Donnerstag, 27. August 2015

[Rezension] Layers - Ursula Poznanski





Titel: Layers
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Preis: 14,95€
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Autor

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Inhalt

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Erster Satz

Er befand sich noch im Halbschlaf, trotzdem spürte er genau, dass der Hauch, der sein Gesicht streifte, kein Wind war.

Meine Meinung

Layers ist ein neuer spannender Jugendthriller aus der erprobten Feder von Ursula Poznanski. Wieder einmal entführt sie uns in eine Welt, die - hier passend zum Titel - viele verschiedene Schichten hat, etwas dass ich bei ihr sehr schätze: Nichts ist letztendlich so wie es scheint.
Das Geschenk, das Protagonist Dorian erhält, ist spannend. Für ihn und für den Leser. Trotzdem kommt es dann erst einmal zu einer Länge. Aufgrund dieses unwillkommenen Geschenks muss Dorian, ja eigentlich schon ein Straßenteenie, wieder flüchten und der erste Teil davon zieht sich einfach hin. Hier fehlt das Mitreißende und Fesselnde und das ist der Teil, den ich am liebsten überblättert hätte, weil ich so langsam voran kam. Ich hatte einfach das Gefühl, da kommen wir gar nicht mehr zum Punkt. Doch irgendwann kam dann die Wendung, die wieder Spannung reingebracht hat, die mich wieder in den Bann gezogen hat und wo ich dann wissen wollte, wie es weiter geht.
Zur Geschichte muss man sagen, dass der Titel wirklich verdammt gut gewählt ist, denn das trifft nicht nur auf die Geschichte inhaltlich zu, sondern eben auch auf den Aufbau. Das mag ich bei Ursula Poznanski wirklich, denn es ist nie einfach, sondern immer vielschichtig. Nicht jeder Autor kann das so gekonnt wie sie.
Der Anfang war erstmal irritierend, doch letztlich klärt sich alles auf und irgendwann habe ich den Anfang auch verstanden. Vielschichtig halt, ne?
Was soll ich inhaltlich noch groß sagen? Hier ist es tatsächlich so, dass man gar nicht so viel verraten will, denn ihr müsst euch euer eigenes Bild machen.
Dorian ist ein Teenie, der auf der Straße lebt und daher eher misstrauisch ist. Das ist das, was ihn letztlich in seine unglückliche Situation und die Flucht bringt. Er ist relativ vernünftig und geerdet, doch etwas, was mich gestört hat, war dieses unglaublich schnelle Verlieben. Irgendwie fand ich das fast schon unpassend. Ein kompletter Kontrast zu seinem Charakter, so empfand ich das beim Lesen zumindest. Und ja, meine lieben Leser, Dorian verliebt sich. Das ist ein Schachzug, der für später recht wichtig ist. Und trotzdem fand ich die Szene nicht ganz harmonisch.
Zum Rest der Charakter sage ich nur so viel: Sie sind ausgearbeitet und durchweg interessant, mit vielen Facetten. Dennoch bleibt Dorian der Mittelpunkt des Buches und daher... nehme ich auch hier nicht viel vorweg!

Das Cover! Für mich normalerweise nicht gar so wichtig, doch es ist toll. Die Machart ist wirklich richtig, richtig toll. Ich war auf den ersten Blick verliebt in dieses Cover.

Fazit

Wieder einmal ein spannender Jugendthriller, der trotz einer Länge im Mittelteil spannend bleibt. Das Ende war auch gut, auch wenn es mir etwas zu einfach gemacht war. Dennoch macht Layers wieder Spaß.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 25. August 2015

[Cosplay] Progress Princess Mars

Hallo ihr Lieben,

trotz kleiner gesundheitlicher Probleme momentan arbeite ich immer mal wieder mit viel Hilfe an Princess Mars weiter. Und im Moment sieht es echt gut aus. Also, wie weit bin ich?
Oberteil ist mittlerweile gefüttert und gesäumt und wartet nun auf den Rockteil.


Die Falten für den Rock sind auch so weit durch:


Der Rest des Rockteils ist zugeschnitten und versäubert. Als Nächstes füge ich dann alles zusammen. Es wird.


Der Schmuck aus Worbla wartet nun auch noch auf seine Bemalung. Die Perlen sind eingesetzt und angebracht, es fehlt echt nur noch das Gold. 



Die Träger sind geschnitten und werden dann als nächstes versäubert und fertig gestellt. Dann können die Schmuckteile auch angebracht werden. Wie man sieht: Es geht wirklich ganz gut voran. Überraschenderweise...

Und, was denkt ihr?

Samstag, 22. August 2015

[Rezension] Der Marsianer - Andy Weir





Titel: Der Marsianer
Autor: Andy Weir
Original: The Martian
Verlag: Heyne
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-453-31583-9
Preis: 14,99€
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Autor

Bereits im zarten Alter von fünfzehn war Andy Weir als Programmierer für diverse Computerfirmen tätig und arbeitet inzwischen als Softwareentwickler. In seiner Freizeit interessiert er sich für Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt – und natürlich für das Schreiben. Mit seinem Debütroman Der Marsianer wird er als die Science-Fiction-Entdeckung des Jahres gefeiert.

Inhalt

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...

Erster Satz

Ich bin so was von im Arsch.

Meine Meinung

Leider geil. Obwohl... nicht leider geil, sondern einfach nur total genial! Ich bin verliebt in dieses Buch und sage gleich vorweg: Lest Der Marsianer!
Anfangs hat man nur das Tagebuch von Mark Watney und dieser Mann ist grandios. Trotz seiner Situation ist sein Stil geprägt von einer selbstironischen und durchaus humorvollen Art. Eigentlich war er mit bereits mit dem ersten Satz sympathisch und ich sage euch, das hat sich von Seite zu Seite vertieft. Es hat einfach Spaß gemacht (ironischerweise bei diesem Thema), an Marks Seite diese Einsamkeit und seinen Überlebenskampf auf dem Mars zu erleben. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht zur Seite legen, bis ich die letzten Seiten gelesen hatte.
Wer Wissenschaftsgerede erwartet, wird wohl enttäuscht werden, denn auch wenn Mark seine Überlebensstrategien ab und zu beschreibt, ist in erster Linie er selbst und seine Art im Vordergrund. Keine Technik oder drögen Wissenschaftstheorien, nur praktischer Überlebenskampf. Man muss auch seine Kreativität bewundern, denn immer wieder findet der Ingenieur-Botaniker verdammte kreative Lösungen, um sein Überleben zu sichern.
Ich bin ja nicht der Science-Fiction-Leser überhaupt und dieses Buch kann man nun jedoch auch lesen, wenn man eben nicht Genre-Fan ist. Mark als Protagonist macht es einem leicht, mit ihm mitzufiebern und atemlos oder mit offenem Mund einfach nur zu lesen. Man WILL wissen, wie es endet. Wenn ich mir vorstelle, dass dieses Buch das Debüt von Andy Weir ist... unglaublich. Einer der besten Debütromane, die ich jemals gelesen habe. Ich bin einfach hin und weg.
Ich denke, es ist auch keine Überraschung, dass auch irgendwann die NASA involviert wird und es einen Perspektivenwechsel gibt. Diese zweite Sichtweise ist natürlich auch noch mal besonders spannend und wirft ein neues Licht auf die Geschichte. Dennoch habe ich immer wieder Marks Parts entgegengefiebert.

Fazit

Was für ein Debüt! Lesen, lesen, lesen!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 20. August 2015

[Rezension] Big Game. Die Jagd beginnt - Dan Smith





Titel: Big Game - Die Jagd beginnt
Autor: Dan Smith
Original: Big Game
Aus dem Englischen: Birgit Niehaus
Verlag: Carlsen
Erschienen: April 2015
ISBN: 978-3-551-52073-9
Preis: 15,99€
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Autor

Dan Smith führte bisher drei Leben. Im ersten musste er den eintönigen Alltag im Internat durchstehen. Im zweiten reiste er um die Welt und stürzte sich auf den Reisfeldern Asiens und dem brasilianischen Dschungel in zahlreiche Abenteuer. Im dritten denkt er sich Geschichten aus und hat so eine ganze Welt für sich alleine. Manche sagen, dass er darin den Großteil seiner Zeit verbringt. Den Rest teilt er mit seiner Frau und seinen Kindern in Newcastle.

Inhalt

In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. Doch dann fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt.

Erster Satz

Ich hockte im Schatten einer Sandbirke und schnupperte.

Meine Meinung

Spannung pur! Kaum hatte ich die ersten Seiten verschlungen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn es war einfach Spannung pur! Dennoch gab es auch etwas, das ich kritisieren muss: Oskaris Entwicklung.
Oskari ist ein interessanter Charakter, der mir anfangs - mit seiner eher schwachen und normalen Art - sofort sympathisch war. Leider, das ist mein einziger Minuspunkt, ist seine Entwicklung schon sehr extrem: Bäng. Blöde Situation und Oskari wird zum Superhelden! Ich mag es einfach, wenn ein Charakter seine Schwächen behält und nicht von null auf hundert gebasht wird. Und bei Oskari ist das der Fall, er kann zwar den Bogen kaum halten und niemand traut es ihm zu, dass er seine Prüfung besteht, aber plötzlich besitzt er die perfekten Instinkte und findet in jeder noch so ausweglosen Situation eine Lösung. Das ist mein einziger Kritikpunkt.
Und auch wenn ich das nicht so gerne lese, hat es trotzdem Spaß gemacht, an Oskaris Seite durch die Wälder zu hetzen, zu fliehen und zu fürchten. Die Atmosphäre hat Dan Smith wirklich grandios rüber gebracht, man hat den Wald vor sich gesehen, den Nebel, den See. Und es war so, als würde man selbst gejagt werden. Es war einfach spannend!
Natürlich war auch die Idee mit dem Präsidenten echt grandios. Eine Vorstellung, die man doch irgendwie verlockend findet, oder? Man selbst als großer Retter der Präsidenten... das hat etwas und an Oskaris Seits erlebt man ebendies.
Was mir übrigens nicht unbedingt gefehlt hat, aber definitiv interessant gewesen wäre: die Kultur von Oskaris Stamm. Was man erfährt, ist eher wenig und da wäre ein wenig mehr Hintergrundinfo auch noch lesenswert gewesen. Zwar kommt man auch ohne dies hin, aber trotzdem hätte man vielleicht Oskari noch etwas besser verstehen können.

Fazit

Ein erfrischender Jugendroman, der mit Spannung und Spaß besticht. Bis auf die zu schnelle Entwicklung des Helden fand ich Big Game verdammt gut.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 17. August 2015

[Rezension] Heldenseelen - Nadine Paque-Wolkow





Titel: Heldenseelen
Autor: Nadine Paque-Wolkow
Band: 1
Verlag: Createspace
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-1512346565
Preis: 11,99€

 
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Autor

Nadine Paqué-Wolkow wurde am 12.11.1984 in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz geboren. Nach der Schule wollte sie unbedingt etwas mit Büchern machen und arbeitet seitdem in der Universitätsbibliothek Kaiserslautern. Geschichten waren schon immer ihre große Leidenschaft und so war der Schritt zum Schreiben eine logische Konsequenz.
Sie ist verheiratet und wohnt, ganz autorenuntypisch, ohne Katze in Kaiserslautern.

Inhalt

Einhundert Jahre sind vergangen seit der letzte Dämon vernichtet und die Magie vollständig aus unserer Welt verbannt wurde. Nun wurde ein neuer Dämon beschworen, und das einzige was zwischen den magischen Reichen von Anwnn und der Realität steht, ist der Orden der Herediti. Claire Monroe gehört ebenfalls den Herediti an, doch als sie ihren Erzfeind, den arroganten Milliönärssohn Gabriel Hay, auf seiner Geburtstagsfeier unwissentlich mit einem Zauber an sich bindet, ahnt sie davon noch nichts. Gabriel wird von einem Dämon besessen, der droht den Wall zwischen den Welten einzureißen und nur wenn Claire und Gabriel zusammenarbeiten, können sie die Katastrophe verhindern.

Erster Satz

Die Magie in der Luft roch nach ranziger Butter.

Meine Meinung

Nadine Paque-Wolkow hat ein wirklich packendes Debüt geschrieben und zu euer Info... ein mieses offenes Ende! Mein Kurzfazit vorweg? Ich will mehr... wann geht es weiter?
Protagonistin Claire geht genauso ahnungslos wie ich in die Geschichte rein und das hat natürlich schon mal Identifikationspotenzial. Mal abgesehen davon, dass ich sie auch an sich sehr sympathisch fand, ist es natürlich immer besonders spannend, zusammen mit einer Figur eine neue Welt zu erforschen. Claire gerät in eine wirklich dramatische Situation und muss sich schwer am Riemen reißen, was ihr ganz gut gelingt. Das ist vielleicht der einzig kleine Wermutstropfen, denn manchmal geht sie mir doch zu gelassen damit um und fügt sich ihrem Schicksal etwas zu gut.
Auch die anderen Charaktere haben Tiefe und sind spannend und besonders die historischen Bezüge finde ich fantastisch! Ich hab ein Faible, wenn historische Figuren mit unserer Zeit verknüpft werden und solche Verbindungen werden in Heldenseelen hergestellt! Das ist etwas, das ich immer wieder gerne lese und wenn es gut geschrieben ist, kann man mich schnell damit packen.
Allgemein ist die Balance zwischen Fantastischem und unserer normalen Welt gut gelungen. So etwas macht fantastische Geschichte immer noch interessanter. Die Idee, dass Dämonen auf unsere Seite kommen und in Menschen an einen Wächter gebunden werden, ist... ja, sie ist faszinierend. Das birgt definitiv noch viel Potenzial und ich bin mir sicher, in der Fortsetzung wird das noch einige Überraschungen bringen! Allein die Beziehung zwischen Wächter und Dämon hat mich begeistert, denn man spürt richtig die besondere Energie, die dabei zustande kommt. Es macht Spaß, das zu lesen und man fiebert bis zum Ende mit Claire und Gabriel mit! 

Fazit

Dieses Debüt kann ich euch empfehlen, wenn ihr - wie ich - ein Faible für Legenden und Sagen habt, die in der heutigen Zeit perfekt eingearbeitet sind. Auch die Protagonisten sind schön ausgearbeitet und die ganze Geschichte macht einfach Spaß!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt