Dienstag, 16. Dezember 2014

[Zwischenspiel] Bloggertreffen im Main/Neckar-Kreis

Ihr Lieben, das war ja schon einmal Thema und jetzt habe ich es immerhin mal geschafft, eine Facebookgruppe zu eröffnen.
Ihr habt ebenfalls Interesse an einem Treffen im Raum Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen? Schaut hier vorbei oder meldet euch auf meiner Facebook-Seite bei mir!

Und damit das hier nicht so bildlos ist. Random-Cosplay-Bild, was ihr schon kennt, aber den Beitrag bebildeter macht :D
Ah, Cosplay-Progress-Bild:






Katniss' Jacke. Sie ist nach einem Jahr endlich fast fertig, nur noch ein Gummi in der Taille einziehen und das wars. Ist das nicht der Wahnsinn? :D
Und dann noch die Pfeiltasche fertig machen und das wars dann. Dann brauch ich nur noch Bilder. Und Zeit, um Bilder zu machen xD

Freitag, 12. Dezember 2014

[Rezension] Mona - Dan T. Sehlberg





Titel: Mona
Autor: Dan T. Sehlberg
Original: Mona
Verlag: KiWi
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-642-04613-7
Preis: 16,99€
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Autor


Dan T. Sehlberg, Jahrgang 1969, MBA der Stockholm School of Economics, in den 80ern Mitglied der Rockband Nova, hat mehrere IT- und Internetfirmen gegründet. Seinem Debütroman Mona soll 2014 ein zweiter Thriller um Professor
Eric Söderqvist folgen. Dan T. Sehlberg lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Stockholm.

Inhalt

»Mind Surf« ermöglicht es, allein mit Gedankenkraft im Web zu surfen. Hanna, die Frau des Erfinders Eric Söderqvist, probiert das revolutionäre neue System aus – und fällt in ein lebensbedrohliches Koma. Derweil verbreitet sich Mona, ein aggressiver Computervirus, im israelischen Bankensystem. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen?
Eric Söderqvist, Informatikprofessor aus Stockholm, hat »Mind Surf« erfunden – ein gedankengesteuertes System, das die Bedienung von Computern von Grund auf verändern kann.
Der Libanese Samir Mustaf ist ein früherer MIT-Professor, dessen Tochter Mona von einer israelischen Splitterbombe getötet wurde. Er hat den komplexesten Computervirus – Mona genannt – entwickelt, den die Welt je gesehen hat. Mit ihm soll ein Cyberangriff auf Israels Finanzsystem unternommen und das Land destabilisiert werden.
Eric ist, auch wenn alle ihn für verrückt erklären, davon überzeugt, dass seine Frau, die für eine israelische Bank in Schweden arbeitet, von dem Computervirus infiziert wurde. Um sie zu retten, gibt es nur einen Weg: Er muss den Erfinder des Virus ausfindig machen.
Während Eric die Jagd auf seinen akademischen Gegenpart Samir aufnimmt, wobei ihm Mossad wie Hisbollah und zu allem Überfluss auch das FBI stets auf den Fersen sind, fordert in Stockholm der mysteriöse Virus sein erstes Opfer, und Hannas Zustand verschlechtert sich zunehmend ...

Erster Satz

Das kleine Mädchen in dem hübschen Kleid ging ein großes Wagnis ein.

Meine Meinung

Ich hatte den Klappentext gelesen und dachte nur: Das musst du lesen. Im Nachhinein muss ich sagen: Da hat die Inhaltsgabe mehr versprochen als sie halten konnte. Mich konnte das Buch nicht überzeugen und auch nicht fesseln. Da war Hanna, die litt und immer kranker wurde, da war Jens, der beste Freund, der immer wütender wurde, da war Samir, der geniale Computermensch, dessen Motive so schnell klar wurden, dass es echt langweilig war, und natürlich Eric, der durch Zufälle immer wieder auf die richtige Fährte stolpert. Denn Ermittlungsarbeit kann man ihm nicht zusprechen, da hat der Professor eher Glück im Unglück im Glück und so weiter. Das alles wird gekrönt von viel zu vielen Sichtweisen, die man im Verlauf des Buchs erlebt und einem Stil, der trocken ist, allerdings ohne jegliche Form von Humor...

Aber noch mal im Einzelnen, ich fang mal mit der Sprache an. Wie bereits erwähnt, fand ich diese trocken, knöchern und nicht fesselnd. Natürlich sind gerade die Teile, in denen es um die technischen Hintergründe des Virus geht (oder auch von Erics 'Mind Surf'-Programm) nicht anders zu lösen. Das ist auch akzeptabel, aber zumindest in den anderen Passagen hätte ich mir doch etwas mehr Spannung gewünscht, denn leider ging es so trocken weiter. Selbst in einer recht leidenschaftlichen Szene war nur der Inhalt lebendig, doch das Stilistische bleibt zurück.

Auch inhaltlich bleibt die Geschichte hinter meinen Erwartungen zurück. Ich weiß nicht, woran das liegt, denn letztlich passiert genau das, was der Klappentext prophezeit. Dennoch fehlt da der Kick, das Besondere, das, worauf ich gehofft hätte. Für meinen Teil kann ich sagen, dass es bei mir an den vielen verschiedenen Parteien liegt. Der Moussad, die Bank, Hanna, Samir, und, und, und. Es wurde immer mehr und irgendwann war mir das einfach zu kleinteilig. Das hat nicht zur Erhöhung der Spannung beigetragen, sondern diese eher verzögert. Manchmal kann man auch einfach zu sehr ins Detail gehen.

Eric als Figur war auch nicht ganz stimmig für mich. Einerseits war er total wild darauf, die Lösung zu finden, dann total verängstigt und zögerlich und unsicher. Außerdem gibt es Szenen, in denen er, der geniale Computer-Experte und Professor, einiges vergisst, was selbst ich als Laie bedenke. Und das liegt definitiv nicht nur an seiner Angst um Hanna. Nur so konnte die Geschichte vorangehen, aber... gut getan hat es ihr nicht. Die anderen Figuren bleiben eher farblos, selbst Samir, der einen traurigen, aber eben vorhersehbaren Hintergrund hat, ist einfach langweilig und uninteressant.

Fazit

Wer Politthriller und so visionäre Geschichten mag und sich auch nicht von einem etwas trockeneren Stil abschrecken lässt, mag hier sicher eine spannende Geschichte finden, doch ich persönlich konnte kaum Positives abgewinnen, außer einer Figur, die allerdings ein Spoiler ist und bleibt.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 11. Dezember 2014

[Rezension] Bienensterben - Lisa O'Donnell





Titel: Bienensterben
Autor: Lisa O'Donnell
Original: The Death of Bees
Verlag: Dumont
Erschienen: November 2014
ISBN: 9783832162924
Preis: 9,99€
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Autor

Lisa O’Donnell wurde für ihr Drehbuch ›The Wedding Gift‹ mit dem Orange Screenwriting Prize ausgezeichnet.
Für ihren Debütroman ›Bienensterben‹ (DuMont 2013) erhielt sie 2013 den Commonwealth Writers’ Prize. Lisa O’Donnell lebt mit ihren zwei Kindern in Schottland.

Inhalt

Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht.

Erster Satz

Izzy hat mich Marnie genannt, nach ihrer Mutter.

Meine Meinung

Beeindruckend. Definitiv ein Buch, das einen fesselt und bewegt. Ich fand es beeindruckend mit seiner düsteren Seite und diesen Lügen, die sich aufbauen. Einfach nur beeindrucken. Marnie ist die erste Ich-Erzählerin, zwei weitere, darunter ihre Schwester, folgen noch. Und ihre Schwester, Nelly, ist eigentlich mein einziger Wermutstropfen. Eigentlich ein genial angelegter Charakter mit ihrer Sprache und ihren Ansichten, aber dennoch hatte ich beim Lesen ihrer Passagen nicht dieses Mitfühlen und Mitleiden, dass sowohl Marnie als auch der dritte Erzähler, den ich euch nicht vorweg nehmen möchte, ausgelöst haben. Sprachlich gesehen war Nelly sicher die Interessanteste und charakterlich gesehen eigentlich auch, doch ich brauche - gerade bei Ich-Erzählern - einfach dieses Identifikationsgefühl. Da Nelly eben ein sehr verquerer und eigenwilliger Charakter ist, konnte ich persönlich dieses Gefühl eben nicht finden. Aber im Ernst, das ist Meckern auf sehr hohem Niveau und wirklich das Einzige, was mich gestört hat.

Die Sprache an sich, nicht nur Nellys Wortwahl, gefällt mir richtig gut. Es ist teilweise echt derb, aber es passt einfach zu der Geschicht und hat etwas Ehrliches, etwas Wahrhaftiges. Auf alle Fälle verstärkt die Sprache der Ich-Erzähler die Eindringlichkeit und die Düsterkeit und auch das Verlorene der Geschichte. Genau so empfinde ich es speziell bei Marnie: Da ist so eine Verlorenheit, ein Alleingelassensein, ein Verzweifeln und das bringt die Autorin richtig eindringlich an mich als Leserin rüber!

Inhaltlich bleibe ich dabei, diese Geschichte ist einfach beeindruckend. Sie lebt mit wenig Charakteren, dafür sind sie umso intensiver. Diese gesamte Geschichte ist einfach intensiv, da fällt es mir doch schwer euch das zu beschreiben, was ich beim Lesen von Bienensterben erlebt habe. Ich habe einfach so mitgefühlt und wurde so in den Bann dieser dunklen, dramatischen, aber teils fast zu realistischen Geschichte gezogen, das lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Lisa O'Donnell hat hier ein richtiges Lesehighlight verfasst.

Fazit

Was für ein Buch! Auch wenn ich wegen dem Charakter Nelly etwas abziehen werde, war das Buch einfach unglaublich. Mir wurde teilweise schlecht, weil ich so mit Marnie und ihrer Schwester mitgelitten habe und mich dieses Schicksal so bewegt habe. Unglaublich und unglaublich bewegend!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 8. Dezember 2014

[Rezension] Monument 14. Die Flucht - Emmy Labounre





Titel: Monument 14 - Die Flucht
Autor: Emmy Labourne
Original: Monument Fire: Sky on Fire
Band: 2
Verlag: Heyne
Erschienen: Mai 2014
ISBN: 978-3-453-53455-1
Preis: 8,99€
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Autor

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Inhalt

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA getroffen und weite Teile des Landes verwüstet hat, stranden vierzehn Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Der Strom fällt aus, die Zivilisation bricht zusammen, und aus einer nahen Chemiefabrik entweicht eine gefährliche Giftwolke. Dann dringt das Gerücht durch, dass die Überlebenden von Denver aus ausgeflogen werden. Die Jugendlichen bestimmen eine Gesandtschaft, die sich nach Denver durchschlagen soll. Der Rest von ihnen bleibt zurück, darunter der eher schüchterne Dean, der sich früher immer aus allem herausgehalten hat. Als sie von einem gewalttätigen Einbrecher bedroht werden, muss Dean über sich selbst hinauswachsen …

Erster Satz

An denjenigen, der diesen Brief findet:

Ich hätte da eine Matheaufgabe für Sie.

Meine Meinung

Und ich so nach dem letzten Band: Will. mehr. Will. Unbedingt. Mehr. Und da bekam ich mehr mit diesem Band und habe ihn wieder komplett verschlungen! Ich finde diese Reihe einfach mitreißend und fesselnd und freu mich jetzt schon auf den nächsten Band! Gott, was gibt es Besseres als eine Reihe, die einen so mitnimmt? Eigentlich nichts!

Zum Buch an sich: Dieses Mal gibt es neben Dean mit Alex einen zweiten Ich-Erzähler, eine Neuerung, die mir ziemlich gut gefällt, eigentlich sogar sehr gut. Alex hat eine ganz andere Sichtweise, die nicht ganz so menschennah ist, er ist nicht so fähig, mit Menschen umzugehen, sein Ding sind Maschinen. Dennoch meistert seine Situation ziemlich gut und - auch wenn er sich entwickelt - verändert sich seine Persönlichkeit nicht.
Ich muss sagen, dass ist etwas, was mir allgemein gut an diesen Büchern gefällt: Die Gruppendynamik entwickelt sich einfach unglaublich, dieser Zusammenhalt wirkt realistisch, aber dennoch behalten alle ihre Persönlichkeit. Keiner verändert sich vollkommen, bloß weil da diese (auf gut Deutsch) scheiß Situation ist. Es gibt Entwicklungen, aber dennoch wird Alex sicher nie Psychologe und Dean nicht plötzlich zum Superhelden. Doch es gibt so entzückende Beziehungen und Momente, die einem das Herz aufgehen lassen. Da muss ich einfach mal vorweg greifen und einen Namen erwähnen: Mario. Diese Figur finde ich großartig und hoffe, dass im dritten Band noch mehr mit ihm kommt.

Die Sache mit Josie fand ich... zu viel des Guten, das hätte nicht auch noch passieren müssen, aber ansonsten hat mich auch dieses Mal der Inhalt mitgerissen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und wo ich aufhören soll, weil mich so vieles hier begeistert hat! Grundsätzlich fesselt mich immer noch die Idee mit den unterschiedlichen Reaktionen auf das Gift und wie die Autorin es schafft, diese zu beschreiben, ohne es zu dramatisieren. Auf der Flucht läuft eben nicht alles glatt und es gibt Reaktionen darauf und allein die Beschreibungen fand ich toll. So Kleinigkeiten können mich einfach glücklich machen ;)
Und da gibt es noch mehr, was mich glücklich macht. Allein, wenn ich darüber nachdenke, was ich schreiben könnte, möchte ich das Buch eigentlich noch mal lesen. Aber zugleich möchte ich eigentlich erst den nächsten Band lesen, am liebsten alle drei!

Fazit

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich liebe diese Reihe, was für ein Highlight. Im Prinzip möchte ich nur eines sagen: Versucht es mal mit Band 1 und lasst euch auch begeistern, vielleicht kann euch diese Dystopie ja überzeugen.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 3. Dezember 2014

[Rezension] Und morgen du - Stefan Anhem





Titel: Und morgen du
Autor: Stefan Anhem
Original: Offer utan ansikte
Band: 1
Verlag: List
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-471-35105-5
Preis: 16,99€
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Autor

Stefan Ahnhem, geboren 1966, ist ein bekannter schwedischer Drehbuchautor, unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm. Und morgen du ist sein erster Roman und der erste Teil einer Krimiserie um den Kommissar Fabian Risk.


Inhalt

Kommissar Fabian Risk kehrt nach Jahren in Stockholm zurück in seine beschauliche südschwedische Heimatstadt Helsingborg. Doch noch bevor er und seine Frau die Umzugskisten öffnen können, bitten ihn seine neuen Kollegen in einem Mordfall um Hilfe. Ein Mann wurde geradezu hingerichtet, seine Hände abgehackt. Risk kennt das Opfer. Und das ist erst der Beginn einer brutalen Mordserie. Bald taucht der nächste Tote auf. Auch diesmal grausam verstümmelt. Alle Opfer gingen in Risks Klasse. Ein alter Schulfreund nach dem anderen stirbt …

Erster Satz

Im Herbst 2003 führte der Psychologe Kipling D. Williams ein Experiment zu sozialer Ächtung durch.

Meine Meinung

Mir geht gerade ein Licht auf... beim Abtippen des ersten Satzes hat sich ein Kreis geschlossen, von dem ich nicht mal wusste, dass er offen ist! Da hatte ich aber so was von ein Brett vor dem Kopf.

Aber gut, kommen wir zu dem für euch interessanten Teil und das nicht der über meine Erkenntnisse, oder? ;)

Und morgen du ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe, wobei ich anfangs tatsächlich das Gefühl hatte, dass ich mitten in eine Reihe reinlese. Fabian Risk, der Protagonist, kommt aus familiären und beruflichen Gründen zurück in seine alte Heimatstadt. Beide Probleme wurden immer wieder angeschnitten, aber nicht richtig ausgeführt. Im Nachhinein denke ich, dass da sicher noch Bände folgen werden, die das ausführen und auch die Personen detaillierter vorstellen, die hier in der aktuellen Geschichte teilweise am Rand vorkamen, dabei aber doch darauf verweisen, dass sie in Risks Leben schon eine große Rolle gespielt haben.

Zum Text an sich: Er ist so aufgebaut, dass sich immer wieder Tagebucheinträge von einem namenlosen Jungen zwischen der Story befinden. Diese sind teilweise richtig deprimierend, noch öfter jedoch beängstigend. Den Hauptteil der Geschichte erleben wir durch Risk (keine Ich-Form!) selbst, doch es gibt immer wieder Szenen, in denen es einen anderen Hauptdarsteller gibt. So kriegen wir auch einige der Morde mit, was natürlich auch ganz spannend ist.

Fabian Risk ist ein sehr... er ist ein Mann mit... er ist aktuell für mich wohl nicht leicht zu beschreiben. Er ist ein guter Ermittler, er liebt seine Familie trotz allen Problemen, kann aber absolut nicht mit seinem Sohn umgehen. Er ist eben auch ein Einzelgänger und das merkt man an seinen Ermittlungen, dabei erschafft er auch einige gefährliche Situationen. Da dies ein spezieller Fall für ihn ist, immerhin ist seine alte Klasse das Ziel des Mörders, kann man noch nicht sagen, ob das auch immer so sein wird, doch hier hätte er sich ruhig etwas mehr Unterstützung holen können.

Der Fall an sich hat mich überrascht. Zumindest gegen Ende, doch ich kann jetzt auch nicht sagen, dass ich das Buch einfach so weggesaugt habe. Ich wollte wissen, wie es endet, konnte es jedoch auch mal problemlos zur Seite legen. Definitiv ein guter Krimi, wenn mir auch noch etwas mehr Mitreißen gefehlt hätte. Zusammen mit Fabian Risk hat man recht früh einen Verdächtigen und es ist auch tatsächlich so, dass man immer auf einer Wissensebene mit ihm war, zumindest was die Identität des Täters angeht. Nur am Ende hat man wirklich einen Vorsprung.

Mir hat das Ende richtig gut gefallen. Ich würde euch gerne verraten, warum, aber das wäre ja unspannend, oder? Nur ein Wort: Frauenpower. Doch nicht nur diese, auch die letzten Szenen und die Erkenntnisse, die unser Protagonist hat, haben mir doch zugesagt.

Fazit

Und morgen du ist definitiv ein guter Krimi, der auch einige detaillierte Mordbeschreibungen zu bieten hat, doch wer Thrill und Blut sucht, ist hier nicht ganz bedient. Für mich war es dadurch genau das Richtige. Auch Familie, Freunde und zwischenmenschliche Beziehungen werden hier groß geschrieben, was natürlich auch an Risks persönlicher Beteiligung am Fall liegt. Durchaus lesenswert.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt