf folgende Abenteuer sprengt Charlies Vorstellungen von der Welt und ihrer eigenen Rolle in ihr.
Charlie stiehlt die über sie angelegte Akte und verlässt bei Nacht und Nebel das Kinderheim, in dem sie lebt. Mit dabei: ein steinernes Amulett, das der Akte beilag. In Charlies Händen bewirkt es seltsame Dinge: Auf ihrer Flucht wird sie von dichtem Nebel umhüllt und findet sich plötzlich auf einem anderen Planeten namens Godheim wieder. In dieser mittelalterlich geprägten Welt herrscht der grausame Magier Oden, der nun auch nach Charlies Leben trachtet. Außerdem gibt es noch Sora, eine junge Frau, die nach einem mystischen, nahezu 15.000 Jahre langen Schlaf auf dem fortschrittlichen Planeten Euripides erwacht. Hier regieren Wissenschaft und Technik. Welche Verbindung besteht zwischen den beiden Welten? Und was hat dies mit Charlies Herkunft zu tun?

Erster Satz

Ingrid Olfasson war verständlicherweise etwas nervös.
S.11

Meine Meinung

Vorweg muss ich sagen, dass mir das Cover nicht ganz so gut gefallen hat. In einer Buchhandlung hätte ich vermutlich nicht unbedingt nach dem Buch gegriffen. Die Zeichnung auf der Rückseite und unter dem Einband hat mir persönlich einfach besser gefallen und so steht das Buch jetzt auch ohne Schutzhülle in meinem Regal, weil es mir einfach besser gefällt.

Ich bin ja ein durchaus kritischer Fantasy-Leser, weil mich Fantasy-Welten nicht immer begeistern können, doch Marita Sydow Hamann hat mich mit dieser Welt durchaus überzeugt. Die vielen verschiedenen Mythologien, die eingeflochten waren, diese kleinen Details, waren einfach faszinierend und es hat Spaß gemacht, diese alle zu entdecken. Aber auch die recht einzigartigen Fabelwesen stechen hier hervor - z.B. die Fichtenwichtel, die waren grandios! Die Welt an sich ist, je mehr man davon liest, ziemlich komplex, aber für mich soweit in sich doch logisch begründet. Man erfährt einfach Stück für Stück mehr von ihr, es erschließt sich alles langsam aber stetig. Eine der schönsten fantastischen Welten für mich!

Die Protagonistin Charlie findet sich für mich eigentlich fast schon zu schnell in der neuen Welt zurecht, auch wenn sie einige Unfälle hat. Dennoch finde ich sie gelungen, vor allen Dingen, da sie nicht so stereotyp wie manch andere Fantasywelt-Protagonisten ist.
Interessanter hingegen fand ich Sora: Sie hat Probleme in ihrer Welt, man versteht nicht recht, was sie nun mit Charlie und der Welt zu tun hat - ihre Geschichte ist einfach mysteriöser, zumindest anfangs. Denn auch zu Charlie kommen immer mehr Fragen auf und ihre Vergangenheit wird zwar teilweise aufgedeckt, doch dadurch entstehen noch mehr Fragen. Übrigens kam dies für mich ziemlich überraschend (auch weil ich den Grund dafür ziemlich verwirrend fand... das lag allerdings nicht am Buch, sondern in dem Fall an meinen nicht vorhandenen Fähigkeiten). So bleiben auch noch ziemlich viele Fragen für den nächsten Band offen.
Auch die anderen Charaktere haben mir an sich gut gefallen, wobei ich gerade Biarns Geheimnis eigentlich ziemlich offensichtlich fand und es ziemlich schnell gelöst hatte. Tora ist ebenfalls interessant, ihre Entwicklung gefällt mir vor allen Dingen gegen Ende, wogegen ihr Bruder Kunar im Verhältnis flach gestaltet ist. Dies empfand ich insbesondere auf die fünfte Person, die im Laufe des Buch zu den vieren stößt so. Aber vielleicht hat Kunar seinen großen Auftritt in einem der weiteren zwei Bände.
Antagonist Oden wird eigentlich meistens nur erwähnt, aber dennoch ist da immer seine Bedrohlichkeit spürbar da, auch wenn man nicht so viel über ihn erwähnt und er einen Auftritt von vielleicht... zehn Seiten hat. Trotzdem merkt man auch gerade in Bezug auf Kunar und Tora die unglaubliche Gefahr, die von ihm ausgeht. Und seine Zwillinge waren toll, das muss ich einfach mal erwähnen!

Ich muss sagen, ich freue mich auch schon auf den nächsten Band, denn obwohl das Buch wirklich schön dick ist, kommen keine großartigen Längen auf. Es liest sich richtig gut. Ich habe zwar nur immer so hundert Seiten an einem Abend gelesen, das liegt aber daran, dass ich so Fantasy-Epen lieber nicht am Stück lese, ansonsten hätte ich es sicherlich auch in einem Rutsch durchgelesen!

Fazit

Auch wenn ich vielleicht ein, zwei Kleinigkeiten zu bemängeln habe, fallen die hier kaum ins Gewicht und ich kann ich euch dieses tolle Fantasyepos wirklich nur ans Herz legen! Spannende Geschichte, liest sich hervorragend und ich auch die Charaktere, die allesamt eine tolle Persönlichkeit haben und eben nicht den so oft gelesenen Fantasy-Stereotypen entsprechen (zumindest für mich nicht :))

Bewertung



Danke an Marita Sydow Hamann  für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 30. Januar 2014

[Rezension] Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers - Christian Ritter

Titel: Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers
Autor: Christian Ritter
Verlag: Heyne
Erschienen am: 11.11.2013
ISBN: 978-3453410633
Preis TB: 8,99€
Leseprobe









Autor

Christian Ritter, Jahrgang 1983, ist Diplom-Germanist, lebt in Bamberg und ist Autor, Vorleser und Moderator. Ritter ist Mitglied der Lesebühne "Bube Dame Ritter" und tritt in Comedyshows und bei Poetry Slams auf.

Inhalt

Paul lebt zusammen mit seinem Mitbewohner Herr Müller auf einem abgelegenen Bauernhof. Die Tage verbringt er damit, im Supermarkt zu arbeiten und entspannt mit seiner treuesten Kundin Frau Rottenbauer zu plaudern, die jeden Tag vier Stunden vor dem Zeitschriftenregal sitzt. Mit Herrn Müller verbringt er weit weniger Zeit, sie treffen sich nur zweimal die Woche vor dem Fernseher, um zusammen "Wer wird Millionär?" anzusehen. Sie sind Fans der ersten Stunde und verehren Günther Jauch gottgleich.
Das immer erhoffte Glück tritt ein, als Paul einen Anruf erhält und erfährt, dass er als Kandidat für die Sendung ausgewählt wurde. Er nimmt all seinen Resturlaub, bereitet sich umfassend vor und sucht sich fachkundig seine Telefonjoker zusammen. Er überwindet sich sogar, dafür seine missliebige Mutter anzurufen. Doch als alle Hürden ausgeräumt sind, erlebt er bei der Aufzeichnung alles andere als einen Glückstag. Alles scheint verloren, das triste Leben ist zurück und es bleibt eigentlich nichts mehr, außer depressiv zu werden. Eigentlich...

Erster Satz

Wenn er keinen Anzug trägt, sieht Günther Jauch nicht wie Günther Jauch aus.
S.5

Meine Meinung

Allein der Titel ist hier doch schon ziemlich außergewöhnlich, ein Titel, der einen definitiv zwei Mal hinschauen lässt. An sich ist Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers eine durchaus amüsante Geschichte, die jedoch oft nur vor sich hin plätschert und mich definitiv nicht vom Hocker reißen konnte. Das Buch liest sich leicht und schnell. Man muss anerkennen, dass es gute Unterhaltung für zwischendurch ist, denn auf seine Weise unterhält es den Lesern, allerdings nicht so, dass ich vor Lachen auf dem Boden gelegen hätte. Man kann fast sagen, dass hier nicht nur eine sanfte Entführung stattfindet, sondern auch der Humor ziemlich 'sanft' ist.
Ich finde auch, dass der erste Teil sich sehr lange hinzieht, es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis Paul endlich im Studio sitzt. Daher kommt auch hier kein Spannungsfaktor auf, da die Inhaltsangabe da einfach schon die Hälfte des Buches vorweg nimmt. Leider gilt hier dann auch das altbekannte "Der Weg ist das Ziel" nur streckenweise.

Absolut positiv waren für mich jedoch die Charaktere: leicht abgedreht, chaotisch, ungewöhnlich und eindeutig die Tendenz zur Skurrilität - da muss ich an Frau Rottenbauer und ihren Hocker denken... Aber gerade in dieser Einzigartigkeit waren sie mir doch sehr sympathisch. Allgemein fand ich diese dörfliche Supermarktszenerie recht treffend beschrieben.
Interessant fand ich auch Günther Jauch: Für mich, soweit ich das als Zuschauerin beurteilen kann, ist er recht gut getroffen, so könnte man ihn sich zumindest doch vorstellen. Einige seiner Eigenheiten wurden sehr schön hervorgearbeitet, und dennoch war er nicht zu überzogen dargestellt, wie ein anderer, weiblicher, blonder Charakter, der gegen Ende des Buches noch seinen Auftritt hat.

Trotzdem... obwohl das Buch an sich wirklich gut lesbar war, es fehlt einfach etwas. Ich habe es durchgelesen, habe mich manchmal amüsiert, fand die Charaktere sympathisch, doch es ist und bleibt einfach eine Lektüre für Zwischendurch, die ich nach dem nächsten richtig guten Buch schon wieder abgehakt habe. Die paar Schmunzler, die die Geschichte erzeugt hat, sind nichts Bleibendes und mehr ist da einfach nicht. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich keine großen Kritikpunkte habe, außer dass es eben doch ziemlich seicht ist.

Fazit

Wenn man mal ziemlich leichte und seichte Lektüre zwischendurch benötigt, ist Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers sicherlich nicht verkehrt. Doch es ist auch ein Buch, das keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, nett und mittelmäßig, so dass es eben auch kein absolutes Lesemuss wäre.

Bewertung


Mein Dank geht an den Heyne-Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 29. Januar 2014

[Rezension] In einem Boot - Charlotte Rogan

Titel: In einem Boot
Autor: Charlotte Rogan
Original: The Lifeboat
Verlag: Script5
Erschienen am: 16.09.2013
ISBN: 978-3839001509
Preis HC: 18,95€
Leseprobe








Autor

Charlotte Rogan arbeitete als Architektin, ehe sie anfing zu schreiben. Viele Sommerurlaube im Kreis einer Familie voller passionierter Segler inspirierten sie zu In einem Boot, ihrem ersten Roman. Nachdem sie mit ihrer Familie lange Zeit in Dallas gelebt hat, zog es sie wieder ans Meer. Heute wohnt sie mit ihrem Mann in Westport, Connecticut.

Inhalt

Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichen Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existenzielle Fragen: Sollen die Stärkeren sich opfer, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot.
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.

Erster Satz

Die Anwälte waren schockiert über mein Benehmen.

Meine Meinung

Selbst nachdem ich einige mittelmäßige Bloggerstimmen gelesen hatte, konnte ich die Neugierde auf dieses Buch nicht unterdrücken und habe dann schnell zugegriffen, als ich die Möglichkeit hatte. Und für mich hat es sich durchaus gelohnt.

In einem Boot hat mich wirklich beeindruckt. Ich kann es nicht anders ausdrücken, denn es ist ein Buch, das mich nicht nur während dem Lesen gefesselt hat, sondern das mich auch im Nachhinein einfach nicht losgelassen hat - ich musste immer über diese Situation nachdenken. Das lag auch daran, dass ich mich beim Lesen so fühlte, als wäre ich mittendrin auf diesem kleinen engen Boot. Praktisch bei jeder Seite, bei jeder Interaktion der Protagonisten fragte ich mich: Wie würdest du in dieser Situation reagieren? Was würdest du machen? Könntest du überhaupt anders handeln? - Das ist die absolute Stärke dieses Buches. Durch diese Ungewissheit, wie man selbst handeln würde, wird die ganze Situation einfach noch beängstigender, man fühlt sich beklemmt und zugleich begierig darauf zu wissen, wie es weiter geht. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Wirklich alle Abgründe der menschlichen Seelen werden in dieser mehr als nur extremen Grenzsituation hervorgearbeitet und das ist es, was In einem Boot so bedrückend und eindrucksvoll zugleich gestaltet. Es ist kein Actionbuch, es gibt nur einen richtigen Schauplatz, es gibt nicht viel Handlung, dafür wird die menschliche Psyche umso intensiver dargestellt. Salopp gesagt: Das ist einfach verdammt gut gelungen!
Und das Gute ist: Für so ein Psychogramm müssen die Protagonisten nicht sympathisch sein, denn das sind sie hier auch nicht. Aber dafür passt ihre Darstellung umso besser zum Kontext, denn wer zeigt schon in einer solchen Extremsituation seine besten charakterlichen Eigenschaften? Ich bin mir sicher, ich wäre jedenfalls keine Gentlewoman, wenn ich in so einem Boot in so einer Situation sitzen würde. Es sind auch nicht alle Charaktere so präsent, obwohl das Boot voll bis zum Anschlag ist. Doch a.) wäre das zuviel geworden und b.) bei der Masse unmöglich, aber c.) war das auch nicht unbedingt notwendig. Hier reichen die Figuren, die im Fokus der Ich-Erzählerin Grace stehen, vollkommen. Bei einigen Figuren, wie beispielsweise den italienischen 'Klageweibern' oder der zurückhaltenden Mutter, die ihren Sohn schützt, hätte dies auch die Geschichte gestört.
Grace ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und somit kriegt man auch bei ihren einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, was sie jedoch nicht unbedingt sympathisch macht. Dennoch ist der Autorin - zumindest für mich - gelungen, diesen schmalen Grad zwischen Antipathie und Verständnis für das Handeln gekonnt entlang zu balancieren. Ich konnte ihr Handeln verstehen, denn für mich war es angesichts dieser Situation und ihrer Vergangenheit logisch.

Der Rahmen in Form des Gefängnis und der Anklage ist zwar interessant, wirkt aber etwas gestaucht, eingeengt und konstruiert. Er hätte ruhig ein bisschen flüssiger und natürlich gestaltet sein dürfen, dennoch wurde die Tagebuchform dadurch perfekt integriert.
Auch die Sprache, die der Zeit entspricht, hat mir gut gefallen. Ich lese diesen Stil recht gerne und Charlotte Rogan ist dies gut gelungen.

Fasziniert hat mich jedoch nicht nur diese Situation, sondern auch die Tatsache, dass ich eigentlich wusste, wie das Buch endet und dennoch unbedingt wissen musste, was auf dem Boot geschieht. Ich war von dem Buch vollkommen in den Bann gezogen.

Fazit

Ein Buch, das ganz meinem Geschmack entspricht: Ich war vollkommen gebannt von dieser wunderbaren Darstellung von Figuren, die in Angesicht einer extremen Situation auch am Rande der Menschlichkeit stehen. Absolut lesenswert - natürlich nur, wenn man allgemein Geschichten mag, die sich in diese Richtung bewegen.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 28. Januar 2014

[Cosplay] Katniss Everdeen - es geht voran

Moin, moin!
Na, ist bei euch alles fit? Ich muss sagen, ich würde euch gerne größere Fortschritte präsentieren, aber im Moment steht Cosplay (und leider auch Lesen) etwas hintenan, denn ich bin grad schwer am Arbeiten:

Ich war einmal ein Sofa. 


Das war mal mein Sofa. Mein Schlafsofa, das zum Sitzen an sich kaum genutzt wurde und zwei Mal Jahr ausgeklappt wurde. Dieses Sofa weicht jetzt einer gemütlichen Leseecke und ich freu mich drauf!
Doch nicht nur das steht an, mir ist nämlich auch die Rückwand eines Regals zerbröselt, daher sieht es auch buchtechnisch etwas chaotisch aus:

Bücherchaos!

Meine Gründe, warum ich mit dem Cosplay nicht so schnell vorankomme. Das Ganze habe ich nämlich mit einer allgemeinen Ausmistaktion und Frühjahrsputz verbunden ;)
Dennoch kann ich euch Fortschritte zeigen (und von anderen Fortschritten schreiben). Zum Beispiel sind an der Jacke 75% der orangenen Streifen in der Zwischenzeit befestigt, es fehlt noch Gummi in der Taille, dann ist diese eigentlich auch fertig. Zum Flechten der Perücke bin ich bisher noch nicht gekommen. Dafür kam mein Bogen an, den ich silbern lackiert habe:




Und auch meine Brosche ist angetrudelt. Ich hab beschlossen, da gibt es so gute günstig zu kaufen... die muss ich nicht auch noch selbst machen.
Dann wären da noch meine Pfeile. Die aktuell eher noch Stäbe sind. Denen fehlt noch so ein bisschen ein Pfeilspitze und was ein Pfeil sonst noch so benötigt, damit er ein Pfeil ist. Das nehme ich als Nächstes, wenn die Jacke fertig ist, in Angriff.
Übrigens ist die Bogensehne in einem bezaubernden Gelb... das ändert sich natürlich auch noch!
Zu guter Letzt ist da noch der Köcher, der auf mich wartet. Das Grundgerüst ist ziemlich fertig, aber die Ausarbeitungen fehlen noch. Dazu gibt es dann mal einen Köcherpost. Erst die anderen Details, dann dieses Teil.

Ihr seht, es sind Kleinigkeiten, aber es wird alles so langsam. Ich bin doch guten Mutes! Vielleicht schaff ich es vorher ja auch noch, den ersten Panem-Band zu lesen ;)

Nebenbei habe ich auch total Motivation für meine anderen Kostüme gewonnen ;)
Officer Rocky ganz besonders! Zu ihr wirds wohl demnächst Perücken-Progress-Bilder geben. Angst! Doch auch Tsunade hat mich erfreut, weil ich festgestellt habe, dass noch genug Stoff für die Hose da ist, yay!
Und wenn mein Leseeck fertig ist, habe ich auch eher die Muse, mich wieder aufs Cosplay konzentrieren. Kennt ihr das, wenn ihr diesen Ausmistbefreiungsschlag erlebt? Da bin ich total drin *O* Attacke!

Montag, 27. Januar 2014

[Rezension] Hochzeitsküsse - Frauke Scheunemann

Titel: Hochzeitsküsse
Autor: Frauke Scheunemann
Band: 4/4
Verlag: Page & Turner
Erschienen am: 15.04.2013
ISBN: 978-3442203925
Preis broschiert: 14,99€
Leseprobe








Autor

Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Journalistin. Sie arbeitete als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym "Anne Hertz" sehr erfolgreich Romane. 2010 erschien ihr erster Solo-Roman Dackelblick, der auf Anhieb zum Bestseller und zum Startschuss einer beliebten Romanreihe wurde. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.

Inhalt

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - Caro und Marc wollen endlich heiraten! Eigentlich ein Grund zur Freude, wenn nicht gerade Hedwig, die Schwiegermutter in spe, unbedingt das Fest planen wollte. So wird aus der intimen Feier, die dem Brautpaar vorschwebt, langsam aber sicher eine Mammutveranstaltung mit 300 geladenen Gästen, einer Kutsche, einer fünfstöckigen Hochzeitstorte - und möglicherweise den Fischer-Chören. Doof auch, dass sich ausgerechnet die beiden Trauzeugen völlig zerstreiten und auch alle anderen Menschen wieder einmal das machen, was sie offenbar am besten können: nämlich Ärger! Kurzum: Dackel Herkules muss erneut den Troubleshooter geben, damit sein Frauchen Carolin das bekommt, was es wirklich verdient: die Traumhochzeit mit ihrem Traummann!

Erster Satz

"So, Mädels, jetzt geht's um die Wurst! Also volle Aufmerksamkeit!"
S.7

Meine Meinung

Dies war mein erstes Buch rund um Dackel Herkules, auch wenn ich die Vorgänger schon viel zu oft in Buchhandlungen in der Hand hatte. Der Einstieg war ziemlich unproblematisch, auch wenn es nun eben schon der vierte Band. Kleinere Anspielungen auf die Vorgänger werden entweder aufgeklärt oder sind nicht so wesentlich, dass man unbedingt wissen muss, was passiert ist. So liest es sich auch für einen Neuling wie mich ziemlich gut.
Die Erzählsicht ist im ersten Moment natürlich doch ungewohnt, aber ich habe mich ziemlich schnell eingefunden und es hat mich eigentlich ziemlich begeistert, die Geschichte aus Herkules' Sicht zu erleben. Dadurch ergaben sich manche wirklich humorvolle Stellen, die mich mehr als einmal zum Lachen gebracht haben, weil das Verständnis Hund-Mensch nicht immer perfekt ist. Diese Art von Situationskomik war einfach hervorragend. Das Ganze gepaart mit dem locker-leichten Stil ergab eine gute Kombination und eine super Grundlage für die Geschichte.

Am Besten waren dann doch die Unterhaltungen zwischen Herkules und seinen tierischen Freunden, insbesondere Herrn Beck habe ich da sofort in mein Herz geschlossen. Die beiden haben mich mit ihren tierischen Philosophien einfach gut unterhalten und sind ein wirklich amüsantes und umtriebiges Gespann.
Bei den menschlichen Protagonisten haben mir eigentlich an sich alle wirklich gut gefallen, sie waren mir durch die Bank weg sympathisch und ich habe in den verschiedenen Situationen einfach mit ihnen gefühlt, obwohl es durch Herkules dann doch immer wieder komisch und zum Schmunzeln wurde.
Allerdings fand ich Hedwig doch etwas überzogen dargestellt, auch wenn es dem Buch natürlich dient. Mir hat sie besser gefallen, als sie Luisa auf sehr liebevolle Art und Weise erklärt, warum Caro und Marc deren Mutter eben nicht auf der Hochzeit haben wollen. Das war eine wundervolle Szene!
Luisa ist dafür etwas blass geraten: Bis auf ihre kurzen Pubertätsanwandlungen und das ständige Kuchen backen ist für mich der unscheinbarste Charakter des Buches, obwohl sie eine liebevolle große Schwester ist.

Die Randgeschichte um Herrn Becks Frauchen fand ich dann doch auch etwas vorhersehbar. Von Anfang an hatte ich den Gedanken, der am Schluss dann auch umgesetzt wurde. Doch das hat dem Buch jetzt nicht sp sehr geschadet, immer gab es durch diese Geschichte besonders tragikomische Momente, ich sage nur: Katzenallergie (was mich einerseits amüsiert hat, aber andererseits hatte ich als ebenfalls starke Katzenallergikerin dann doch Mitleid in dieser Szene).

Das Ende gefiel mir richtig gut, denn obwohl es das eigentlich logische und perfekte Ende für das Buch ist, kam es für mich unerwartet und konnte mich dann doch noch einmal überraschen. Ich war auch ein bisschen gerührt am Ende der Geschichte...

Fazit

Hochzeitsküsse ist ein wundervolles und leichtes Buch, das man immer mal wieder gerne zwischendurch lesen kann. Herkules hat es geschafft, mich immer mal wieder zum Lachen zu bringen und dass ich es auch schade fand, dass das Buch nur 288 Seiten hat - ich hätte gerne mehr tierische Philosophien von ihm und Herrn Beck gelesen!

Bewertung






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Sonntag, 26. Januar 2014

[Rezension] Assassino - Gerd Ruebenstrunk

Titel: Assassino
Autor: Gerd Ruebenstrunk
Verlag: Bloomoon
Band: 1/?
Erschienen am: 05.03.2013
ISBN: 978-3760786810
Preis HC: 16,99€
Leseprobe









Autor

Nach Stationen in den unterschiedlichsten Berufen, vom Sprachlehrer bis zum Kreativdirektor, arbeitet Gerd Ruebenstrunk heute ausschließlich als Schriftsteller und Werbetexter. Als Autor von Jugendromanen ist er mit der erfolgreichen Arthur-Trilogie bekannt geworden.

Inhalt

Nicht zum ersten Mal macht sich die 17-jährige Kati Bergmann mit dem Archäologen Chris Montiel auf die Suche nach verlorenen Schätzen. Doch bei der Recherche nach einer sagenumwobenen etruskischen Gewandfiebel ist alles anders. Bald wird die Forschungsreise zu einem Wettlauf gegen die Zeit!
In den verwinkelten Gassen Dubrovniks wird Kati überfallen - und von dem geheimnisvollen Ilyas gerettet. Wer ist hinter ihr her? Und warum? Sind die Gerüchte um die magischen Kräfte der Fiebelscheibe etwas wahr? Und welches Geheimnis steckt hinter Ilyas Herkunft und seinen unglaublichen kämpferischen Fähigkeiten? Vor der exotischen Kulisse Dubrovniks und Istanbuls fügen sich Geschichte, Magie und Abenteuer zu einem bunten Teppich, dessen Muster unglaublichen Geheimnisse offenbart. Fremde werden zu Verbündeten und eine einfache Recherchereise zu einem gefährlichen Wettlauf mit düsteren Gestalten. Wer wird das Ziel erreichen?

Erster Satz

Als Kati den Rektorenpalast verließ, hatte sie zum zweiten Mal an diesem Tag das Gefühl, dass sie jemand beobachtete.
S.5

Meine Meinung

Assassino ist ein Buch, mit dem ich persönlich einfach nicht warm geworden bin. Es konnte mich nicht mitreißen, ich war nicht wirklich begierig darauf, zu wissen wie es weitergeht. Ich habe das Buch gelesen, es hat mich jetzt auch nicht unbedingt gelangweilt, doch ebenso wenig wurde ich in die Geschichte hineingezogen, wurde von ihr mitgerissen oder verzaubert. Es ist für mich ein Buch, das absolut den Mittelmaß vertritt, aber eben nicht überzeugen kann.

Das mag auch daran liegen, dass ich das Gefühl hatte, dass nur an der Oberfläche gekratzt wurde und die Charaktere einfach kaum Tiefe besitzen. Das beginnt bereits mit Protagonistin Kati, aus deren Sicht der Leser die Geschichte erlebt. Ich muss vorweg sagen, dass ich absolut keinen Zugang zu ihr gefunden habe, sie ist ein Charakter, mit dem ich Probleme habe. Sie ist hochintelligent, betont gerade anfangs ihre Unfähigkeit im Umgang mit anderen Menschen und dennoch scheint sie fast abhängig von Ilyas und seiner Meinung zu ihr werden, als sie sich begegnen. Dies wirkt im Verhältnis doch sehr unglaubwürdig. Und dafür, dass sie nur eine mangelhafte emotionale Intelligenz besitzen soll, ist sie auch viel zu besorgt um die Angreifer und kann allgemein zu gut auf Menschen eingehen. Ein IQ von fast 200... so kam mir ihr Benehmen definitiv nicht vor. Sie wirkt eher wie ein normal-intelligenter Teenager, der in eine unglückliche Situation gekommen ist. Auch allein in den Tributen, die sie auszeichnen, zeigt sich die Oberflächlichkeit der Charaktergestaltung: Kati ist reich, intelligent und schön. Letzteres wird dann noch ausgerechnet mit diesem typischen 'Ich bin eigentlich voll unhübsch und hab total kein Selbstbewusstsein' kombiniert, eine Eigenschaft, die mir - zugegebenermaßen - allmählich wirklich extrem auf die Nerven geht. Ja, man merkt, Kati und ich, wir werden keinen Freundinnen mehr.
Doch dadurch dass sie erzählt, bekommen auch die anderen Protagonisten kaum Tiefgang. Nicht einmal ihr Begleiter und Freund Chris, den sie ja angeblich gut kennt. Ich finde, insbesondere Chris ist ziemlich blass geblieben.
Ilyas hingegen hat natürlich durch die Episoden, die in seiner Vergangenheit spielen, mehr Charakter bekommen. Allerdings finde ich schade, dass die Suche nach der Fibelscheibe aufgrund seiner Geschichte so extrem in den Hintergrund rutscht und eigentlich eher zu einem Zufallsprodukt verkommt. Die Fibelscheibe hätte eine durchaus noch interessante Abenteuersuche fördern können.
Am Interessantesten bleibt Seamus, weil er trotz fehlendes Hintergrundwissens über ihn geheimnisvoll ist und bleibt. Seamus ist mein Charakter-Lichtblick.

Der Schreibstil, die Sprache, die hier gewählt wurde, ist definitiv wundervoll zu lesen, doch das alleine reicht nun einmal leider nicht aus, um mich zu begeistern. So konnte mich auch der Cliffhanger nicht neugierig auf eine Fortsetzung machen.

Fazit

Assassino ist definitiv voller Potential, was für mich jedoch durch stereotype und oberflächliche gestaltete Charaktere einfach umgesetzt wurde. Hier ist Protagonistin Kati mein persönliches Problem, da ich finde, dass sie einfach nicht der von ihr selbst gegebenen Beschreibung entspricht und ihr Intellekt definitiv nicht an den 190 kratzt, so wie sie es anfangs doch so sehr betont.

Ich habe wirklich zwischen zwei und drei Brillen geschwankt und ohne die Rezension hätte ich wahrscheinlich sogar ohne zu Zögern die drei Brillen gegeben. Es wären 2,5 Brillen mit Tendenz nach unten.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Samstag, 25. Januar 2014

[Kommentar] Kirschroter Sommer - Carina Bartsch

Erster Satz

Es war jedes Mal dasselbe: Entweder die Zeit war von vornherein mein Feind, oder einer meiner Mitmenschen machte mir bei dem kläglichen Versuch, wenigstens einmal im Leben pünktlich zu sein, einen Strich durch die Rechnung.

Meine Meinung

Nachdem ich so viel Positives zu diesem Buch gehört habe, habe ich mir gedacht: Dass möchtest du auch mal lesen. Es ist ein wirklich gut geschriebenes Buch, der Stil von Carina Bartsch an sich gefällt mir wirklich gut, es ist eine sehr schöne Geschichte. Doch dem Zauber, dem so viele andere erlegen sind, konnte ich nicht so viel abgewinnen. Ich weiß nicht, woran das bei mir lag, aber es konnte mich einfach nicht berühren.

Es ist vorhersehbar. Ja, das ist dieses Buch wirklich. Man weiß, worauf es abzielt, man weiß, was diese E-Mail-Geschichte bezweckt, es kann nicht überraschen. Doch das ist kein großer Kritikpunkt von meiner Seite, denn das sind Liebesgeschichten oft und ich lese sie dennoch gerne. Daran lag es auch nicht, dass mich das Buch einfach nicht vollständig einnehmen konnte.

Die Protagonistin. Emely ist unsicher, findet sich selbst nicht hübsch, ist genervt von Alexs Bruder und manchmal schon fast verletzend in ihrem Benehmen. Doch dabei kann sie auch gut kontern, hat doch Humor und ist letztendlich immer für Alex da, auch wenn diese sie doch nervt. Auch hieran lag es nicht, denn an und für sich ist Emely eine sympathische Protagonistin, die aus dem Leben gegriffen ist und daher auch sicher viele Leute anspricht, denn ganz ehrlich? So eine Emely kennt doch jeder, sie könnte von jedem die beste Freundin oder Schwester sein.

Das Ende. Gut, zwischendurch dachte ich mir wirklich: So langsam könntet ihr auch mal zum Ziel kommen. Und dann das offene Ende! Allerdings gefällt mir eben auch auf der anderen Seite, dass es eben nicht vier Seiten dauert, bis die beiden ein Paar sind und ins Bett steigen. Dass es keine Liebe auf den ersten Blick ist. Dass sie sich streiten und Emely eben nicht gleich dem guten Aussehen verfällt. Doch ich muss auch sagen: Der zweite Band lacht mich nicht an. Ich brauche ihn nicht zu lesen.

Und doch gibt es eigentlich keinen richtigen Punkt, an dem ich festmachen kann, warum das Buch mich nicht überzeugt hat. Es gab durchaus Stellen, wo ich schmunzeln und lachen musste. Aber letzten Endes... es ist toll geschrieben, eine schöne Geschichte/Idee, aber es ist nicht mein Buch.

Fazit

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass dieses Buch und ich nicht auf einer Wellenlänge liegen. Es ist an sich ein wirklich gutes Buch, doch wir zwei harmonieren nicht so ganz. Dennoch für andere sicher empfehlenswert.

Freitag, 24. Januar 2014

[Rezension] Ruht das Licht - Maggie Stiefvater

Titel: Ruht das Licht
Autor: Maggie Stiefvater
Original: Linger
Band: 2/3
Verlag: Script 5
Erschienen am: 01.09.2011
ISBN: 978-3839001189
Preis HC: 18,90€
Leseprobe







Autor

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.

Inhalt

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.

Erster Satz

Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde.
S.7

Meine Meinung

Das Buch wird mit einem wirklich wunderschönen Satz eingeleitet, der eigentlich praktisch die Geschichte zusammenfasst. Aber es ist wirklich einer besten ersten Sätze, die ich bisher gelesen habe. Das passt wieder alles perfekt zu dem sehr schönen Schreibstil der Autorin. Es macht Spaß, diesen wundervollen Stil zu lesen.

Doch mein Empfinden gegenüber der Sprache entspricht so gar nicht dem gegenüber der Geschichte an sich. Ich fand einfach keinen richtigen Zugang dazu und begeistern konnte es mich leider auch nicht. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass die Story einfach nicht in Gang kam und immer wieder das Gleiche neu durchgekaut wurde. Erst gegen Ende kam zumindest etwas mehr Spannung auf und ich war in der Geschichte drin. Schade, dass das so lange gedauert hat.
Das liegt vielleicht auch daran, dass ich Grace' so plötzlich auftretende Symptome aufgesetzt und künstlich fand. Man hatte einfach das Gefühl, dass die für mich schon fast abgeschlossene Geschichte des ersten Band unbedingt erweitert werden musste. Ich hätte es jedoch viel schöner gefunden, wenn dieser zweite Band eben nicht diese Krankheit von Grace aufgenommen hätte und dabei den bezaubernden Schluss dieser Beziehung wieder aufmischt, sondern sich stattdessen mit Isabel und dem neuen Wolf Cole beschäftigt hätte.
Im ersten Band hatte ich ja kritisiert, dass Grace und Sam einfach zu sehr im Mittelpunkt standen, obwohl man die Ansätze um sie herum hätte ausarbeiten können. Insbesondere Isabel fand ich dort schon sehr interessant. Hier wird mir dieser Wunsch erfüllt: Isabel und Cole sind die zusätzlichen Ich-Erzähler und mischen die Geschichte etwas auf. Insgesamt gefällt mir dieser Erzählstrang auch besser als Sam und Grace. Definitiv eine lesenswerte Erweiterung!
Allerdings finde ich eben auch, dass die Figur der Grace an Tiefe verliert: Sie wirkt flacher und berührt mich nicht mehr so wie im ersten Band. Vielleicht liegt das auch an der Entwicklung ihrer Eltern - dies wirkt auf mich übrigens wie ein weiterer an den Haaren herbeigezogener Erzählstrang, um die Geschichte unnötig voranzutreiben. In Kombination damit wirkt Grace wie ein zickiger, normaler Teenie, der Charme, den sie vorher hatte, fehlt mir. Von erwachsen und stark zu schwach und zickig, kindisch. Sehr schade!

Fazit

Dieser Band hinterlässt bei mir wirklich den Gedanken, dass dies ein an den Haaren herbeigezogener Inhalt ist, bloß um aus einem wundervollen Einzelband nun eine Reihe aus drei Büchern zu machen. Wäre es nun eine Folgeband gewesen, der sich mit Cole und Isabel beschäftigt, hätte ich es deutlich lieber gelesen.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 23. Januar 2014

[Kommentar] Hundert Namen - Cecelia Ahern

Bildquelle
Erster Satz

Man nannte sie den "Friedhof", denn kein Geheimnis, keine persönliche oder sonst wie vertrauliche Information, die man ihr anvertraut hatte, kam jemals wieder zum Vorschein.
















Meine Meinung

Der Zauber, den andere Ahern-Bücher hatten, fehlt hier. Dieses Buch gibt mir nicht das Gefühl, das ich oft beim Lesen von anderen Büchern der Autorin hatte. Stattdessen hinterlässt es den Eindruck, dass Cecelia Ahern zu viel will, zu viele Themen anschneidet und nichts richtig ausführt, bis auf Kittys Versagen, was immer und immer wieder ausgebreitet wird. Dadurch braucht die Geschichte allgemein auch sehr lange, um überhaupt erst richtig in Gang zu kommen. Man kann sagen, dass die erste Hälfte schon fast langweilig war, weil einfach nichts Richtiges passiert und die Liste auch erst recht spät auftaucht. Erst gegen Ende kamen dann die Gefühle rüber und ein bisschen von dem Zauber, den ich sonst durchgehend beim Lesen von Aherns Büchern empfand. Hundert Namen ist der Tiefpunkt ihrer Bücher für mich - vielleicht geht es ja mit dem nächsten Buch wieder aufwärts. Es kommt einfach dieser Abgabe-Druck durch und das ist sehr, sehr schade.

Die Botschaft, die sich hinter diesem Buch verbirgt, ist eine sehr schlichte, dafür aber wunderschöne, denn jedes Leben hat eine Geschichte zu erzählen. Doch kommt diese Botschaft eben etwas zu kurz, weil es sich auf Kittys Fehler und Leiden konzentriert. Somit gehen auch einige der Figuren unter, sind oberflächlich gestaltet, gerade wenn es um die Geschichten der hundert Namen geht. Zwar haben mir eben diese Lebensgeschichten gut gefallen, doch kamen sie einfach zu kurz - vielleicht war es auch zuviel für dieses Buch.
Hinzu kommt, dass ich keinen Zugang zu Protagonistin Kitty bekommen habe, sie ist keine Sympathieträgerin. Sie wirkt auf mich auch über lange Strecken des Buches ziemlich oberflächlich.

Fazit

Ein Buch, das nicht an Cecelia Aherns frühere Bücher herankommt, es bestätigt sich stattdessen, dass für mich ihre Bücher immer schwächer werden. Dies hier ist der Tiefpunkt. Auch wenn es wieder eine schöne Grundidee ist, hapert es einfach an der Umsetzung und die Geschichte bleibt sehr oberflächlich. Dieses Mal liegt kein Zauber darin.

Mittwoch, 22. Januar 2014

[Rezension] Alle meine Wünsche - Grégoire Delacourt

Titel: Alle meine Wünsche
Autor: Grégoire Delacourt
Original: La liste de mes envies
Verlag: Hoffmann und Campe
Erschienen am: 12.09.2012
ISBN: 978-3455403848
Preis HC: 15,99€ (erscheint im März bei Heyne als Taschenbuch)
Leseprobe






Autor

Grégoire Delacourt wurde 1960 im nordfranzösischen Valenciennes geboren. Seine Roman Alle meine Wünsche ist in Deutschland und Frankreich ein gefeierter Bestseller und erschien in sechzehn Ländern.

Inhalt

Jocelyne, 47, führt einen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Arras. Die Kinder sind aus dem Haus und Jocelynes ganze Leidenschaft gilt ihrem Internet-Blog übers Sticken, Nähen und Stricken. Sie liebt ihr kleines Leben, liebt sogar ihren ungehobelten Mann - bis durch einen riesigen Lottogewinn alles aus den Fugen gerät.

Erster Satz

Man lügt sich immer an.

Meine Meinung

Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Lottomillionären, die hochverschuldet enden? Die ihr Leben damit verpfuschen? Die plötzlich viele gute Freunde haben, solange das Geld noch locker sitzt? Dieser kleine, wunderbare Roman beschäftigt sich genau mit dieser möglichen Problematik... und dabei auch wieder nicht.

Es ist kein langes Buch, ich bin mir sicher, dass mancher den Preis auch abschreckend findet, aber dafür ist es umso wundervoller und einfühlsamer. Mich hat schon das Cover begeistert, da es wirklich wunderschön ist und auch perfekt zum Inhalt passt.
Die Geschichte ist einfach erzählt: Jocelyne führt einen kleinen Laden, hat schon einige Schicksalsschläge hinter sich, sucht dabei aber immer nach dem Positiven im Leben. Sie ist soweit glücklich, liebt ihren Mann, ihren Laden, ihren Blog. Dann gewinnt sie 18 Millionen im Lotto und verrät es niemandem, sondern überlegt sich nur, was sie damit machen kann.
Doch dem Autor gelingt es mit seiner wundervollen Sprache, aus dieser Geschichte etwas Besonderes zu machen. Man fühlt mit Jocelyne, man fragt sich auch, was man mit so viel Geld machen würde. Insbesondere ihre Listen haben mir immer gut gefallen, weil sie eben nicht so teure Dinge beinhalteten, sondern auch wirklich Bodenständiges. Sie bleibt am Boden, sie bleibt sich selbst treu. Dennoch gibt es eine unerwartete Wendung und ihr Leben scheint zerstört zu sein.

Ich mag, dass die Geschichte ruhig und leise bleibt und trotz dieser späteren Wendung nicht dramatisch wird, sondern Jocelyne einfach bleibt wie sie ist. Dazu noch die schöne Sprache und die vielen Fragen, die auch die Protagonistin selbst sich stellt, die Listen... es passt zusammen und ergibt eine runde, kleine, schöne Geschichte.

Fazit

Mich hat dieses kleine Buch wirklich verzaubert. Es ist ein stilles Buch, ohne große Aufregungen und genau das lese ich zwischendurch einfach sehr gerne. Eine kleine Auszeit in Buchform.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 21. Januar 2014

[Zwischenspiel] Yohohoho und ne Buddel voll Neuankömmlinge!

So, Cosplay-Dienstag fällt flach, stattdessen präsentiere ich euch den... äh... Geburtstagfeier-gemütliches-Beisammensein-Deko-Dienstag? Ja, genau den. Yohohoho und so, ne? Doch bevor ich euch mit Bildern davon zuflute (zieht die Schwimmwesten an, sucht euch ein Fass, an dem ihr euch festhalten könnt), erstmal die obligatorischen Neuzugänge:


Von oben nach unten:

1./2. Sailor Moon Short Stories 1+2 - Naoko Takeuchi (Geburtstagsgeschenk, endlich hab ich alle!)
3. Hochzeitsküsse - Frauke Scheunemann (von Nathalie/mem-o-ries - Rezensionsexemplar)
4. City of Bones - Cassandra Clare (Happy Birthday... ja, ein Geschenk)
5. Department 19. Die Mission - Will Hill (Leihgabe :D)

Meine Neuzugänge. Kennt ihr was davon?
Und nun, alle, die noch keine Schwimmwesten anhaben (oder meinetwegen von einer Teufelsfrucht gegessen haben), bringt euch in Sicherheit! Alle Mandys, die leider nicht live dabei sein konnten, bitte ich hiermit an Bord zu kommen. Die MS Chimiko legt ab und die Bilderflut naht:


Zorro und Chopper dürfen nicht fehlen

Tischdeko, musste ja noch Essen drauf

Tischdeko II




Lecker Kuchen!

Teile der Hausbar x) 
Fensterbrett I

Fensterbrett II
etwas verschwommene Teile der Vorspeise


Lachsröllchen, Schinkenröllchen, Ananas im Speckmantel

Außerdem gab es noch Zwiebelküchlein zur Vorspeise dazu und das ist nur ein Bruchteil von dem, was auf dem Tisch stand xD


Angeknabbert Hauptspeise

So sieht Hauptspeise aus, wenn es zu spät einfällt :D Es gab Ofenkartoffeln, Schaschlikspieße, Gemüse und Saucen. Außerdem gabs noch den Rest Fleisch so in Schüsseln, Lamm, Schwein, Pute, Speck. Aioli, Knoblauchsauce, Paprikasauce, Kräuterbutter, Kräuterquark.



Dessert ist mir noch später eingefallen!
Mousse au Chocolat, Apfel mit Ziegenkäse überbacken, Obstsalat, Apfelmus, grüner Wackelpudding, Vanillesauce o.o Die Qual der Wahl


Hui, noch mal Deko o.o

Sind alle noch da? Haben alle überlebt? Geht es euch gut? Dann kommt von den Fässern runter, zieht die Schwimmwesten aus und trinkt einen Tee oder Kaffee, um diesen ungemütlichen Tag zu vertreiben ;)