Montag, 30. September 2013

[Rezension] Die Verlockung des Bösen - Christian Jeltsch & Olaf Kraemer

Titel: Die Verlockung des Bösen - ABATON
Autor: Christan Jeltsch & Olaf Kraemer
Band: 2/3
Verlag: Mixtvision
Erschienen am: 17.08.2012
ISBN: 978-3939435525
Preis HC:
16,90€
Leseprobe







Autoren

Christan Jeltsch, geboren 1958 in Köln, versuchte sich als Fußballspieler, im Studium der Psychologie, als Filmtechniker, als Regieassistent am Theater und beim Film. Im Anschluss konzentrierte er sich aufs Drehbuchschreiben. Dafür erhielt er u.a. den Adolf-Grimme-Preis.

Olaf Kramer studierte Ethnologie und Publizistik in Berlin, war Sänger und Texter in einer Garagen-Band und arbeitete zwölf Jahre als Journalist und Übersetzer in Los Angeles. Aufsehen erregte er mit der Uschi-Obermaier-Biografie "High Times". Sein erster Roman "Ende einer Nacht" erschien 2008, ist jedoch nur zensiert erhältlich.

Inhalt

Edda, Linus und Simon tauchen im winterlichen Berlin unter. Endlich sind sie frei. Doch Eifersucht und Gewalt auf den Straßen der Millionenmetropole drohen ihre Freundschaft zu zerstören. Als sie erkennen, dass Gene-Sys ihnen Überwachungschips implantiert hat, holen sie zum Gegenschlag aus. Gemeinsam wagen sie sich bis an ihre Grenzen und kommen dabei zum ersten Mal in die Nähe des mysteriösen Abaton. Doch der Preis dafür ist tödlich.

Erster Satz

Gebannt und sprachlos steht Greta vor dem Monitor in der Zentrale von GENE-SYS und starrte auf das Gesicht von Bernikoff, das in der Vergrößerung noch einmal über den Bildschirm flimmerte.
S.2

Meine Meinung

Wie auch schon beim ersten Band fasziniert mich die grafische Darstellung dieses Buches, bzw. der gesamten Trilogie, einfach. Es lockert das Buch einfach auf und macht es ansprechender und irgendwie ein mystisch, geheimnisvoll.

Die Geschichte setzt zeitlich sehr nah am Vorgängerband an, es fehlt nicht viel und das ist auch relativ unwichtig. Somit werden die spannenden Ereignisse praktisch ohne Atempause für die drei Protatonisten fortgesetzt. Es bleibt bei dem Konzept der Zeitsprünge, so dass auch hier anfangs Verwirrung entstehen kann, die sich jedoch langsam - sehr gekonnt - auflöst. Ich bin ja wirklich ein großer Liebhaber von solchen Erzählsträngen, die sich so meisterhaft vermischen und hin und her springen, daher macht es mir einfach großen Spaß, diese Bücher zu lesen. Dadurch entsteht wirklich große Spannung, besonders am Anfang durch die Kanalszene, wo man sich stellenweise fragt: Was - um Himmels Willen - ist den dreien passiert? Es macht neugierig und man will unbedingt wissen, was alles geschehen ist. Aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Auch die drei Protagonisten bleiben einfach sehr glaubwürdig in ihrer Darstellung und Entwicklung. Es geschieht alles sehr langsam und eher schleichend, doch das wirkt gleich noch realistischer. Insbesondere das Beziehungsgeflecht zwischen den dreien ist hervorzuheben. Zum Einen finde ich es auf einer Seite wirklich verwirrend, auf der anderen Seite ist es einfach so... herzlich, natürlich und irgendwie logisch. Ich habe selten eine Dreierbeziehung erlebt, die so harmonisch und chaotisch zugleich war. Ich bin immer noch gespannt, wie sich dies am Ende auflösen wird.
Jeder der drei erlebt Entwicklungen, erlebt Dinge, die ihn stärken oder ihn auch verändern. Diese Veränderungen sind jedoch nicht nur psychischer Natur, sondern können sich auch körperlich äußern. Und das spricht wieder für die Realitätsnähe.

Die Geschichte an sich und die Idee dahinter... ich habe diesen Band gelesen und bin immer noch ein wandelndes Fragezeichen. Diese vielen Fragen und Geheimnisse klären sich nur sehr langsam auf - aus diesem Grund hat das Buch für mich einige Längen und kommt nicht ganz an den ersten Band heran. Es kommen jedoch immer mehr Details heraus und langsam setzen sich diese vielen kleinen Puzzlestücke zusammen. Für mich war dieses Buch vielleicht etwas langatmig, doch andererseits passt es zu dem Gesamteindruck des Realistischen: So wie die Charaktere sich langsam entwickeln, entwickelt sich auch der Hintergrund. Und da der Leser zwar Einblick in Gene-Sys erlangt, aber dort keine wesentlichen Informationen erfährt, bleibt er immer auf einer Ebene mit den Protagonisten. Ein absoluter Pluspunkt!

Und dann das Ende! Egal wie oft ich es versucht habe, es ging leider absolut nicht weiter... nun bin ich wirklich total auf den letzten Band gespannt, denn das Ende war wirklich sehr offen, hat viele neue Fragen aufgeworfen und mich noch mehr verwirrt...

Fazit

So langsam fangen die vielen Puzzlestücke an, zusammen zu passen, doch was genau hinter Abaton und Gene-Sys steckt, das weiß ich immer noch nicht. Die beiden Autoren arbeiten sehr akribisch und sowohl die Protagonisten als auch wir Leser erfahren nur langsam, was wirklich dahinter steckt. Absolut lesenswert, wenn auch für mich der erste Band etwas besser ist.

Bewertung




Mein Dank geht an den Mixtvision-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Kommentar] Liebe verlernt man nicht - Lilli Beck

Zum Verlag
Erster Satz

"Lieber geh ich Blut spenden!", grummle ich ungehalten.
S.7














Meine Meinung

Das ist wirklich ein wunderbares Buch für zwischendurch, es heitert einen auf und man, bzw. in dem Fall natürlich ich, kann sich ein kleines Lächeln auch nicht verkneifen. Dies liegt nicht nur an Lilli Becks wunderbar leichtem Schreibstil, der sich praktisch nur so weg liest, sondern auch an den Protagonistinnen des Buches (obwohl auch die Männer für den ein oder anderen Lacher gesorgt haben, stehen für mich hier die Frauen im Vordergrund).

Natürlich ist da zuerst Paula zu nennen: geschieden, nicht mehr ganz so fit, wie sie es sich wünscht und mit einem äußerst trockenen Humor ausgestattet. Es ist einfach zu köstlich, wie sie die Welt und insbesondere ihre Nachfolgerin betrachtet. Außerdem will sie an ihrem Leben dringend etwas ändern und so gerät sie in einen Haufen interessanter und vor allen Dingen lustiger Situationen, bis sie schließlich das ihr Ziel erreicht. Dabei trifft sie insbesondere viele verschiedene Männer, ob nun Karl, den Maler, Ede, den lustigen und noch viele mehr, jung, alt, dick, dünn, lustig oder auch nicht.
Auch ihre Freundinnen sind da sehr eigene Charaktere, die im Verlaufe des Buches eine Entwicklung durchmachen. Da wäre die schwarze dauer-trauernde Witwe und die bunte, ein bisschen bis sehr esoterisch angehauchte Dalai Lametta. Auch mit diesen beiden ist immer wieder für einen Lacher gesorgt - besonders als Dalai Lametta mit Blümchen auftaucht. Blümchen war eines meiner Highlights des Buches.
Und Paulas Nachfolgerin, hübsch, lispelnd und scheinbar nicht unbedingt die Intelligenteste: Doch sie fand ich mit am Besten, irgendwie habe ich sie richtig ins Herz geschlossen. So dümmlichem Charme kann ich nicht widerstehen.

Lilli Beck (bei der ich immer Lilly schreiben möchte, wenn das passiert - entschuldigung!) hat ein eigentlich sehr alltägliches Buch geschrieben, doch es sind eben diese Situationen, die wohl jeder kennt (auch wenn man jünger ist als die Ü-50-Generation) und die dieses Buch lesenswert machen. Gerade so charmante Alltagsszenen, in denen man im Geschäft ist und dann passt die bisherige Kleidergröße nicht mehr... solche Szenen sind einfach nur toll zu lesen und bieten Identifikationsmöglichkeiten.

Fazit

Ein sehr kurzweiliges Buch von Lilly Beck, das mal für eben zwischendurch einfach nur perfekt ist. Amüsante Geschichten gepaart mit tollen, natürlichen Charakteren - eben wie du und ich ;)

Dienstag, 24. September 2013

[Cosplay] Connichi 2013

Guten Morgen, guten Morgen :)

Mittlerweile ist schon über eine Woche vergangen und die Connichi ist leider - mal wieder - rum. Jetzt heißt es wieder warten!
Wie meine Connichi war? Nass, verregnet, aber zugleich echt genial. Leider war ich zu faul, um Bilder zu machen... wenn ihr da welche sehen wollt, schaut HIER vorbei. Oder auf Anifo, da ist heute der Bericht online gegangen.
Ich persönlich hab superliebe Menschen getroffen und bin gerade am Samstag von Grüppchen zu Grüppchen getingelt. Unter anderem habe ich mich gefreut, die liebe Mandy endlich kennenzulernen (samt ihrem wunderbar nettem Fotografen-Ehemann :D). Ansonsten habe ich so viele altbekannte Gesichter getroffen und hatte einfach nur drei wundervolle Tage.
Mein Kleid vom Samstag war/ist zu Teilen dreckig geworden, denn... es hat geregnet. Und da ich selbst eine Hose dabei dreckig kriege, ist ein Reifrock samt langem Kleid in der Hinsicht natürlich noch problematischer. Durch das Wetter war die Halle auch immer so voll, dass mir fast jeder mal drauf getreten ist, fand ich persönlich eher lustig :)
Aber - lange Rede, kurzer Sinn - euch interessiert jetzt sicher doch, wie ich in dem Kleid endgültig aussah, oder?

Fotograf: Dominik K.

Fotograf: Dominik K.

Le me, als le Lily aus Wedding Peach. Ja, das ist es. Ich mag es doch irgendwie sehr, auch wenn ich ein bisschen Angst hatte, bevor ich mich zum ersten Mal in kompletter Montur vor dem Spiegel gesehen habe. (Übrigens sehr praktisch: Im Hotelgang war ein riesiger Spiegel... direkt neben dem Zimmer angebracht, sehr, sehr praktisch).

Von den anderen Kostümen gibts keine Bilder, es war Sonntag einfach zu kalt und Freitag war ich zu kurz da, bzw. hab gleich zwei Cosplayerinnen kennen gelernt, mit denen ich dann die ganze Zeit rumsaß :)

Aber, mein Kurzfazit in einem Wort: Genial. Eine geniale Connichi 2013. Und das Zimmer für nächstes Jahr ist schon gebucht, die Cosplays für nächstes Jahr stehen auch schon. Es wird legen... es kommt gleich... där ;) Nein, im Ernst: Ich freu mich schon richtig drauf, so kann es weiter gehen!


Montag, 23. September 2013

[Plauderei] Rezensionen schreiben

In letzter Zeit habe ich immer mal wieder darüber nachgedacht und dann haben Janice von Janice's Bücherwelt und Sandra von der Büchernische auch noch via Twitter darüber diskutiert, wie man ein Buch rezensieren soll, das so gut war, das ihnen einfach die Worte fehlen und sie nicht wissen, wie sie die Rezension schreiben sollen.
Und ganz ehrlich, das kennt doch jetzt von uns, oder? Mir zumindest geht es auch immer so, dass ich einfach nicht weiß, wie ich beginnen soll. Was soll ich jetzt ausgerechnet zu diesem Buch schreiben? Wo soll ich bei diesem genialen Buch bitte anfangen? Meistens fange ich dann auch genauso so an: Das Buch war so super, dass ich gar nicht weiß, wo ich nun beginnen soll. Und dann schaue, was so dabei rauskommt.
Manchmal frage ich mich dann doch, gibt es dafür ein besseres Rezept? Einen leichteren Weg, seine Ratlosigkeit zu besiegen? Ich bin immer der Typ, der einfach drauf los schreibt, was meinen Rezensionen doch manchmal anzumerken ist. Wenn ihr beim Lesen denkt 'Okay... wirkt irgendwie planlos...', dann habt ihr vollkommen recht. Das kann mir nur zu gut passieren. Ich habe auch keine Notizen, die ich mir während dem Lesen mache. Das Maximum sind ein paar Zettel, die ich auf bestimmten Seiten dazwischen stecke, weil irgendetwas auf dieser Seite besonders ist. Ansonsten verlasse ich mich auf meine Erinnerungen, denn das, was wirklich hervorsticht, ob nun negativ oder positiv, daran kann ich mich sicher erinnern. Und das sind dann auch die Dinge, die ich in meinen Rezensionen erwähnen will. Anfangs habe ich versucht, systematischer vorzugehen, mir Dinge zu notieren, doch letzten Endes hielt ich mich nicht wirklich daran. Das ist meine Art, Rezensionen zu schreiben.
Ich bewundere alle, die da mit konkretem Plan vorgehen können, mir liegt das nicht. Manchmal kann es mir auch passieren, dass ich die Rezension für gut befinde, online stelle und dann denke: Man, das hättest du noch erwähnen können. Oder das. Und natürlich das! Ich ändere allerdings nachträglich nichts mehr daran.
Nicht immer sind die Rezensionen perfekt oder geordnet oder beinhalten alles. Das kann ich einfach nicht, dafür ist mir der Spaß viel zu wichtig. Denn ich schreibe nicht, um alles perfekt darzustellen, sondern weil ich Lesen liebe ♥ Dann kann es auch mal chaotisch werden - passt schon. Das bin nämlich ich!
Wie sieht es bei euch aus? Wie geht ihr vor?

Sonntag, 22. September 2013

[Rezension] Zwischen uns das Meer - Kristin Hannah

Titel: Zwischen uns das Meer
Autor: Kristin Hannah
Original: Home front
Verlag: Ullstein
Erschienen am: 13.09.2013
ISBN: 978-3548584781
Preis TB: 8,99€
Leseprobe







Autor

Kristin Hannah, Jahrgang 1960, studierte zunächst Jura, obwohl ihre Mutter ihr schon früh prophezeite, dass sie Schriftstellerin werden würde. Heute ist eine international erfolgreich Bestsellerautorin, deren preisgekrönte Romane auch schon verfilmt wurden. Kristin Hannah lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einer kleinen Stadt in der Nähe von Seattle, Washington.

Inhalt


Seit einiger Zeit zieht sich Michael zunehmen von seiner Frau Jolene und den beiden gemeinsamen Töchtern zurück. In einem schrecklichen Streit schleudert er Jolene sogar ins Gesicht, dass er sie nicht mehr liebe. Das Paar trennt sich. Als Jolene eines Tages schwer verwundet wird, kommt Michael endlich zur Besinnung: Ihm wird bewusst, dass er kurz davor ist, die Liebe seines Lebens zu verlieren, und er will ihr beistehen. Doch Jolene will ihn nie mehr sehen - zu tief sitzt der Schmerz. Aber Michael kämpft - wird es ihm gelingen, ihr Herz zurückzugewinnen?

Erster Satz

In ihren Augen waren manche Familien wie gepflegte Parks mit hübschen Blumenbeeten und großen, ausladenden Bäumen, die Zuflucht vor der Sommersonne boten.
S.9

Meine Meinung

Der Roman ist eines der bewegendsten, beklemmendsten und bedrückendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte von Jolene und Michael hat mich so berührt, dass ich über die Hälfte des Buches wirklich nur am Schluchzen und Weinen war.

Jolene ist Waise, ihre Eltern waren nie eine richtige Familie für sie, diese fand sie erst in der Army. In der Zwischenzeit ist sie Mutter zweier Töchter, die eine sehr bezaubernd, die andere... Teenie. Und dann gibt es da noch Michael, ihren Ehemann. Der trauert immer noch um seinen Vater und vergisst dabei oft seine Familie. Eine typische Konstellation, oder? Etwas, das so sicher nicht außergewöhnlich ist, doch Jolenes Beruf ist das, was diesem Buch schließlich die entscheidende Wendung bringt: Sie ist Pilotin und muss für das Militär in den Irak. Dieser Beruf gibt der Beziehung jede Menge zusätzliches Konfliktpotential, denn Michael hat kein Verständnis für ihre Liebe zu ihren Gefährten und Mitsoldaten und die Liebe zum Fliegen.
Von Anfang an hat das Buch einen melancholischen Unterton, es ist kein fröhliches Buch, keine bezaubernde Liebesgeschichte, es ist die Geschichte einer Familie, die auseinander zu brechen scheint und dann viel bewältigen muss.
Bei dieser Soldatenfamilie wird die Mutter einberufen, etwas, was weder ihre Kinder noch ihr Ehemann verstehen können. Kristin Hannah bietet dem Leser einen Einblick hinter die Fassade der Soldatenfamilie. Allein schon dieser Teil macht es mehr als lesenswert, doch der Fall, den Rechtsanwalt Michael als Pflichtverteidiger übernehmen muss... der war sozusagen das Tüpfelchen auf dem I. Er bietet Einblick in einen wirklich verdammt traurigen Teil der Kriegswelt und ist die perfekte Ergänzung zu der Hauptgeschichte.
Auch schön sind natürlich die Brief, die Jolene und die Kinder sich gegenseitig schreiben. Dazu gibt es noch ein Tagebuch, welches Jolene zusätzlich führt und das eine ganz andere Welt und die Diskrepanz zwischen Mutter und Soldatin zeigt. Schade nur, dass dies im Verhältnis etwas kurz kam.

Der Titel und das Meer spielen immer wieder eine Rolle, insbesondere das Meer ist wichtig für die gesamte Familie und Jo vergleicht ihre Liebe sogar damit:

Das war mehr als nur ein Anfang gewesen; wie ins tiefe blaue Meer waren sie in ihre Liebe getaucht.
S.83

Ob das Meer nun nur räumlich, sondern vielleicht auch psychisch zwischen den beiden Ehepartnern ist... das ist jedem selbst überlassen, wie er es sehen möchte.

Fazit

Kristin Hannah hat mich mit diesem Roman so berührt, dass ich einen Großteil davon nur noch am Weinen war, weil sie so eine traurige, aber auf ihre Art und Weise doch wunderschöne Geschichte geschrieben hat, die mir zu Herzen ging. Eines der einfühlsamsten und bewegendsten Bücher, das ich bisher gelesen habe. Der Einblick in das Leben einer Soldatenfamilie... einfach nur gelungen.

Bewertung






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Freitag, 20. September 2013

[Rezension] ABATON. Vom Ende der Angst - Christan Jeltsch & Olaf Kraemer

Titel: Vom Ende der Angst
Autor: Christan Jeltsch & Olaf Kraemer
Band: 1/3
Verlag: Mixtvision
Erschienen am: 1.10.2011
ISBN: 978-393945389
Preis HC: 16,90€
Leseprobe


Autoren

Christan Jeltsch
, geboren 1958 in Köln, versuchte sich als Fußballspieler, im Studium der Psychologie, als Filmtechniker, als Regieassistent am Theater und beim Film. Im Anschluss konzentrierte er sich aufs Drehbuchschreiben. Dafür erhielt er u.a. den Adolf-Grimme-Preis.

Olaf Kramer studierte Ethnologie und Publizistik in Berlin, war Sänger und Texter in einer Garagen-Band und arbeitete zwölf Jahre als Journalist und Übersetzer in Los Angeles. Aufsehen erregte er mit der Uschi-Obermaier-Biografie "High Times". Sein erster Roman "Ende einer Nacht" erschien 2008, ist jedoch nur zensiert erhältlich.

Inhalt


Edda, Linus und Simon, die drei Helden der Geschichte, geraten in ein Abenteuer, das sie an die eigenen Grenzen und die Grenzen des Gewohnten, Bekannten, Vertrauten bringt. So entspinnt sich mit dem packenden Thriller zugleich eine mitreißende Coming of Age-Geschichte.

Erster Satz

Die rettende Botschaft an die nachkommenden Generationen war fast fertig.
S.1

Meine Meinung

Das mag jetzt vielleicht eine der am meisten verwendetsten Floskeln bei uns Buchbloggern sein, aber es ist einfach so: Der Auftakt zur Reihe ist schlicht und einfach spannend. Mehr als nur spannend, es ist fesselnd und hat mich richtig in den Bann gezogen. Ich bin total in das Buch abgetaucht und hätte fast meine Haltestelle zum Aussteigen im Zug verpasst... Ja, so spannend war der erste Band der Reihe.

Doch bevor ich auf den Inhalt eingehen kann, muss ich einfach das Layout und das Design erwähnen! Ich bin wirklich begeistert, mit welcher Liebe zum Detail und auch Intelligenz dahinter das Buch gestaltet wurde. Hier ein Beispiel davon:


Dies zieht sich in immer neuen Varianten und passenden Designs durch das gesamte Buch und ist für mich ein absolutes Highlight dabei! Es gibt immer wieder raffinierte Markierungen im Text, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Einfach nur genial.

Doch nun zum Inhalt des Buches: Man wird einfach in die Geschichte reingezogen und ich habe mich im ersten Moment tatsächlich einfach nur gefragt: Hast du da jetzt irgendwie was überlesen? Der Leser wird regelrecht mitten ins Geschehen katapultiert! Dadurch bauen sich gleich viele Fragen auf und ich bin sicherlich nicht die Einzige, die ein paar oder eher sehr viele Fragezeichen über dem Kopf schweben hatte.
Wer ein Problem mit vielen Erzählebenen und einem rasanten Zeitwechsel hat, wer Sprünge zwischen diesen verschiedenen Ebenen und Zeiten nicht mag, sollte nicht zu der Reihe greifen. Wer jedoch diese komplizierten Zusammenhänge zu schätzen weiß, ist hier richtig. Christian Jeltsch und Olaf Kraemer schmeißen einen hin und her und nur langsam klärt sich der größere Zusammenhang, nur langsam erkennt man alles. Das Tolle dabei ist jedoch, dass man mit den Protagonisten lernt und begreift. Ich persönlich mag Bücher, bei denen man auf fast einer Ebene mit den Protagonisten ist.
Doch die zusätzliche Erzählebene, welche die beiden Autoren uns hier präsentieren, baut zusätzliche Spannung auf, denn der kleine Einblick auf die Seite der Antagonisten klärt auch weitere Fragen und Zusammenhänge auf. Am Ende war ich dann etwas ratlos und froh, dass Band 2 auch hier liegt und auf mich wartet, denn so viele Fragen sich gleich mit dem Prolog aufbauen, so rätselhaft ist auch das Ende und lässt vor allen Dingen auf weitere spannende (ja, spannende) Bänder hoffen! Ich weiß nämlich immer noch nicht genau, was hier vor sich geht - ich bin einfach auf einer Ebene mit Linus, Edda und Simon. Die drei wissen genauso wenig!

Die Protagonisten bieten wundervolles Potential für eine Dreiecksbeziehung, eine wirklich besondere. Ist es Freundschaft, Liebe oder beides? Wer empfindet was? Das sind alles Fragen, die neben der Science-Fiction-Geschichte, neben dem Thriller-Anteil, die Charaktere deutlich nahbarer gestalten. Diese wurden aber auch sehr natürlich gezeichnet, mit Kanten und Ecken und vielen Macken. Es sind keine perfekten Teenies, es sind Jugendliche, die Probleme haben, die ihre Gefühle ausleben und die auch im Haus nebenan wohnen könnten.

Fazit

Ein mehr als nur gelungener Auftakt der Reihe! Ich war völlig vertieft darin und habe nach Ende des Buches immer noch so viele ungeklärte Fragen zum großen Zusammenhang. Dieser unglaubliche Spannungsaufbau gepaart mit den Protagonisten, die wie aus unserem Leben entsprungen scheinen, und dem wundervollen Layout ergibt ein wirklich empfehlenswertes Buch!

Bewertung





Mein Dank geht an den Mixtvision-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Quellen
Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 18. September 2013

[Rezension] Metamorphose am Rande des Himmels - Mathias Malzieu

Titel: Metamorphose am Rande des Himmels
Autor: Mathias Malzieu
Original: Metamorphose en bord du ciel
Verlag: Carl's Books
Erschienen am: 26.08.2013
ISBN: 978-3570585207
Preis TB: 12,99€
Leseprobe






Autor

Mathias Malzieu, geboren 1974 in Montpellier, Frontmann der französischen Kultband "Dionysos", ist ein Meister im Erfinden von einzigartigen Traumwelten. Nach dem internationalen Überraschungsbestseller Die Mechanik des Herzens wurde auch Metamorphose am Rande des Himmels zu einem sensationellen Erfolg in Frankreich. Malzieus nächster Roman erscheint in Kürze in Frankreich.

Inhalt

Ich heiße Tom "Häma-Tom" Cloduman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben. Ich raste auf einem Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei heftig mit Pappflügeln. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase. Nachts klettere ich eine Leiter hoch, öffne eine knarrende Falltür und bin auf dem Dach. Ich traue meinen Augen kaum. Eine gigantische Voliere! Ein Federnpalast! Alle erdenklichen Rottöne entflammen die Nacht. Eine Frauengestalt sitzt auf einer Schaukel: Ein hautenger Federanzug schmiegt sich an ihren Körper. Ich verspüre den unwiderstehlichen Drank, sie zu berühren. Die Vogelfrau streckt die Arme seitlich aus, geht in die Knie, drückt das Kreuz durch und stößt sich vom Boden ab. Sie schlägt elegant mit den Flügeln. Die Vogelfrau kreist einmal über mir, dann kommt sie wieder zu mir herabgeschwebt: "Möchten Sie fliegen lernen, Tom Cloudman?"

Erster Satz

Ich heiße Tom "Häma-Tom" Cloudman.
S.9

Meine Meinung

Das Buch hat mich schon mit dem ersten Satz, mit den ersten Worten in seinen Bann gezogen: Ich war hin und weg von der Wucht der Worte und Wortgebilde, welche dieses Werk prägen. Mathias Malzieu verzaubert einen wirklich, zumindest mich. Er hat eine bezaubernde Geschichte geschaffen, die dabei zugleich noch ziemlich märchenhaft anmutet. Ich denke, wenn ich das Buch ein zweites Mal lese, werden mir immer neue Dinge auffallen, neue Wortkonstrukte - wie z.B. Normalitätsphobie - und Details, die sich verstecken.

Tom ist ein ausgesprochen sympathischer Protagonist: Seine Träume und Wünsche und vor allen Dinge seine Sicht auf die Welt sind seltsam verschroben sowie auch fantastisch: Ich meine, der gerade der Traum vom Fliegen ist doch wohl fast der älteste Wunsch der Menschheit. Wer stellt sich das nicht so vor? Malzieu hat diese in eine zauberhafte Geschichte eingepackt, die aber auch mit der Krankheit Toms einen wirklich traurigen Hintergrund hat und ein fast schon tragisches, aber zugleich seltsam schön anmutendes Ende hat. Am Ende wusste ich nicht, was ich denken soll, bzw. was ich empfinden soll. Es berührt einen wirklich auf vielfältige Art und Weise.
Auch Endorphina hat viele Facetten und ist ein faszinierender Charakter. Sie zu verstehen ist zwar stellenweise nicht immer leicht, doch letzten Endes ist es bei ihr wie bei Tom: Sie hat einen großen Wunsch, einen Traum.

Fazit

Ein wundervolles Buch von einem fantastischen Autor! Mathias Malzieu ist ein wahrer Meister der Worte und hat es einfach mit praktisch jedem Satz, mit jedem Wort geschafft, mich zu verzaubern! Dazu noch eine märchenhafte Geschichte und fertig ist das leider viel zu kurze, aber einfach wunderschöne Werk.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Vielen Dank an Carl's Books und die Bookwives für die Mini-Leserunde ♥

Dienstag, 17. September 2013

[Cosplay] Connichi 2013 - ein Vorgeschmack

Der richtige Bericht mit richtigen Bildern folgt nächste Woche. Nur kurz gesagt: Es war super. Ich bin immer noch total glücklich und hatte einfach nur viel Spaß ♥
Schade nur war der Regen...

Kofferraum

Kofferraum + Kleidersack
Unser Kofferraum war so unglaublich voll! So voll ist er nicht mal bei einem längeren Urlaub mit Kaffeemaschine :D
Und oben drüber ist der Kleidersack mit dem Kleid für Lily. Möglichst sicher verstauen, damit möglichst wenig Falten reinkommen...

Stau
Und leider standen wir am Freitag auch prompt mehrmals im Stau. Einmal kam er super plötzlich. Aber gut...

Ich hatte ein grandioses Wochenende und nächste Woche folgt auch sicher ein Bild zu dem Kleid in dem Kleidersack.


Montag, 16. September 2013

[Rezension] Die drei Leben der Tomomi Ishikawa - Benjamin Constable

Titel: Die drei Leben der Tomomi Ishikawa
Autor: Benjamin Constable
Original: Three Lives of Tomomi Ishikawa
Verlag: Script 5
Erscheint am: 16.09.2013
ISBN: 978-3839001578
Preis HC: 18,95€
Leseprobe







Autor

Benjamin Constable wurde 1968 in Bristol geboren. Erst nachdem er in Bars und Clubs gearbeitet, in Bands gespielt, Bilder gemalt und Musik aufgenommen hatte, begann er, sich für Literatur zu interessieren. Im Alter von 32 Jahren schrieb er sich für ein Creative-Writing-Studium ein, das er erfolgreich abschloss. Nun lebt er in Paris, wo er Englisch unterrichtet, Bücher schreibt und Cocktails genießt.

Inhalt

Tomomi Ishikawa ist tot. Sie hat sich umgebracht, so steht es in dem Abschiedsbrief an ihren Freund Ben Constable. Doch Tomomi weigert sich hartnäckig, in Frieden zu ruhen. Stattdessen hinterlässt sie Ben eine Menge rätselhafte Botschaften, die ihn, ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd, durch Paris, New York und Tomomis Vergangenheit führen.
Ben würde gerne glauben, dass es sich bloß um ein Spiel handelt, dass die Geschichten, die Tomomi ihm hinterlassen hat, nur Ausgeburt ihrer Fantasie sind, doch offenbaren sie ihm ein grausames Geheimnis.
Bald weiß Ben nicht mehr, was Fiktion und was Realität ist.

Erster Satz

"Ich würde gern ein Buch schreiben, in dem du und ich die Hauptfiguren sind", sagte ich zu Tomomi Ishikawa und schon gedankenverloren die Sachen auf dem Tisch zurecht.
S.7

Meine Meinung

Eigentlich könnte ich schnell fertig sein, denn das Buch ließ mich einfach nur in einem Wow-Zustand zurück. Es zählt eindeutig zu meinen absoluten Jahreshighlights...
Aber so kurz will ich mich dann doch nicht halten und versuche mal, in Worte zu fassen, was mich an Die drei Leben der Tomomi Ishikawa so geflasht und beeindruckt hat.

Es fängt mit einem Brief an, ein Brief, der von wunderschönen Worten und Satzkonstrukten geprägt ist, wie das gesamte Buch. Dieser Brief ist der Auslöser für eine Schatzsuche, die den Protagonisten von Paris nach New York führt und ihn dort die unerwartetsten Orte und vor allen Dingen Geheimnisse entdecken lässt.

Die ganze Zeit über spielt Tomomi Ishikawa in ihrer Geschichte, den Ausflügen in die Vergangenheit und den Briefen mit der Wahrheit. Ist das nun Fiktion oder pure Realität? Dies fragt sich nicht nur Benjamin, sondern auch der Leser. Sehr gelungen fand ich in dieser Hinsicht vor allen Dingen das Ende: Man weiß immer noch nicht, was nun der Wahrheit entspricht, was gelogen war, und zugleich ist Benjamins Abschluss die Anknüpfung an die Geschichten Tomomis. Ich saß nur da, als ich das Buch zugeklappt hatte, und war einfach perplex. Denn man, in dem Fall natürlich ich, wusste einfach nicht, wie dieses Ende einzuordnen ist. Dies wird noch durch die Verbindung des Autors und der Erzählerfigur durch den Namen Benjamin Constable verstärkt. Was hieran entspricht der Realität? Entspricht überhaupt etwas der Realität? Dem Autor gelingt es einfach, dass man nach Ende des Buches weiter nachdenken muss, es bleibt einem nichts anderes übrig und das ist das Besondere, Wunderbare daran. Ich wollte kein Buch direkt im Anschluss lesen, meine Gedanken drehten sich immer noch um dieses Buch und seinen Inhalt.

Natürlich baut dieser Roman hauptsächlich auf den Figuren auf, auch wenn der Großteil der Reise von Benjamin allein gestaltet wird. Dennoch gibt es immer wieder Fragmente, welche entweder Tomomis Vergangenheit und ihrer Erinnerung beleuchtet oder sich mit Begegnungen der Freunde beschäftigt. Mal findet Benjamin Briefe, Tagebücher oder ähnliches, mal erinnert er sich selbst daran. Dadurch lernt man nicht nur Tomomi, sondern auch ihn kennen. Die Figuren werden einem langsam näher gebracht. Das ist natürlich besonders bei Tomomi Ishikawa spannend, da man sie hauptsächlich durch Schriftstücke und Erinnerungen kennen lernt.

Der Schreibstil ist eine Klasse für sich, wie eigentlich auch das gesamte Buch: Wenn ich so einen wundervollen, einfühlsamen, bildreichen und einfach nur schönen Stil sehe und ein Buch lesen kann, dann lass ich mich davon einfach gefangen nehmen und tauche vollkommen ab. Und in diesem Buch ist genau das geschehen.

Auch der Titel findet sich wieder, auf eine wundervolle Art und Weise. Ich möchte gar nicht zu viel schreiben, der Titel ist schon Einladung genug, um diese drei Leben gemeinsam mit Benjamin Constable zu erkunden. Es lohnt sich - zumindest für mich hat es sich gelohnt.

Fazit

Ich könnte so vieles zu diesem wundervollen Roman schreiben, doch ich will anderen nicht die Freude daran nehmen. Das Buch besticht durch... ja... durch alles: Faszinierende Charaktere, einen traumhaften Schreibstil und vor allen Dingen eine Geschichte, über die man immer und immer wieder nachdenkt und die bleibt.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 10. September 2013

[Cosplay] Connichi-Cosplays

Puh, da kann ich mich kurz halten, weil meine Hand ja immer noch streikt ;)

Daher gibts einfach kurz ein Update, was ich vorhabe, an der Connichi zu tragen.

Freitag:

Fotograf: Ben
Samstag:

Quelle: Wedding Peach Wikipedia
Sonntag:

Fotograf: Anna
Zwei altbekannte und sehr geliebte Kostüme, dazu noch ein neues Kostüm. Ich freu mich schon drauf und hoffe, ein, zwei schöne Bilder für euch mit zurück zu bringen ;)

Und, was denkt ihr?



Mittwoch, 4. September 2013

[E-Rezension] Herzen aus Asche - Narcia Kensing

Titel:  Herzen aus Asche
Autor: Narcia Kensing
Verlag: via Amazon
ASIN: B00CTSAIQ2
Preis E-Book:
2,99€
Leseprobe






Autor


Sie wurde am 21.02.1983 in dem kleinen Städtchen Dinslaken am Niederrhein geboren, wo sie auch heute noch lebt. Nadine Kühnemann alias Narcia Kensing ist seit 2009 glücklich verheiratet.
Nach ihrem Abitur studierte sie in Düsseldorf und Bochum Biologie und machte ihr Diplom in den Fachbereichen Botanik und Ökologie. Heute arbeitet sie allerdings im medizinischen Sektor als Laborantin in der Weiterverarbeitung von Blutkonserven.
Bereits während des Studiums hat sie angefangen, sich hinter meinem Schreibtisch zu verschanzen, um an Manuskripten zu arbeiten.

Inhalt

Die Studentin Amelie stößt auf der Suche nach einer neuen Wohnung auf eine verlockende Annonce. Eine Villa für umsonst? Sie ist skeptisch, verliebt sich jedoch sofort in das wunderschöne Anwesen. Sie darf mietfrei wohnen, verpflichtet sich aber, das Gebäude vor dem Verfall zu bewahren. Kein schlechtes Angebot, und noch dazu ist der junge Hausbesitzer Leif überaus attraktiv. Doch es geschehen seltsame Dinge, wie von Geisterhand zerfallen Möbel zu Asche.
Nach und nach taucht Amelie immer tiefer in die Familiengeschichte der ehemaligen Hausherren ein, und auch deren Sohn Leif hütet ein dunkles Geheimnis. Als im Ort mehrere Menschen auf unerklärliche Weise zu Tode kommen, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten. Schon bald gerät sie selbst ins Visier jenseitiger Mächte ...

Erster Satz

Das Meer aus cremefarbenen und mokkafarbenen Sprenkeln auf dem dunkelblauen Hochflorteppich erinnerte stark an ein Werk von van Gogh, doch Amelie bezweifelte, dass ihre Mutter die bleibenden Fettflecken als wertvolles Kulturerbe akzeptieren würde.


Meine Meinung

Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte gewürzt mit einem Hauch Mystery und paranormalen Gegebenheiten ergibt dieses Buch. Für mich zumindest: Amelie zieht in dieses geheimnisvolle Haus, allerdings erst nach einer recht langen Einleitung - gegen Ende ergibt diese zwar Sinn, ich fand es jedoch am Anfang des Buch als ziemlich langweilig, es hat sich einfach so hingezogen. Es dauert wirklich gefühlt die Hälfte des Buches, bis Amelie wirklich eingezogen ist und man endlich den interessanten Teil der Geschichte erreicht.

Amelie ist herrlich normal: Studentin ohne besonderes Aussehen, mit einer Mutter, die zu viel für sie will und sich zu große Sorgen um sie macht. Dabei bringt sie dem Leser ihren Alltag und insbesondere ihre freundschaftlichen Beziehungen sehr authentisch und realistisch nahe. Ich fand sie gleich sympathisch und ansprechend. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet worden und bestechen für mich einfach durch ihr herrliches Normalo-Dasein. Psychologisch kann man da ebenfalls nicht mäkeln, das wird besonders am Schluss deutlich.
Dieser ist... puh... interessant. Wirklich interessant. Und das eindeutig auch im positiven Sinne. Ich war von der Wendung doch sehr überrascht, das Ende an sich ist kitschig und dramatisch zugleich und noch mehr.

Das Buch lässt sich leicht lesen, überrascht aber doch stellenweise. Besonders die Verknüpfungen zu dem langweilig erscheinenden Beginn konnten überzeugen. Mit sehr bildhaften Stellen konnte die Autorin insbesondere am Schluss punkten und bei den eher gefährlichen Szenen ebenfalls.
Die paranormalen Elemente verschmelzen ganz wunderbar mit den Alltagselementen. Insbesondere die mystische Geschichte sticht hier deutlich hervor. Tolle Idee!

Fazit

Eine überraschende Liebesgeschichten mit schönen paranormalen Elementen, die sich ausnahmsweise mal nicht mit Vampiren oder Werwölfen beschäftigt.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 3. September 2013

[Cosplay] Progress - der aktuelle Stand der Dinge (noch 9 Tage)

Puh. Die Zeit rinnt mir durch die Finger, aber ich bin fleißig dabei und arbeite weiter und weiter und weiter. Ich bin ja auch nicht so der gute Cosplayer, aber es läuft. Heute zeige ich euch mal den aktuellen Stand der Dinge (mit einer Prise 'Oh mein Gott, oh mein Gott! Bald ist es soweit!').

Yo... wo fange ich an? Mit den fertigen Dingen.

Hut

Wie schon mal in einem Blog-Eintrag: Der Hut ist fertig xD Juhu!

Perücke
Bei der Perücke fehlen noch zwei Schnitte vorne, dann hab ichs auch.

Halsband + Kleiderbeutel

Das Halsband ist auch fertig, juhu! Der Blick übers Halsband auf einen Kleiderbeutel zum besseren Transport. Idee, Umsetzung und Kosten... von meiner Mutter getragen. Ich halt sie sicher nicht davon ab :D 

Jetzt zu den Dingen, die noch eher... nicht fertig sind ;)

Kragen des Oberteils

Ich erlaube euch einen Blick auf den Kragen des Kleidoberteils. Da bin ich grad am Malern. Nicht so perfekt, wie man sieht ;)

Jede Menge Rock

Das sind viele Meter Rock. Sehr viele Meter Rock. Die müssen noch gebügelt werden und dann ans Oberteil. 

Puffärmelchen

Zu guter Letzt noch ein Blick auf meinen... Ärmel! Wer hätts erraten? Der ist noch ne Baustelle. Bzw. der erste ist fertig genäht, der zweite noch nicht. Am Oberteil sind sie - wie man vielleicht erkennt - auch noch nicht dran. Und dann muss ich noch unten zurechtschneiden und... anmalen, weils mir ja so viel Spaß macht und ich so begabt darin bin.

Außerdem werden die Tage noch meine Pumps eingetragen. Lieber daheim als auf der Convention selbst.

Was denkt ihr? Ich bin noch nicht optimistisch, aber ich glaube, es wird...