Freitag, 13. Juni 2014

[Rezension] Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle - Arto Paasalinna

Titel: Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle
Autor: Arto Paasalinna
Original: Rietas rukousmylly
Verlag: Lübbe
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-404-16800-2
Preis: 9,99€







Autor

Arto Paasalina wurde 1942 in Kittilä/Lappland geboren, ist Journalist und einer der populärsten Schriftsteller Finnlands. Für seine Bücher wurde er mit einer Reihe von Literaturpreisen ausgezeichnet. Inzwischen hat er rund vierzig Romane mit großen Erfolg veröffentlicht. Viele von ihnen werden in andere Sprachen übersetzt, Z.B. ins Italienische, Französische, Russische und Japanische. Arto Paasalina hat weltweit eine große Fangemeinde, die jedes Jahr auf ein neues Buch dieses fantasiebegabten und schwarzhumorigen Autors wartet.

Inhalt

Frisch gekündigt und in durchnässtem Anzug steht Lauri Lonkonen auf einem Felsen mitten im Meer. Hilfe kommt von seinem Freund Kalle Homanen, der für die Rettung des Verunglückten sorgt und ihm auch gleich einen neuen Job verschafft. Lauri soll Kalle bei der Vermarktung seiner neusten Erfindung unterstützen: einer mehrsprachigen Gebetsmühle von der Größe einer alten Kaffeemühle und ausgestattet mit modernster Elektronik. Die beiden Finnen machen sich auf den Weg, um die großen Märkte im Fernen Osten zu erobern. Eine aberwitzige Verkaufsreise beginnt...

Erster Satz

Am Horizont des in Nebel getauchten Inselarchipels konnte man undeutlich eine seltsame Boje ausmachen, die nicht auf der Seekarte verzeichnet war. 

Meine Meinung

Also diese Selbstfindungs-/Reise-Romane sind seit dem Hundertjährigen ja schwer im Trend. Da gibt es immer mehr davon. Vor kurzem habe ich bereits einen davon gelesen und rezensiert. Erinnert ihr euch an Ikea-Fakir? Der hat mich total geflasht und auch berührt, doch Die wundersame Reise einer finnischen Gebetsmühle war weder überzeugen noch flashend oder rührend. Sie war einfach nichts. Der Klappentext klang so gut (er klingt doch gut, oder?): Finnen mit einer Gebetsmühle und eine aberwitzige Verkaufsreise, aber aberwitzig fand ich da nur das, was die Finnen da mal eben nebenbei machen. Was? Na, mal schnell aus Versehen ein Restaurant eröffnen, nebenbei den Dalai Lama besuchen und dann aus Spaß Bücher schreiben. Oh... und Gefängnis... auch nicht schlecht. Klingt eigentlich gut, oder? War aber irgendwie nicht so gut.
Ich versuche mal mein Problem in Worte zu fassen: Alles geschieht so etwas larifari nebenbei. Irgendwie ist es nicht so strukturiert und zusammenhängend, aber eben auch nicht wie ein amüsanter Zufall. Man liest einfach eine Abfolge von abgedrehten Zufällen, die hintereinander passieren und das war es dann auch schon. Das Buch konnte mich zu keinem Moment fesseln oder bewegen. Und überzeugt hat es mich schon drei Mal nicht.

Doch nicht nur inhaltlich war das nicht so ganz meine Wellenlänge: Der Anfang, an dem Lauri auf seinem Felsen steht, gefiel mir noch irgendwie, jedoch bekam ich einfach keinen Zugang zu diesen Charakteren. Eigentlich kann ich schon fast sagen: Ich kann nicht nachvollziehen, was genau sie warum machen. Tja, im Prinzip verstehe ich die Charaktere wirklich überhaupt nicht. Liegt das daran, dass es Finnen sind? Liegt mir diese finnische Natur vielleicht nicht? Ich kann es euch nicht sagen.

Hm... zu guter Letzt, nachdem schon mal weder Inhalt noch Figuren mich sonderlich angesprochen haben, ist da noch der Stil. Soll ich es kurz machen? Langweilig. So empfand ich es. Ich habe das Buch nicht verschlungen und irgendwie fand ich es auch lesetechnisch alles andere als spannend. Nicht mal die Gefängnisaufenthalt oder die austickende Gebetsmühle... das alles hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Daher habe ich das Buch auch in mehreren Anläufen beendet, es ist nicht wirklich geflutscht.

Fazit

Definitiv ist dieses Buch für mich eines der schlechteren Reise- und Erkenntnis-Bücher, die aktuell auf dem Markt schwirren. Vielleicht komme ich auch mit der finnischen Mentalität nicht klar, doch überzeugt hat es mich gar nicht. Schade, denn es klangt echt gut.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

1 Kommentar:

  1. Hm...das war wohl nichts, auch wenn sich die Beschreibung sehr interessant anhört. :-)
    LG

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