Freitag, 30. August 2013

[Rezension] Die mächtige Zauberin - Michael Scott

Titel: Die mächtige Zauberin
Autor: Michael Scott
Original: The Sorceress
Band: 3
Verlag: cbj
Erschienen am: 15.10.2010
ISBN: 978-3570401040
Preis TB: 9,99€
Leseprobe






Autor


Michael Scott ist einer der erfolgreichsten und profiliertesten Autoren Irlands und ein international anerkannter Fachmann für mythen- und kulturgeschichtliche Themen. Seine zahlreichen Fantasy- und Science Fiction-Romane für Jugendliche wie für Erwachsene wurden in über 20 Ländern veröffentlicht. Michael Scott lebt und schreibt in Dublin.

Inhalt

Der berühmte Alchemist Nicholas Flamel und die Zwillinge Josh und Sophie sind in London gelandet, in der Stadt ihrer erbittertsten Feinde. Alles hängt nun davon ab, ob Josh und Sophie in der dritten magischen Kraft - der Wassermagie - ausgebildet werden können. Der Einzige, der sie darin schulen kann, lebt zwar in London, ist aber völlig unberechenbar: Es ist Gilgamesch, der uralte König, zerrissen vom Wahnsinn. Und die Freunde müssen versuchen, ihre Kräfte wieder mit der Macht der Zauberin zu vereinen - mit den Zauberkräften von Flamels geliebter Perenelle!

Erster Satz

Ich bin müde jetzt, so müde.
S.7

Meine Meinung

Die Reihe geht weiter und bleibt so spannend wie davor. Dieses Mal führt es das ungleiche Trio nach London, in Dees Gefilde, was sich in den Kämpfen auch bemerkbar macht. Wieder bringt Michael Scott neue historische und mythische Figuren ein, es ist einfach faszinierend, wie es ihm gelingt, diese miteinander zu verknüpfen und in unsere Welt einzubauen. Ich habe selten ein Buch gesehen, in dem so viele verschiedene Mythologien und Religionen eingebunden und verwoben werden.

Aus dem Grund finde ich die Figuren des Buches auch immer am Spannendsten: Positiv fallen für mich hier in diesem Band insbesondere Shakespeare und auch der alte König Gilgamesch auf. Shakespeare ist die Verbindung zwischen Dee und Flamel und diese Geschichte, ihre Vergangenheit klingt so glaubwürdig, dass es so hätte sein können. Auch ist Shakespeare anders als man ihn sich vorstellt und seine Darstellung finde ich einfach mehr als gelungen.
Doch das Highlight ist Gilgamesch, ich habe wirklich ein paar Tränen verdrücken müssen angesichts seiner Verrücktheit, die auf so logischen Fakten ruht. Er ist für mich die Figur, die ich am meisten ins Herz geschlossen habe. Ein wundervoller Charakter, ein wundervoll dargestellter Unsterblicher. Ich hoffe, ihm in einem weiteren Band wieder begegnen zu dürfen. Schade ist nur, dass er recht spät zum Trio stößt und einen verhältnismäßig kurzen Auftritt hat.
Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit dem Kampf zwischen der Seite Flamels sowie einem großen Archon. Ein Archon? Diese sind ähnlich wie die Erstgewesenen und doch ganz anders. Ein interessante Art, gefällt mir sehr gut.
Wie auch der Abschnitt mit Gilgamesch ist mir die Reise von Johanna und Scatty etwas zu kurz. Da schnuppert man praktisch an einer wirklich spannenden Geschichte und dann? Bums, wird man wieder zu einer anderen Story gezogen. Dabei ist diese Geschichte die für mich spannendste und ich hoffe, dass, wie bei Gilgamesch, die Fortsetzungen dies wieder aufnehmen - und das etwas ausführlicher.

Und dann ist da noch Perenelle: die kluge, schöne, mächtige, gefürchtete Perenelle. Ich mag sie... oder eher mochte sie. Doch in der Zwischenzeit ist sie mir zu perfekt, sie kann alles, weiß fast alles, fast jeder fürchtet sie und jeder männliche Vertreter, ob Protagonist oder Antagonist, preist ihre unglaubliche Schönheit an. Jede Tiefe, die der Charakter haben könnte, bleibt nun hinter dieser oberflächlichen Fassade verborgen. Wirklich schade. Das macht Perenelle leider etwas langweilig.

Fazit

In diesem Band gibt es doch ein paar Dinge, die mir nicht so gut gefallen: Spannende Geschichten und Charaktere werden nur kurz angeschnitten, gerade die, von denen ich gerne mehr gelesen hätte. Und auch Perenelles Darstellung missfällt mir zunehmend. Dennoch wieder ein toller Band, der an Spannung nichts verliert und somit fast nahtlos an die Vorgänger anknüpft.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 29. August 2013

[E-Rezension] Stachelzart - Jasmin Wollesen

Titel: Stachelzart
Autor: Jasmin Wollesen
Verlag: Amazon
Erschienen am: 16.08.2013
ASIN:  B00EINR54E 
Preis E-Book: aktuell 0,99€ statt 2,99€
Leseprobe








Autor

Geboren wurde die Autorin 1977 im Bergischen Land. Jasmin Wollesen ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern, Erfinderin und freie Autorin. Einige ihrer Produktideen haben es bereits auf den Markt geschafft, zum Beispiel das Fingergolfspiel oder die Trinkliese. Neben dem Erfinden von Produkten gilt ihre Leidenschaft dem Geschichten schreiben für große und auch für kleine Leute.

Inhalt

Eigentlich sollte der Kurzurlaub in den Bergen der Bestseller-Autorin Anna Ideen für ihren neuen Roman bringen.
Doch wenn man nur knapp ein Bergunglück überlebt, von einem Schwerenöter umgarnt und von der Presse verfolgt wird und dazu noch mit der nervigsten Mutter aller Zeiten reist, wie soll man dann auch noch ein Buch schreiben?

Erster Satz

Ich hatte mich so sehr auf einen entspannten Abend gefreut.
Meine Meinung

Das E-Book ist wirklich eine wundervolle, amüsante Liebesgeschichte mit kleinen Schwächen und einer Anlaufschwierigkeit: Leider dauert es doch recht lange, bis das Ganze in Gang kommt und der Inhalt interessanter wird. Die Anfahrt mit Mutter Vera zieht sich ziemlich, was auch durch deren anstrengenden Charakter verstärkt wird. Doch nachdem die Geschichte und vor allen Dingen die Lawine dann mal zum Rollen gekommen ist, steigt auch das Lesevergnügen an.

Es ist eine Liebesgeschichte, also kann man jetzt bei dem Inhalt nicht so viel hervorheben, stattdessen ruht hier eher alles auf den Charakteren, die beteiligt sind. Dies beginnt mit Anna, Autorin mit einer Schreibblockade, sicherlich ein Problem, das auch viele Blogger nachvollziehen können. Sie ist sehr sympathisch. Ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, welche ich absolut überzeichnet finde. Irgendeine positive Eigenschaft muss für mich jeder Charakter haben, irgendetwas, das ihn dem Leser näher bringt. Um diese Sympathie zu erwirken wurde - meiner Ansicht nach eher halbherzig - Veras Herzschwäche eingebaut. Aber auch das konnte Veras Charakter für mich nicht retten. Dafür wird sie zumindest halbwegs von Sam ausgeglichen, einem ruhigen, eher verschrobenen Typ mit seinem eigenen eher traurigen Hintergrund. Und dann gibt es noch Kay. Der berühmte Schauspieler. Seine Entwicklung und sein Verhalten erschienen mir nicht sehr realistisch und - wie schon bei Vera - übertrieben. Ein bekannter, verdammt gut aussehender Schauspieler, dem die Frauen zu Füßen liegen, ist eifersüchtig auf einen Hobby-Vogelforscher und reagiert so extrem? Dennoch hat es Jasmin Wollesen geschafft, dass ich ihn irgendwie mochte.

Es gibt einige recht konstruierte Stellen, wie der Kauf der Handtasche und dieser ominöse Zettel darin. Ganz ehrlich? Nachdem Kay ins Spiel kam, war doch klar, worauf das abzielt. Auch Kays Eifersucht und Gebaren war etwas zu sehr durchstrukturiert.

Fazit

Dennoch war es sehr amüsante und leichte Lektüre, perfekt für einen heißen Sommertag. Ein sehr schöner kurzer Liebesroman, der einen zum Schmunzeln bringt und trotz kleinerer Schwächen lesenswert ist.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 28. August 2013

[Rezension] Die letzte Göttin- Rick Riordan

Titel: Die letzte Göttin
Autor: Rick Riordan
Original:
Band: 5/5
Verlag: Carlsen
Erschienen am: 29.09.2011
ISBN TB: 978-3551312464
Preis TB: 8,99€
Leseprobe






Autor

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in San Antonio, USA, und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 32 Ländern verkauft worden. Auch seine nachfolgenden Serien, "Die Kane-Chroniken" und "Helden des Olymp", schafften auf Anhieb den Sprung auf die New-York-Times-Bestsellerliste.

Inhalt

Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York - dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen!
Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen, aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen.

Erster Satz

Das Ende der Welt begann damit, dass ein Pegasus auf der Motorhaube meines Wagens landete.
S.7

Meine Meinung

Eigentlich wollte ich die gestern Abend nur etwas reinschnuppern und gegen zwei Uhr klappte ich dann das Buch zu, ich konnte es einfach nicht weglegen, ich musste es zu Ende lesen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Und jetzt habe ich tatsächlich das Bedürfnis, die gesamte Reihe noch einmal zu lesen, weil ich so geflasht war und einfach alles noch einmal erleben will. Percy Jackson gehört für mich zu den besten Buchreihen, die es aus dem Markt gibt. Ja, ich bin vollkommen begeistert davon, einfach hin und weg!

Mit Die letzte Göttin ist Rick Riordan ein für mich wirklich furioses Finale gelungen. Es fügt sich nahtlos an die vorhergehende Bände an und geht genauso spannend weiter.
Dass es zum großen Finale kommen würde, dass nun der Kampf Kronos gegen Percy und seine Halbgötter ansteht, ist sicher jedem klar gewesen. Und so kommt es schließlich auch: Für mich sind Kämpfe immer ein heikler Punkt, an dem ich sehr kritisch bin und oft schon sehr langweilige Umsetzungen gelesen habe, doch hier gefallen sie mir einfach fantastisch. Es kommt Action auf, ohne übertrieben zu sein und man fiebert mit Percy mit.

Es ist schwierig, hier viel über den Inhalt zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, denn ich bin von so vielen kleinen Details und Gedanken hinter der Story begeistert, die ich alle in den Himmel loben könnte, aber... das wäre zu viel.
Dafür kann ich mich zu den Charakteren äußern, insbesondere zu der Göttin, welche den Titel des Buches bestimmt. Hestia. Die Idee dahinter, ihre Gedanken sind einfach wundervoll. Es ist eine wirklich wunderschöne Philosophie, die sich dahinter versteckt und allein diese Gedanken fand ich so lesenswert. Wundervoll! Die Hestia ist für mich auch die bestimmende Figur dieses Bandes, welche ich sehr ins Herz geschlossen habe.
Der für mich geniale humorvolle Sidekick sind jedoch Persephone und Demeter: Ihre Diskussionen und Unterhaltungen sind einfach zum Wegschmeißen! Ich war von diesen Gesprächen einfach begeistert.
Die schon bekannten Figuren haben jedoch auch Entwicklungen durchgemacht: Hades fällt hier besonders auf, zusammen mit seinem Sohn Nico. Beide nehmen eine recht große Rolle ein, welche mir sehr gefällt, wirklich gelungen. Natürlich haben auch die Protagonisten sich entsprechend den Kämpfen entwickelt. Bei einigen ergibt sich nun das, was sich in den vorherigen Bänden schon angedeutet hat. Was ich sehr schätze, ist jedoch, dass hier keine überstürzten Entwicklungen stattfinden und dass alles entsprechend den Umständen ist.

Durch die Ich-Perspektive aus Percys Sicht ist es natürlich schwierig, auch die Gegenseite darzustellen. Dennoch ist dem Autor dies durch einen einfachen Trick gelungen: So werden Percys Träume zu Visionen, welche viel zur Aufklärung der Geschichte beitragen. Sicherlich nicht das komplizierteste Verfahren, aber es passt gut dazu. Ohne diese Einblicke in die Vergangenheit sowie die in das gegnerische Lager würde das Buch viel an Spannung verlieren, dadurch behält es auch die Schnelligkeit und Spannung dahinter.

Fazit

Der Abschluss der Reihe hat mich einfach nur begeistert und für mich ist dieses Buch wirklich würdig und gelungen, spannende Kampfszenen, interessante Entwicklungen und trotz des anstehenden Krieges geht auch der Humor nicht verloren.

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 22. August 2013

[Rezension] Raubzug (Die Eingeschworenen) - Robert Low

Titel: Raubzug
Autor: Robert Low
Original: The Whale Road
Band: 1
Verlag: Heyne
Erschienen am: 12.12.2011
ISBN: 978-3453409057
Preis TB: 8,99€
Leseprobe





Autor

Robert Low ist Journalist und Autor. Mit 19 Jahren war er als Kriegsberichterstatter in Vietnam. Seitdem hat ihn sein Beruf in zahlreiche Krisengebiete der Welt geführt. Um seine Abenteuerlust zu befriedigen, nimmt er regelmäßig an Nachstellungen von Wikingerschlachten teil. Robert Low lebt in Largs, Schottland - dem Ort, wo die Wikinger schließlich besiegt wurden.

Inhalt

Sie nennen sich die Eingeschworenen: eine Mannschaft von Wikingern, die Seite an Seite kämpfen - bis in den Tod. Auf ihren Raubzügen stehlen sie christliche Artefakte, ihre Welt ist geprägt von Brutalität und dem gnadenlosen Kampf ums Überleben. Zusammen mit den Eingeschworenen begibt sich der junge Orm auf eine Reise von gewaltigen Ausmaßen, die über die Weltmeere bis zu den Steppen Sibiriens führt. Im blutigen Wettstreit um ein legendäres Schwert muss er zwischen den todesmutigen Wikingern bestehen.

Erster Satz

Runenzeilen sind wie gewundene, reich verzierte Bänder.
S.9

Meine Meinung

Selten habe ich mich so durch ein Buch durchgequält, ja, wirklich durchgequält. Gekauft habe ich es mir im Juli, beendet habe ich es jetzt, im August. Stellenweise musste ich mich dazu zwingen, weiterzulesen, weil diese große Wikinger-Saga einfach ziemlich zäh ist. Immer wieder habe ich Raubzug zur Seite gelegt und lieber andere Bücher gelesen. Das hat verschiedene Gründe.

Zum Einen ist die Geschichte anfangs sehr konstruiert und das merkt man auch. Es fehlt der richtige Lesefluss, es liest sich nicht einfach so weg. Stattdessen bleibt man immer wieder an den vielen Nebencharakteren hängen, von denen es - auch wenn es historisch sicherlich korrekt ist - einfach zu viele gibt, die zu Wort kommen. Es ist einfach schwierig, diese Masse an Charakteren zu verarbeiten, da bleibt man einfach immer mal wieder hängen (ich musste teilweise zurückblättern).
Insgesamt bleibt die Geschichte einfach sehr zäh, erst gegen Ende kommt Spannung auf, doch da ist es schließlich auch schon zu spät. Ich kann mich auch nicht mehr an alles erinnern, was in dem Buch vorkam, bzw. muss wirklich länger überlegen, denn es hat mich überhaupt nicht ergreifen, auf keiner Seite des Buches konnte ich vollkommen eintauchen und mich der Geschichte überlassen.

Auch Orm ist für mich ein Punkt, der negativ behaftet ist: Ihm fliegt alles geradezu in den Schoß. So viele Zufälle, zu viele Zufälle meiner Ansicht nach, sorgen dafür, dass er Dinge erreicht, die in seinem Alter eher unwahrscheinlich sind. Insbesondere das Ende hat mich hier sehr enttäuscht. Achtung, ich mache etwas, das ich sonst lieber unterlasse, Spoiler - wer ihn lesen will, einfach markieren: Orm wird einfach so zum Kapitän der Eingeschworenen ernannt, obwohl die anderen deutlich älter sind, mehr Erfahrung haben und sich in der Realität garantiert nie etwas von so einer jungen Hanswurst hätten sagen lassen. 
Dadurch macht der Protagonist eigentlich keine richtige Entwicklung durch, dafür hat er aber ziemlich viel Glück.
Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind oft ziemlich konstruiert, insbesondere die Konflikte, die entstehen. Diese fand ich eher anstrengend, da sie einfach nicht schön fließend in die Geschichte integriert wurden. Es gibt einfach öfters Stellen, die wirken wie ein Fremdkörper.

Robert Low bemüht sich sichtlich, historische Fakten einfließen zu lassen, die an sich auch sehr interessant sind. Dennoch empfand ich seinen Schreibstil als sehr langatmig, so dass nicht mal die vielen Schlachten und Kämpfe groß Spannung bewirkten - ganz im Gegenteil, ich ertappte mich sogar dabei, dass ich mir nur dachte: "Okay. Schon wieder eine Schlacht...". Nicht immer steigern Kämpfe die Spannung, hier zumindest nicht.

Fazit

Man merkt, dass der Autor sich zwar bemüht hat, doch für mich war dies der so ziemlich langweiligste und anstrengendste historische Roman, den ich bisher gelesen habe. Dabei bieten doch gerade die Wikinger eigentlich so viel interessante Möglichkeiten. Zäh, keine Charakter-Entwicklung und das Lesen zog sich wirklich hin.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 21. August 2013

[Rezension] Herzblut. Stärker als der Tod - Melissa Darnell

Titel: Herzblut. Stärker als der Tod
Autor: Melissa Darnell
Original: Cover
Band: 2/3
Verlag: Darkiss/Mira
Erscheint am: 01.09.2013
ISBN: 978-3862787562
Preis Softcover: 12,99€
Leseprobe






Autor

Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten "True Blood" und probiert gern neue Haarfarben aus. 

Inhalt

Savannah weiß, dass sie Tristan nicht lieben darf. Sie hat es dem Hohen Rat der Vampire geschworen. Es ist zu riskant. Was, wenn ihr Blutdurst erwacht? Wenn durch sie der Waffenstillstand zwischen den Vampiren und Tristans Familie, dem magischen Clann, zerstört wird? Sie sollte Tristan aus dem Weg gehen. Aber das ist unmöglich, denn jeden Tag sehen sie sich in der Jacksonville High, und wenn sich ihre Blicke kreuzen, will Savannah nur ihn... Noch während sie versucht, sich an ihren Schwur zu halten, stacheln dunkle Mächte einen Krieg zwischen ihren Welten an. Die Gefahr bringt Savannah und Tristan wieder zusammen - aber die Folgen sind unwiederbringlich!

Erster Satz

Der Privatjet des Vampirrates, ein riesiger Kokon aus weißem Leder und exotischen Hölzern, wollte mich mit seinem Brummen in den Schlaf wiegen.
S.7

Meine Meinung

Ich war ja alles andere als begeistert vom ersten Band, habe mich dort an vielen Dingen gestört und war mir nicht sicher, ob ich Band 2 kaufen würde. Allerdings hatte ich dann bei Blogg dein Buch das Glück, den zweiten Band zu bekommen und der hat mich dann doch mehr überzeugt als Band 1.
Allein die Tatsache, dass nicht gefühlt jedes zweite Wort 'Charmers' war, hilft schon sehr ;) Aber im Ernst: Melissa Darnell setzt praktisch direkt an den Vorgänger an, es gibt keine Lücke, keinen Zeitsprung - das ist natürlich in der Hinsicht interessant, dass man so die nicht gerade leichte Trennung zwischen Savannah und Tristan miterleben kann, sicherlich ein spannender Moment nach dem Ende im ersten Band.
Es ist immer noch kein Buch, das mich total vom Sockel reißt und man findet auch trotz allem noch deutlich Schwachstellen: So bleibt die Geschichte stellenweise wirklich noch sehr langatmig, wenn Savannah und Tristan mal wieder aneinander vorbei reden. Es zieht sich einfach alles hin, aber bei weitem nicht so schlimm wie im ersten Band.
Manchmal muss man auch einfach den Kopf schütteln, wenn es geradezu Hinweise regnet und weder Savannah noch Tristan das Ganze kapieren.
Es gibt aber durchaus auch spannende Elemente, insbesondere der Schluss gefällt mir sehr gut, obwohl er - im Verhältnis zum Rest des Buches - etwas kurz ausfällt. Da hätte ich mir gewünscht, dass der Mittelteil etwas kürzer ausfällt und dafür das Ende, die Enthüllung länger ausfällt. Mit den Morden an Clann-Mitgliedern bringt Melissa Darnell Spannung in die Geschichte rein, wenn nur die Auflösung nicht so knapp wäre. Allgemein habe ich das Gefühl, dass die Kampfszene am Ende nicht unbedingt die Stärke der Autorin war und aus diesem Grund recht kurz ausfiel.

Auch positiv ist, dass plötzlich nicht mehr nur Savannah und Tristan dominieren, sondern auch die anderen Charaktere mehr Raum bekommen. Insbesondere fand ich den Einblick in das Leben der Vampire, vermittelt durch Savannahs Dad sowie ein Ratsmitglied, sehr spannend. Das war etwas, das ich am Vorgängerband vermisst habe. Es ist eine interessante Perspektive, denn es zeigt, dass das Dasein als Vampir nicht unbedingt immer positiv ist, stattdessen findet man auch mal die negativen Seiten dargestellt. Allgemein finde ich Savannahs Vater sehr sympathisch, er entpuppt sich anders als man ihn sich nach Band 1 vorgestellt hat.
Doch auch Anne bekommt endlich mehr Raum, was sowohl dem Buch an sich als auch Savannah sehr gut, denn dadurch entsteht mehr Tiefe. Diese krankhafte Fixierung auf Tristan wird um die Ebene der Freundschaft erweitert. Eine sehr interessante Freundschaft.
Der für mich beste Charakter des Buches ist jedoch Ron: Als er anfangs erwähnt wurde, wusste ich gar nicht mehr, dass er im ersten Band vorkam, aber irgendwann dämmerte es mir dann doch. Ron entwickelt sich für Savannah zu einem echten Freund und mit seinem eigenen Geheimnis ist er sicher eine gute Unterstützung.

Den Perspektiven-Wechsel zwischen Savannah und Tristan hat mir schon im ersten Band sehr gut gefallen und auch hier finde ich es ganz gut, denn so hat man Einblicke in beide Protagonisten. Allerdings ist und bleibt der Stil meiner Ansicht nach ziemlich langatmig, wenn es mir dieses Mal auch nicht so extrem erschien wie im ersten Band.

Fazit

Auch wenn ich diesen Band besser fand als seinen Vorgänger, hat er meiner Ansicht nach immer noch deutliche Schwächen. Besonders der langatmige Stil sticht hier hervor - dafür gibt es aber neue Charaktere, die die Situation deutlich auflockern und spannender machen.

Bewertung


Mein Dank geht an Blogg dein Buch sowie dem Darkiss-Verlag von Mira für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 20. August 2013

[Rezension] Untot. Sie sind zurück und hungrig - Kirsty McKay

Titel: Untot. Sie sind zurück und hungrig
Autor: Kirsty McKay
Original: Unfed
Band: 2/3
Verlag: Carlsen/Chickenhouse
Erschienen am: 23.08.2013
ISBN: 978-3551520531
Preis Softcover: 16,99€
Leseprobe






Autor

Kirsty McKay war Schauspielerin, bevor sie begann, dramatische Texte zu verfassen und für kommerzielle Theater in Großbritannien und Nordamerika zu schreiben. Erst seit wenigen Jahren widmet sie sich der Kinder- und Jugendliteratur. Kirsty wurde im Nordosten Englands geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in den USA und ist Vollzeit-Autorin.

Inhalt

Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen...

Erster Satz

Wenn man fünfzehn ist und dem Tod ins aufgerissene Maul starrt, dann gibt es noch nicht so wahnsinnig viel Leben, das an einem vorbeiziehen kann.
S.5

Meine Meinung

Okay... was soll ich sagen? Nachdem Band 1 mit einem Cliffhanger abschloss, geht es in Band 2 an genau dieser Stelle weiter, doch... eine Auflösung des Cliffhangers bekommt man nicht. Ich finde, Kirsty McKay ist es gelungen, diesen noch zu verstärken, indem sie Bobby ins Koma versetzt: Denn dadurch, dass der Leser - wie natürlich auch im ersten Band - alles aus Bobbys Sicht erfährt, fehlen ihm wie auch unserer Erzählerin einige Wochen und in denen ist viel passiert.
In diesem Band gibt es schließlich mehr Erklärungen zu den Hintergründen, die zu dieser Zombieapokalypse geführt haben, die Organisation dahinter wird näher beleuchtet und auch der Grund, warum der Impfstoff eigentlich entwickelt wurde, wird enthüllt. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg - und wie im ersten Band gilt hier einfach nur die Devise 'Lauf!', sonst kriegen sie dich. Zwischendurch dachte ich tatsächlich mal, sollte es zur Zombieapokalypse kommen... meine Kondition ist dafür nicht geeignet. Trotz dieser vielen Fluchten ist die Atmosphäre des Buches nicht atemlos und gehetzt, es finden sich immer wieder ruhige, amüsante und fast schon romantische Momente dazwischen.
Auch wenn einige Geheimnisse gelüftet werden, entstehen dafür wieder neue: Warum wurden Alice und Bobby getestet? Was hat das zu bedeuten? Um nur mal ein Beispiel zu nennen. So schafft die Autorin es, dass auch am Schluss wieder offene Fragen bleiben. Aber wenigstens empfand ich dies nicht als so dramatischen Cliffhanger wie in Band 1. Es hätte auch ein offenes Ende sein können, das dem Leser ermöglicht, sich selbst auszumalen, was mit den Freunden noch passiert.

Da Smitty verschwunden ist, findet sich in dem Krankenhaus, in dem die anderen drei untergebracht sind, glücklicherweise gleich Ersatz: Russ, der etwas von einem sanften Hünen hat, und der Alice sofort beeindruckt. Somit haben wir auch in diesem Band ein Quartett, was gut ist, denn nur mit Computergenie Pete und Quengeltante Alice hätte Bobby weder die Flucht noch die... Flucht geschafft. Es musste ein ausgleichender Charakter dabei sein.
Natürlich treffen die vier auch auf alte Bekannte, wie zum Beispiel Grace, die wieder eine Rolle spielt, ein ziemlich wichtige sogar. Doch dabei soll es nicht bleiben...
Ansonsten hat sich keiner der Charaktere großartig verändert, wenn man mal von Petes neuem Selbstbewusstsein, das ja schon im ersten Band anklang, und seiner damit verbundenen neuen Frisur absieht. Und da Smitty nicht da ist, erschafft sich Bobby (übrigens auch mit schicker neuer Frisur - Stoppelglatze) einen Gedanken-Smitty, der sie praktisch anfeuert und Sprüche zur Situation abgibt.

Wieder berichtet uns alles Bobby in ihrer stellenweise selbstironischen, humorvollen und manchmal ziemlich trockenen Art und Weise. Wie bereits der Vorgängerband liest sich auch dieses Buch schnell und zügig und ich wollte nicht aufhören damit.
Allerdings gab es einige Stellen, die ich seltsam fand, eine ist beispielsweise Bobbys erstaunliche Fitness, nachdem sie so lange Zeit im Koma lag. Das empfand ich als äußerst unlogisch (und mich hats tatsächlich gestört, dass sie da stellenweise kaum einen Tag nach dem Erwachen wie ein Äffchen rumturnt). Es gab noch anderes, was ich etwas zu gestellt und unnatürlich fand, aber ich will hier ja niemanden spoilern. Außerdem ist da immer noch dieses Etwas, das mir fehlt, die Begeisterung für das Buch und die Reihe, obwohl es an sich wirklich gut ist.

Fazit

Ein, zwei, drei Gegebenheiten fand ich unlogisch und/oder etwas zu gestellt und gewollt, doch im Großen und Ganzen kann auch der zweite Band der Untot-Reihe überzeugen: schöner Stil, besonders schön ist natürlich Bobbys Sicht auf die Dinge, und auch die neuen Fragen, die sich stellen, sowie die Klärung der alten sind gelungen.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Cosplay] Die Entstehung eines Hutes - Progress

Ich zeige euch diese Woche mal wieder aktuelle Bilder von meinem Werkeln (auch um mich selbst zu überzeugen: Du schaffst das... jawohl...). Und zwar den Hut, den ich fertig gestellt habe und der jetzt vor mir liegt, um mich zu motivieren.

Aber auch dieser Hut war mal... ja, was war er denn? Wonderflex, Schaumstoff und Stoff. Das war dieser Hut, bevor er zum Hut wurde.

Wonderflex... oder Hut?

Grundgerüst ist dieser Wonderflex-Bogen. Danach kam der Schaumstoff hinzu:

Schaumstoffgrundgerüst

Darüber kam ein Stoffbezug. Der erste (den ich nicht fotografiert habe) und dann der richtige aus dem richtigen und endgültigen Stoff. Vorher habe ich allerdings erstmal die Lilien angepasst, denn die waren zu lang und zu groß, die Knospen mussten weg.

Die Lilien vor ihrem Schnitt

Und dann sah das Ganze, mit Stoff und Lilien, irgendwann so aus:

Zwischenergebnis

Da fehlen noch ein paar Nähte, um die Falten rauszukriegen. Aber auch danach war das Ganze noch nicht fertig. Schleier fehlte mir noch.

Nadeln, Schleier und Hut ergibt... Arbeit ;)

Dann wurde der Schleier angesteckt und festgeheftet, was durch die Massen an Schleier stellenweise schwieriger war, als man denken würde.

gesteckt, aber noch nicht geheftet

Hier sieht man gleich mal, wie chaotisch das sein konnte. Schleier vorne, Schleier hinten, Schleier überall!

Schleier? Schleier!

Aber irgendwann war ich mal fertig und dann sah und sieht das Ganze so aus:

Fertig, juhu!

Ich bin ganz zufrieden damit, es kommt nur noch ein bisschen Sprühstärke hinten auf den Schleier und alles ist super. Wenigstens ein Teil ;)
Und? Gefällt er euch? Ich bin schon ganz zufrieden damit, denn ich hasse es, Hüte zu machen. Hüte sind böse. Jawollja.


Montag, 19. August 2013

[Kommentar] Untot. Lauf, solange du noch kannst - Kirsty McKay

Quelle
Erster Satz

Ich möchte lieber sterben als die alle noch mal wiedersehen.
S.5













Meine Meinung

Ich bin mal ganz ehrlich: Auf Zombieapokalypsen kann ich verzichten, bei der Vorstellung gruselts mich immer, aber Bücher dazu lesen, da bin ich immer dabei. Hier kommt es zu genau so einer Zombieapokalypse, als Bobby mit ihrer Klasse auf Klassenfahrt ist. Mit einem Mal sind alle... fast alle ihre Mitschüler tot und kommen dann wieder zurück. Außer ihr gibt es nur drei weitere Personen, die dem entgangen sind.

Und jede dieser vier Personen ist einzigartig, aber zugleich auch doch etwas klischeebehaftet. Den Anfang macht natürlich Bobby, die Außenseiterin, die zugezogen ist und keinen richtigen Anschluss findet. Neben ihr überlebt auch noch der rebellische Smitty mit seiner schwarzen Lederjacken und den Sprüchen. Dann gibt es noch Alice, die ehemalige Klassenschönheit und Diva, die selbst während der Apokalypse noch die Schminke erneuert und deren Haar einfach immer wie frisch gebürstet aussieht, sowie Pete, den blassen Computerfreak, der Nerd in der Runde. Auch wenn diese Charaktere doch an ein gewisses Schema erinnern, gibt es bei ihnen zumindest eine Entwicklung zu beobachten. Die Charaktere sind nicht starr, die Zombieapokalypse erfordert Veränderungen und das sie, insbesondere Pete, stellenweise über sich selbst hinaus wachsen. Dadurch wirken die Handlungen realistischer.

Auch die Tatsache, dass das Buch aus Bobbys Sicht geschrieben wurde und mit ihren Kommentaren und Gedanken durchsetzt ist, macht es sehr angenehm zu lesen (aber immer wieder auch sehr amüsant).

Trotzdem, obwohl es eigentlich lauter positive Eigenschaften hat, und ich das Buch in einem Rutsch weggelesen habe, bin ich in einem Zwiespalt. Untot lässt sich hervorragend lesen, aber es ist kein Buch, das mich irgendwie berührt, auf keiner Weise. Technisch und auch inhaltlich gefällt mir eigentlich alles, ich habe es auch gerne gelesen, aber es löst in mir weder einen Sturm der Begeisterung noch Abneigung oder ähnliches aus. Es ist ein Buch, das sich für mich nicht hervorhebt, mir fehlt das einfach noch das gewisse Etwas.

Samstag, 17. August 2013

[E-Rezension] Näher als du ahnst - Kris Benedikt

Titel: Näher als du ahnst
Autor: Kris Benedikt
Band: 1
Verlag: Edition Tingeltangel
Erschienen am: 07.03.2013
ASIN: B00BQVAF4S  
Preis E-Book: 2,99€
Leseprobe








Autor

Kris Benedikt
ist das, was herauskommt, wenn sich Christine Spindler und Thomas (Benedikt) Endl gemeinsam im Fantasieren ergehen.
Christine Spindler hat zahlreiche Krimis, Lovestories, Kinderbücher und vieles mehr verfasst, auch unter ihrem Pseudonym Tina Zang.
Thomas Endl ist zwar studierter Germanist, findet es aber seit seiner ersten Kurzgeschichte von 1999 viel spannender, sich selbst etwas auszudenken, als die Texte anderer zu analysieren. Er hat nicht nur etliche Anthologien mit herausgegeben, sondern schreibt u.a. Kinderbücher und er dreht Dokumentarfilme fürs Fernsehen.

Inhalt
April Stevenson weiß, wie es ist zu sterben - zu verbrennen, zu ertrinken, überfahren und verschüttet zu werden. Sie hat viele Tode durchlitten. Doch sie lebt weiter, körperlich unversehrt. Nur ihr Seele hat Schaden genommen, denn April leidet seit ihrer Kindheit an Visionen. Und jede einzelne davon ist wahr geworden.
Es ist eine schreckliche Gabe: Sie sieht den gewaltsamen Tod anderer Menschen voraus - und kann nichts dagegen tun. Erst als sie sich Detective Inspector Frederick London offenbart, scheint eine Rettung des nächsten Opfers möglich. Doch längst ist April selbst verstrickt in die tödlichen Entwicklungen.

Erster Satz

"Alles startklar? Also los jetzt."

Meine Meinung

Zuerst mal das Cover: Ich finde es wirklich schön, liegt bei mir zum Teil auch daran, dass ich diese Masken sehr mag und gerade diese hier wirklich ein Traum ist. Außerdem passt das auch zum Inhalt, denn Protagonistin April verbirgt sich aufgrund ihrer Fähigkeiten gerne vor der Außenwelt. Die Skyline, die hier zu sehen ist, findet sich auch im Buchlayout selbst wieder - ein sehr gelungener Übergang und auch sehr schön gestaltet, wie ich finde.

Bücher, die von Menschen mit Visionen handeln, faszinieren mich und daher habe ich mich gefreut, als ich das Angebot bekam, das Buch zu lesen. Die hier behandelte Fähigkeit ist sogar noch spannender als 'einfache' Visionen, denn April kann den Tod ihr nahe stehender Personen nicht nur sehen, sondern fühlt deren Qualen im Angesichts des Todes. Das ist eine wirklich fantastische Grundidee, die hier geboten wird. Die Verknüpfung von Alltagsgeschichten, unserer normalen Welt, und diesen Visionen finde ich sehr gelungen - ein Buch mit dem gewissen Quäntchen an Magie, genauso wie ich es mag.

Gerade Aprils Charakter ist sehr interessant gestaltet, aber auch die Figuren um sie herum. Insbesondere ihre Probleme mit der Außenwelt, mit den Reaktionen auf ihre Visionen sind großartig dargestellt. So zieht sie sich zurück und führt ein ziemliches Einsiedlerleben, um niemanden nahe zu sein. Somit bekommt das Buch einen wunderbaren Tiefgang, denn Visionen sind nicht nur positiv - das Autorenduo zeigt hier insbesondere auch die negative Seite. Das ist etwas, das man nicht sehr oft liest, und das dieses Buch aus der Masse hervorhebt.
Nur Aprils Verliebtheit und das daraus resultierende hat mir nicht so gut gefallen. Ein Mensch, der sich so zurückzieht und so abgeschieden lebt, verliebt sich so schnell und so extrem? Doch auch wenn mir persönlich dieser Teil nicht ganz gefallen hat, ist alles dennoch sinnvoll beschrieben, hier spielt mein persönliches Empfinden mit. Vielleicht liegt das auch daran, dass das Gefühlsleben der Charaktere oft nicht wirklich detailliert beschrieben wird, dass der Erzähler selbst keinen richtigen Einblick hat. Das hat mir gefehlt.
Bei den anderen Charakteren kann man stellenweise erahnen, dass diese noch in kommenden Bänden eine große Rolle spielen werden, und damit meine ich nur den wirklich wundervollen Frederick London, den ich schon nach diesem (viel zu kurzen Band) in mein Herz geschlossen habe.
Hervorzuheben ist auch Blue. Blue ist toll, Blue ist spitze, Blue hats drauf. Wer Blue ist? Nachlesen ;)

Fazit

Bis auf die Sache mit der Liebe, Aprils Innenwelt und die Tatsache, dass ich gerne mehr davon gelesen hätte, ist dies ein Buch, das wirklich liebevoll gestaltet ist und auch über eine spannende Idee verfügt. Da freue ich mich auf die Fortsetzungen.

Bewertung



Mein Dank geht an Christine Spindler für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 14. August 2013

[E-Rezension] Total durchgeknallt, die Jungs - Tina Zang

Titel: Total durchgeknallt, die Jungs
Autor: Tina Zang
Verlag: edition Tingeltangel
Erschienen am: 27.06.2013
ASIN: B00DP648CC
Preis E-Book: 4,99€
Leseprobe







Autor

Wie entstand das Pseudonym? Mein Mädchenname (bevor ich 1986 geheiratet habe) war Christine Zang. Um daraus ein Pseudonym zu machen, wurde aus Christine einfach Tina.
Unter dem Pseudonym Tina Zang schreibe ich Kinder- und Jugendbücher, sowohl Serien als auch Einzeltitel- Witzig, spannend und immer ein bisschen ungewöhnlich.

Inhalt

Hi, ich bin Flora, gerade 16 geworden und nicht zu verwechseln mit dem Hund auf dem Cover! Ich verrate dir schon mal, was du über diese Geschichte wissen solltest. Ich plane einen super Sommer. Wenn nur die Jungs nicht durchdrehen würden!
  • Mein Freund Theo beschwört Eifersuchtskrisen herauf, wenn mich andere Kerle auch nur ansehen. Dabei kann ich ihm, dem weltbesten Knutscher, keiner das Wasser reichen. Ob er auch der weltbeste Liebhaber ist, weiß ich noch nicht...
  • Mein Salsa-Partner Arik entdeckt eine völlig neue Seite an sich und mutiert zur Club- und Shoppingqueen. Allerdings richtet er damit ein heilloses Chaos an und ist drauf und dran, meine nigelnagelneue Freundschaft mit der wunderbaren Tessa zu ruinieren...
  • Yannick hat die weltschönsten grünen Augen und ist Vizeweltmeister geworden in... tja was? Er will es mir einfach nicht verraten! Muss ja was Oberpeinliches sein! Vielleicht Bobby Car Racing, Cheerleading oder Sumpfschnorcheln.
  • Und dann gibt es da noch die "die Verrückten", die kräftig dabei mithelfen, dass am Schluss keiner mehr weiß, wer von wem was warum will.
Au weia, drückt mir die Daumen, dass der Sommer nicht die volle Katastrophe wird!

Erster Satz

Für mich ist jeder Tag ein guter Tag und manche Tage sind sogar noch besser.

Meine Meinung

Wirklich durchgeknallt! Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Schon das Cover mutet so an, wie Flora und ihre Freunde drauf sind, einfach abgedreht, witzig und verdammt sympathisch.

Jeder Charakter ist wundervoll detailliert gezeichnet und fast jeder hat einen Tick: Ob das nun Arik ist, der so militant Vegetarier ist, dass nicht einmal Beschimpfungen wie "dumme Kuh" von ihm kommen würden, das geht einfach gar nicht und man kann ja auch vegetarisch schimpfen und fluchen, oder? Die Verrückten sind allesamt einfach verrückt, schwul, wirklich gruselige Tiere und ein Casanova. Aber alle drei dabei so liebevoll geschrieben, dass man sie einfach mögen muss. Eigentlich ist mir so ziemlich jeder Charakter sympathisch, die stecken einfach voller Liebe.
Nur Theo ist mit seinen Eifersuchtsanfällen da die Ausnahme, mit ihm ist nicht alles koscher (würde Arik das jetzt sagen oder nicht?). Aber es muss ja immer eine Figur geben, die nicht ganz sympathisch ist, sonst wäre es ja langweilig, oder?

Auch die Story an sich ist super: Es ist eine Teeniegeschichte, es dreht sich um Teenie-Sorgen und dabei lebt das Ganze wirklich von den Charakteren und vor allen Dingen auch von der spritzigen Flora, der Sicht das Buch richtig lesenswert macht. Flora erlebt einen Sommer, den sie nicht vergessen wird: Sie zieht zu den Verrückten, lernt viele neue Leute kennen und mögen und selbst ihre ziemlich beige und langweilige Mutter macht einiges an Veränderungen durch.
Wer jetzt denkt, er bekommt eine recht oberflächliche Geschichte geboten, irrt sich - Flora hat auch nachdenkliche Momente und gerade Ariks Dasein als Shoppingqueen bietet da einige Möglichkeiten.

Fazit

Wer eine wirklich amüsante und leichte Teenie-Sommer-Liebesgeschichte lesen will, ist hier verkehrt, denn Tina Zang bietet eine schnelle und witzige Geschichte mit sympathischen, zugleich aber auch sehr spleenigen Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss. Top!

Bewertung



Mein Dank geht an Christine Spindler für das Rezensionsexemplar. Danke dir!

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 13. August 2013

[Cosplay] Cosplayer-Vorstellung: Eternal_Moon

Fotograf: Kyuubi-chan; Quelle
Heute habe ich mal etwas anderes für euch, nämlich die liebe Eternal_Moon: Ich kenne sie jetzt seit... dem
Sindbad-Cosplay, also seit Mai 2010 und ich mag sie als Cosplayerin wirklich sehr gerne. Daher habe ich ihr einfach mal ein paar Fragen gestellt und ihr werdet ein paar ihr schönen Kostüme sehen ♥










1. Erzähl doch einfach mal kurz, wer du bist und wie du zum Cosplayen gekommen bist.

Fotograf: Kyuubi-chan; Quelle
Normal kennt man mich unter dem Namen Stefanie, aber alle nennen mich Steffi :) Ich bin 27 Jahre alt und komme aus Baden-Württemberg. Ich habe eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und arbeite nun schon seit 7 Jahren als Projektassistenz :) Ansonsten bin ich in der Cosplayszene als Eternal_Moon oder kurz Moonie bekannt :) Ich bin nun seit 8 Jahren Cosplayerin (mein Gott wie die Zeit vergeht). Ich weiß noch, wie ich auf meiner allerersten Convention war, das war damals die Bonenkai 2004 in Neustadt an der Weinstraße. Damals war ich noch ohne Cosplay. Und als ich das Congelände sah mit den vielen tollen Cosplayern und mich ganz in Zivil sah, habe ich entschlossen nie wieder auf eine Convention ohne "Kostüm" zu gehen. Danach hatte ich mich erst mal schlau gemacht, wie sich denn dieses "Kostümieren" nennt und was so dahinter steckt. Mein allererstes Cosplay war dann Fullmoon aus "Fullmoon wo Sagashite" 2005 zur Conneko in Ludwigshafen. Und da dies mein erstes Cosplay war, war ich damals auch noch recht unerfahren XD Ich konnte noch nicht nähen und die Perückensuche gestaltete sich auch als recht schwierig.
Aber mit der Zeit sammelt man da seine Erfahrungen, meine Oma hat mir das Nähen beigebracht und was die Perücken und Zubehörsuche angeht, so entwickelten sich auch mit der Zeit viele tolle Onlineshops, auf die man zugreifen konnte. Also nichts mehr mit billigen Faschingsperücken oder angesprühten Haaren *lach*


2. Was magst du am Cosplay? Was macht dir am meisten Spaß daran? 

Fotograf: _Castiel_; Quelle
Ich liebe es sehr, meine Lieblingscharaktere aus verschiedenen Anime, Filmen, Videospielen etc.... nachzuempfinden und mich voll und ganz in die Rolle der Person einzuleben. Bisher habe ich keine Charaktere gecosst, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte, denn das macht ein Cosplay auch für mich aus, nicht nur das Aussehen an sich, sondern auch der Charakter, den ich cosse :) Natürlich wähle ich meine Cosplay auch nach bestimmten Outfits aus, die mir besonders gut gefallen, aber der Charakter steht bei mir immer im Vordergrund :) Durch das Cosplay haben sich viele Freundschaften entwickelt und ohne diese Freunde könnte ich mir eine Convention und auch das tägliche Leben nicht mehr vorstellen, denn diese sind mir so ans Herz gewachsen, dass es einfach nicht mehr ohne sie geht :3
Ohne diese Freunde und Mitcosplayer, würde eine Convention auch nur halb so viel Spaß machen :) Wo ich schon beim 2. Punkt wäre, der Spaßfaktor :)
Am meisten Spaß macht es immer noch, in der Gruppe sich eine Serie auszusuchen und gemeinsam die Convention zu erleben. Jeder Charakter passt einfach wie die Faust aufs Auge zu mir und meinen Freunden und so wird die Convention einfach immer ein unvergessliches Erlebnis mit jeder Menge Spaß XD


3. Wie suchst du dir deine Cosplay-Charaktere aus? Hast du dabei ein Lieblingscosplay?

Fotograf: Ravenclaw; Quelle
Meine Charaktere suche ich mir zu 99% an den Charakteren aus, mit denen ich mich am Meisten identifizieren kann (das restliche 1% sind dann diejenigen, die ich einfach nur total cool finde XD). Ich stehe eher auf die Charakere mit viel Power, Witz und Durchsetzungsvermögen als auf die stillen, zurückhaltenden Charaktere :) Denn still, nein, das bin ich nicht *lach*
Mein Lieblingscosplay bzw. Lieblingscharakter ist Usagi Tsukino aus Sailor Moon. Mit dieser Serie bin ich aufgewachsen und Usagi ist einfach mein Liebling <3 nbsp="" p="">Hier ein paar meiner Lieblingscosplay von Usagi:
Link zu Prinzessin Serenity - Animexx
Link zur Fruitmaid-Version - Animexx
Link zur Winteruniform - Animexx
Link zur Version aus Episode 17 - Animexx
Link zu Neo Sailor Moon (Fanart) - Animexx
Ich weiß jetzt schon, dass noch viele Outfits von Usagi folgen werden, ihr dürft also gespannt sein :D


4. Was sind denn noch deine Cosplay-Wünsche? Was steht in nächster Zeit an? 

Fotograf: Lluna; Quelle
Wünsche habe ich sehr viele, die Liste ist nicht gerade kurz *lach*
Ein paar Wünsche möchte ich euch nicht vorenthalten :)

Das wäre Bayonetta (Videospiel: Bayonetta)
Ich liebe das Charakterdesign so sehr, aber bisher ist es einfach nur ein Wunsch, ob ich es jemals umsetzen werde, wer weiß? ^^

Wer hätte es gedacht, Eternal Sailor Moon (Sailor Moon)
Ein Cosplay, welches einfach sein muss XD Umsetzung, ... irgendwann ^^

Arwen (Herr der Ringe)
Ich bin zudem ein sehr großer Herr der Ringe Fan und als ich die Krönungsversion von Arwen das erste Mal gesehen habe, war ich hin und weg *_*


Fotograf: Kyuubi-chan; Quelle
Darunter wäre einmal Wedding Peach (aus Wedding Peach), Pikachu (aus Pokemon), Calliope (aus Disneys Hercules) und 1-2 Secret Cosplay, die noch nicht verraten werden ;) Dann ist für dieses Jahr erst mal Pause angesagt, bis dann die "Saison 2014" ansteht, wobei jedoch jetzt schon fleißig geplant wird ;)
Ich nächster Zeit werden noch 3-4 Cosplay für dieses Jahr anstehen.










Fotograf: Kyuubi-chan; Quelle
Vielen Dank, liebe Moonie. Ich mag ihre Sailor-Moon-Kostüme wirklich sehr und finde, Moonie ist richtig wandelbar. Sie hat so viele verschiedene Kostüme, da ist für jeden was dabei. Ich hoffe, euch hat der etwas andere Cosplay-Beitrag auch gefallen ;) Nächste Woche gibt es mal wieder Progress-Bilder, denn ich bin gerade sehr fleißig.

Was denkt ihr? Schaut auf alle Fälle bei Moonie auf Animexx vorbei ♥









Die Bilder stammen nicht von mir, dürfen aber mit Erlaubnis der Fotografen und des Models verwendet werden.