Dienstag, 16. August 2016

[Aus dem Nähkästchen] Mysterious Miss M - Micky Kohlrabi

Heute präsentiere euch Mysterious Miss M! Oder mit anderen Worten die wunderbare Cosplayerin MickyKohlrabi. Micky ist eine eigentlich immer gut gelaunte Cosplayerin, bei der ich nicht nur ihren Humor sehr schätze, sondern eben auch ihre ganzen Kostüme! Wenn ihr sie auf Google sucht, werdet ihr allerdings zuerst Kohlrabi-Rezepte finden. Schaut euch die ruhig an, aber vergesst dann nicht, auch Mickys Cosplays anzuschauen, denn es lohnt sich wirklich ;)

Und jetzt viel Spaß mit den Antworten der Mysterious Miss M ;)


1. Wie bist du damals zum Cosplay gekommen? 

Oh, es ist echt schwer zu sagen, wie ich genau auf Cosplay gekommen bin... entweder hatte ich es damals im Internet gesehen, auf meiner allerersten Anime-/Manga-Convention, der Connichi 2005, oder in der Cosplayzeitschrift "Cosplay", die es einmal so um 2005 herum gab. Aber ich hab erst später wirklich angefangen, weil mir die Hilfe fehlte. Die Idee, die Kostüme aus Anime zu tragen, kam mir schon, als ich ein kleines Kind war und Serenitys Kleid aus Sailor Moon sah. Es war immer mein Traum, das Kleid mal zu tragen. Leider konnte ich den Traum bisher noch nicht zu 100 % erfüllen, aber das kommt noch, hoffe ich :)


2. Was ist dein schönstes Cosplay-Erlebnis? 

Mein schönstes Cosplayereignis..... das ist auch eine schwere Frage, weil es viele gab aber mir fällt sofort eins ein: paar Freunde und ich hatten Kamikaze-Kaito-Jeanne getragen und es in einem Vergnügungspark/ auf einer Kirmes getragen. Ich liebe die Serie einfach, der Charakter Maron mit ihrer Charakterentwicklung und die Szene aus der Story. Wenn wir noch einen Chiaki dabei gehabt hätten, wäre mein Herz wohl jetzt höher als Wolke sieben gewesen.




3. Die Cosplayszene entwickelt sich stetig weiter. Wie siehst du das aktuell, ist der Trend positiv oder negativ zu sehen? 

Positiv oder negativ kann man nicht wirklich sagen. Es gibt positive Sachen, z.B. dass wir besseren Zugang haben zu Cosplaystuff (Perücken, Baumaterialien und mehr), die Cosplayer unglaublich kreativ sind und wunderschöne Ergebnisse vorweisen können. Cosplayer rücken auch mehr ins Interesse für Veranstalter, was ich auch sehr interessant finde. Und durch die ganzen Näharbeiten werden auch die Stoffläden unterstützt *lach* aber Negatives.... die starke Verschmutzung der Gelände, Nichtachtung von Pflanzen, manchmal auch unhöfliche Verhalten gegenüber Passanten (selbst hab ich es noch nicht gesehen, aber davon gehört) und Missachtung von Regeln... das sind so Sachen, die auch schnell mit "Cosplayern" in Verbindung gebracht wird, aber ich finde, dass damit nicht die ganzen Szene verurteilt werden kann. Das ist nicht unbedingt szenenabhängig, sondern liegt an den Menschen selbst. Aber dadurch dass Cosplayer sehr auffällig sind, fällt das bei ihnen auch umso mehr auf. Wenn wir das mindern oder ganz abschaffen können, dann wären wir eine vorbildliche Szene, denke ich. Ggf. fehlt es an mehr Müllbehältern auf den Geländen. Das unterscheidet sich schon allein zwischen den Städten sehr stark. Aber das ist wieder ein ganz eigenes, großes Thema, da hör ich hier besser auf. Was ansonsten auch viel bedauert wird, ist der Umgang miteinander in der Szene. Früher soll es besser gewesen sein. So viel Erfahrungen von "früher" hab ich allerdings nicht, daher kann ich mir auch gar nicht wirklich das Recht nehmen, Vergleiche zu stellen. Teils hab ich aber auch das Gefühl, die Leute sind Komplimente von Fremden gar nicht mehr gewohnt, was echt schade ist :) (ich gebe gerne Komplimente, aber ich traue ich mich auch manchmal gar nicht >///<)


4. Hast du Cosplayer, die dich immer wieder begeistern? 

Hihi, meine Freunde ♡ Bei ihnen sehe ich den Progress am ehesten und es macht so viel Freude, mit ihnen zusammen zu cossen! Natürlich gibt es auch so viele andere Cosplayer, die toll nähen, basteln und fotografieren können bzw. schöne Fotos haben :) aber da verfolge (oder wie nennt man das eher? Followen? XD) ich nicht wirklich wen Spezielles ^^ aber ich kann immer wieder was neues lernen von anderen, was auch immer super spannend ist! :D


5. Nach welchen Kriterien wählst du deine Kostüme aus? 

Meine Kostüme wähle ich hauptsächlich nach den Charakteren aus, die ich total anliebe oder die mich faszinieren oder mit denen ich mich identifizieren kann ^^ und ich mag eher süße Outfits :) Ich cosplaye auch vorwiegend Mädchen, da die auch immer meine eher Lieblingscharas sind ^^ auf Anfragen von Freunden cosse ich aber auch schon mal Jungs, wie zB. Shinji aus NGE oder Oikawa aus Haikyuu! :)

Fotograf: Moons


6. Sind da vielleicht Charaktere, die du immer wieder umsetzen möchtest?

Also Charaktere, von denen ich auch verschiedene Versionen mache, wenn ich die Frage richtig verstehe? Ja, die gibt es. Viele sogar! Ganz oben ist zB. Lucy aus Fairy Tail! Von Utau aus der Serie "Shugo-Chara!" hab ich z.B. auch schon 3 Versionen gemacht und ich möchte immer noch eine weitere cosplayen ^^ Wo wir eigentlich auch wieder bei Frage 5 sind: Ich mag Bauchtänzer-Outfits unglaublich gerne! XD


7. Was sind deine Grenzen in der Umsetzung? Wann sagst du: Das will ich definitiv nicht umsetzen? 

Oh die Grenzen-Frage ist schwer, weil man da "nein" sagt und da wieder "das lass ich noch durchgehen". Aber allgemein gesehen, mag ich keine Version machen, wo ich praktisch fast nix mehr an habe. Da ist das Schamgefühl doch zu hoch und den Anblick will man niemanden antun xDD Ansonsten fällt mir zum Cosplay nicht wirklich eine andere Grenze gerade ein...Elektronik kann ich zwar noch nicht einarbeiten, aber würde ich gerne mal machen! Im Cosplay steht einem viel offen, da kann man in allen Bereichen lernen ^^ Und man sollte eben auch die persönlichen Rollen beachten und tolerieren :)

Fotograf: Seny


8. Gibt es noch Techniken und Materialien, die du unbedingt noch ausprobieren möchtest? 

Na sowas, da hab ich in Frage 7 ja schon ein wenig die Frage beantwortet xD Ja vieles würde ich gerne ausprobieren! Elektronik, Waffenbau und was es da alles gibt! Auch allein in der Fotografie und dem Posing möchte ich Verschiedenes ausprobieren :)


9. Was ist dein Lieblingspart am Cosplay? Nähen, Basteln, Perücken, das Play an sich oder noch etwas anderes? 

Mein Lieblingspart ist auf jeeeden fall das Tragen bzw. das Play!!! Ich möchte Auftritte machen und "in character" sein <3 und die Accessoires mache ich gerne ♡

Fotograf: Gemini


10. Drei Dinge, die du am Cosplay liebst, und drei Dinge, die du hasst. 
 
Like: mit Freunden Cosplay tragen, Fotografieren, Accessoires erstellen; Hate: Nähen, Zeitdruck, manchmal dieses Konkurrenzdenken

11. Was für Erfahrungen hast du mit Wettbewerben gemacht? 

Nicht viele leider, aber es macht sehr viel Spaß! XD aber das Herz springt einem aber vor Aufregung schon ein bissel sehr in der Brust :')

Fotograf: Naya
 

12. Nähst du lieber selber oder kaufst du auch mal ein Kostüm? 
 
Uuh gemeine Frage, wo ich eben noch sagte, dass ich ungerne nähe! XD Ich nähe meistens meine Cosplays selbst. Aber nicht gerne xD Kaufen tu ich schon mal cosplays, wenn es bei allen gleich aussehen soll (wie bei der KamiAso-Schuluniform), es Teile gibt, die ich nicht so gut erstellen kann (wie zB die Gürtelschnalle beiden Uniformen bei Starry☆Sky) oder die Sachen die ein unikes Muster haben, dass nur sehr schwer und mit künstlerischer Begabung machbar ist (zB. Bei manchen LoveLive Versionen) oder wenn die einfach mal viel günstiger und mindestens genau so gut sind, wie wenn ich sie selbst mache (zB. Sailor Schuluniformen wie bei Yandere-chan). Das klingt zwar nach viel, aber wie gesagt, das meiste wird selbst genäht ^^

13. Wann ist ein Cosplay für dich perfekt? 

Perfekt gibt es nicht. Es gibt immer etwas, was man verbessern kann oder was man besser machen hätte können. :)


14. Was würdest du einem Anfänger für die Zukunft mitgeben?

Mit Spaß, Eifer und Experimentierfreude am Hobby, dass uns verbindet, dran bleiben! :)

Fotograf: Themis


Danke für deine Antworten :*

Und das Gleiche, das immer gilt: Solltet ihr noch Fragen haben, stellt sie ruhig ;)


Nächste Woche gibt es entweder etwas Progress - die Connichi naht! -, Shooting-Bilder oder, wie ich hoffe, ein Interview mit unseren beiden deutschen Vertreterinnen beim World Cosplay Summit. Lasst euch überraschen, was euch nächsten Dienstag erwartet!

Donnerstag, 11. August 2016

[Rezension] Die Inselfrauen - Sylvia Lott






Titel: Die Inselfrauen
Autor: Sylvia Lott
Verlag: Blanvalet
Erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-7341-0059-8
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane "Die Rose von Darjeeling", „Die Glücksbäckerin von Long Island“ und „Die Lilie von Bela Vista“. Sylvia Lotts neuer Roman „Die Inselfrauen“ spielt auf ihrer Lieblingsinsel Borkum.








Auf der Suche nach einer beruflichen Auszeit mietet sich die Journalistin Nina in der Borkumer Frühstückspension ein, in der sie einst den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Damals verliebte sie sich in Klaas und träumte von einem Leben an seiner Seite — bis er ihr Herz brach. In der Zwischenzeit arbeitet Ninas Nichte Rosalie in der Pension. Sie interessiert sich sehr für die Geschichte der Insel und für das, was Nina dort erlebte. Während Nina es endlich wagt, ihrer Vergangenheit ins Auge zu sehen, befindet sich plötzlich auch Klaas wieder auf der Insel. Und dann ist da noch ein Walzer, dessen Melodie eine Liebe beschwört, die nie verging ...

Ein heiseres, tiefes Tuten ließ Nina zusammenfahren.






Ich finde ja, dass im Moment das perfekte Wetter ist, um sonnige Inselromane zu lesen. Und warum immer ins Ausland, wenn auch hier in Deutschland tolle Inseln existieren? Daher fiel mir der Roman gleich ins Auge. Statt dem ewigen Sylt, was meiner Ansicht nach fast zu oft in Romanen genutzt wird, erlebt man hier die Insel Borkum. Das hat mich dann noch mehr gereizt, denn auf Borkum war ich noch nie.
Es ist ein Liebesroman, ein sehr ruhiger und schöner Liebesroman. Wir haben hier zwei Protagonisten, die nicht mehr Anfang Dreißig sind und die schon einmal die Liebe zusammen erlebt haben. Doch dann haben sie sich aus den Augen verloren und nun, welch ein Zufall, sind sie zeitgleich zurück auf Borkum. Mit diesem Hintergrund ist das Rad vielleicht nicht neu erfunden worden, aber dennoch ist es doch einfach immer wieder schön, wenn man in so romantische Geschichten absinken kann. Und hier hat das Buch genau das richtige Maß an Liebe, Drama und Insel mitbekommen.
Nina ist unsere Protagonistin, eine welterfahrene und bekannte Frau, die sich jedoch nach Erholung auf ihrer Insel sehnt. Nur weil sie sicher ist, dass Klaas, ihre Jugendliebe eben nicht mehr auf der Insel lebt, kehrt sie schließlich zurück. Nina ist eine eigentlich sehr selbstbewusste Frau, die weiß, wo im Leben sie steht. Und das wird dann erschüttert, als sie Klaas wiederbegegnet. Okay, ich sag es euch, wie es ist: Ich finde, dass Nina eine tolle, bewundernswerte Frau ist. Ehrlich. Aber ich fühle mich ihr nicht so nahe. Und das gilt für alle Charaktere. Es gab keinen so Bamm-Charakter, der mich richtig in den Bann gezogen hat. Wir haben tolle Figuren, wirklich, tolle Hintergrundgeschichten, aber - auch wenn ich es gern gelesen habe - mir fehlt der Identifikationscharakter.
Nichtsdestotrotz, das betone ich gerne noch einmal, sind es tolle Charaktere. Mit Geschichte und Ecken und Kanten und Charakterstärken und -schwächen. Auch Rosalie, Ninas Nichte, gefällt mir richtig gut. Die liebevolle Art, wie sie die Pension wieder etwas stärken will, und ihre Neugierde an der Geschichte, sind wunderbar. Nur kam ich einfach nicht ganz so rein in die Charaktere.
An der Story an sich ist der Hintergrund mit dem Walzer wirklich sehr durchdacht und perfekt eingebracht. Auch die Inspiration dazu, welche die Autorin anfangs kurz beschreibt, kann ich einfach nachvollziehen. Darum hat sie eine wunderbare Sommergeschichte konstruiert. Sowohl die Ausflüge in die Vergangenheit als auch die Probleme der Gegenwart wirken nicht überdramatisiert, sondern leicht und natürlich. Eben der perfekte Sommerroman!






Für mich hat Die Inselfrauen das Potenzial zum perfekten Sommerroman. Lasst euch nicht davon abschrecken, dass die Figuren mir etwas fremd blieben, denn selbst damit hat das Lesen Spaß gemacht.








Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt


Danke an das Bloggerportal für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 10. August 2016

[Rezension] Ein Sommer in St. Yves - Anne Sanders





Titel: Sommer in St. Ives
Autor: Anne Sanders
Verlag: blanvalet
Erschienen: Mai 2016
ISBN: 978-3-7645-0546-2
Preis: 14,99€
Leseprobe
 
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Anne Sanders lebt in München und arbeitet als Autorin und Journalistin. Zu schreiben begann sie bei der Süddeutschen Zeitung. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie unter anderem Namen bereits erfolgreich Romane für jugendliche Leser. Die Küste Cornwalls begeisterte Anne Sanders auf einer Reise so sehr, dass sie spontan beschloss, ihren Roman Sommer in St. Ives dort spielen zu lassen. Dieser eroberte die Herzen der Leserinnen und war wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.








Lola Lessing stehen turbulente Wochen bevor: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern reist die junge Frau nach Cornwall, um ihrer Großmutter Elvira einen letzten Wunsch zu erfüllen. Denn Elvira möchte ihre Lieben noch einmal um sich haben, und zwar in dem charmanten Fischerdorf St. Ives, wo sie den glücklichsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Niemand ahnt, dass Elvira hier einst ihre große Liebe gefunden hatte — und dass die ganze Familie kurz davor steht, in Elviras geheimnisvolle Vergangenheit einzutauchen und den überraschendsten Sommer ihres Lebens zu verbringen …

Mein Großvater hat immer gesagt, man muss im Leben dicke Bretter bohren.








Ich verrate euch jetzt was: Ich hatte noch nie so einen seltsamen Grund, warum ich das Buch lesen wollte. Ganz im Ernst. Normalerweise klingt die Story interessant, man mag den Autor oder das Cover erregt die Aufmerksamkeit. Nichts davon hat mich hier dazu bewogen, das Buch zu lesen. Vielleicht hätte ich es gar nicht gelesen, wenn nicht... meine Kollegin plötzlich mit den folgenden Worten aufgetaucht wäre: "Hast du uns verheimlicht, dass du ein Buch geschrieben hast?"
Ja, auf den ersten Blick sehen Anne Sanders und ich uns tatsächlich recht ähnlich und ich gebe es zu... das war mein absolut seltsamer Grund, dieses Buch zu lesen.
Wobei ich sagen muss: Das Cover ist natürlich auch toll. Das weiße Holz, das Holzboot und die verschiedenen Flaschen geben einfach so ein leichtes Sommergefühl, das schaut man sich gerne an.
Beim Lesen habe ich mich anfangs etwas schwer getan, die Leichtigkeit des Covers habe ich nicht einfangen können und kam somit nicht ganz so gut in das Buch rein. Aber Hartnäckigkeit lohnt sich, denn es verbirgt sich eine bezaubernde Liebesgeschichte hinter den ersten Seiten. Ich denke, es war auch etwas schwieriger, weil die Situation am Anfang alles andere als leicht für die Protagonistin ist. Doch von Seite zu Seite entwickelt sich die Leichtigkeit, die man sich auch schon vom Cover her vorgestellt hat. Die Knoten der verworrenen Geschichte entwirren sich und Lola, also der Hauptcharakter, findet sich langsam in der Situation wider.
Es ist interessant, dass hier nicht ein Brief oder ein Bild die Vergangenheit aufstehen lässt, sondern wirklich Elvira selbst den Stein ins Rollen bringt. Man hat ja mittlerweile recht oft diese Bücher, in denen ein Nachfahre etwas findet und sich plötzlich eine neue Geschichte entpuppt. Doch ich finde es viel spannender, wenn es von der Person selbst ausgelöst wird und von daher hat mir nicht nur Lolas, sondern eben auch Elviras Geschichte sehr gut gefallen.
Es erklärt auch viel über die Charaktere, denn anfangs kann man Elvira einfach nur als starke und vielleicht auch sehr harte Frau einschätzen, doch ihre Geschichte zeigt sie in einem neuen Licht. Das ist es eben, man sollte die Menschen nie nach dem ersten Eindruck einschätzen, wer weiß, was sich dahinter verbirgt. Eine sehr schöne Botschaft, welche die Autorin hier in schöne Worte eingepackt hat.
Auch Lola erscheint anfangs anders als sie ist. Dennoch ist sie mir von Anfang an sympathisch, weil ich ihre Situation so gut nachvollziehen kann. Durch die Ich-Perspektive kriegt man natürlich auch mehr von ihren Gedanken und Gefühlen mit als von den anderen. Und ihre Einschätzung der Familie ist so herrlich schräg und ehrlich. Denn, wie fast jeder von uns, hat Lola eine ziemlich verrückte Familie, wenn man mal genau hinsieht. Ihr morbid veranlagter Bruder ist da nur der offensichtlichste Charakter, die anderen halten dafür im Buch noch so manche Überraschung für euch bereit.
Dass Lola sich verliebt, dürfte bei dem Genre keine Überraschung sein. Doch ich muss sagen: Die Liebesgeschichte ist überraschend angenehm. Zwar fehlt am Ende auch nicht das kleine Drama, dafür ist ansonsten nicht übertrieben, sondern sehr natürlich und die Story wirkt dadurch sehr ehrlich.
Allgemein fand ich das Buch eine angenehme Sommergeschichte, die man auch super am Strand lesen könnte. Oder in einem kleinen Café unter einem Sonnenschirm. Es ist einfach ein wunderbares Urlaubsbuch, das nicht nur mit der Geschichte an sich, sondern auch mit der Sprache besticht.
Wenn ich hier so schreibe, frage ich mich sogar, warum ich anfangs leichte Schwierigkeiten hatte, mich einzufinden. Und tendiere dazu: Es war der falsche Moment für das Buch, denn nach einer Unterbrechung von ein paar Wochen konnte ich es danach in einem Rutsch zu Ende lesen.






Ein ganz bezauberndes Buch mit einer sehr angenehmen Liebesgeschichte, das mich nach anfänglichen Startschwierigkeiten dann in den Bann gezogen hat.







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 9. August 2016

[Cosplay] Officer Rocky

Im Juli hat ich ein wunderbares Shooting mit der genauso wunderbaren Arii. Ihr kennt sie schon von meinen Bildern bei Lily oder Evergreen oder auch Katniss. Wir haben an dem Tag tatsächlich nicht nur ein Cosplay geshootet, sondern zwei Kostüme. Und für das zweite Cosplay sind wir dann sogar noch auf eine Burg hochgeklettert... Aber dazu dann in dem nächsten Post mehr ;)

Heute widmen wir uns ganz Officer Rocky. Was lange währt, wird endlich gut. Das Kostüm ist jetzt seit Mai 2015 fertig, doch Bilder habe ich einfach großartig keine bekommen. Dank Arii hat sich das jetzt geändert und hier könnt ihr einen Einblick in das Shooting gewinnen:


Pokemon Go ist ja gerade der große Hype - meine Officer Rocky spielt da zwar keine Rolle, aber vielleicht erinnert der ein oder andere sich vom Anime her noch daran. Oder zumindest an die Haare. 


Schwer ist die Perücke ja nicht, aber unhandlich! Ich gehe tatsächlich lieber seitwärts durch die Türen. Obwohl ich durchpasse, bleibe ich sonst doch ab und an mal hängen ;)


Beim Shooting fragte ich mich dann tatsächlich, wie die gute Frau mit dem engen Rock zum Einen Motorrad fahren kann und zum Anderen mit Absätzen auf Verbrecherjagd geht. Sieht zwar gut aus, aber die Umsetzung? Manche Posen waren erschrecken anstrengend dank Rock. Zum Beispiel diese hier:


Aber die Mütze ist super. Sage ich. Arii fand das nicht. Zu viel Schatten im Gesicht. Genau das fand ich super daran.


Was denkt ihr? Ich bin stolz auf das Cosplay, auch wenn ich z.B. die Perücke nicht selbst hergestellt habe. Ich kriege nicht einmal mein eigenes Haar schön hin und dann Perücken? Die Ergebnisse wollt ihr nicht sehen ;)


Und nächste Woche an dieser Stelle: Mysterious Miss M!
Wie? Was? Wer? Keine Sorge, ich werde das Pseudonym bald enthüllen und glaubt mir, Mysterious Miss M ist eine tolle Cosplayerin - lasst euch also überraschen!
Und neuen Cosplay-Progress hab ich dann auch bald für euch. Ich sehe schon kommen, ein Tag in der Woche wird eng ;)

Montag, 8. August 2016

[Zwischenspiel] Ich bin wieder da!

Kaum zu glauben, es ist schon über einen Monat her, dass ich etwas gepostet habe...
Dafür kann ich erfolgreich vermelden: Ich bin jetzt ausgebildete Buchhändlerin und den Umzug habe ich auch gut hinter mich gebracht. Mein Mount Bookerest steht und der Rezigipfel wächst langsam auch an. So muss das doch sein.

Außerdem brenne ich wirklich darauf, hier wieder loszulegen. Ich habe ein Cosplay-Interview am Start, zwei wunderbare Shootings hatte ich auch, ich nähe mal wieder, ich lese und wie gesagt, der Rezigipfel wird langsam größer. Außerdem habe ich auch endlich mal wieder ein BaBü in der Hinterhand. Und das Jahr der Klassiker wartet auch auf die Rezensionen - gelesen habe ich ja, aber zum Bloggen hat es einfach nicht gereicht.

Ein, zwei Ideen, was ich noch machen könnte, warten auch in meinem Hinterkopf. Aber erstmal möchte ich wieder eine richtig schöne Bloggerroutine kriegen :D Der Alltag soll mich also wiederkriegen und ich freue mich darauf.

Und habe ich irgendetwas verpasst? Habt ihr irgendwelche Wünsche und Fragen an mich? Ich bin offen für - fast - alles und vor allen Dingen freue ich mich auch darauf, endlich mal wieder in aller Ruhe eure Blogs lesen zu können. Ich muss sagen, ich habe immer überflogen, aber sich da mal wieder richtig vertiefen zu können... Hach, die Aussicht gefällt mir! Die Lernzeit des letzten halben Jahres kann ich jetzt hier gut anwenden.

Habt ihr vielleicht Tipps für mich? Blogeinträge, die ich gelesen haben muss? Blogs, die jeder, also auch ich, kennen sollte? Dann nur her damit.