Dienstag, 30. Juli 2013

[Cosplay] Perücken-Progress

Ich hab letzte Woche an meiner Perücke gearbeitet, da sie mir zu dünn war. Hier seht ihr mal ein paar Bilder davon:


vorher, sehr dünn, gerade hinten

Materialien: Zweitperücke, P-Kopf, Schere, Nadel, Faden

Hier sieht man gut, wie dünn sie ist

Das hier war meine Zweitperücke:


An ihr seht ihr ganz gut, wo ich mir die Tressen rausgeschnitten habe. Für Perücken-Unwissende, das sind die kleinen Dinger da in der Mitte, wo das Haar dran geknüpft ist. Zum Perücke voluminöser machen näht man diese Tressen in die Hauptperücke ein. Und zwar so:

Angeheftete Tresse

An dem folgenden Bild seht ihr noch mal gut, wie dünn diese Perücke teilweise war. Vergleicht doch mal diese dünne Tresse mit der oben, die ich angeheftet habe. Wahnsinn, oder? Allerdings ist das hier die Hauptfarbe, die ich brauche.

Viel zu dünne Tresse

Das Endergebnis

Tja, Fotos von vorne, von hinten hats leider nicht funktioniert, weil mein Fotograf... alle Bilder verwackelt hat. Aber schon hier sieht man ganz gut, dass die Perücke doch etwas dicker geworden ist.
Das komische Ding darauf? Grundstock für einen angehenden Hut, aber dazu in einem anderen Post mehr.
Die Perücke an sich ist auch noch nicht fertig. Vorne muss sie noch bearbeitet werden. Dazu hab ich schon Strähnen abgeteilt und einen Part fertig, den anderen muss ich schneiden, davor habe ich noch einen gewissen Respekt ;)
So... Perücken-Post :D
Seh ich nicht bezaubernd aus? ;)

Montag, 29. Juli 2013

[Kommentar] Die Schwere des Lichts - Patti Callahan Henry

Erster Satz
Es gibt wunderbare und schreckliche Momente im Leben einer Frau.
S.7













Meine Meinung

Was für ein wunderbares und warmherziges Buch! Patti Callahan Henry ist hier ein sehr einfühlsames und leicht melancholisches Buch gelungen, welches mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Es ist eine Geschichte, wie sie überall und jederzeit geschehen kann: Der Tod von Ellies Mutter löst in ihr etwas aus, eine Art Kettenreaktion, die jede Menge Steine ins Rollen bringt. Dazu eine Ehe, die nicht mehr so glücklich ist, ein Mann, der scheinbar seine Gefühle für seine Frau weggeschlossen hat und ebendiese Frau, die nun, nachdem die Tochter aus dem Haus ist, unglücklich mit ihrer Situation ist. Und dann gibt es da noch diese große Liebe, die nun wieder auftaucht und noch mehr durcheinander bringt.

Das Buch ist voller Gefühle und Romantik, die dabei immer wieder auf harte und scheinbar gefühllose Charaktere trifft. Teilweise wurde ich wirklich melancholisch, denn Ellies Leben erschien mir wirklich traurig, zumindest an manchen Stellen. Es schien einfach alles so verhext und so unmöglich, den richtigen Weg aus diesem Dilemma zu finden. Manchmal schien Ellie es zu schaffen und dann kamen doch wieder irgendwelche Schwierigkeiten und Gegenwehr, so dass sie in ihre alten Gewohnheiten verfiel. Es bleibt immer dieser leicht bittere, etwas schwere Beigeschmack.

Patti Callahan Henry lässt hier drei Ebenen geschickt und nahtlos miteinander verschmelzen: Die Szenen aus der Vergangenheit zeigen ihre Beziehung zu Hutch, ihrer großen Liebe. Dann gibt es noch die Gegenwart, ihre Eheprobleme und ihre Suche nach einer eigenen Identität. Außerdem ist da das Tagebuch ihrer Mutter, welches zwar nicht direkt eingebunden wird, aber dennoch vieles beiträgt.
Auch der wunderschöne Schreibstil der Autorin lässt viele Bilder entstehen, die einen zu Ellie und ihrer Welt mitnehmen.

Es sind tolle Charaktere, sehr realistische, die auch der Nachbar von nebenan sein könnten. Ellie ist unzufrieden, unglücklich und hat vieles, über das sie nachdenken muss. Rusty, ihr Ehemann, wirkt dagegen kalt, sehr zufrieden mit sich und seinem Leben, aber eben gefühllos. Es ist ein Nebeneinander, kein Miteinander. Hutch, die große Liebe, ist ein ganz anderer Typ, voller Leben, voller Gefühle, ein besonderer Mann, der jedoch auch nicht perfekt ist. Der wohl schwierigste Charakter ist Ellies Mutter Lillian: Man empfindet wohl keine richtige Sympathie für sie, sie ist verbittert und unnahbar, dennoch schafft es Patti Callahan Henry, dass ich zumindest Verständnis für ihre Handlungen und ihr Wesen entwickele, wenn auch keine Sympathie. Dazu kommen noch weitere Charaktere, die alle sehr liebevoll, detailliert und bildreich beschrieben werden.

Ein ganz besonderes Ereignis, das einen wichtigen Part des Buches darstellt, ist das sogenannte Jubilee. Dort kommt alles, was so im Meer kreucht und fleucht für eine Nacht an den Strand, man kann es praktisch mit den Händen fangen, es kriecht einem in den Eimer. Ein magischer Moment für die Leute, die dort leben, aber auch ein magischer Moment für den Leser. 

Fazit

Ein sehr berührendes Buch, ein sehr herzerwärmendes Buch, das zugleich auch melancholische Töne ansteht. Patti Callahan Henry besticht nicht nur durch lebensnahe Charaktere, sondern auch durch die bildhafte Sprache und die Geschichte, die sich einfach ins Herz schleicht.

Quellen
Cover
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Samstag, 27. Juli 2013

[Rezension] Dreams 'n' Whispers - Kiersten White

Titel: Dreams 'n' Whispers
Autor: Kiersten White
Original: Supernaturally
Band: 2/3
Verlag: Loewe
Erschienen am: 01.06.2012
ISBN: 978-3-7855-7239-9
Preis HC: 17,95€
Leseprobe





Autor

Kiersten White hat einen großen Mann und zwei kleine Kinder. Sie lebt in San Diego, nahe dem Meer, wo sie ihre Tage vollkommen normal verbringt. Diese Fülle an Normalität hat dazu geführt, dass sie alle paranormalen Dinge absolut faszinierend findet – unter anderem Feen, Vampire und Popkultur.

Inhalt

Sportstunden, Zickenkrieg auf der Mädchentoilette und ein eigener Spind! Evie ist glücklich, endlich das Leben eines gewöhnlichen Teenagers zu führen. Doch Normalsein kann auf die Dauer auch ziemlich … langweilig sein.
Als die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler Evies Hilfe braucht, zögert sie nicht lange – und schon überschlagen sich die Ereignisse: Ihr Exfreund Reth konfrontiert sie mit niederschmetternden Enthüllungen über ihre Vergangenheit und im Feenreich bahnt sich ein Kampf an, bei dem es um niemand anders geht als – Evie selbst.

Erster Satz

Oh piep, ich würde sterben.
S.9

Meine Meinung

Beim zweiten Band der 'Lebe-lieber-übersinnlich'-Reihe ist die Grundfarbe des Cover dieses Mal ein bezauberndes Pink (gäbe es das als Tapete, ich wäre dabei!) und Evies Gestalt darauf ist in Grau abgebildet. Noch immer finde ich das Farbkombination sehr harmonisch und die Muster darauf geben dem Ganzen einen kleinen Extrakick.

Spannend geht es auch im zweiten Band weiter, dennoch gefällt mir der Vorgänger besser. Warum? Das kann ich immer noch nicht beantworten.
Das Schöne ist, dass in diesem Band Evies ernste Seite mehr zum Vorschein kommt, aber auch ihre verpiept amüsante und schräge Lebenseinstellung (und pinke!) wird wieder schön dargestellt. Besonders toll sind natürlich die Highschool-Momente, denn immerhin gehen Evies Wünsche da endlich in Erfüllung. Es ist wirklich die Mischung, die es hier macht: Kiersten White gelingt es Alltag, Liebesprobleme und Zukunftsängste mit Evies Arbeit für die IBKP zu vereinen, dabei kommt natürlich auch Evies 'Lieblingself' Reth nicht zu kurz. Besonders auch diese Kombination aus menschlichen sowie paranormalen Freunden und diesen Spagat, den sie damit leistet, ist immer wieder lesenswert.
Auch die Geschichte entwickelt sich beständig auf das große Finale in Band drei hin und Evie erfährt neue Dinge, die alles in ein neues Licht rücken. Außerdem beweist Kiersten White mit ihren frischen Ideen und tollen Charakteren jede Menge Einfallsreichtum. Auch dieses Außerkraftsetzen von Klischees gefällt mir wirklich verpiept gut - vor allen Dingen Evies Blicks auf die Paranormalen, wie beispielsweise die Vampire, ist da immer wieder für eine Überraschung gut und stellt das allgemeine Bild ebendieser ziemlich auf den Kopf.
Dennoch scheint die Geschichte stellenweise zu stagnieren und 'dümpelt' etwas vor sich hin. Man hat das Gefühl, dass Evie in ihrer Identitätskrise steckt und sich weder vorwärt noch rückwärts bewegt. An und für sich verständlich, doch in diesem Band finde ich wenig Entwicklung bei ihr.

Auch neue Charaktere gibt es wieder, doch dabei werden die alten Charaktere nicht außer Acht gelassen. Über so manchen von ihnen erfährt man neue, eher überraschende Dinge und so langsam fängt alles an, sich zu erklären.
Schön fand ich hier übrigens die Traumsequenzen mit Vivian - hier ist Evie ganz anders und man erfährt doch noch mehr von ihr und ihren Sorgen. Auch Vivian wirkt hier sehr anders. Absolut tolle Szenen!
Leider kam dafür Lend ziemlich kurz, den ich doch sehr vermisste. Schade, denn die Momente zwischen Evie und Lend gehören für mich doch immer wieder zu den Highlights, denn die beiden sind ein absolut bezauberndes Paar. 
Neu in der Riege sind nicht nur die paranormalen Wesen, mit denen Evie nun zusammenarbeitet, sondern auch Jack. Jacks wahre Geschichte verbirgt sich jedoch hinter einer sehr flapsigen und etwas zu lockeren Fassade. Und irgendwie wollte dieser Klassenclown-Charme bei mir nicht so richtig ankommen. Zu ihm, obwohl er definitiv ein sehr spannender Charaktere ist, hatte ich so überhaupt keinen Draht zu ihm. Dazu war seine Motivation, sein Hintergrund doch noch etwas zu oberflächlich beschrieben. Tiefgang nicht wirklich vorhanden.
Von Reth wusste ich auch nach diesem Band immer noch nicht, was ich denken sollte. Er bleibt einfach dieser undurchschaubare Charakter, der scheinbar immer noch ein weiteres und weiteres Geheimnis in der Hinterhand hat. Er überrascht einen doch immer wieder von Neuem!

Fazit

Auch Band 2 birgt wieder viele Überraschungen und Wendungen und macht eindeutig Lust auf den nächsten Band. Man kann wirklich sagen, dass das Buch von Evie und ihrer Art und Weise lebt. Und verpiept noch mal, ich liebe diese Reihe!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Donnerstag, 25. Juli 2013

[Rezension] Flames 'n' Roses - Kiersten White

Titel: Flames 'n' Roses
Autor: Kiersten White
Original: Paranormalcy
Band: 1/3
Verlag: Loewe
Erschienen am: 06.06.2011
ISBN: 978-3-7855-7238-2
Preis HC: 17,95€
Leseprobe





Autor

Kiersten White hat einen großen Mann und zwei kleine Kinder. Sie lebt in San Diego, nahe dem Meer, wo sie ihre Tage vollkommen normal verbringt. Diese Fülle an Normalität hat dazu geführt, dass sie alle paranormalen Dinge absolut faszinierend findet – unter anderem Feen, Vampire und Popkultur.

Inhalt

Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund – einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.

Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist – ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.
Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!

Erster Satz

'Moment mal! Hast du etwa gerade - du hast doch wohl nicht gegähnt!'
S.9

Meine Meinung

Schon die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Das fängt an mit dem Cover, dessen Farbkombination aus Grau und Pink ich sehr mag - zwei meiner liebsten Farben. Auch die Frauenfigur und das tapetenähnliche Muster finde ich schön. Doch auch die innere Gestaltung passt. Das fängt mit den Titel an: Diese sind - passend zum Buch und zum Inhalt - in Pink gehalten und haben einen grauen Hintergrund, der graue und pinke Rosen am Rande hat. Auch die Seitenzahlen sind in Pink, einfach super! Hier hat das Buch in der Gestaltung ein Gesamtkonzept bekommen, das einfach nur stimmig ist.

Auch der Inhalt gefällt mir verpiept gut! Verpiept? Wenn ihr wissen wollt, warum Protagonistin Evie so flucht, solltet ihr wirklich mal einen Blick in das Buch und rausfinden, was Evies beste Freundin Lish damit zu tun hat. Ich kann es nur empfehlen.
Man könnte beim Anblick des Covers und der exzessiven Verwendung der Farbe Pink damit rechnen, dass man eine Jugendromanze oberster Kitschgüte serviert bekommt, dem ist aber nicht so. Stattdessen bietet Kiersten White eine humorvolle Fantasygeschichte, die durch die Romanze zwischen Evie und Lend noch etwas Würze bekommt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Evie erzählt, welche auch immer die Situation kommentiert - oft mit viel Ironie oder Sarkasmus. Allgemein fand ich, dass der Erzählstil von einem sehr trockenen Humor geprägt war, viel Witz und Humor vorkam. Doch auch dass Evie Teenie ist, kam immer wieder deutlich durch.
Diese Kombination mit den paranormalen Wesen und der IBKP sorgt wirklich für Lesevergnügen. Es ist interessant, wie viele unterschiedliche Wesen es in Evies Welt gibt. Auch wenn die Methoden des IBKP nicht unbedingt meine Sache sind, finde ich die Idee dieser Behörde irgendwie super spannend und interessant.

Die Charaktere sind toll. Angefangen mit Evie und ihrem Pink-Tick sowie dem Piep-Fluchen. Evie ist einfach nur super. Sie hat Humor, ist leicht sarkastisch, shoppt gerne und ist ein sehr eigener Typ. Ich mag sie. Als sie auf Lend trifft, zeigt sie stellenweise auch eine andere Seite. Die Gespräche der beiden gefallen mir sehr gut, auch weil die beiden nicht einfach sofort eine Beziehung beginnen und von Anfang an total ineinander verliebt sind. Das ist überhaupt sehr positiv an dem Buch: Diese Beziehung entwickelt sich nur langsam, nebenbei und ist nicht hauptsächlich.
Dann gibt es da noch Reth, die Superfee. Die superunsympathische Fee, sehr undurchschaubar und sehr beängstigend - zumindest stellenweise. Reth ist ein wunderbarer Gegenpart zur offenen und amüsanten Evie.
Raquel ist ein ebenso undurchschaubarer Charakter, passend zu ihrem Job als Leiterin der Abteilung, für die auch Evie arbeitet.

Fazit

Mein Monatshighlight, definitiv! Evie ist supersympathisch und die Erzählweise, dieser viele Humor, der aus jedem Satz kommt, liebe ich! Da muss ich gleich den nächsten Band verschlingen!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Mittwoch, 24. Juli 2013

[Rezension] Pandemonium - Lauren Oliver

Titel: Pandemonium
Autor: Lauren Oliver
Original: Pandemonium
Band: 2/3
Verlag: Carlsen
Erschienen am:
ISBN: 978-3551582843
Preis HC: 17,90€
Leseprobe





Autor

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn. 

Inhalt

Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

Erster Satz

Alex und ich liegen nebeneinander auf einer Decke im Garten der Brooks Street 37.
S.7

Meine Meinung

Nachdem ich den Schluss von 'Delirium' sehr offen fand und einfach nur wissen wollte, wie es weitergeht, fand ich den Anfang dieses Buches etwas enttäuschend. Aber bevor ich dazu komme, erstmal kurz zum Aufbau, denn das ist mit ein Grund für den Abzug einer Brille in der Wertung: In diesem Buch ist die Besonderheit, dass die Kapitel zwischen 'Jetzt' und 'Damals' springen. Zum Einen beschreibt Lena die Zeit, in der sie gerade agiert und sich befindet. Auf der anderen Seite sind da die Erinnerungen an damals, nach ihrer erfolgreichen Flucht, die Zeit, in der sie sich in der Wildnis arrangieren muss und vor allen Dingen den Verlust von Alex überwinden muss. Dieses 'Damals'-Kapitel sind mein Problem, gerade am Anfang, denn obwohl die Gruppe, welche Lena aufnimmt, sie auch zu integrieren versucht, versinkt Lena in Selbstmitleid und Depressionen. Außerdem beklagte sie sich dauernd nur und jammerte über ihr Schicksal. Und auch wenn das wohl in gewisser Hinsicht verständlich ist, ging es mir nach einer Weile wirklich auf die Nerven. Das war für mich doch ein Minus.
Aber die Abwechslung durch die Zeitsprünge hat das Ganze deutlich erträglicher gemacht. Ich fand es faszinierend, wie Lauren Oliver die Zeitstränge miteinander verwoben hat und wie man Stück für Stück den Plan der Rebellen sowie Lenas Leben nach der Flucht erfährt.
Unglaublich gemein, das muss man so sagen, waren die vielen Cliffhanger in den 'Jetzt'-Kapiteln. Doch unübertroffen ist da der Schluss. Mit praktisch einem Satz schafft Lauren Oliver es tatsächlich, dass ich einfach nur platt war. Und sie insgeheim auch verfluchte, denn das ist wirklich ein Cliffhanger von ungeheurem Ausmaß. Unglaublich!

Zum Charakter Lenas muss ich sagen, dass ich die neue Lena aus den 'Jetzt'-Kapiteln deutlich interessanter finde und die Entwicklung definitiv gut heiße. Sie ist erwachsener geworden, deutlich intelligenter und hat eindeutig mehr Biss. Das gefällt mir. Natürlich muss sie dafür durch diese harte Zeit gehen, dennoch empfinde ich diesen Teil einfach als übertrieben. Ihr Leiden wird zu stark und übertrieben und langatmig dargestellt.
Auch die anderen Rebellen sind interessante Charaktere - sie sind vielfältig und einzigartig, jeder mit seiner eigenen Leidensgeschichte.
Und dann gibt es da noch Julian. Lange Zeit wusste ich wirklich nicht, was ich von ihm halten soll. Erst relativ spät habe ich mir meine Meinung bilden können. Julian ist somit definitiv ein spannender Charakter, in ihm vereinen sich einige Gegensätze. Und es kommt mir so vor, als wüsste nicht nur ich als Leserin, sondern auch Julian selbst nicht so genau, wer er ist und wo er steht. Dieser Selbstfindungsprozess ist schön beschrieben.

Bei Lauren Oliver schätze ich vor allen Dingen ihren locker leichten und sehr flüssigen Schreibstil. Durch die beiden Erzählstränge baut sich ein wirklich raffiniertes Gesamtkonzept auf. Denn gerade durch die vielen Cliffhanger darin steigert sich die Spannung ungemein, wenn man auf den nächsten Part hinfiebert.

Fazit

Leider konnte mich die erste Hälfte nicht so überzeugen, dafür ist die Spannung im weiteren Verlauf wirklich groß, dafür sorgen die beiden Erzählstränge sowie die vielen Cliffhanger. Diese sind allerdings kein Vergleich mit dem unglaublichen Cliffhanger am Ende!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Dienstag, 23. Juli 2013

[Cosplay] Ein Kleiderschrank-Cosplay - Gwen Tennyson

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder ein Kostüm von mir. Oder eher zwei? Eine Person, zwei Outfits.
Ich darf vorstellen: Gwen Tennyson aus der Fernsehserie 'Ben 10 - Alien Force' und 'Ben 10 - Ultimate Alien'.
Gwen ist die Cousine von Protagonist Ben, sie ist die eher Erwachsene und Vernünftige. In beiden Serien hat sie magische Fähigkeiten.

Hier die Variante 'Alien Force':

Alien Force

Das war in meiner Cosplay-Anfangszeit ;) Hier sieht man, dass Gwen in diesem Teil einen blauen Pulli trägt, sowie offenes Haar.


Dieses Bild ist das einzige, das einen Festplattentod überstanden hat, und somit das einzige, das ich in der Variante 'Ultimate Alien' besitze.

Ultimate Alien

Aber dafür mag ich es umso mehr ;)
In dieser Staffel trägt Gwen praktisch das gleiche Outfit, dafür aber einen roten Pulli und einen Zopf, den man hier aber nicht sieht.


Gwen war eine schnelle Entscheidung. Es ging auf ein kleines Treffen in der Nähe, ich wollte kein zu auffälliges Kostüm, aber auch nicht in Zivil erscheinen. Da ich zu der Zeit total auf dem 'Ben 10'-Trip war und alles dafür daheim hatte, war Gwen eine schnelle Wahl. Die Perücke hatte ich auch bereits, war eigentlich für ein anderes Kostüm gedacht - zu diesem komme ich irgendwann auch einmal ;)
Obwohl Gwen wirklich 'nur' ein Kleiderschrankkostüm ist, mag ich sie sehr. Ich finde, sie passt sehr gut zu mir vom Aussehen her.

Übrigens kannte auf dem Treffen keiner 'Ben 10', da kam es doch zu einigen lustigen Versuchen rauszufinden, wer ich bin. An zwei Sachen erinnere ich mich noch:
- Du erinnerst mich an Harrys Mom, Lily, als sie noch jung war.
- Du siehst aus wie der eine Hauptcharakter aus Doktor Who.

Hat beides nicht gestimmt ;) Aber gut zu wissen, wen ich mal cosplayen könnte, wenn ich wollte, oder? :D
Was denkt ihr über dieses Kleiderschrank-Cosplay? Es muss nicht immer aufwendig sein, oder?

Montag, 22. Juli 2013

[Rezension] Herzblut. Gegen alle Regeln - Melissa Darnell

Titel: Herzblut - Gegen alle Regeln
Autor: Melissa Darnell
Band: 1/3
Original: Crave
Verlag: Darkiss
Erschienen am: März 2013
ISBN: 978-3862785131
Preis broschiert: 12,99€
Leseprobe





Autor

Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten "True Blood" und probiert gern neue Haarfarben aus.

Inhalt

Wenn zwei Herzen in deiner Brust schlagen und du für deinen Freund zur größten Gefahr werden kannst - was würdest du tun?
Als Kinder waren sie wie Seelenverwandte. Doch auf der Jacksonville High leben sie wie in zwei Welten. Denn Tristan gehört zur elitären Clann-Clique. Und es vergeht kein Schultag, an dem Savannah den Hass der anderen Clanns nicht zu spüren bekommt ? Dennoch fühlt sie sich immer noch die besondere Verbindung zu Tristan. Als plötzlich dunkle Kräfte in Savannah erwachen, offenbart ihr Vater ihr ein erschütterndes Blutsgeheimnis. Jetzt weiß sie, warum die Clanns sie ablehnen und warum sie Tristan nicht lieben darf: Sie alle haben eine magische Gabe, aber Savannah ist anders - und kann für Tristan zur tödlichen Gefahr werden! Und trotzdem siegt Savannahs Sehnsucht, als Tristan sich heimlich mit ihr treffen will...

Erster Satz

Vorsichtig näherte ich meinem bewusstlosen Freund, der an einen Stuhl gefesselt war. 
S.7

Meine Meinung

Beim Cover kann ich mich nicht entscheiden, was ich davon halten soll. Grundsätzlich finde ich diese Kombination aus roten Blütenhintergrund und weißem Kleid sehr schön. Auch dass die junge Frau fast ein Herz formt, gefällt mir. Aber irgendwie schreit diese Art von Cover zugleich auch 'Vampirbuch, Vampirbuch!'. Ich bin mir nicht schlüssig, was ich denken soll.

Auch inhaltlich habe ich einige Kritikpunkte und war nicht vollkommen überzeugt. Savannahs Art ist eher selten, sie ist ein Dhampir. Das fand ich grundsätzlich einen interessanten Anhaltspunkt, auch die Tatsache, woher ihre Eltern kommen und dass ihr Vater ein Vampir ist, passt da natürlich sehr gut.
Trotzdem finde ich vieles hier etwas problematisch: Man erfährt praktisch nichts über die Vampire und ihre Gemeinschaft, ihre Gedanken und ihr Vorgehen. Vielleicht wird das ja in Band 2 genauer erwähnt, dennoch hat mir das einfach gefehlt, es ist alles sehr einseitig.
Die magischen Fähigkeiten an sich haben mir auch sehr gut gefallen, nur es wird diesen viel zu wenig Zeit gewidmet. Stattdessen konzentriert sich fast alles, das sich nicht mit Savannah und Tristan beschäftigt, auf Savannahs Hobby und so wichtig ist dieses für den Story-Verlauf auch nicht. Dadurch bekommt das Buch streckenweise etwas sehr Langatmiges.

Auch das Benehmen der Charaktere ist oft sehr stereotyp. Das gilt besonders für die Nebencharaktere, die auftreten: Cheerleader-Zicken, ein mobbender, ach so lustiger bester Freund, die superkluge und männerverachtende intelligente beste Freundin, das Lästerdummerchen vom Dienst usw.
Aber auch Savannah und Tristan handeln teilweise ziemlich vorhersehbar und immer wieder gleich. Vor allen der typische Teenager-kann-nicht-mit-Eltern-reden-Konflikt wird hier wirklich auf die Spitze getrieben und geht einem nach einigen dieser inneren Monologe diesbezüglich doch etwas auf die Nerven. Positiv an der Beziehung der zwei war hingegen ihre Traumverbindung. An und für sich nichts Neues, hat aber doch für Abwechslung gesorgt und war eindeutig besser als die vielen Klischees im wachen Leben.

Wie so oft hab ich hier viele schöne Ansätze gefunden, z.B. auch Savannahs Oma und ihre Tees sowie Amulette, die immer nur kurz abgefertigt wurden. Das finde ich einfach sehr schade. Die Erwachsenen waren hier die eindeutig interessanteren Charaktere, wurden aber immer kurz abgehandelt.

Zum Stilistischen muss ich sagen, dass ich den Perspektivenwechsel zwischen Savannah und Tristan - jeweils als Ich-Erzähler dann - auch gut fand. Das hat das Ganze etwas aufgelockert. Nur die Betrachtung einer Situation aus zwei Blickwinkeln war meistens erzähltechnisch nicht notwendig und hat den Lesefluss dann doch gebremst.

Übrigens hat die Autorin es trotz meiner vielen Kritikpunkte geschafft, meine Neugierde auf den nächsten Band zu wecken. Auch weil ich hoffe, dass die Seite der Vampire da nun auch mehr Platz erhält.

Fazit

Ich habe eine Menge zu kritisieren gehabt, darunter auch die vielen Klischees bezüglich Teenager. Dennoch ist meine Neugierde auf Band 2 geweckt (auch wenn ich immer noch finde, dass man das Buch hätte deutlich straffen können, da zu viel Nebensächliches zu genau beschrieben wurde).

Bewertung



Mein Dank geht an den Darkiss-Verlag sowie Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Mittwoch, 17. Juli 2013

[E-Rezension] Das Tal. Die Katastrophe 1.2. - Krystyna Kuhn

Titel: Die Katastrophe
Autor: Krystyna Kuhn
Band: 2/8
Verlag: Arena
Erschienen am: 10.10.2010 (Printausgabe)
ASIN: B00AAT67LC
Preis E-Book: 6,99€
Leseprobe






Autor

Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen sowie zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit Vorliebe Thriller und Krimis. „Schneewittchenfalle“ war Krystyna Kuhns erster Jugendroman. Für ihr literarisches Werk wurde Krystyna Kuhn bereits zweifach für den Frauenkrimipreis nominiert.

Inhalt

Mitten in den kanadischen Wäldern liegt das berühmte Grace-College, Ausbildungsschmiede für Hochbegabte. Doch seltsame Dinge gehen in dem abgeschlossenen Tal vor sich: Warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden? Was hat es mit der Gruppe Jugendlicher auf sich, die Mitte der 70er in den Bergen verschwanden? Julia und ihre Clique sind ahnungslos, als sie ihr erstes College-Jahr beginnen. Doch sie werden bald herausfinden, dass im Tal nichts ist, wie es scheint. Und dass sie alle nicht ganz zufällig an diesem Ort sind.
Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghosts, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den 70er Jahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Und doch machen sich Katie und ihre Freunde auf den Weg. Aber am Berg wird sehr schnell klar, wer zum Freund wird, wer ein Feind ist. Und als dann noch ihre Führerin, die Cree-Indianerin Ana, spurlos verschwindet, sind die College-Studenten völlig auf sich gestellt. Niemand von ihnen ahnt, dass ein gefährlicher Schneesturm heraufzieht.

Erster Satz

Irgendwo stürzte ein Stein die Felsen hinab, schlug in seinem Fall mehrfach gegen die Wand und das dumpfe Geräusch des Aufpralls wiederholte sich noch lange als Echo, als der Felsbrocken schon längst auf die glatte Oberfläche des Lake Mirrors eingeschlagen und innerhalb weniger Sekunden hinab auf den Grund des Gletschersees gesunken war.
S.5

Meine Meinung

Nach dem spannenden Ende des ersten Bandes konnte ich es nicht erwarten, hier weiterzulesen und habe mir recht schnell den zweiten Band besorgt.

Auffallend ist natürlich der Perspektivenwechsel: Hat im ersten Band noch Julia den Großteil der Geschichte erzählt, erlebt man dieses Abenteuer nun aus der Sicht von Katie. Diesen Wechsel fand ich angebracht, denn den Großteil von Julias Geschichte kennt man ja nun schon, während die anderen Protagonisten doch noch ziemlich geheimnisvoll bleiben. Gerade Katie ist in dieser Hinsicht im ersten Band besonders ausgefallen (wenn man jedoch darüber nachdenkt, weiß man auch kaum etwas über die anderen Charaktere).

Erzähltechnisch setzt der Band einige Monate nach dem Todesfall wieder an und geht dabei insbesondere auf die acht - angeblich - verschwundenen Studenten ein, deren Gedenkstein die Protagonisten im letzten Buch entdeckt haben. Das ist natürlich ein besonders interessanter Punkt, da ja auch Julias Verhältnis zu diesen Studenten einiges an Potenzial birgt. Übrigens gibt es auch einige wenige Kapitel aus ihrer Sicht, die zur Aufklärung des Ganzen beitragen.
Nicht nur die verschwundenen Studenten sind hier ein großes Geheimnis, auch die Charaktere bleiben definitiv sehr geheimnisvoll. Man weiß einfach nichts über sie, erfährt sehr wenig und nur häppchenweise Details. Das macht das Ganze doch noch spannender. Dazu gibt es noch das Grace College, das ebenfalls nicht unbedingt die offenste Schulpolitik ausführt und dazu noch der Gletschersee, bei dem sich viele Fragen stellen: Temperatur, keine Fische usw. Statt einer Klärung von bestehenden Fragen, kommen immer mehr neue Fragen dazu und das kleine Fragezeichen, das ich beim ersten Lesen schon über dem Kopf hatte, wurde mit jeder Seite noch größer.
Nichtsdestotrotz strotzt das Buch wieder vor lauter spannenden Elementen und man fiebert doch gerade auf der Klettertour mit.

Zu den bereits vorhandenen Protagonisten kommen in diesem Band wieder zwei neue Charaktere dazu, die allerdings nicht zur Aufklärung von Fragen beitragen, sondern eher noch neugieriger machen: Ana, die Bergführerin, und Paul Forster, Sohn des Lehrers Forster, der Katie wiederum auf dem Kieker hat. Beide sind so gestaltet, dass man wieder praktisch nichts über sie weiß und somit diese ganze Unsicherheit und das Unwissen einfach noch mehr verstärkt werden.
Ich fand Katie von allen Charakteren im letzten Band den, der mich am meisten interessiert hat und hab mich deshalb gefreut, dass ihre Sicht hier beschrieben wird. Es gab wirklich einen schönen Einblick in ihr Leben und ihre Gedankenwelt sowie die Vergangenheit. Wie auch Julia (und Robert) trägt sie eine eher unschöne Vergangenheit in sich verschlossen, die auch einiges von ihrem Benehmen erklärt. Man wird nicht gleich mit der kompletten Leidensgeschichte konfronitiert, sondern erfährt im Verlauf des Buches immer mehr Details, die sich am Ende wie ein Puzzle zusammensetzen.
Schade fand ich, dass kein kleines Kapitel die Sicht der zurückgebliebenen Freunde beschreibt, obwohl ich auch nicht traurig war, dass Debbie keine Rolle spielte. Selbst die Szenen am Anfang haben mir gereicht, und das nicht nur aufgrund ihres Charakteres, sondern auch aufgrund der Art und Weise, wie die anderen sie behandeln - Mobbing vom Feinsten aufgrund ihrer Figur. Ich mag so etwas einfach nicht, auch wenn sie ein nerviger Charakter ist.

Fazit

Ein mehr als nur gelungene Fortsetzung, die wieder vor Spannung trotzt. Wermutstropfen war das Fehlen von Charakteren, wie beispielsweise Robert, der das Ganze sicherlich noch interessanter gestaltet hätte.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Dienstag, 16. Juli 2013

[Cosplay] Aktueller Nähstand

Hallo, hallo!

Und schon wieder Zeit für den Cosplay-Dienstag. Im Moment nähe ich ja immer mal wieder, wenn ich dazu komme und hab gerade meine Faulheit überwunden, daher dachte ich mir, es gibt diese Woche mal ein, zwei Progressbilder für euch.
Momentan bin ich an einem Oberteil dran und zwar ist es das zweite Probestück. Das erste war ganz gut zum Entwickeln eines groben Schnittmusters. Dieses hier wird jetzt an den Reifrock angepasst. Dass es nicht zu hundert Prozent sitzt, werdet ihr auch sehen (außerdem hat es eine super unvorteilhafte Farbe :D). Es ist noch zu lang, die Schulter sitzt zu weit unten und durch die Länge wellt es sich auch an den Seiten seltsam. Dafür sind Probestücke ja glücklicherweise da, nicht wahr?
Genug geschrieben, hier ein Bild einer unvorteilhaften Farbe, eines nicht sitzenden Oberteils, eines lustigen Puffärmels und eines bezaubernden Reifrockes:

Alles andere als perfekt sitzender Look





Sitzt noch furchtbar, ne? Und Absatzschuhe hatte ich auch keine an, darum schleift der Rock auf dem Boden.
Trotzdem ist dieses Probestück schon mal ein großer Fortschritt. Man merkt auch den nicht perfekten Sitz an der Mittelnaht. Aber das wird alles noch. Schritt für Schritt, nicht wahr? ;)

Hier bewahre ich den Reifrock übrigens auf, wenn er nicht gerade aufgebaut ist, wie hier:

Reifrockkiste

Ich arbeite weiterhin an meinem Probestück - ich bin ja nicht sooo nähbegnadet wie manch anderer und brauche mehr Zeit - bis es dann irgendwann sitzt. Erstmal kürzen und Schulter etwas hochnehmen. Vielleicht bin ich ja nächstes Jahr oder so fertig :D

Was denkt ihr? Seid ehrlich ;)

Sonntag, 14. Juli 2013

[Rezension] Der dunkle Magier - Michael Scott

Titel: Der dunkle Magier
Autor: Michael Scott
Original: The Magician
Band: 2/8
Verlag: cbj
Erschienen am:
ISBN: 978-3570401200
Preis TB: 9,99€
Leseprobe





Autor

Michael Scott ist einer der erfolgreichsten und profiliertesten Autoren Irlands und ein international anerkannter Fachmann für mythen- und kulturgeschichtliche Themen. Seine zahlreichen Fantasy- und Science Fiction-Romane für Jugendliche wie für Erwachsene wurden in über 20 Ländern veröffentlicht. Michael Scott lebt und schreibt in Dublin.

Inhalt

Die abenteuerliche Jagd nach dem magischen Buch, mit dem allein Nicholas Flamel sich seine Unsterblichkeit erhalten kann, geht weiter! Flamel und die Zwillinge Josh und Sophie sind nun in Paris gelandet, der Geburtsstadt Flamels. Nur ist Nicholas´ Heimkehr alles andere als friedlich, denn Dr. John Dee – der dunkelste aller dunklen Magier – hat in Paris in dem skrupellosen Niccolò Machiavelli einen gefährlichen Verbündeten. Dee und Machiavelli beschwören nicht nur alle Mächte der Unterwelt, es gelingt ihnen auch noch, Josh auf ihre Seite zu ziehen und Zwietracht zwischen den Zwillingen zu säen. Höchste Zeit, dass Sophie in der zweiten magischen Kraft ausgebildet wird: der Feuermagie. Und es gibt nur einen in Paris, der sie darin ausbilden kann: der Graf von Saint-Germain – Alchemist, Abenteurer und Geheimagent!

Erster Satz

Ich sterbe.
S.7

Meine Meinung

Ich war ja bereits vom letzten Band sehr begeistert und dieser Band steht dem Vorgänger in nichts nach. Was ich in der Rezension zu Band 1 nicht erwähnt habe, ist das Cover. Und dieses ist ein absoluter Traum und Eyecatcher. Die goldenen Prägungen fühlen sich nicht nur super an, sondern geben dem Ganzen auch einen sehr mystischen Touch. Die Symbole, die gewählt wurden, passen wiederum hervorragend zum Inhalt und so klären sie sich im Verlauf des Buches auch auf. Ich kann einfach nicht die Finger von diesem Buch lassen, da es mir einfach so gut gefällt.

Wenn ich es kurz halten würde, wäre meine Meinung ungefähr so: Ich will mehr, ich muss weiterlesen, einfach super!
Aber gar so kurz will ich es dann doch nicht halten.

Dieses Mal reisen die Protagonisten nach Paris, der Heimatstadt von Nicholas Flamel. Dort treffen sie auf neue Verbündete und neue Feinde. Und beide Seiten haben unglaublich faszinierende Charaktere. Die Geschichten und Hintergründe bleiben einfach spannend. Das gilt sowohl für die 'menschlichen' als auch die übernatürlichen Mächte, die hier kämpfen und unterstützen. Tatsächlich will ich nicht zu viel vorweg nehmen, das bringt einen ziemlich um das Lesevergnügen. Nur so viel, dass gerade die Unterstützung von Flamel mich wirklich begeistert hat.
Einen der neuen Antagonisten kann ich jedoch schon mal erwähnen, Niccolò Machiavelli. Mal abgesehen von dem wirklich klangvollen Namen und dem interessanten geschichtlichen Hintergrund, ist Machiavelli eine spannende Figur. Er arbeitet mit Dee zusammen, aber steht nicht hinter ihm. Seine Gedanken und sein Handeln dienen eigenen Zwecken und er traut dem dunklen Magier Dee auch nicht. Gerade die Szenen, in denen Dee und Machiavelli interagieren, empfand ich als sehr interessant, denn hier werden eindeutig psychologische Kämpfe auf hohem Niveau ausgetragen.

Aber auch die bereits bekannten Protagonisten entwickeln sich weiter. Man merkt immer mehr, wie Josh und Sophie sich leicht entfremden, wie sie anfangen ihre eigenen Wege zu gehen und wie die fehlenden Fähigkeiten von Josh sie entfremden. Der schleichende Prozess ist einfach fantastisch geschrieben.
Auch Perenelle muss wieder ihre einsamen Kämpfe kämpfen und bleibt dabei mein favorisierter Charakter. Doch nahezu jede beschriebene Figur hat ihren eigenen Charme und ist einfach nur faszinierend.

Ich bewundere wirklich Michael Scotts Fähigkeit, so viele Mythen, Religionen, Geschichten und Figuren miteinander zu verknüpfen und dabei diese faszinierende Welt entstehen zu lassen. Flamels Universum ist einfach wahnsinnig detailreich und zeugt zugleich von einem für mich unglaublichen historischen Wissen.

Fazit

Auch dieser Band konnte mich wieder fesseln und sofort mit den Zwillingen mitfiebern lassen. Ich hatte das Gefühl, an ihrer Seite durch Paris zu flüchten, gegen übernatürliche Wesen um mein Leben zu kämpfen und einfach mitten drin im Geschehen zu sein. Hinzu kommen die vielen Details, die sowohl Mythen als auch wahre historische Fakten beinhalten, und zu einem großen, spannenden Universum verknüpft wurden.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Samstag, 13. Juli 2013

[Rezension] Lilienträume - Nora Roberts

Titel: Lilienträume
Autor: Nora Roberts
Original: The Last Boyfriend
Band: 2/3
Verlag: Blanvalet
Erschienen am:
ISBN: 978-3442381449
Preis TB: 9,99€
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Autor

Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück - denn inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Inhalt

Listen, Pläne, Organisation – Owen Montgomery hat alles im Griff. Zumindest beruflich. Der Umbau des alten Hotels, den er zusammen mit seinen Brüdern Beckett und Ryder und ihrer Mutter in Angriff genommen hat, geht gut voran und auch sonst läuft in seinem Leben alles wie geplant. Doch eine Sache hat er nicht auf einer Liste stehen gehabt: seine Jugendliebe Avery MacTavish. Denn der Rotschopf schleicht sich immer öfter in seine Gedanken, die sich doch eigentlich mit Inneneinrichtungen und der großen Eröffnung des BoonsBoro Inn beschäftigen sollten. Ist seine erste große Liebe vielleicht die Liebe seines Lebens?

Erster Satz

Ein voller, runder Wintermond ergoss sein Licht über die alten Mauern des Hotels am Markt von Boonsboro.
S.9

Meine Meinung

Und weiter geht die romantische Blütentrilogie - dieses Mal mit meiner Lieblingsblume im Titel und auf dem Cover. Zu eben diesem Cover ist erwähnenswert, dass sich auf allen drei Bänden der Blüten/Boonsboro-Trilogie das gleiche Haus befindet. Nur die Umgebung wurde verändert: Im ersten Teil Rosenzauber (siehe Rezension) überwiegen eindeutig Blautöne. Nicht nur im Himmel, sondern auch der Zaun ist blau. Zusätzlich sind vorne Rosen darauf zu sehen - natürlich passend zum Namen. Der vorliegende Teil hat mehr Braun-Orange-Töne, auch der Zaun ist verändert worden. Und natürlich sind statt der Rosen die wunderschönen Lilien in der Abenddämmerung zu sehen. Der im Dezember erscheinende dritte Teil wird nicht nur Fliedernächte heißen, sondern auch Flieder und einen Nachthimmel auf dem Cover haben. Diese Entwicklung gefällt mir persönlich sehr gut, auch die Idee, das gleiche Haus mit wenigen vordergründigen Änderungen zu verwenden ist zwar leicht gemacht, aber zugleich auch sehr schön.

Ebenso romantisch wie der erste Teil begann, geht auch hier die Geschichte um die drei Brüder weiter. In diesem Buch kommt Owen, der Organisierte, Vernünftige und der mit den Plänen unter die Haube. Zugleich findet die Eröffnung des wunderschön gestalteten Hotels Boonsboro Inn statt und Mutter Justine kommt mit vielen neuen Ideen um die Ecke. Außerdem gibt es ja noch Geist Lizzy, über die alle endlich mehr erfahren wollen. Man sieht, es ist wieder viel los im Hause Montgomery.

Es bleibt bei sehr sympathischen Charakteren, die einem das Gefühl geben, man könnte beispielsweise in Averys Pizzeria auftauchen und wäre sofort sehr willkommen. Man fühlt sich einfach wohl mit ihnen.
Hier treten ja nun insbesondere das angehende Liebespaar Avery und Owen in den Vordergrund. Sehr sympathisch ist ihre Art und Weise, wie sie zum Paar werden. Am Anfang minimales Drama, doch dann übernimmt eine wirklich traumhafte Selbstverständlichkeit der Beziehung die Oberhand. Passt natürlich auch sehr gut zu dem Hintergrund der Jugendliebe.
Ohne das kleine große Drama am Schluss kann es natürlich nicht enden und so bekommt Avery beängstigenden Besuch, durch den alles ins Wanken gerät. Dadurch entwickelt sie sich natürlich weiter, aber auch schon vorher erlebt man, wie sie als tüchtigte Geschäftsfrau auftritt und dabei ebenfalls an Stärke und Selbstbewusstsein dazu gewinnt. Außerdem eine kleine Warnung: Lest das Buch keinesfalls hungrig, es macht Appetit, wenn Avery ihre Köstlichkeiten kocht.
Auch Owen muss natürlich Rückschläge einstecken und daraus lernen, bleibt aber trotz seiner unglaublich organisierten Art und Weise, seinen tausend Listen, ein sehr netter Kerl. Sehr ruhig, sehr höflich, sehr... organisiert.

Fazit

Auch der zweite Band der Reihe kann sich absolut lesen lassen: Die romantischen Beziehungen sind dabei angenehm und nicht zu vordergründig, stattdessen gibt es neue Ideen und Aufträge sowie einfach sympathische Beziehungen und Menschen. Eine tolle Reihe.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.


Freitag, 12. Juli 2013

[Rezension] Das Geheimnis des Felskojoten - Sanna Seven Deers

Titel: Das Geheimnis des Felskojoten
Autor: Sanna Seven Dears
Verlag: Ullstein
Erschienen am: 12.07.2013
ISBN: 978-3548285146
Preis TB: 8,99€
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Autor

Sanna Seven Deers ist geborene Hamburgerin. Sie heiratete einen kanadischen Indianer und zog mit ihm in die Wildnis der Rocky Mountains. Dort leben die beiden mit ihren vier Kindern.

Inhalt

Die 26-jährige Serena wird durch einen Anruf ihres Bruders in Angst und Schrecken versetzt: Fabian, ein begabter Physiker, ist den dunklen Machenschaften eines mächtigen Konzerns auf die Spur gekommen und in Nordamerika untergetaucht. Von vorahnungsvollen Träumen geplagt, macht Serena sich gemeinsam mit Fabians Freund, dem Indianer Shane Storm Hawk auf, ihren Bruder zu finden. Die Suche, bei der sie schnell selbst zu Verfolgten werden, führt sie durch den Westen der USA bis nach Kanada. Serena fühlt sich stark zu Shane hingezogen, doch nun stehen auch ihre Leben auf dem Spiel. Sie muss auf die mystischen Zeichen vertrauen, nicht nur um Fabians Willen, sondern auch um ihrer Liebe zu Shane eine Chance zu geben.

Erster Satz

Der Mond schien hell.
S.9

Meine Meinung

Ich bin ja nicht der Coverkäufer, sondern orientiere mich eher an Titeln. Aber dieses Cover gefällt mir gar nicht: Die indianische Zeichnung, die natürlich perfekt zum Inhalt passt, gefällt mir an sich sehr gut, wenn ich sie jedoch im Gesamtbild betrachte, finde ich das ganze Cover einfach nur komplett überkitscht. Der rosa Hintergrund, der idyllische, sich spiegelnde Hintergrund, dazu noch die Zeichnung und der Titel.... das ist mir persönlich viel zu viel und viel zu kitschig. So ein Buch würde ich normalerweise nicht kaufen und es mit einem Blick links liegen lassen.

Aber nun zum eigentlichen Inhalt des Buches: Wie man an Titel und Cover ja schon sieht, ist das Leitmotiv des Buches der Kojote. Leider ist dieser für mich zu offensichtlich eingebaut. Stellenweise war es auch nicht passend, wirkte sehr gewollt, aber weniger gekonnt. Die Grundidee des Kojoten, seines indianischen Hintergrundes und der Vergleich zur Einstellung von uns Weißen, finde ich eigentlich sehr interessant. Die Umsetzung von ihm als indianischem Leitgeist eher misslungen. Zu offensichtlich, zu gewollt, zu viel.

Vielleicht liegt das auch an mir und meinem Büchergeschmack, aber grundsätzlich fand ich den Stil und viele Gespräche etwas zu pathetisch formuliert. Sehr hochtrabend, sehr übertrieben. Ich denke, indianisch-philosophisch war hier der Ansatz, welcher aber eben auch nur ein Ansatz bleibt. Trotz scheinbar tiefgehender Themen bleibt der Roman sehr oberflächlich und die wundervollen Diskussionansätze, die Kontroversen zwischen zwei so verschiedenen Kulturen werden sofort ausgemerzt, indem Protagonistin Serena praktisch zur Indianerin wird - vom Aussehen, vom Denken, vom Verhalten. Mögliche Streitpunkte, die diese Unterschiede und auch Spannungen hätten super darstellen können (und dabei dem Buch definitiv mehr Würze verliehen hätten), werden durch Serenas Verhalten einfach sofort entschärft.

Das bringt mich zu den Protagonisten: Ich habe sie auf 395 Seiten begleitet, wobei sie allerdings immer oberflächlich blieben und kaum Tiefe gezeigt haben. Die familiären Hintergründe der drei Protagonisten waren spannend, aber die Charaktere verdammt flach. Nach Beenden des Buches weiß ich kaum etwas über die drei, dass nicht einfachen, niedergeschriebenen Tatsachen entspricht.
Die Beziehung, die hier entsteht, ist ja von vornherein vorbestimmt und sehr offensichtlich. Dieses langsame Aneinandergewöhnen und Verlieben auf einer sehr intensiven Reise und Suche ist durchaus eine Liebesgeschichte, die ich sehr schätze, vor allen Dingen, weil die beiden nicht schon nach fünfzig Seiten keuchend irgendwo an einer heiligen Stätte im Moos liegen und sich gerade von erschöpfenden Tätigkeiten erholen. Doch durch die mangelnde Beziehung meinerseits zu den Charakteren blieb auch dies einfach eher langweilig und nicht berührend.
Einziger Charakter, den ich wirklich genial finde: Tiger. Einfach super, ehrlich! Immer wenn er dabei war, musste ich wenigstens etwas Schmunzeln und hatte somit zumindest eine Gefühlsregung beim Lesen.

Der Kriminalteil der Geschichte war zu kurz. Er war schlicht und einfach zu kurz. Einen Großteil des Buches verbringen Serena und Shane mit der Suche nach Fabian und mit der Deutung von Zeichen der Geistern. Und dann, urplötzlich lösen sie plötzlich alles und treten zu dritt gegen ein unglaublich gut ausgerüstetes Unternehmen an, schleichen sich dort mehr oder minder problemlos ein. Ja... das ist dann einer dieser Punkte, die ich immer wieder absolut blöd finde. Ja, ihr habt richtig gelesen: blöd. Anders kann ich es nicht ausdrücken, denn es ist so unrealistisch, dass drei Leute eine derartige Organisation hochgehen lassen und diese Dinge vollbringen, die sich in dem Buch schaffen. Mal abgesehen davon, dass es viel zu schnell geht.
Grundsätzlich war das Krimigrundthema auf einer spannenden Frage aufgebaut, die es definitiv wert ist, dass man sich damit beschäftigt. Allerdings habe ich mir doch mehr davon erhofft. Man weiß zwei Drittel des Buches nicht, warum Fabian überhaupt auf der Flucht ist und im letzten Drittel wird dann alles überstürzt abgehandelt.
Und die drei Antagonisten, die Serena und Shane verfolgen, sollten witzig geschrieben sein, das gelingt allerdings überhaupt nicht. Ich empfand sie als nervig und überzogen und auch ziemlich unnötig. Zugleich sind das die einzigen Antagonisten, die man wirklich kennen lernt. Ein Kopf der Organisation oder zumindest die Person, die den dreien ihre Anweisungen gibt, ist nicht vorhanden - eindeutig auszubauen.

Fazit

Wieder ein Buch, das seine durchaus guten Ansätze ziemlich seicht und oberflächlich behandelt. Eigentlich hatte ich mich gerade auf die Indianerthematik sehr gefreut, wurde dann aber schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückversetzt. Auch der Krimiteil blieb sehr unterdurchschnittlich trotz der - ich wiederhole mich gerne - fantastischen Grundgedanken, die dahinter stecken.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.