Freitag, 11. April 2014

[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal - David Levithan

Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Original: Every Day
Verlag: Fischer
Erschienen am: 27.03.2014
ISBN: 978-3841422194
Preis: 16,99€
Leseprobe






Autor

David Levithan, geboren 1972, ist Verleger einer der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor zahlreicher erfolgreicher Jugendbücher, u.a. "Will & Will" (gemeinsam mit John Green und "Nicht & Norah - Soundtrack einer Nacht" (mit Rachel Cohn). Er lebt in Hoboken, New Jersey.

Inhalt

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren - aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist.

Erster Satz

Ich werde wach.

Meine Meinung

Letztendlich sind wir dem Universum egal ist ein Buch, über das ich auch jetzt noch, einige Tage nach dem Lesen, immer wieder nachdenke. Es ist ein Buch, das mich einfach nicht ganz loslässt und immer wieder aus einem Winkel meines Gehirns auftaucht. Woran das liegt, kann ich euch einerseits sagen und andererseits auch wieder nicht, denn mich hat es einfach schon mal allgemein gefesselt, angefangen mit der Idee bis hin zum Schreibstil.

Zuerst mal diese Idee: Wenn ich mir das vorstelle, jeden Tag in einem anderen Körper zu sein, keinen Vertrauten zu haben, allein zu sein und immer wieder zu erleben, wie andere Menschen interagieren und sich anvertrauen und glücklich sind, während ich dazu verdammt bin, allein zu bleiben. Schon wieder so eine beängstigende Vorstellung, die mich zugleich auch fasziniert. Und die Darstellung davon wurde durch As plötzliche Faszination und Verliebtheit gegenüber Rhiannon verstärkt. Dadurch dass A jeden Tag wirklich jemand anderer ist, Rhiannons Umgang damit... puh, das fand ich wirklich eindringlich beschrieben, so dass mich die Thematik wirklich geflasht hat.
In der Beschreibung wird ja auch besonders As Beständigkeit des Charakters betont, etwas dem ich auch wirklich zustimme. A bleibt immer sehr konstant, sehr höflich und sehr A selbst (ist A nun Männlein oder Weiblein? Ich weiß es nicht, ich bleibe daher also bei A). Auch wenn sich das Äußere verändert, bleibt da doch etwas gleich und das liegt nicht nur am Denken. A ist einfach so höflich gegenüber seinen Gastkörpern, das ist ja eigentlich auch nicht selbstverständlich.
Rhiannons Reaktion auf das Ganze fand ich super. Schlichtweg super. Nicht überzogen, nicht zu wenig, es war die richtige Reaktion an Unglauben und Glauben an dieses Mysteriös. Ach, allgemein fand ich die Rhiannon toll. Ein Charakter, den ich durchweg mag (und das liegt sicher nicht nur an As Verliebtheit!).
Was könnte ich noch erwähnen? Ah ja... da entwickelt sich ja noch so eine kleine Nebengeschichte, damit die Liebesstory nicht so einseitig ist. Die scheint anfangs ein bisschen seltsam und nicht so ganz passend zu sein, aber da entsteht für A letztendlich doch was Wichtiges, A erkennt etwas, was wichtig für die Zukunft und seine Entscheidungen ist. Vor allen Dingen hat mir hier gefallen, dass es zwar stattfindet, sich aber dann doch perfekt einschmiegt und nicht überhand nimmt.

Gelesen habe ich das Buch gerne. Der Stil war toll und gefällt mir und ist super. So. Das wars dazu, denn es ist einfach so: I like.

Und zu guter Letzt folgt hier das Ende. Nicht nur dass meiner Rezension, sondern auch das des Buches. Soll ich ehrlich sein? Es hat mich verblüfft, es lässt mich auch immer noch rätseln, aber auch wenn ich anfangs eben unsicher war, was ich davon halten soll, finde ich es, je mehr Zeit verstreicht, besser und besser und besser. Ein anderes Ende wäre nicht gut gewesen, für mich bekommt das Buch so meinen perfekten Abschluss, wie ich ihn mir doch auch wünschen würde.

Da fällt mir doch noch eine Kleinigkeit ein: Es gibt immer wieder Ansätze im Buch, die einen eben nachdenken lassen. Nicht alle dieser Fragen werden geklärt und es bleibt dem Leser selbst überlassen, diese für sich zu lösen und zu beantworten. Vielleicht ist das auch ein Punkt, der mich an diesem Buch fasziniert.

Fazit

Ich mags. Ich mag es wirklich und ich mag es euch auch empfehlen, obwohl ich mir sicher bin, nicht jeder von euch wird so begeistert sein wie ich. Spannender Inhalt, viele offene Fragen, die aber nicht stören, tolle Charaktere und ein - zumindest für mich - perfektes Ende. Was will man mehr? Chimiko jedenfalls nichts.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Kommentare:

  1. Hey Chimiko,
    ich sätsele ja nun schon seit Tagen, ob ich diese Buch nun selbst auch lesen soll oder nicht. Ich war mir bisher nicht sicher, aber deine Begeisterung ist dermaßen ansteckend, dass es nun endgültig auf meine Wunschliste wandert, damit ich bei nächster Gelegenheit zuschlagen kann =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      na dann hoffe ich, dass es dir nur halb so gut gefällt wie mir. Mich hat es irgendwie fasziniert und mitgerissen. War mal wieder etwas anderes, das sich von der Masse doch abhebt!

      Alles Liebe, Chimiko

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  2. Je mehr Rezensionen ich dazu lese, desto mehr will ich das Buch auch wirklich selbst lesen! Ich mag originelle Ideen und nachdenklich machende Bücher. Wobei ich das deutsche Cover ein wenig unglücklich finde, aber das ist da ja wirklich nicht von Belang, wenn der Inhalt so toll ist. Da muss ich gucken, ob ich mir mit dem SuB das leisten kann :D

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    1. Ja, das deutsche Cover trifft es irgendwie nicht ganz. An sich schön, aber na ja...
      Das Buch ist toll ♥ Und mein SuB hat sich sogar darüber gefreut ;)

      Alles Liebe, Chimiko

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