Freitag, 31. Mai 2013

[Rezension] Singleton Soul - Mara Laue

Titel: Singleton Soul
Autor: Mara Laue
Verlag: Goldfinch
Erschienen: Februar 2013
ISBN: 978-3940258274
Preis broschiert: 12,95€
Leseprobe







Autorin

Mara Laue lebt als freie Schriftstellerin und Künstlerin am Niederrhein. Ihre Hauptgenres sind Krimis, Science-Fiction-, Fantasy- und Gruselromane sowie Lyrik.


Inhalt

Ein schlechtgehendes Büro für Privatermittlungen, ein stressiger Spagat zwischen Observierungen und dem Unterrichten an einer Kampfsportschule, obendrein ein undurchsichtiger Ex-Söldner als Mieter – Rowan Lockharts Neustart im heimatlichen Edinburgh nach der Scheidung von ihrem japanischen Ehemann lässt sich alles andere als gut an. Da kommt ihr der Brief von Captain Finn Macrae gerade recht, in dem er sie mit der Überwachung seiner Frau beauftragt.

Doch bevor Rowan mit ihm Kontakt aufnehmen kann, ist Macrae tot: Selbstmord. Er soll militärische Geheimnisse verraten haben. Obwohl die Beweise für seine Schuld erdrückend sind, beginnt Rowan nachzuforschen und sticht damit in ein Wespennest – mit gefährlichen Folgen.

Erster Satz

Sanft schimmerte der kleine Rest des Singleton rotbraun am Grund der meergrünen Flasche.
S.7 

Meine Meinung

Das Cover zeigt schon mal einen der Orte, an denen die Charaktere des Buches viel Zeit verbringen werden, in dem Fall das 'Guildford Arms', eine kleine Bar. Mit dem Regen davor finde ich das Bild sehr stimmungsvoll und es passt einfach perfekt zur Geschichte.

Dieses Buch ist übrigens nicht das erste Buch, das mit einem Single Malt Whisky zu tun hat und seinen Namen davon erhält. Mara Laue hat bereits den Krimi Talisker Blues dazu veröffentlicht. Ich muss sagen, dass mir die Idee ganz gut gefallen hat und ich am Abend dann tatsächlich ein Glas Whisky, wenn auch keinen Singleton, getrunken habe, weil das Lesen und das viele Trinken darin mir plötzlich Gelüste verschafften. Der Singleton bietet einen roten Faden, der sich durch das Buch zieht, auffällig, aber nicht aufdringlich, sehr schön eingearbeitet. Natürlich passte das gerade zum 'Guildford Arms' einfach fantastisch.

Auch die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, es war ein solider Detektiv-Krimi, der einen den Abend definitiv versüßt, wenn man ihn liest. Nur der Schluss hat für mich nicht so gut reingepasst - vorher waren die Ermittlungen allesamt sehr interessant, eine logische Fährtensuche und dabei etwas unaufgeregt, der Schluss hingegen war etwas hektisch und übereilt. Allgemein hat mir die Spurensuche einfach gut gefallen: Rowan denkt nach, beobachtet, entdeckt auch noch die kleinsten Details und fügt diese dann zu einem nicht gerade leicht lösbaren Puzzle zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Instanzen, von Polizei, Militärpolizei bis hin zum ehemaligen Söldner oder dem zuständigen Journalisten fand ich sehr interessant.

Rowan ist dabei auch noch ein spannender Charakter: Sie verbindet schottische Gepflogenheit mit japanischem Ehr- und Lebensgefühl; leitet neben dem Detektivbüro auch noch eine Kampfschule, ist Großmeisterin. Diese Verbindung ist schlicht und einfach nur faszinierend. Doch auch die anderen Protagonisten um sie herum sind gut gelungen: Ob nun Bill, der leitende Ermittler, der Journalist oder ihr neuer Untermieter Lennox, ein Söldner mit kleinen Problemen, alle sind sehr fein ausgearbeitet und es macht einfach Spaß, mit ihnen den Fall zu erleben.

Und ich habe einen Funken Hoffnung: Das Ende würde zulassen, dass ein weiterer Band mit diesen Charakteren entsteht - eigentlich ist es so gestaltet, dass eine Fortsetzung folgen muss. Zumindest meiner Ansicht nach. Und das würde mich definitiv freuen, denn diese Charaktere würde ich gerne weiter begleiten und mit Rowan in einem neuen Fall ermitteln.

Fazit

Insbesondere die Protagonisten tragen diesen klassischen, aber absolut lesenswerten Detektivkrimi - aber auch die Story ist spannend und voller interessanter Wendung. Ein gelunges Buch.

Bewertung



Danke an Blogg dein Buch sowie den Goldfinch-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.  
 

Donnerstag, 30. Mai 2013

[BaBü] August Ganter

Neben den Büchern und interessanten Aktionen, auf die ich aufmerksam werde, möchte ich mit euch auch ein wenig in die Vergangenheit reisen und euch ein paar bekannte Dichter und Schriftsteller vorstellen, die gerade in unserer Gegend ihren Sitz hatten.

Heute wäre das August Ganter, Dichter in der alemannischen Mundart. Er ist gerade in dem Bereich, in dem ich lebe und wohne aktiv gewesen.
1862 wurde er in Oberkirch geboren, hat aber in verschiedenen Städten wie Baden-Baden und Karlsruhe eine Ausbildung zum Lehrer absolviert und endete schließlich in Freiburg (im Breisgau), wo er den Großteil seines Lebens verbrachte.
Seinem Geburtsort blieb er jedoch treu, stattete ihm immer wieder Besuche ab und verfasste zur 600-Jahr-Feier der kleinen Stadt auch ein Gedicht mit dem Titel "Oberkirch - 600 Jahre Stadt". Für diese Liebe erhielt er auch den Ehrenbürgertitel der Stadt.

Anfangs war er, wie so manch Schriftsteller, nur Gelegenheitsdichter und zwar, das Besondere bei ihm, in der alemannischen Sprache von hier unten. Um die Jahrhundertwende herum war seine größte Schaffenszeit, auch die, in der er viele Liebhaber und Leser gewann. Die kleinen Verse beschäftigen sich viel mit dem Alltag des Menschen, Sorgen und Kummer und ähnliches.

Ich habe euch natürlich auch zwei Gedichte rausgesucht:

V'rständiga
(aus: Silwerdischtle us em Schwarzwald)

Franzosa, nowli Lüttli, wuhne
E Woche drei ball in d'r Krune.
O, 's gfallt ne sölli uf em Wald!
Bloß mit em Schwätze habbert's halt.
Dütsch kinne si no nit e Schnok.
Des isch e G'wurgs als un e G'frog!
Un 's Krunewirts v'rstihn französisch
Grad wia ne Wasserschapf chinesisch.
Do brucht's als g'hörig Rueß un Salz,
Bis dia enand begriffe-n als.
Doch d' Wirdi un d' Madam, dia bleich,
Dia kumme-n allewil als z' Streich.
's Verständiga, des hen sie los;
Do drinne sin sie meh as groß.
Gescht z'owed hen sie Brodis g'ha;
D Französi, selli luegt en a.
Sie het dem Brodis nit recht traut;
Sie stupft dra rum un schmeckt und kaut.
Sie düdet druf un lacht so schlau
Un piepst: "Sein wohl miau, miau?"
"Oh, nei," het d' Wirdi z' Antwort gä,
"Nix, nix miau, - mäh, mäh, - mäh, mäh!


Und:

D´ Küechli
 

(aus: Dannezapfe usem Schwarzwald)

D´ liab Mueder bacht Küechli; d´r flachsköpfig Bue,
der lährt in d´r Biw´l un luegt ere zue.

"Du, Müederli", sait´r, "was bisch au so still?"
"Eh", meint sie, "eh, wil i nit schwätze grad will".

"Weisch", sait´r, "des Stillsi, i ka´s nit v´rtrage;
gang, Müederli, sag ebbs." - "Was soll i denn sage?"

"He", meint´r un blettert druf los in sim Büechli,
"De kinntsch emol sage: Wottsch nit au e Küechli?"


Na, habt ihr viel verstanden? Oder ist Übersetzungsbedarf?

Quellen

Autorenvita
Gedichte

Mittwoch, 29. Mai 2013

[Rezension] Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen - Albert Borris

Titel: Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen
Autor: Albert Borris
Original: Crash into me
Verlag: Carlsen
Erschienen: Mai 2013
ISBN: 978-3551582768
Preis HC: 13,90 €
Leseprobe






Autor

Albert Borris hat im Himalaya Schneeleoparden gejagt, ist durch Island getrampt und hat an Ultra-Marathons teilgenommen, aber die größte Herausforderung ist für ihn immer noch die Arbeit mit Jugendlichen. Sein erstes Buch, das jetzt bei Carlsen auf Deutsch erscheint, überzeugt durch authentische Stimmen und einen ehrlichen Umgang mit einem schwierigen Thema.

Inhalt

Weil Owen aber auch der letzte Selbstmord-Versuch misslingt, sucht er im Netz nach Gleichgesinnten und trifft auf Frank, Audrey und Jin-Ae. Sie beschließen zusammen Richtung Death Valley zu fahren, um sich dort gemeinsam umzubringen. Auf dem Weg dorthin wollen sie die Grabstätten berühmter Selbstmörder besuchen, wie die von Hunter S. Thompson, Anne Sexton oder Kurt Cobain. Und schreiben Listen mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen: für Sports Illustrated schreiben, Sex haben oder Gitarre spielen lernen. Das ist gar nicht so wenig, und so langsam wächst die Erkenntnis, dass es sich trotz allem lohnen könnte weiterzuleben. Kann diese Fahrt doch noch anders enden als im Death Valley?

Erster Satz

Bei meinem dritten Versuch, mich umzubringen, nahm ich einen Strick.
S.

Meine Meinung

Bereits der erste Satz wird jeden, der noch nicht selbst vor dieser Wahl stand, erschrecken und aufwühlen, da bin ich mir ziemlich sicher. Prägnante erste Sätze sind für mich wirklich wichtig und dieser hier ist es definitiv, prägnant und einprägsam.

Selbstmord ist keine leichte Thematik, in der Art, wie sie hier dargestellt wird, leider noch viel zu selten vertreten. Albert Borris ist es gelungen, auf eine feinfühlige und dabei doch sehr direkte Art und Weise einen Einblick in die Gedanken von selbstmordgefährdeten Jugendlichen zu gewähren. Dieses Buch ist sicher beeindruckend, wenn auch nicht immer positiv zu sehen. Vier Jugendliche auf Selbstmord-Sightseeing-Tour quer durch Amerika, eine durchaus auch makabre Angelegenheit, wenn sie ihren gemeinsamen Selbstmord planen oder Gräber und Schreine von prominenten Selbstmördern besichtigen.
Der Ich-Erzähler Owen wird hier von Chat-Protokollen unterstützt, die zeigen, wie die Idee zu dem Trip entstand, wie die vier sich kennen lernten und wie sie das Ganze planten. Außerdem gibt es immer wieder Listen zu zehn Dingen (die schönsten Selbstmordarten, die schönsten Arten ohne Selbstmord zu sterben). Zwischen den Protagonisten gibt es auch immer wieder Gespräche über ihre Selbstmorde, Klinikaufenthalte und Erfahrungen, aber sie stellen sich auch Fragen über andere Menschen. Besonders hängengeblieben ist mir dabei die Frage, ob die Menschen, die 2001 aus dem World Trade Center sprangen, Selbstmörder waren oder ermordet wurden.
Bei manchen Gesprächen kann es einem eiskalt über den Rücken laufen, ganz egal, ob man auch mal ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder ein vollkommen unbeschriebenes Blatt in der Hinsicht ist.

Die Protagonisten sind voller Menschlichkeit, Fehler und Probleme und eben suizidal veranlagt. Jin Ae ist Asiatin, steht unter dem Druck ihrer Mutter, alles perfekt und richtig zu machen, doch zugleich ist sie auch homosexuell veranlagt. Tragischerweise ist ihre Geschichte für mich so real, weil so viele asiatische Kinder unter so einem Zwang der Eltern sind, was mich immer wieder wütend macht... Dann gibt es noch Frank, der seinen Körper nicht richtig und Kontrolle hat, der trinkt und seinem Vater alles recht machen will, aber nicht kann. Audrey hat eine Narbe am Kopf, als sie versuchen wollte, sich mit der Bratpfanne zu erschlagen und Owen, der Ich-Erzähler hat auch seine tragische Geschichte, die im Verlauf des Buches offenbart wird.

Das Cover ist verdammt gut gelungen, wie ich finde. Auf der Vorderseite der Blick aus einem sargförmigen Grab, auf der Rückseite der Blick darauf. Ein schlichter Blickfang, der schon viel über das Buch aussagt. Beim Titel bin ich da immer noch am Schwanken, einerseits ist er echt super, andererseits verrät er auch schon recht viel. Doch hier in diesem Buch ist tatsächlich der Weg das Ziel, selten hat dieses Sprichwort für mich so zu einem Buch gepasst, wie hier.

Fazit

Albert Borris gibt einen geradezu beängstigenden Einblick in die Reise von vier selbstmordgefährdeten Jugendlichen und ihre Psyche. Einfach nur gelungen.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Text entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.  

Dienstag, 28. Mai 2013

[Cosplay] Konata - Lucky Star

Jeden Dienstag gibts ein bisschen was aus meiner kleinen Welt der Cosplays. Entweder ihr seht einen Fortschritt oder ein Kostüm. Heute gibts mal ein bisschen von beidem.

Ich möchte euch heute mal mein erstes selbstgenähtes Cosplay vorstellen. Es ist nicht das erste an sich, aber das erste, das ich selbst genäht habe. Zumindest große Teile davon ;)

Vorbild ist diese junge Dame hier:

Konata Izumi - Lucky Star

Ich zeig euch die Bilder nicht so gerne, denn - um Himmels Willen - sah ich da noch aus. Ungeschminkt, Perückenpflege war mir da auch noch kein Begriff und Posen... zum im Boden versinken. Aber jeder hat nun mal seine Cosplay-Anfänge und meine waren, hier besonders gut zu sehen, mehr als nur bescheiden.

Konata Izumi

Sehr schön auch die Strumpfhose, die farblich perfekt zu meinem Dasein als weiße Wand passt. Not.
Falls ihr euch das fragt: Ja, es war kalt, schweinekalt, eiskalt, verdammt kalt. Und an dem Tag habe ich damals auch noch meinen liebsten Schal verloren.
Ich war übrigens nicht alleine unterwegs, sondern mit drei anderen Lucky-Star-Damen:

Tsukasa Hiiragi, Konata Izumi, Kagami Hiiragi, Minami Iwasaki

In der Zwischenzeit arbeite ich an einem Remake der Sailorkragens, da ich damit äußerst unglücklich war. Denn nähen konnte ich zu dem Zeitpunkt auch noch kein bisschen. Im Moment sieht das Ganze so aus:

Neue Version des Kragens

Die Schleife fehlt noch, die ist aber bereits in Arbeit. Und wenn ich dann im Juni hoffentlich neue und bessere Fotos ergattere - denn ich gehe auf ein Schuluniformen-Treffen in Karlsruhe, werde ich euch mal einen Vergleich posten. Und hoffe, dass ich dann ein bisschen besser aussehe.

Und was denkt ihr? Geht doch deutlich besser, oder? ;) Ich jedenfalls freue mich schon total auf ein Remake und endlich ein besseres Coverbild.

Montag, 27. Mai 2013

[Rezension] Magische Verführung - Nalini Singh

Titel: Magische Verführung
Autor: Nalini Singh
Originaltitel: Angel’s Pawn / Beat of Temptation / Stroke of Enticement
Verlag: Lyx
Erschienen am: 07.10.2011
ISBN: 978-3802586095
Preis TB: 9,99 €
Leseprobe





Autorin

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Mit ihren Romantic-Fantasy-Serien feiert sie international große Erfolge. Weitere Informationen unter: www.nalinisingh.com - auch auf Deutsch.

Inhalt

Eine Vampirjägerin gerät zwischen die Fronten eines tödlichen Konflikts. Eine junge Werleopardin verliebt sich in einen mächtigen Wächter ihres Rudels. In den Schluchten des Großstadtdschungels und in den luftigen Höhen über den Dächern der Städte regieren Gestaltwandler, Vampire und Engel. Getrieben von tiefen Gefühlen – Rache, Hass und Leidenschaft. Auf der Suche nach einer Liebe, die alle Grenzen überwindet ...

Erster Satz 'Verführung'

Der Rat der Medialen hatte schon einmal versucht, Weihnachten per Gesetz abzuschaffen.
S.83

Meine Meinung

Die Anthologie beinhaltet drei Kurzgeschichten: Neben 'Verführung' findet man noch 'Engelspfand' und 'Verlockung' in dem Buch. Außerdem gibt es noch eine kleine Extrageschichte, sehr niedlich, sehr kurz, ein absolutes Highlight.
'Engelspfand' entführt in die Welt der Vampire, Engel und Jäger. Ashwini ist eine Jägerin, die nun von einem der Engel angeheuert wird. Misstrauisch, wie sie gegenüber Engeln ist, bittet sie den äußerst charmanten Vampir Janvier - einmal Gejagter, einmal Begleiter - um Mithilfe.
'Verführung' bringt einen zu den Werleoparden, genauer gesagt zu der jungen Heilerin Tammy, die sich absolut nach ihrem Gefährten Nate verzehrt, welcher sich jedoch auferlegt hat, noch zu warten und ihr Zeit zu lassen.
Die Geschichte 'Verlockung' spielt ebenfalls in der Welt der Werleoparden, dieses Mal geht es um Zack, der sich die menschliche Lehrerin Annie als Gefährtin auserkoren hat, komme, was da wolle.

Es sind wirklich tolle Geschichten, die auch einem Nichtkenner von Nalini Singhs Welten - wie mir - viel Freude bereiten. Nicht nur das: Durch das Lesen dieses Buches bekam ich Lust auf mehr aus diesen Universen. Gerade die Idee der Werleoparden sowie der Medialen fesselte mich.

Wie bereits erwähnt, sind hier natürlich nur Kurzgeschichten zu lesen, was dem Buch jedoch keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil, gerade bei 'Verführung' oder 'Verlockung' hätte ich eine längere Variante dieser Geschichte als absolut nervig und als zu lang empfunden. Hier trifft definitiv das Sprichwort 'In der Kürze liegt die Würze' zu. Gerade bei Tammy und Nate war das Hin und Her schon hart an der Grenze.

Übrigens sehr schön auch der Weihnachtsflair, der besonders in 'Verführung' genutzt wird. Das gemeinsame Baumschmücken, Kugeln bemalen, hat sich einfach perfekt in die Geschiche eingefügt.

Fazit

Der Einblick, den Nalini Singh in ihre Welten gewährt, ist sehr beeindruckend und macht eindeutig Lust auf mehr. Drei gelungene Kurzgeschichten, die durch eine bezaubernde Bonusgeschichte noch abgerundet werden.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Danke Jess!  

Samstag, 25. Mai 2013

[E-Rezension] Buchland - Markus Walther

Titel: Buchland
Autor: Markus Walther
Verlag: Abacus
Erschienen am: März 2013
ISBN: 978-3862821860 (broschierte Ausgabe)
Kaufpreis broschiert: 12,90 €
Kaufpreis E-Book: 4,99 €
Leseprobe






Autor

Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. er Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit liegt in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte. Die Gratwanderung zwischen Klischee und Pointe, Independent und Mainstream führt ihn seither quer durch sämtliche Genres der Bücherwelt.

Inhalt

Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.
Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden Eddie und Wolfgang ? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!

Erster Satz

Die Bücher um mich herum, die sich unter einem staubigen Mantel zu verbergen suchten, schienen leise zu wispern.
S.9 

Meine Meinung

Was für eine Hommage an Bücher, Literatur und Autoren! Das ist der Gedanke, der mich durch das gesamte Buch hindurch begleitet habe und bleibt auch das, was ich mit diesem Buch verbinde, denn genau das ist es.
Markus Walther erschafft einen Buchhändler, der zugleich Auktoral des Buchlandes ist, das sich unter ihm verbirgt und der Traum wohl jedes Buchliebhabers ist: der Raum der ungeschriebenen Bücher, der Raum der entbehrlichen Bücher, jedes einzelne Buch, das geschrieben wurde und geschrieben wird, ein Buchbinder und ein ganz besondere Buchhalter. Eine wirklich traumhafte Kulisse, die durch die zahlreichen Anspielungen auf Autoren und Werke abgerundet wird. Da kann auch mal ein Goethe zu Besuch kommen, aber auch zeitgenössischere Autoren und Werke bekommen ihren Raum. Das Ganze ist einfach nur zauberhaft und bei jeder Anspielung konnte ich einfach nur bekräftigend nickend.

Anfangs scheint alles klar zu sein, alle Wege vorgeschrieben, doch dann beginnt eine 'Jagd' durch das Buchland und alle Klarheit verschwindet. Auch die beiden Protagonisten Herr Plana und 'meine' Bea machen einiges an Entwicklungen durch. In entgegengesetzte Richtungen und doch aufeinander zu. Diese kommen fast schon schleichend und die Erkenntnis trifft einen dann auch als Leser richtig hart und man fragt sich doch, was man denn nun überhaupt weiß. Das hat mich wirklich fasziniert und ist etwas, das mich sicherlich dazu bringt, dieses Buch noch ein zweites und drittes Mal zu lesen.

Aber das Größte und Faszinierendste bleibt das Buchland: Markus Walthers bildhafte Beschreibungen lassen etwas vor dem Auge entstehen, das ich auch gerne mal besuchen würde und mir selbst anschauen würde. Die Beschreibungen wirken so plastisch, in dem Fantastischen, das sie eigentlich sind, doch wieder so real und wirklich. Beeindruckend.

Als ich das E-Book beendet hatte, habe ich mir gedacht, dass man so ein Buch eigentlich als Papiervariante besitzen sollte - gerade als Ehrung des Buchlandes. Aber es muss dann doch erst mal bei der E-Book-Variante bleiben.

Fazit

Ein Buch, dessen Kulisse jeder Buchliebhaber sich nicht entgehen lassen sollte, und das mit vielen Anspielungen und einer wundervollen Geschichte punktet.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen.

   

Freitag, 24. Mai 2013

[Rezension] Der kleine Hobbit - J.R.R. Tolkien

Titel: Der kleine Hobbit
Autor: J.R.R. Tolkien
Original: The Hobbit
Verlag: dtv
Erschienen am: 01.10.2012 (Taschenbuchausgabe)
ISBN: 978-3423214124
Preis TB: 7,95 €





Autor

J.R.R. Tolkien (John Ronald Reuel) wurde 1892 in Bloumfountein (Südafrika), die Familie kehrte nach dem Tod des Vaters jedoch nach England zurück. Neben Englisch beherrschte er neun weitere Sprachen. War Mitarbeiter am legendären Oxford English Dictionary, danach Professor für englische Sprachen. 1937 wurde "Der kleine Hobbit" veröffentlicht, auf Bitten des Verlegers folgte 17 Jahre später die berühmte Fortsetzung.

Inhalt

Vorbei ist es mit dem beschaulichen Leben von Bilbo Beutlin, seit er sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das Hobbitvorstellungen bei Weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von der Dauer eines Jahres begibt, die ihn quer durch Mittelerde führen wird, er lässt sich auch vom Zwergenkönig als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen. Auf seiner abenteuerlichen Reise gelangt Bilbo in den Besitz des Ringes, den er später an seinen Neffen Frodo weitergibt.

Erster Satz

In einer Höhle in der Erde, da lebte der Hobbit.
S.7

Meine Meinung

Bereits der erste Satz ist für mich ein mehr als gelungener Einstieg in das Buch. Dieser kurze Satz ist so prägnant und einprägsam wie wenige andere (und am ersten Satz hängt eigentlich schon so viel dran).
Das setzt sich auch im weiteren Buchverlauf fort: J.R.R. Tolkien benutzt so viele Kniffe und Möglichkeiten, die das Buch für mich zu etwas Besonderem machen. Das fängt mit den Liedern und Gedichten an, bei denen auch die Übersetzung sehr gelungen ist, schönes Versmaß und bei so manchem Lied kann man sich eine Melodie dazu vorstellen. Für mich waren dies immer wieder kleine Höhepunkte des Buches. Aber auch die Sprache an sich konnte punkten: Man merkt doch den Zeitunterschied an und darüber bin ich sehr froh. Die Wortwahl passt für mich einfach perfekt zur Mittelerde und mit der heutigen Sprache wäre das Buch nicht das geworden, was es nun einmal ist. Dazu zählt auch der Erzähler, der immer mal wieder den Leser anspricht und von sich spricht, über seine Gedanken oder sein Wissen. Dies macht das Ganze persönlicher, sogar stellenweise intimer, da man sich einfach involviert führt.

Die Geschichte an sich hat mir auch gefallen, aber "Der kleine Hobbit" ist für mich ein Buch, das mich allein durch Sprache und Stil vollkommen für sich vereinnahmt hat. Doch auch eine stimmige Charakterentwicklung, überraschende Wendungen und interessante Handlungen runden hier das Gesamtbild ab.

Fazit

Nach einer recht kurzen Rezension komme ich zu dem Fazit: Ich kann gar nicht mehr zu dem Ganzen sagen. Warum? Ich bin verliebt in die Sprache und den Stil sowie den Aufbau des Buches. Aber ich denke, die meisten kennen entweder Film oder Buch oder auch beides und wenn nicht: Nachholen!

Bewertung


Quellen
Das Zitat wurde dem Buch entnommen und ist auf der angegebenene Seite zu finden.

[Leckereien] Muffins mit Schokosplitter und Kirschen

Hallo ihr Lieben,

ich hab gestern abend ganz spontan noch einen Kuchen für unseren 66. Hochzeitstag heut gebacken. Übrigens habe ich noch nie einen so schlechten 24. Mai erlebt wie dieses Jahr. Schauer gab es ab und zu mal, aber so kalt und nass war es noch nie. Unglaublich. Wobei trotz schlechter Vorhersagen die Sonne durchblitzt, am 24. Mai kann sie es bei uns einfach nicht lassen :D

Das hier ist der Kuchen. Okay... es ist kein perfektes Bild, er wollte irgendwie nicht.


Ihr seht ihn auch noch nicht ganz ausdekoriert, aber meine Zuckerschriften wollte ich euch ersparen ;) Und den Rand habe ich noch schokoladisieren müssen. In der Zwischenzeit ist er fertig.

Außerdem habe ich aus dem gleichen Teig noch wirklich leckere Muffins gebacken:


Ich habe ein bisschen rumexperimentiert und es sind wirklich leckere Muffin aus einem All-in-Teig geworden. Schön frisch, aber auch süß und die Schokosplitter geben dem Ganzen etwas Herbes. Lecker!

Zutaten sind:
300 g Mehl
1 Pkn Backpulver
1 Pkn Bourbon-Vanille-Puddingpulver (schmeckt hier drin deutlich besser, aber normales geht auch)
1 Pkn Vanillezucker
125 g Zucker
3 Eier
200 g Margarine oder Butter
100 ml Milch
100 g herbe Schokolade, die zerhackstückelt ist (am Besten nicht zu fein, das schmeckt dann noch mal anders)
1 Glas Sauerkirschen oder Schattenmorellen

Das Rezept ist denkbar einfach: Mehl, Backpulver und Puddingpulver durchsieben, den Rest dazugeben. Schön rühren, dann langsam unter Rühren Schokolade dazugeben. Und zum Schluss die Kirschen unterheben.
Schmeckt übrigens auch ohne die Kirschen sehr gut, der Vanillegeschmack kommt so schön durch :)

Ich liebe diese Muffins wirklich und das merke ich daran, dass - Achtung, klingt seltsam - ich meiner Mutter immer kräftig zur Arbeit mitgeben, weil sie einfach so lecker sind, möchte ich sie teilen :D Zucker reduziere ich immer, im Originalrezept, das ich als Grundlage benutzt habe, ist deutlich mehr drin, aber das mag ich nicht so. Das Puddingpulver gibt hier schon so viel Süße...

Das war mal ein außergewöhnlicherer Post von mir, eine Art, die es sicher nicht so oft gibt.

Und jetzt noch etwas, das sicher viele von euch entsetzen wird. Freddy Hasenschnute liest:





Mit Vorliebe Anne Frank. Wir wollten es ihm nicht wegnehmen, haben aber schon Ersatz dafür bestellt. Man kann dem kleinen Mann ja nicht alles verbieten. Interessanterweise reizen ihn Hardcoverbücher nicht so sehr. Eher Taschenbücher und da kam er nur an dieser heran. Und er liest soooo niedlich. Er schlägt das Buch auf, kratzt mit seinen kleinen Pfötchen darauf rum und reißt und knabbert dann an den Seiten. Goldig.
Na, gebts zu, wem von euch blutet jetzt das Herz? ;)

Mittwoch, 22. Mai 2013

[Rezension] Wir Wellenreiter - Carolin Anders

Titel: Wir Wellenreiter. E-Mail- und Tagebuchroman
Autor: Carolin Anders
Erschienen am: 18.08.2011
ISBN: 978-3842375635
Preis broschiert: 9,90€
Leseprobe







Autorin

1971 wurde Carolin in der Eiffel geboren. Momentan lebt sie mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf nahe Bonn. "Wir Wellenreiter" ist ihr Debütroman.

Inhalt

Silvester 1994: Julia und Marius lernen sich kennen, verstehen sich bestens doch beide gehen ihren eigenen Weg. Aus den Augen verlieren sie sich nie. Dumm nur: Entweder ist sie in einer Beziehung und er Single oder er ist gerade glücklich liiert und sie solo Bei uns beiden, dir und mir, ist das Leben ein einziges Auf und Ab. Wir sind wie Wellenreiter. Immer wenn ich oben bin auf der Welle, bist du unten im Tal, und wenn es mit dir wieder aufwärtsgeht, häng ich in den Seilen. Wirklich verrückt. Vielleicht ist das gut so, damit wir uns gegenseitig aus den Tiefen herausziehen können?

Erster Satz

Eine alte Frau sitzt am Schreibtisch.
S.5

Meine Meinung

Die Idee des Buches finde ich wundervoll, ich mag Tagebuch- und Email- oder Briefromane. Man kann dabei so viel Persönliches reinbringen. Diese Form bietet sich geradezu an, Gedanken und Gefühle zu ergründen, doch das genau das, was für mich diese Buchform ausmacht, fehlt mir hier: Oftmals bietet Protagonistin Julia, deren Tagebucheinträge man hier liest, nur reine Berichte. Und selbst wenn sie mal ihre Gefühle offenbart, ist das eher oberflächlich. Dabei gibt es so viele Ansätze dafür, die nur leider nicht genutzt werden.

Vielleicht liegt es auch mit daran, dass ich für die Protagonistin überhaupt kein Verständnis entwickeln konnte: Viele ihre Handlungen bleiben mir verschlossen und ich muss den Kopf schütteln, weil ich nicht begreifen konnte, warum sie das nun genauso macht. Dabei hätte man das aufklären können, wenn eben die persönliche Gefühlsebene in den Tagebucheinträgen mehr aufgenommen worden wäre. Allein die Frage, warum sie so lange mit Leo zusammen geblieben ist, hätte sicherlich viele Seiten gefüllt.
Auch Marius konnte nicht viel Sympathiepunkte gewinnen, denn - obwohl Julia ihn liebt und das über Jahre hinweg - blieb er etwas flach und wenig ausgestaltet. Nur einige wenige Punkte, für die Julia schwärmt, wurden stärker präsentiert. Und dazu kam, dass ich einige Aktionen von ihm absolut nicht gutheißen konnte. Nur einen Namen möchte ich als Beispiel nennen: Detlef.

Trotz alledem war ich seltsam fasziniert von der Geschichte und habe sie in einem Zug durchgelesen, allein dafür gibt es schon einen Pluspunkt. Stilistisch gesehen ist es recht einfach geschrieben, aber durchaus passend zu Tagebucheinträgen und E-Mails. Wenn die Gedanken und Gefühle von Julia mehr Tiefe gehabt hätten, hätte mich das Buch vermutlich begeistert.

Fazit

Leider fehlte mir der Tiefgang in diesem Buch: Es tröpfelt seicht vor sich hin, lässt sich durchaus gut lesen, aber für mich gab es kein Identifikationspotential mit der Protagonistin - im Gegenteil, eher oft vollkommenes Unverständnis für ihre Handlungen.

Bewertung


Danke an

Carolin für das Exemplar sowie Lovelybooks für die Leserunde.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Dienstag, 21. Mai 2013

[Rezension] Wir sind die Nacht - Wolfgang Hohlbein

Titel: Wir sind die Nacht
Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Heyne
Erschienen am: 11.10.2010
ISBN: 978-3453266780
Preis broschiert: 12,99€
Preis HC - Restexemplar bei Amazon: 6,99€
Leseprobe





Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman Märchenmond veröffentlichte, arbeitet er hauptberuflich als Schriftsteller. Mit seinen Romanen aus den verschiedensten Genres - Thriller, Horror, Science-Fiction und historischer Roman - hat er mittlerweile eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Düsseldorf.

Inhalt

Eine Nacht verändert alles im Leben der jungen Lena. Sie wird von Louise gebissen, der Anführerin eines weiblichen Vampir-Trios, und gibt sich von nun an hemmungslos den Verlockungen der Unsterblichkeit hin. Als sie sich aber in den jungen Polizisten Tom verliebt und der Vampir-Clique den Rücken kehren will, kennt Louises Zorn auf die Verräterin keine Grenzen. Lena muss sich zwischen der Liebe und dem ewigen Leben entscheiden.

Erster Satz

Die Gulfstream flog zu tief und zu schnell, so als wollte sie verzweifelt vor dem Gewittersturm fliehen, dessen letzte Ausläufer sie eine Viertelstunde zuvor hinter sich gelassen hatte.
S.6 

Meine Meinung

Das erste Viertel des Buches konnte mich noch nicht fesseln, stattdessen habe ich es immer wieder zur Seite gelegt und mich ablenken lassen. Kein sonderlich guter Einstieg, oder? Aber danach hat es Wolfgang Hohlbein dann doch noch geschafft, mich in den Bann dieser Vampirgeschichte zu ziehen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wenn nun der erste Teil genauso gut gewesen wäre wie der Rest, wäre ich hellauf begeistert.
Weiteres kleines Manko war, dass zumindest ein Part des Schlusses sich schon länger andeutet und daher keine große Überraschung war, zumindest für mich. Dafür wiegen die Actionszenen das Ganze wieder auf. Ich bin immer wieder begeistert, wenn Autoren diese Szenen so gut schreiben, wie es hier - aber eben auch viel zu selten - der Fall ist. Bei Kämpfen gibt es so viele schlechte Beschreibungen, dass mich gelungene Szenen umso mehr erfreuen können.

Ich bin kein großer Vampirfan, das muss ich auch mal vorweg sagen, aber dennoch gefielen mir die Vampire, die hier dargestellt wurden recht gut. Zuerst das Klischee: reich, hübsch, verwöhnt, können jeden haben. Aber hinter jeder der vier Protagonistinnen steckte noch deutlich mehr, was dem gesamten Buch mehr Tiefe verliehen hat. Über Lena weiß man ja die ganze Zeit Bescheid und mir gefällt ihr Charakter, ihr Misstrauen. ihr Denken doch recht gut. Von den anderen drei Damen war mir keine sonderlich sympathisch, zumindest nicht auf den zweiten Blick. Und diese Einblicke hinter die Fassaden waren das Spannendste - allgemein finde ich die Charakterentwicklung sehr gelungen.

Man kann sagen, was man will, aber an Wolfgang Hohlbeins Stil gibt es nichts Großartiges auszusetzen. Angenehm zu lesen, dem Genre und der Story angepasst. Es fügt sich alles zu einem guten Gesamtbild zusammen.

Ich habe ja die Filmausgabe des Buches mit drei der vier Vampirdamen auf dem Cover. Passt zum Film, passt zum Buch, hätte mich aber nicht danach greifen lassen, wenn es mir nicht bedingt durch seine Größe in der Mängelexemplarkiste aufgefallen wäre. Das Gleiche gilt auch für den Titel, der mich - als absoluter Titelkäuferin - eher weniger angesprochen hat. Dennoch bin ich ganz froh, es reduziert gekauft zu haben, da es bis auf einige bereits genannte Mängel doch gut war.

Fazit

Leider war der Anfang nicht sehr mitreißend und am Schluss gab es Vorhersehbares, ansonsten ein klasse Buch, das insbesondere durch seine Kampfszenen und die Charakterentwicklung lebt.

Bewertung


Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Der Satz ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

[Cosplay] Perücken

Gestern hatte ich beschlossen, dass mal wieder Perückenpflege angesagt war und gesagt getan: Ich habe alle Perücken mal rausgeholt und gebürstet. Mittendrin kam mir der Gedanke, mal ein Bild zu machen. Und plötzlich habe ich - statt zu bürsten - Perücken auf meinem Bett gesammelt und fotografiert. Einige sind schon fertig, andere noch nicht, aber hier mal ein kleiner Überblick über meine Perücken:


Eine Perücke fehlt, die ist in spezieller Behandlung und soll lockig werden. Ich hoffe, das funktioniert einigermaßen :)

Meine kleine Sammlung, nett, oder? Allerdings (und das habe ich schon öfters festgestellt) bleibe ich einigen Farbschemata treu: Ich habe oft rote Kostüme (oder gelbe) mit blauen oder roten/braunen Perücken. Irgendwie sind meine Farben noch recht einseitig... na ja :)

Nachher locke ich und hefte mal mein Probeoberteil für mein nächstes Kostüm weiter. Drückt mir die Daumen, dass alles so klappt, wie ich möchte.

Und? Gefallen euch meine Perücken? ;)

Montag, 20. Mai 2013

[Rezension] Der König der Komödianten - Charlotte Thomas

Titel: Der König der Komödianten
Autor: Charlotte Thomas
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen am: 25.03.2010
ISBN: 978-3431038071
Preis TB: 9,99€
Leseprobe







Autorin

Charlotte Thomas war Richterin und Rechtsanwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. "Die Liebenden von San Marco" ist der dritte große historische Roman der versierten Venedigkennerin, die bereits mit ihren Bestsellern "Die Madonna von Murano" und "Die Lagune des Löwen" die Leser begeisterte. Charlotte Thomas lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Inhalt

Veneto, 1594: Sie sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen – eine hinreißende Hauptdarstellerin, ein waffenstarrender Zwerg, ein schlitzohriger Intendant und dessen bockige Enkelin. Mitten hinein in dieses schillernde Ensemble gerät der völlig unerfahrene, achtzehnjährige Marco. Begeistert von der faszinierenden Welt des Theaters zieht er mit der Truppe nach Venedig, wo es bald um Sein oder Nichtsein geht: Nur ein neues Stück kann das Ensemble noch retten. Langsam entwickelt sich Marco vom einfachen Kulissenschieber zum Autor seines eigenen Stücks – doch bis er dieses auf die Bühne bringen kann, muss er noch viel lernen. Über das Schreiben. Über die Liebe. Und vor allem über das Leben selbst.

Erster Satz

Mucksmäuschenstill lag ich der Länge nach ausgestreckt auf dem Deckenbalken und starrte hinunter zu dem Paar auf dem Küchentisch.
S.9

Meine Meinung

Was für eine tolle Idee und was für eine - zumindest für mich - langweilige Umsetzung. Als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, musste ich sofort zugreifen: Veneto, Venedig, Schauspieler, Autor... spannend! Doch leider hat mich das Buch nicht überzeugt. Vieles war schon lange vorhersehbar, u.a. auch durch eine Geschichte, die Marco erzählt bekommt, aber spannender hat es das nicht gemacht, obwohl man das durch diesen Kniff sicherlich hätte erreichen können.
Sobald Marco auf die Gaukler traf, war klar, in wen er sich verlieben und mit wem er eine Beziehung eingehen würde. Auch anderes war leider alles andere als ein Geheimnis und das nimmt einem dann doch den Lesespaß weg. Das Ende hat mich nicht sonderlich überrascht.

Auf den ersten Blick fand ich die Protagonisten sympathisch, doch je mehr das Buch fortschritt, umso mehr verlor sich das: Beispielsweise Baldassare, ein wirklich komischer, niedlicher, kauziger alter Mann. Am Anfang. Und so konnten auch die Protagonisten die vorhersehbaren Wendungen wieder gut machen. Schade, denn ich finde immer noch, dass die Gaukler da hätten viel retten können, aber das Benehmen, das ihnen auf den Leib geschrieben wurde, verdirbt das. Oft überreagieren die Charaktere, sind so überzogen und das nicht mehr auf eine liebenswerte Art und Weise.

Der Schreibstil ist angenehm, aber auch nicht dazu geeignet, hier noch Spannung zu erzeugen. In seiner Sprache ist er der Zeit hervorragend angepasst, die Protagonisten versetzen einen zumindest vom Sprachgefühl in ihre Zeit hinein. Ganz besonders schön fand ich die Gedichte, die sich in den Theaterstücken oder auch stellenweise in Gesprächen befinden.

Fazit

Was soll ich noch groß schreiben? Der Roman hat mich wirklich gelangweilt, schade bei der tollen Idee. Die Charaktere waren unsympathisch; einzig und allein die Sprache und die Gedichte darin haben mir wirklich gut gefallen.

Bewertung


Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat wurde dem Buch entnommen und ist auf der angegebenen Seite zu finden.

Sonntag, 19. Mai 2013

[E-Rezension] Das Tal. Das Spiel. 1.1. - Krystyna Kuhn

Titel: Das Tal. Das Spiel
Autor: Krystyna Kuhn
Band: 1/8
Verlag: Arena
Erschienen am: 10.05.2010
ASIN: B00AAT6PBO
Preis E-Book: 5,99€







Autorin

Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen sowie zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit Vorliebe Thriller und Krimis. „Schneewittchenfalle“ war Krystyna Kuhns erster Jugendroman. Für ihr literarisches Werk wurde Krystyna Kuhn bereits zweifach für den Frauenkrimipreis nominiert.


Inhalt

Mitten in den kanadischen Wäldern liegt das berühmte Grace-College, Ausbildungsschmiede für Hochbegabte. Doch seltsame Dinge gehen in dem abgeschlossenen Tal vor sich: Warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden? Was hat es mit der Gruppe Jugendlicher auf sich, die Mitte der 70er in den Bergen verschwanden? Julia und ihre Clique sind ahnungslos, als sie ihr erstes College-Jahr beginnen. Doch sie werden bald herausfinden, dass im Tal nichts ist, wie es scheint. Und dass sie alle nicht ganz zufällig an diesem Ort sind.
Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft im Grace College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen – doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber Angela kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Angela sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl.

Erster Satz

In einer Höhe von knapp zweitausend Metern wurde Julia vom Quietschen der Bremsen aus dem Halbschlaf gerissen.

Meine Meinung

Das war wirklich ein unglaublich spannendes Buch und giere förmlich darauf, die Fortsetzung zu lesen! Von Anfang ist der Leser im Unklaren über die Protaonisten, die Umgebung und was hier überhaupt passiert. Und das bleibt ziemlich lange so - für mich einer der spannendsten Faktoren an diesem Buch, weil man sich die ganze Zeit fragt, was hier genau passiert. Man rätselt mit, kommt aber nicht auf die Lösung, obwohl sie doch eigentlich so nahe liegt.
Hinzu kommt, dass das Buch eine übergeordnete Geschichte hat, die immer wieder angeschnitten wird, und das verschwundene Mädchen, dessen Fall innerhalb des Buches aufgelöst wird. Das heißt, man fragt sich nicht nur nach dem Mädchen, seinem Verschwinden und den Motiven dahinter, sondern auch Julia und Robert sowie die Clique, die sich um sie herum bildet bleibt geheimnisvoll. Und was hat mit den schon vor Jahren verschwundenen acht Studenten auf sich? Unglaublich, wie viele Fragen sich beim Lesen auftun. Ich habe das Buch daher regelrecht verschlungen, in der Hoffnung, Antworten zu finden und nun... kommt das einzige Manko: Es sind insgesamt acht Bände, also noch sieben, die auf mich warten und bis ich endlich diese eine Frage, die sich am Schluss gestellt hat, lösen kann.

Die Protagonisten scheinen auf den ersten Blick sehr sympathisch zu sein, doch dahinter eröffnen sich wirklich tiefe Abgründe. Jeder verbirgt etwas und man kommt nur langsam dahinter. Erzählt wird hier übrigens hauptsächlich aus der Sicht von Julia, die sich stark in Außenwirkung und Innensicht unterscheidet - das macht das Ganze jedoch noch interessanter. Ab und zu erzählt auch ihr Bruder Robert aus seiner Sicht, oft sind seine Kapitel mit "G - wie..." überzeichnet, was perfekt zu seinem Charakter passt. Seine Kapitel erleichtern auch das Verständnis des Gesamtbildes.
Allerdings merkt man auch bei diesen beiden bis zum Schluss deutlich, das etwas nicht stimmt, und malt sich hundert absurde Theorien aus, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Das war sehr interessant gelöst.

Wie gesagt, bleibt das einzige Manko hier für mich wirklich die hohe Bandanzahl, die noch auf mich wartet. Ansonsten habe ich nichts auszusetzen: Sauberer Schreibstil, spannende Charaktere, fesselnde Geschichten und Ideen und eine unglaubliche Umgebung. Es passt einfach alles und ich will mehr (und dazu kommt dann noch, dass ich den ersten Band als E-Book habe, aber jetzt hätte ich das Ganze doch gern im Regal stehen, denn für mich ist diese Reihe das definitiv wert...)

Fazit

Ein wirklich atemberaubender Thriller, der einem Lust darauf macht, möglichst schnell weiterzulesen. Spannend, rasant und fesselnd.

Bewertung

 
Weitere Bände

1.2. Die Katastrophe
1.3. Der Sturm
1.4. Die Prophezeiung
2.1. Der Fluch
2.2. Das Erbe
2.3. Die Jagd
2.4. Die Entscheidung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat ist dem Buch entnommen.