Montag, 14. April 2014

[BaBü] Der Simulator - Marco Lalli

Titel: Der Simulator
Autor: Marco Lalli
Verlag: Sociotrend GmbH
Erschienen: Mai 2012
ASIN: B0082MT5RC
Preis: 4,99€ 
Leseprobe




Inhalt

Marktforschung in der Mitte des 21. Jahrhunderts. Ein eiskaltes Geschäft der Manipulation. Der junge Marc Lapierre soll die Position seines aus mysteriöse Weise ums Leben gekommenen Chefs einnehmen. Der hat den Simulator entwickelt, eine Art Mikrokosmos, in dem Menschen wie Figuren in einem großen virtuellen Puppenhaus leben und für die Zwecke der Konsumgesellschaft ausgespäht werden. Lapierre glaubt an die Chancen, die diese Erfindung bietet. Doch bald muss er erkennen, dass sie von Gruppen ausgenutzt werden, die skrupellos ihre eigene Macht festigen. Wer nicht mehr ins Bild passt, wird ausgeschalte - wer ein Eigenleben entwickelt, umgepolt. Brutal. Gnadenlos. Doch wer dreht hier die Schrauben, wer ist Opfer und wer jongliert mit der Macht?

BaBü

Puh... Heidelberg ist zwar der Ort, an dem alles spielt und es ist trotz dieser Zukunftsvision definitiv als Heidelberg erkennbar, aber hier liegt der Schwerpunkt - verständlicherweise - nicht auf Baden. Dennoch hat mir die Idee dieses zukünftigen Heidelbergs ganz gut gefallen, Tradition mit visionärer Technik im schönen Einklang.

Meine Meinung

Okay... ehrlich? Nach nicht mal 15 Prozent auf dem Kindle war mir klar, was hier gespielt wird und worauf das Buch hinaus läuft. Es sollte vielleicht Spannung aufgebaut werden, aber ich persönlich fand die Hintergründe ziemlich leicht zu durchschauen. Der Versuch mit diesem Simulator und möglichen Verschwörungen zu spielen, ist nicht ganz so gut gelungen. Teilweise fand ich die Geschichte auch langweilig, langwierig und in die Länge gezogen. Für mich zog sich alles so ein bisschen wie zäher Kaugummi. Man weiß zwar, wohin es geht und was nun wirklich dahinter steckt, aber der Weg dahin ist endlos - kennt ihr das, wenn man eine Straße lang läuft, das Ziel im Blick hat und es einfach nicht näher kommen will? So ging es mir mit diesem Buch. Ich muss sagen, dass auch die Mordversuche an Marc mich weder überrascht noch irgendwie bewegt haben, es kam auch da nicht so richtig Spannung auf. Zwischendurch dachte ich mir nur: Ah, da will ihn mal wieder einer umbringen.

Zusammengefasst kann man also schon mal sagen: keine Spannung, keine Überraschungen, teils vorhersehbar.
Die Charaktere bieten da jetzt auch nicht unbedingt viel Potenzial zur Steigerung des positiven Eindrucks. Marc war paranoid und langweilig und hatte keinen Durchblick (gut, seine Paranoia war teilweise gerechtfertigt, aber er hatte einfach keinerlei Übersicht und das Offensichtliche hat er auch nicht unbedingt erkannt). Irgendwie fehlt mir da auch das gewisse Etwas, die Würze am Charakterdesign. Und die anderen Figuren waren auch nicht einprägsamer als dieser Protagonist.

Ich weiß jetzt nicht, ob das teilweise am Technischen liegt, aber irgendwie hat mich das alles manchmal doch sehr gelangweilt. Die Hintergrundidee war ja an sich ganz interessant, doch auch der Stil konnte nicht viel rausreißen. Da ist einfach nichts, was mich in seinen Bann gezogen hat. Nicht, was mich mitgerissen oder gefesselt hat.

Übrigens fand ich auch sehr enttäuschend, dass nach 80% auf dem Kindle nur noch Leseproben kamen! Das steht zwar auf Amazon in der Beschreibung, aber dennoch finde ich das jetzt nicht so prickelnd und irgendwie hat das auch etwas von einer Täuschung.

Fazit

Vorhersehbar, stellenweise langweilig, zieht sich das Buch hin wie zäher Kaugummi. Nicht überzeugend!
Heidelberg war eigentlich ganz gut dargestellt, man konnte es auf alle Fälle noch erkennen, doch der BaBü-Aspekt steht hier natürlich im Vordergrund.

Bewertung


Quellen
CoverInhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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