Mittwoch, 16. April 2014

[Rezension] Für immer und einen Tag - Amanda Brooke

Titel: Für immer und einen Tag
Autor: Amanda Brooke
Original: Another Way To Fall
Verlag: Goldmann
Erschienen: März 2014
ISBN: 978-3-442-48007-4
Preis: 9,99€
Leseprobe






Autor

Amanda Brooke lebt mit ihrer Tochter in Liverpool, England. Der Ursprung ihrer Schriftstellerkarriere liegt in einer persönlichen Tragödie: Als bei ihrem kleinen Sohn Krebs diagnostiziert wurde und er schließlich mit nur drei Jahren starb, stand für Amanda Brooke fest, dass diese schmerzliche Erfahrung eine Quelle der Inspiration, nicht der Verzweiflung, sein sollte. So erzählt sie in ihren Romanen berührende, aufrichtige Geschichten von der Liebe, dem Leben und der Kraft der Hoffnung, die stärker ist als der Tod.

Inhalt

Was wäre, wenn du die Geschichte deines Lebens selbst schreiben könntest?
Die neunundzwanzigjährige Emma ist voller Hoffnung, den Krebs besiegt zu haben. Doch dann erfährt sie, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat. Aber ein Jahr ist viel zu kurz für Emmas Pläne: Sie will den Mann ihres Lebens finden und gemeinsam mit ihm alt werden, sehen, wie Kinder und Enkel aufwachsen, und schließlich nach einem erfüllten Leben im Kreis ihrer Familie Abschied nehmen. Also beginnt Emma, die Geschichte ihres erträumten Lebens aufzuschreiben - und auf wundersame Weise scheinen mit der Zeit mehr und mehr ihrer Träume in Erfüllung zu gehen.

Erster Satz

Ich wartete geduldig vor Dr. Spellings ausladendem Schreibtisch, der fast das ganze Zimmer einnahm.

Meine Meinung

An und für sich ist Für immer und einen Tag wirklich ein wunderschönes Buch, aber (ja, bei mir gibt es ein Aber): Es hat mir bei mir einfach nicht viel Eindruck hinterlassen.
Aber gut, fange ich noch mal von vorne an: Ich finde die Idee wundervoll. Punkt. Solche Bücher gehen mir normalerweise immer direkt ans Herz und ich lese sie einfach super gerne. Ab und zu brauche ich eine Dosis dieser irgendwie schon rührenden Geschichten, die mich bewegen. Daher ging ich auch mit Vorfreude an das Buch heran. Und der Inhalt an sich ist wirklich schön, bewegend und bis auf ein paar Kleinigkeiten, in denen ich mit Emma einfach nicht konform ging, kann ich einfach nur sagen, dass er auch gut war. Um mal ein Beispiel zu nennen, welches mir persönlich nicht so gut gefallen hat: Emma träumt in ihrer Geschichte, die sie schreibt, sehr egoistisch. Das ist in Ordnung. Das ist mehr als in Ordnung. Wann sollte man schon egoistischer sein als in so einer Situation? Nur irgendwie stört es mich einfach, dass ihre Familie, die sie bei der Krankheit so unterstützt, wirklich überhaupt keinen Platz in diesem Buch haben. Wenn ich versuche, mir so etwas vorzustellen (und toi, toi, toi - ein Glück kann ich so eine Situation eben doch nicht ganz nachempfinden), möchte ich auch noch Zeit mit meiner Familie verbringen, mein Glück mit ihr teilen und nicht eine kleine Insel zu sein. Versteht ihr, was ich meine? Das wäre z.B. eines dieser Details, die mir nicht so gut gefallen haben. Manchmal gibt es einfach so persönliche Ansichten, die einen doch etwas stören und das gehört für mich doch dazu.

Ich habe mir wirklich immer wieder die Frage gestellt, warum mich das Buch nicht so berührt hat. Am Inhalt liegt es nicht, auch wenn es dann doch eben Dinge gibt, die mir nicht so gefallen haben. Lag es an Emma? Eigentlich auch nicht, denn ihre Darstellung war zwar eben immer etwas egoistisch, aber das war auch absolut nachvollziehbar. Sie bezieht ihre Familie nicht ein? Nicht unbedingt meins, aber auch in Ordnung. An den Charakteren lag es nicht. Insbesondere eine der Figuren, die ich jetzt spoiler-technisch nicht nennen mag, ist mir ans Herz gewachsen.

Warum also konnte dieses Buch mich nicht berühren? Oder eher: Warum konnte mich das Buch wirklich erst gegen Ende kriegen? Mittlerweile glaube ich, es liegt am Schreibstil. Während der Inhalt eher in Richtung traurig-tragisch geht, empfinde ich den Stil als etwas dröge, flach und zu einfach. Ich würde noch etwas weitergehen, denn ich fand diesen Schreibstil als nicht schön. Insbesondere die Passagen, die Emma schreibt, die in ihr Buch sollten, haben mir stilistisch gar nicht zugesagt. Ihr seht: Hier ist es also absolut Geschmackssache, ob einem dieser Stil gefällt oder wie in meinem Fall eben nicht.

Fazit

An sich ist dieses Buch wirklich schlecht, es hat einfach nicht meinen Nerv getroffen. Ich würde euch empfehlen, einen Blick in die Leseprobe zu werfen und dann entscheiden, ob es euch zusagt oder nicht. Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich wohl keine weiteren Bücher der Autorin lesen würde, da mir ihr Stil nun mal nicht zusagt.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 15. April 2014

[Cosplay] Progress - Tsunade - die ErsteDas

So, ich habe tatsächlich mal wieder etwas Cosplay-Progress an diesem Dienstag und den zeige ich heute - voller Stolz:

Das war ein Probestück - Unsicherheit!

Die Perücke
Nach meinem Probestück war ich etwas faul, doch die Perücke hat mir dann wieder neuen Aufschwung verpasst ;)

Stoff, Stecknadeln und Schnittmuster

Dann habe ich auch brav gemalt und geschnitten und versäubert und so.



Brundhilde - die Schneiderpuppe
Dann wurde Brunhilde angezogen und alles grob gemacht. Und so sieht es jetzt - noch immer ziemlich unfertig - an mir aus:

Kameragesicht!

So weit bin ich mit dieser Dame hier als im Moment.

Die Vorlage...

Montag, 14. April 2014

[BaBü] Der Simulator - Marco Lalli

Titel: Der Simulator
Autor: Marco Lalli
Verlag: Sociotrend GmbH
Erschienen: Mai 2012
ASIN: B0082MT5RC
Preis: 4,99€ 
Leseprobe




Inhalt

Marktforschung in der Mitte des 21. Jahrhunderts. Ein eiskaltes Geschäft der Manipulation. Der junge Marc Lapierre soll die Position seines aus mysteriöse Weise ums Leben gekommenen Chefs einnehmen. Der hat den Simulator entwickelt, eine Art Mikrokosmos, in dem Menschen wie Figuren in einem großen virtuellen Puppenhaus leben und für die Zwecke der Konsumgesellschaft ausgespäht werden. Lapierre glaubt an die Chancen, die diese Erfindung bietet. Doch bald muss er erkennen, dass sie von Gruppen ausgenutzt werden, die skrupellos ihre eigene Macht festigen. Wer nicht mehr ins Bild passt, wird ausgeschalte - wer ein Eigenleben entwickelt, umgepolt. Brutal. Gnadenlos. Doch wer dreht hier die Schrauben, wer ist Opfer und wer jongliert mit der Macht?

BaBü

Puh... Heidelberg ist zwar der Ort, an dem alles spielt und es ist trotz dieser Zukunftsvision definitiv als Heidelberg erkennbar, aber hier liegt der Schwerpunkt - verständlicherweise - nicht auf Baden. Dennoch hat mir die Idee dieses zukünftigen Heidelbergs ganz gut gefallen, Tradition mit visionärer Technik im schönen Einklang.

Meine Meinung

Okay... ehrlich? Nach nicht mal 15 Prozent auf dem Kindle war mir klar, was hier gespielt wird und worauf das Buch hinaus läuft. Es sollte vielleicht Spannung aufgebaut werden, aber ich persönlich fand die Hintergründe ziemlich leicht zu durchschauen. Der Versuch mit diesem Simulator und möglichen Verschwörungen zu spielen, ist nicht ganz so gut gelungen. Teilweise fand ich die Geschichte auch langweilig, langwierig und in die Länge gezogen. Für mich zog sich alles so ein bisschen wie zäher Kaugummi. Man weiß zwar, wohin es geht und was nun wirklich dahinter steckt, aber der Weg dahin ist endlos - kennt ihr das, wenn man eine Straße lang läuft, das Ziel im Blick hat und es einfach nicht näher kommen will? So ging es mir mit diesem Buch. Ich muss sagen, dass auch die Mordversuche an Marc mich weder überrascht noch irgendwie bewegt haben, es kam auch da nicht so richtig Spannung auf. Zwischendurch dachte ich mir nur: Ah, da will ihn mal wieder einer umbringen.

Zusammengefasst kann man also schon mal sagen: keine Spannung, keine Überraschungen, teils vorhersehbar.
Die Charaktere bieten da jetzt auch nicht unbedingt viel Potenzial zur Steigerung des positiven Eindrucks. Marc war paranoid und langweilig und hatte keinen Durchblick (gut, seine Paranoia war teilweise gerechtfertigt, aber er hatte einfach keinerlei Übersicht und das Offensichtliche hat er auch nicht unbedingt erkannt). Irgendwie fehlt mir da auch das gewisse Etwas, die Würze am Charakterdesign. Und die anderen Figuren waren auch nicht einprägsamer als dieser Protagonist.

Ich weiß jetzt nicht, ob das teilweise am Technischen liegt, aber irgendwie hat mich das alles manchmal doch sehr gelangweilt. Die Hintergrundidee war ja an sich ganz interessant, doch auch der Stil konnte nicht viel rausreißen. Da ist einfach nichts, was mich in seinen Bann gezogen hat. Nicht, was mich mitgerissen oder gefesselt hat.

Übrigens fand ich auch sehr enttäuschend, dass nach 80% auf dem Kindle nur noch Leseproben kamen! Das steht zwar auf Amazon in der Beschreibung, aber dennoch finde ich das jetzt nicht so prickelnd und irgendwie hat das auch etwas von einer Täuschung.

Fazit

Vorhersehbar, stellenweise langweilig, zieht sich das Buch hin wie zäher Kaugummi. Nicht überzeugend!
Heidelberg war eigentlich ganz gut dargestellt, man konnte es auf alle Fälle noch erkennen, doch der BaBü-Aspekt steht hier natürlich im Vordergrund.

Bewertung


Quellen
CoverInhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Samstag, 12. April 2014

[E-Rezension] Lovisa. Der Riss im Universum - Marita Sydow Hamann

Titel: Lovisa. Der Riss im Universum
Autor: Marita Sydow Hamann
Band: 1
Erschienen: Frühjahr 2014
ASIN: B00J2PM3QI
Preis E-Book:
2,99€
Leseprobe








Autor

Marita Sydow Hamann wurde in Alesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. Nach dem Abitur begann sie ein Lehramtsstudium und eine Heilpraktikerausbildung. Sie unterrichtete Reiten, Norwegisch und Deutsch. Im Jahr 2000 zog sie nach Schweden. Dort arbeitete sie als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In den Schlafpausen ihrer Patienten begann sie mit dem Schreiben.
Aktuell lebt Marita Sydow Hamann mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Smaland.

Inhalt

Lovisa ist 17, selbstsicher, sarkastisch und schreibt Geschichten, die ihr in Tagträumen einfach zufliegen.
Doch es nagen Zweifel an ihr, als sie erfährt, dass ihre Tagträume eigentlich Visionen sind - Visionen, die sie zu ihrer leiblichen Mutter in die Psychiatrie führen.
Lovisa fühlt sich zunehmend verfolgt. Wer ist der junge Mann aus ihrer Vision, der ihr das Gefühl eines leidenschaftlichen Kusses auf den Lippen hinterlässt. Ozeanblaue Augen verfolgen sie, ihr Weltbild wird erschüttert, und die Realität ist viel unglaublicher, als sie es sich je erträumt hätte...

Erster Satz

Ein heller Blitz.

Meine Meinung

Anfangs wusste ich noch so gar nicht, was mich erwartet, war aber doch ziemlich gespannt, welche Welt mich dieses Mal erwartet - vor allen Dingen, nachdem ich so fasziniert von den bisherigen Werken von Marita Sydow Hamann bin. Auch hier beginnt das neue Abenteuer - was insgesamt fünf Bände kriegen soll - in unserer Welt und nur so langsam eröffnet sich der Blick in eine andere, weitere Welt. Ich persönlich liebe ja das Konzept von sogenannten Gleitern, die durch die Welten gleiten können und so Parallelwelten erforschen können, und das wird hier u.a. verarbeitet. Aber im Laufe des Buches kommt dann noch so viel Neues dazu... da war ich mal wieder richtig verblüfft und positiv überrascht angesichts der fantastischen Ideen dahinter, auch wenn ich dem einen großen Konzept ganz am Ende - das verrate ich euch natürlich nicht! - erstmal tatsächlich minimal skeptisch gegenüber stand. Das Konzept an sich verrate ich euch natürlich nicht, aber so viel sei gesagt: Mich hat das wirklich sehr an eine Folge von Raumschiff Enterprise erinnert und das hatte ich dann die ganze Zeit vor Augen. Ich bin schon auf den nächsten Band gespannt, der da hoffentlich noch etwas mehr Klarheit reinbringt. Und diesen Cliffhanger am Ende auflöst.

Zurück zum Text: Protagonistin Lovisa hat eine sehr bodenständige und selbstironische Art und war mir gleich mal sympathisch. Ihre Visionen sind ein weiteres Plus - das könnte ich genauso oft lesen wie die Dimensionsgleiter. Nur dieses ständige Dick-Dünn, was in der Zwischenzeit in fast jedem Roman vorkommt, gefällt mir immer noch nicht. Ja, Lovisa hat ne superschlanke Modelfreundin und so weiter, und so weiter. Ich bin doch sicher nicht die Einzige, die von diesem Hin und Her allmählich genervt ist, oder? Wobei ich wieder sagen muss, ich rege mich da schon mehr allgemein darüber auf, es ist nicht so stark ausgeprägt, wie es jetzt den Anschein hat. Ganz und gar nicht.
Lovisas Freundinnen und ihre Eltern, also die Pflegeeltern, sind leider ziemlich farblos und austauschbar. Um ehrlich zu sein, weiß ich nur noch den Namen des Vaters und den von Emilie (bitte, lass den Namen richtig sein!). Es dreht sich einfach alles um Lovisa, ihre Mutter und den blauäugigen Fremden, der nicht lange ein Geheimnis bleibt. Es ist nun mal eine Liebesgeschichte und die ist da doch vorhersehbar. Immer wieder wird hier übrigens auf Magneten als Anziehungskraft gepocht, das Geheimnis hinter dieser Liebe ist bisher noch nicht geklärt. Da sind meine Hoffnungen dann wieder bei der Fortsetzung.

Der Schreibstil bleibt leicht lesbar ohne zu einfach und schlicht zu sein. Es liest sich einfach gut, es gibt keine Passagen, bei denen man irgendwie Hänger hat oder über Ausdrücke stolpert. Außerdem passt er auch gut zur Geschichte und zum Setting. Da ist einfach alles rund.

Fazit

Ich möchte fair bewerten und muss sagen, dass ich das Buch gern gelesen habe und auch verschlungen habe, aber es nicht an Das Amulett heranreicht. Dazu liebe ich diese beiden Bücher viel zu sehr. Dennoch liest sich Lovisa - Der Riss im Universum richtig gut und ich mag sowohl die Idee als auch die Umsetzung, auch wenn es doch noch einiges gibt, was mir nicht ganz zusagt. Ich freue mich dennoch auf die Fortsetzung - bin schon sehr gespannt.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Freitag, 11. April 2014

[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal - David Levithan

Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Original: Every Day
Verlag: Fischer
Erschienen am: 27.03.2014
ISBN: 978-3841422194
Preis: 16,99€
Leseprobe






Autor

David Levithan, geboren 1972, ist Verleger einer der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor zahlreicher erfolgreicher Jugendbücher, u.a. "Will & Will" (gemeinsam mit John Green und "Nicht & Norah - Soundtrack einer Nacht" (mit Rachel Cohn). Er lebt in Hoboken, New Jersey.

Inhalt

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren - aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist.

Erster Satz

Ich werde wach.

Meine Meinung

Letztendlich sind wir dem Universum egal ist ein Buch, über das ich auch jetzt noch, einige Tage nach dem Lesen, immer wieder nachdenke. Es ist ein Buch, das mich einfach nicht ganz loslässt und immer wieder aus einem Winkel meines Gehirns auftaucht. Woran das liegt, kann ich euch einerseits sagen und andererseits auch wieder nicht, denn mich hat es einfach schon mal allgemein gefesselt, angefangen mit der Idee bis hin zum Schreibstil.

Zuerst mal diese Idee: Wenn ich mir das vorstelle, jeden Tag in einem anderen Körper zu sein, keinen Vertrauten zu haben, allein zu sein und immer wieder zu erleben, wie andere Menschen interagieren und sich anvertrauen und glücklich sind, während ich dazu verdammt bin, allein zu bleiben. Schon wieder so eine beängstigende Vorstellung, die mich zugleich auch fasziniert. Und die Darstellung davon wurde durch As plötzliche Faszination und Verliebtheit gegenüber Rhiannon verstärkt. Dadurch dass A jeden Tag wirklich jemand anderer ist, Rhiannons Umgang damit... puh, das fand ich wirklich eindringlich beschrieben, so dass mich die Thematik wirklich geflasht hat.
In der Beschreibung wird ja auch besonders As Beständigkeit des Charakters betont, etwas dem ich auch wirklich zustimme. A bleibt immer sehr konstant, sehr höflich und sehr A selbst (ist A nun Männlein oder Weiblein? Ich weiß es nicht, ich bleibe daher also bei A). Auch wenn sich das Äußere verändert, bleibt da doch etwas gleich und das liegt nicht nur am Denken. A ist einfach so höflich gegenüber seinen Gastkörpern, das ist ja eigentlich auch nicht selbstverständlich.
Rhiannons Reaktion auf das Ganze fand ich super. Schlichtweg super. Nicht überzogen, nicht zu wenig, es war die richtige Reaktion an Unglauben und Glauben an dieses Mysteriös. Ach, allgemein fand ich die Rhiannon toll. Ein Charakter, den ich durchweg mag (und das liegt sicher nicht nur an As Verliebtheit!).
Was könnte ich noch erwähnen? Ah ja... da entwickelt sich ja noch so eine kleine Nebengeschichte, damit die Liebesstory nicht so einseitig ist. Die scheint anfangs ein bisschen seltsam und nicht so ganz passend zu sein, aber da entsteht für A letztendlich doch was Wichtiges, A erkennt etwas, was wichtig für die Zukunft und seine Entscheidungen ist. Vor allen Dingen hat mir hier gefallen, dass es zwar stattfindet, sich aber dann doch perfekt einschmiegt und nicht überhand nimmt.

Gelesen habe ich das Buch gerne. Der Stil war toll und gefällt mir und ist super. So. Das wars dazu, denn es ist einfach so: I like.

Und zu guter Letzt folgt hier das Ende. Nicht nur dass meiner Rezension, sondern auch das des Buches. Soll ich ehrlich sein? Es hat mich verblüfft, es lässt mich auch immer noch rätseln, aber auch wenn ich anfangs eben unsicher war, was ich davon halten soll, finde ich es, je mehr Zeit verstreicht, besser und besser und besser. Ein anderes Ende wäre nicht gut gewesen, für mich bekommt das Buch so meinen perfekten Abschluss, wie ich ihn mir doch auch wünschen würde.

Da fällt mir doch noch eine Kleinigkeit ein: Es gibt immer wieder Ansätze im Buch, die einen eben nachdenken lassen. Nicht alle dieser Fragen werden geklärt und es bleibt dem Leser selbst überlassen, diese für sich zu lösen und zu beantworten. Vielleicht ist das auch ein Punkt, der mich an diesem Buch fasziniert.

Fazit

Ich mags. Ich mag es wirklich und ich mag es euch auch empfehlen, obwohl ich mir sicher bin, nicht jeder von euch wird so begeistert sein wie ich. Spannender Inhalt, viele offene Fragen, die aber nicht stören, tolle Charaktere und ein - zumindest für mich - perfektes Ende. Was will man mehr? Chimiko jedenfalls nichts.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt