Freitag, 23. Januar 2015

[Rezension] Fan Costuming und Cosplay zu Star Wars und Anime - Karen Heinrich





Titel: Fan Costuming und Cosplay zu Star Wars und Anime
Autor: Karen Heinrich
Verlag: Longtai
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-938946-23-7
Preis: 34,80€

 
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Inhalt

"Die populären Phänomene "Star Wars" und "Anime/Manga" haben besonders aktive und vernetzte Fans in aller Welt. Diese Fans interpretieren ihre Lieblingsfiguren durch Verkleiden - kreative Teilhabe an Medieninhalten wird so zur öffentlichkeitswirksamen Fanpraxis. In der ersten umfassenden Darstellung von Cosplay und Fan Costuming in deutscher Sprache lässt die Kulturwissenschaftlerin Karen Heinrich deutsche und amerikanische Fans zu Wort kommen. Die vergleichende Studie ordnet das Phänomen in den Kontext der Fan- und Szeneforschung ein, fragt nach den Bedingungen und Möglichkeiten der Rezeption populärer Texte und zeigt anschaulich, wie sich aus der kunstvollen Herstellung der Kostüme eine eigene Fankultur entwickelt."

Meine Meinung

Mal etwas ganz anderes auf dem Blog. Aber es betrifft wieder meine beiden Hobbies, Cosplay und Lesen. Das Buch ist eine Dissertation von Karen Heinrich, einer Kulturwissenschaftlerin, dass sich mit der Thematik Cosplay und Costuming beschäftigt.
Ich war schon lange neugierig auf dieses Buch, Cosplay mal von einer vollkommen anderen Seite betrachtet, der wissenschaftlichen? Das hat mich wirklich interessiert.
Der Aufbau ist wirklich sehr gut gelungen, außerdem gibt es auch einige mehr als interessante Gedankengänge, die von der Autorin verfolgt werden. Ich muss sagen, dass so eine wissenschaftliche Abhandlung für Cosplay und Costuming definitiv mal an der Zeit war. Immerhin gehört der Konsum von Anime und auch anderen Sachen (hier eben Star Wars) schon lange in den wissenschaftlichen Bereich, das Fan-Dasein auch und nun endlich gibt es eben auch eine Abhandlung zu diesem Bereich. Eine gelungene Abhandlung.
Das Buch ist natürlich keine leichte Abendlektüre, aber dennoch hat die Autorin es geschafft, das Thema gut verständlich zu beschreiben. Sehr interessant waren die Ausschnitte der Interviews mit den international vertretetenen Cosplayern. Dabei waren durchaus auch einige, die ich selbst schon länger verfolge und sehr toll finde! Ihren Blick auf das Cosplay-Dasein zu lesen, war natürlich auch ein spannendes Detail.
Grundsätzlich glaube ich, dass ich dieses Buch definitiv noch einmal lesen werde, damit ich die Gesamtheit erfassen kann.

Fazit

Für Interessierte, die auch vor wissenschaftlicher Lektüre nicht zurückschrecken, definitiv empfehlenswert!

Bewertung





Quellen
Cover; Inhalt

[Rezension] Das beste Buch der Welt - Peter Stjernström





Titel: Das beste Buch der Welt
Autor: Peter Stjernström
Original: Världens bästa bok
Verlag: Dumont
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-8321-9757-5
Preis: 16,99€

 
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Autor

Peter Stjernström, geb. 1960, ist Miteigentümer der schwedischen Literaturagentur Grand Agency, arbeitet nebenher als Ghostwriter und Werbetexter und hat in Schweden drei Romane veröffentlicht. Er lebt in Stockholm. ›Das beste Buch der Welt‹ erscheint noch in sieben weiteren Sprachen.

Inhalt

Titus Jensen ist Schriftsteller und Alkoholiker. Vergeblich wartet er darauf, dass man seine eigenen Romane ernst nimmt, und macht sich stattdessen mit Lesungen fremder Werke zum Clown. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die sicherste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?
Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch dank seiner bezaubernden Lektorin Astra, die das Beste aus ihm herauszukitzeln versteht. Mit ihrer Hilfe schafft er den Absprung vom Saufen, findet zurück zum Schreiben und entdeckt, was ihm wirklich wichtig ist. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg – da macht ihm auf den letzten Metern Eddie X einen Strich durch die Rechnung: Auch der scheinheilige Liebespoet hat an der Idee des weltbesten Buchs Feuer gefangen und will Titus um jeden Preis zuvorkommen …

Erster Satz

Ein Mann betritt eine Bühne.

Meine Meinung

Na, das beste Buch der Welt ist Peter Stjernström zwar nicht gelungen, aber das hier ist dennoch ein Buch, das sich von der Masse abhebt. Ein sehr kurioses Buch ist es geworden, dass sich mit dem Schreiben beschäftigt, immer eine spannende Sache, oder? Wenn dann noch ein Schriftsteller hinzukommt, der Alkoholiker ist, aber ohne Alkohol schreiben soll und eine... sehr interessante Lektorin (zu viel möchte ich über diese Dame nicht verraten), dann ist das ein heikle Mischung, die ein durchaus amüsantes, aber eben auch kurioses Werk bildet.

Es dauerte einen Moment, bis ich an den Stil des Autors gewöhnt war, da er mir am Anfang recht ruppig und auch selbstironisch erschien, da habe ich manchen Satz oder eher manchen Absatz zwei Mal gelesen. Doch bald haben mich Titus' verquere Gedankengänge und Formulierungen gepackt und ich habe fasziniert seinen Weg (mitsamt der Umwege) zum besten Buch der Welt verfolgt. Dabei war dann doch manche Situation, die ich echt abwegig und mehr als kurios fand. Ist das vielleicht schwedischer Humor, der mir nicht liegt? Jedenfalls gab es zwischendurch einfach so Szenen, in denen ich etwas... verwirrt war und mich fragte, wo da jetzt der Sinn, der springende Punkt, die Pointe, etc. lag. Da kam ich mir dann vor, als wäre das Buch auf Drogen und ich nicht (und das obwohl Titus zu den Zeitpunkten schon nüchtern war - oder lag das daran?).

Die Charaktere sind sehr einprägsam und detailliert ausgearbeitet. Hier hat der Autor Figuren erschaffen, die definitiv im Kopf bleiben. Zwar haben sie durchaus Macken und sind manchmal auch etwas seltsam, aber sie bleiben dadurch erst recht im Gedächtnis.

Eine Sache noch, das Cover: Das finde ich sehr schön und ansprechend. Ich mag diesen Stil richtig gerne und vor allen Dingen ist es doch so neutral, dass es perfekt zu diesem Buch passt. Top!

Fazit

Seltsam und kurios sind zwei Worte, die dieses tatsächlich eher außergewöhnliche Buch gut beschreiben. Es ist definitiv interessant zu lesen, wenn es auch seinen Titel nicht erfüllen kann.

Bewertung






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 21. Januar 2015

[Rezension] Cobra - Deon Meyer





Titel: Cobra
Autor: Deon Meyer
Original: Kobra
Band: 4
Verlag: Aufbau
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-352-00686-9
Preis: 19,99€
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Autor

Deon Meyer, Jahrgang 1958, ist unbestritten Südafrikas bester und erfolgreichster Thrillerautor. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Er lebt in der Nähe von Kapstadt. Seine Romane erscheinen in mehr als fünfundzwanzig Ländern. Als Aufbau Taschenbuch liegen von ihm die Thriller „Tod vor Morgengrauen“, „Der traurige Polizist“, „Das Herz des Jägers“, „Der Atem des Jägers“, „Weißer Schatten“, „Dreizehn Stunden“, „Rote Spur“, „Sieben Tage“ sowie der Story-Band „Schwarz. Weiß. Tot“ vor. Mehr zum Autor unter www.deonmeyer.com

Inhalt

Eines kann Bennie Griessel gar nicht gebrauchen: Ärger. Er ist trockener Alkoholiker, er belügt seine Kollegen, und er ist bei seiner Freundin Alexa eingezogen. Ein Riesenfehler! Als auf einem Weingut drei Bodyguards erschossen werden und ein berühmter britischer Mathematiker verschwindet, will der südafrikanische Geheimdienst den Fall übernehmen, doch Bennie widersetzt sich. Die Täter sind völlig skrupellos und hinterlassen nur eine Spur: Geschosse mit dem Kopf einer Schlange. Einer könnte Bennie helfen: Tyrone, ein smarter, gerissener Taschendieb aus Kapstadt. Denn er hat etwas, das die Mörder suchen: ein Handy mit geheimen Daten.

Erster Satz

Der Regen prasselte auf Wellblechdach.

Meine Meinung

Definitiv hat es Spaß gemacht, mich wieder in die Welt von Bennie Griessel zu vertiefen. Ich mag die Geschichten rund um die südafrikanische Polizeiwelt, die Deon Meyer aufbaut. Da kann mich eigentlich darauf verlassen, dass es ein gutes Buch wird und auch Cobra hat mich da nicht enttäuscht! Aber bevor ich zum Buch komme, muss ich mal sagen, was ich richtig dämlich finde: Bei uns hier heißt das Buch Cobra mit C. Das Original heißt Kobra. Warum musste das K denn jetzt ausgetauscht werden?

Aber zum Buch: Bennie ist wieder im Einsatz und auch dieses Mal wird das wieder spannend. Allerdings, das vorweg, hat mir noch irgendwas gefehlt, um die fünf Brillen zu kriegen. Cobra ist absolut solide, spannend und fesselnd, aber das gewisse Etwas hat mir irgendwie noch gefehlt.

Bennie ist ein interessanter Charakter und ich liebe die kleinen Ausflüge in sein Privatleben, seine Probleme, die er hat, sind so schön alltäglich, gerade hier in diesem Band. Sie lockern die Suche nach dem Mörder immer wieder an den richtigen Stellen auf. Ebenso wie Tyrone. Diesen Geschichtsteil konnte ich anfangs nicht ganz einordnen, aber das schiebt sich alles an den richtigen Platz und löst sich gegen Ende natürlich auf. Tyrones Geschichte allgemein ist sehr spannend und lesenswert. Auch wenn ich anfangs nicht wusste, wie das zusammenführt, habe ich diese Stellen auch gerne gelesen. Okay, eigentlich habe ich alles gerne gelesen.
Deon Meyers Stil liest sich leicht und man hat das Buch im Nu durch, weil es eben auch spannend ist!

Hinzu kommt, dass mich total die südafrikanische Welt fasziniert. Für mich war das beim ersten Deon Meyer ein totales Fremdland, und noch jetzt ist es etwas wirklich Fernes, aber es ist interessant. Ein Einblick in eine fremde Welt.

Fazit

Zuverlässig wieder ein guter Krimi von Deon Meyer rund um Polizist Bennie Griessel. Der Fall an sich ist wieder richtig spannend, doch allgemein fehlt mir hier das gewisse Etwas für die volle Punktzahl.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 19. Januar 2015

[Rezension] Panic. Wer Angst hat, fliegt raus - Lauren Oliver





Titel: Panic - Wer Angst hat, ist raus
Autor: Lauren Oliver
Original: Panic
Verlag: Carlsen
Erschienen: November 2014
ISBN: 978-3-551-58329-1
Preis: 17,99€
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Autor

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

Inhalt

HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.
 
Erster Satz

Das Wasser war so kalt, dass es Heather den Atem raubte, als sie sich zwischen den Jugendlichen durchdrängte, die den Strand bevölkerten und im seichten Wasser standen, jubelnd Handtücher und selbst gebastelte Schilder schwenkten und die übrigen Springer anfeuerten.

Meine Meinung

Ein erste Satz, lang und zäh, nicht wahr? Zumindest gegen Ende ging es mir auch mit der Geschichte so, ich empfand sie als etwas zäh und langgezogen. Der Anfang war eigentlich ganz interessant, auch wenn ich eine Weile brauchte, bis ich überhaupt reingekommen bin. Es war tatsächlich kein leichter Einstieg in die Geschichte und die Welt. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich immer noch nicht ganz in dieser Welt angekommen. Auch nach dem Beenden des Buches bin ich nie ganz in Heathers und Dodges Welt angekommen. Zwar hat sich eigentlich alles gut gelesen, aber scheinbar waren diese Welt und ich nicht ganz kompatibel, irgendwie... Irgendwie trifft es einfach.
Irgendwie ist das, was mich das ganze Buch begleitet hat. Irgendwie hat das gewisse Etwas gefehlt. Irgendwie kam ich nicht ganz rein. Irgendwie konnte mich das Ende nicht überzeugen. Irgendwie... war das Buch nicht meins.
Dennoch fand ich die Aufteilung der unterschiedlichen Erzählsichten interessant. Die Sprünge zwischen Heather und Dodge, zwei so unterschiedlichen Charakteren mit dem gleichen Ziel vor Augen, hat dem Buch doch noch etwas mehr Spannung gegeben. Ein einzelner Charakter wäre nicht so interessant gewesen wie die zwei in Kombination. Natalie als Bindeglied zwischen den beiden war logisch und passend, auch wenn sie so ein Charakter ist, der mir irgendwie, aber eben nicht richtig im Gedächtnis geblieben ist.
Das Buch hatte ich auch Anfang Dezember gelesen, muss allerdings sagen, dass auch hier das Irgendwie regiert. Irgendwie ist mir noch ein bisschen was im Gedächtnis geblieben, aber es war einfach nicht so prägend und fesselnd wie andere Bücher. Ich muss es auch nicht zig Mal lesen, weil ich das Gefühl habe, dass mir sonst etwas entgeht.

Fazit

Panic war einfach ein ganz nettes Buch für zwischendurch, aber nichts, was total fesselt und in den Bann zieht. Für mich ein durchschnittliches Buch mit großem Irgendwie-Faktor.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Sonntag, 18. Januar 2015

[Rezension] Um halb drei bei den Elefanten - Kyra Groh





Titel: Halb drei bei den Elefanten
Autor: Kyra Groh
Verlag: blanvalet
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-442-38076-3
Preis: 9,99€
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Autor

Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin.

Inhalt

Die Zwillingsschwestern Max und Jo sind sich gar nicht ähnlich. Max hat nur die Gene abbekommen, die keinen interessieren … Sie ist rothaarig, klein – und ihre BHs sind von der Marke Zauberflöte: Zieht man sie aus, geht der ganze Zauber flöten. Sie ist auch klug und musikalisch – aber wen interessiert's? Auch Moritz hat sein Päckchen zu tragen. Er ist klug, aber ohne Ausbildung, wäre gerne Fotograf, versauert aber als Fahrradkurier. Und er ist für jemanden verantwortlich – seinen vierjährigen Sohn ... Doch als sich Max und Moritz um halb drei bei den Elefanten im Opel Zoo treffen, ändert sich ihr Leben für immer ...

Erster Satz

Ich schaue in den Kühlschrank.

Meine Meinung

Max und Moritz... das ist doch schon mal eine schöne Namensidee, oder? Allgemein mag ich diesen Roman, er ist leicht und seinem Genre gemäß auch nicht zu anspruchsvoll, aber allein schon das Cover ist so liebevoll gestaltet und die Charaktere allesamt ebenfalls. Es macht einfach Spaß, Um halb drei bei den Elefanten zu lesen und es ging auch nicht lange, bis ich es verschlungen hatte. Max macht es einem leicht, sich einzulesen. Sie ist unglaublich sympathisch und bodenständig und ich hätte sie auch gerne als Freundin, obwohl sie in Hinsicht auf Moritz dann natürlich etwas anstrengend wurde.
Und Moritz? Absoluter Traumtyp, auch mit Kind. Und das Beste an beiden? Haben Ecken und Kanten und sind nicht perfekt. Hätten durchaus auch Kommilitonen von mir sein können, damals an der Uni...

Natürlich gehören zu einer echten Liebesgeschichte auch Verwicklungen und Schwierigkeiten und davon gibt es hier einige. Manche waren perfekt, gerade der Anfang und dieses kleine Problem mit dem Namen Jonas. Manche waren dann doch etwas zu viel, aber haben doch reingepasst in die Geschichte.

Fazit

Liest sich angenehm, hat sympathische Charaktere, einen entzückenden Mini-Hauptcharakter, die Sache mit den Elefanten ist toll. Was soll man da noch mehr sagen? Hervorragendes Chick-lit.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt