Donnerstag, 15. September 2016

[E-Rezension] Wie angelt man sich einen Piraten? - Marita Sydow Hamann






Titel: Wie angelt man sich einen Piraten
Autor: Marita Sydow Hamann
Reihe: Magisches Geflüster
Erschienen: 2016
ASIN: B01HMW5LWK
Preis: 2,99€
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Marita Sydow Hamann wurde in Alesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. Nach dem Abitur begann sie ein Lehramtsstudium und eine Heilpraktikerausbildung. Sie unterrichtete Reiten, Norwegisch und Deutsch. Im Jahr 2000 zog sie nach Schweden. Dort arbeitete sie als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In den Schlafpausen ihrer Patienten begann sie mit dem Schreiben.
Aktuell lebt Marita Sydow Hamann mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Smaland.








Neele Petersen hat einige schwere Schicksalsschläge hinter sich. Nachdem ihre jahrelang bettlägerige Mutter verstirbt, entscheidet sich Neele dafür, ein neues Leben zu beginnen. Um den nötigen Abstand zu gewinnen, fliegt sie erst einmal in den Urlaub – vier Wochen Schottland!
Doch gleich am ersten Tag wird sie in einen schweren Unfall verwickelt, der einen gewissen Laird Jack McLean lebensgefährlich verletzt. Seitdem verfolgen die kalten Augen des allseits verhassten Lairds Neele Nacht für Nacht in grausamen Albträumen. Doch damit nicht genug. Das idyllische Cottage, das Neele gemietet hat, gehört zu McLean Castle, und dort spukt niemand anderes als Kapitän Jack McLean – seit über 270 Jahren tot und ein früher Verwandter sowie Namensvetter des nun im Koma liegenden Lairds...


Verächtlich blickte Jack McLean auf den alten Mann hinab, der händeringend vor ihm stand.






Love is in the air~ Und zwar ziemlich laut knisternd, nur dass die Beteiligten davon natürlich erstmal noch nichts wissen wollen. Doch ganz am Beginn fängt die Geschichte erst einmal... mit einem echt A**** an. Ich habe das erste Kapitel gelesen und war einfach nur so: Boah, *****, &%&§$"(%, $&)&"&$! Da war ich echt ziemlich angenervt und ehrlich? Ich konnte diesen Idiot so was von nicht leiden. Außerdem fragte ich mich, was das mit einem Piraten zu tun hat - ich habe das Buch nämlich ohne den Inhaltstext von oben gelesen. Hätte ich ihn gelesen, hätte ich auch ein paar Hinweise mehr gehabt, was dieser Idiot da sollte.

Es ist eine entzückende und eigentlich ziemlich romantische Geschichte rund um Neele und Captain Jack. Außerdem gibt es ja kaum was Spannenderes als einen spukenden Piraten, oder? Und die beiden ergaben lesetechnisch einfach ein erstklassiges Team. Es hat Spaß gemacht, die beiden interagierend zu lesen. Neele, die das erst für eine Halluzination hält, Jack, der Neele eigentlich nur loswerden will, sie aber irgendwie doch ganz niedlich findet. Und gerade die Wortgefechte zwischen den beiden sind ein Highlight. So was lese ich einfach zu gerne, weil es Spaß macht.
Die Geschichte ist natürlich nicht die komplizierteste Story auf den Planeten und das Ende lässt sich mit ein bisschen gesundem Menschenverstand und Liebesromanerfahrung durchaus erahnen, doch wenn so eine einfache Story gut geschrieben ist, dann lese ich das liebend gerne. Außerdem machen die Charaktere ja immer noch einiges aus und diese hier sind allesamt liebevoll und detailliert gestaltet. Neele hat Vergangenheit und einiges aufzuarbeiten, doch auch Jacks Geschichte ist nicht ohne. Ich verrate sie euch jetzt nicht, aber so viel sei gesagt: Wir haben hier eine richtige toll und wild-romantische Geschichte mit der gehörigen Portion Spannung und Gefahr. Und ich mag Jack einfach. Auf den ersten Blick scheint er ja ein harter Kerl zu sein, grimmig und garstig, aber man lernt ihn wirklich gut kennen und verstehen und schätzen. Doch nicht nur die zwei Protagonisten sind gut gestaltet. Auch beim Rest merkt man Maritas Liebe zum Detail.






Wie angelt man sich einen Piraten? ist eine wunderbar leichte Liebesgeschichte, die zwar nicht mit außergewöhnlichen Wendungen, aber dafür mit wunderbaren Charakteren besticht. Perfektes Lesematerial für die heißen Tage.







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 13. September 2016

[Rezension] Jane Austens Geheimnis - Charlie Lovett





Titel: Jane Austens Geheimnis
Autor: Charlie Lovett
Original: First Impression
Aus dem Englischen: Ulrike Laszlo
Verlag: Goldmann
Erschienen: 18.07.2016
ISBN: 978-3-442-48404-1
Preis: 9,99€
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Charlie Lovett hat früher als Antiquar gearbeitet, ist ein begeisterter Büchersammler und gehört dem "Grolier Club" an, Amerikas bedeutendstem Club für Bücherliebhaber. Er lebt mit seiner Frau abwechselnd in Winston Salem, North Carolina, und Kingham im englischen Oxfordshire. Nach dem New-York-Times-Bestseller "Das Buch der Fälscher" ist "Jane Austens Geheimnis" sein zweiter Roman.








Sophie Collingwood liebt Bücher, vor allem die von Jane Austen. Ihrer Leidenschaft kann sie auch beruflich nachgehen: als Angestellte in einem Londoner Antiquariat. Dort versucht sie für ihre Kunden noch die obskursten Werke aufzutreiben – wie beispielsweise „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten". Für diese Sammlung erbaulicher Erzählungen aus dem Jahr 1796 gibt es gleich zwei Interessenten. Was Sophie nicht ahnt: Das schmale Bändchen birgt den Schlüssel zu einem Geheimnis um Jane Austens Meisterwerk “Stolz und Vorurteil”. Und plötzlich wird aus der Suche nach einem vergessenen Buch ein höchst gefährliches Abenteuer … Ein bezaubernder Roman um alte Bücher, junge Liebe und den Charme von Jane Austen!


Jane genoss ihre einsamen Spaziergänge sehr, und so war sie weiter gelaufen als beabsichtig, in Gedanken mehr bei der Geschichte, die sie bald zu schreiben hoffte, als bei dem Buch, das sie vor Kurzem gelesen hatte.







Nach diesem Buch schäme ich mich noch mehr, dass ich noch nichts von Jane Austen gelesen habe - aber (!) es liegt ja schon was bereit. Sobald ich den Mount Bookerest etwas abgebaut habe, komme ich ohne Lawinengefahr dran und kann es lesen. Das hat jetzt aber natürlich überhaupt nichts mit dem Buch zu tun, außer dass die Leidenschaft von Sophie einen doch etwas ansteckt. Und gerade wenn man ein Frischling im Jane Austen Bereich ist, möchte man doch wissen, woher diese Leidenschaft kommt. Das Buch macht Lust auf mehr und mehr ist in diesem Fall Jane Austen höchst persönlich.
Es ist eine dieser Geschichten, die Gegenwart und Vergangenheit zugleich erzählt, doch dieses Mal ohne den Familienkonflikt. Stattdessen ist es Jane Austen, die wir in den vergangenen Episoden kennenlernen können. Und die Gegenwart wird von ihrem wohl größten Liebhaber gestaltet: Sophie. Der Klappentext entspricht nicht ganz der Ausgangssituation und man wird etwas in die Irre geführt. Deshalb war ich anfangs auch sehr irritiert, dass Sophie Studentin ist und letzten Endes nichts mit dem Antiquariat zu tun hatte. So musste erst ihr geliebter Onkel sterben und seine unglaubliche Buchsammlung gegen ihren Willen verkauft werden, dass sie in das Antiquariat kommt. Und so intensiv wird die Arbeit dort auch nicht wirklich beschrieben, da hätte ich mir echt mehr erwartet. Es sind eigentlich nur ein paar Seiten, danach widmet sie ihre Suche einem einzigen Buch. Das wird überraschend gefährlich und sie deckt einige spannende Geheimnisse auf, nicht nur rund um Jane Austen, auch ihre Familiengeschichte lernt Sophie dadurch etwas besser kennen. Und natürlich findet sie auch ihre große Liebe. Am Ende sind alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Sophie finde ich wirklich wunderbar dargestellt, sie ist facettenreich, charakterstark und ihre Liebe zu Büchern eint wohl jeden bibliophilen Leser mit ihr. Die restlichen Charaktere bleiben dagegen eher farblos. Es konzentriert sich alles aus Sophie und Jane Austen und Bücher. Die Liebe zum Buch spürt man wirklich in jedem Wort des Buches, doch leider gehört eben auch etwas mehr zu einem guten Buch dazu. Und das sind die Charaktere. Es gibt ja durchaus überraschende Wendungen bei diesen, aber letzten Endes fehlt mir da die Tiefe. Da sind nur genau drei Charaktere, die mir richtig im Gedächtnis geblieben sind: Sophie, Jane und Janes liebster Gefährte, den ich euch jetzt aber nicht verrate. Der Rest ist austauschbar, selbst die Antagonisten bleiben eher Randfiguren ohne wirklichen Biss. Vielleicht hat mir daher auch die Spannung gefehlt: Denn selbst die Momente, in denen Sophie direkt bedroht wird, waren eher mau. Das war eher die hochgezogene Augenbraue als der Schauder über den Rücken.
Was ich zum Inhalt sagen soll... das fällt mir ehrlich schwer. Ich fand die Episoden mit Jane wunderbar, diese Vorstellung, wie sie ihre Bücher entwickelt haben könnte, das hat Spaß gemacht. Und auch Sophies Liebhaberszenen haben mich mitgenommen, weil ich es einfach so gut nachvollziehen kann. Doch den Krimiteil fand ich lasch. Langweilig. Er hat mich nicht mitgerissen. Und wenn ich so darüber nachdenke, liegt das eben nicht nur an der Story, sondern auch daran, dass der Autor für mich kein Krimiautor ist. Es gibt einfach Autoren, die sind für mich nicht spannend, selbst wenn Krimielemente enthalten sind. Und das ist hier der Fall. Das will nicht heißen, dass Jane Austens Geheimnis nicht lesenswert ist, nur vom Kriminalteil sollte man eben nicht zu viel erwarten. Durchdacht ist er auf alle Fälle, er reißt nur nicht vom Hocker, bei mir zumindest. Der Schreibstil macht hier schon einiges aus und da fehlte einfach die Spannung. Die Idee dahinter fand ich aber genial - auf die Lösung wäre ich letzten Endes so nicht gekommen!
Das Ende ist natürlich schön. Liebe, Friede, Eierkuchen, das passt schon ganz gut.






Dennoch hätte mich das Buch noch mehr überzeugt, wenn die Figuren mehr Tiefe und Farbe gehabt hätten und die Krimielemente noch spannender gewesen wären. Da fehlte mir noch etwas Pfeffer und dann wäre das Buch perfekt gewesen.







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt


Mein Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 10. September 2016

[Cosplay] Princess Mars - Shooting

Hallo Team!

Tja, noch immer gehen mein Notebook und mein WLAN getrennte Wege - zum Glück konnte ich die Bibliothek jetzt auch für so eine Aktion zweckentfremden ;)

Daher gibt es heute auch keinen Text über Cosplayseiten oder ein weiteres Interview, sondern Bilder meines letzten Shootings, mal eine kleine Abwechslung zum Progress. Da ist auch nicht viel Sichtbares passiert, obwohl ich sagen kann: Bibi Blocksbergs Kleid ist fertig. Das Oberteil von Rei Hino bedarf noch einiger Liebe. Oder Handarbeiten.

Aber heute kriegt ihr eben Cosplay-Bilder mit Chimi-Inhalt. Princess Mars haben wir hier auf einer Burg geshootet. Ich war also Burgfräulein Mars, das hat sogar dem einen Hund gefallen, der dort oben zu Besuch war. Ich wollte ja schon eine Weile zum Shooten dort hoch und ich bin froh, dass es am Tag unseres Doppelshootings geklappt hat. So eine Burgruine ist halt doch ein toller Hintergrund.

Doch genug der Worte, bevor mein Akku schlapp macht ;) Ich lasse jetzt statt Taten Bilder folgen:












Ich hoffe, sie gefallen euch, ich bin verdammt glücklich damit :3

Bis zum nächsten Mal (und ich hoffe, dass das schneller ist als dieses Mal!)

Donnerstag, 8. September 2016

[Rezension] Die Frau, die allen davonrannte - Carrie Snyder





Titel: Die Frau, die allen davonrannte
Autor: Carrie Snyder
Original: Girl Runner
Übersetzt von: Cornelia Holfelder von der Tann
Verlag: btb
Erschienen: 13.06.2016
ISBN: 978-3-442-75464-9
Preis: 19,99€
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Carrie Snyder ist Mutter von vier Kindern, Autorin, Organisationstalent, Träumerin, Läuferin, Lehrerin, Fotografin und jemand, der sich die Zeit nimmt, um sich mit einer Tasse Kaffee vor den Computer zu setzen und sich mit dem eigenen Blog zu beschäftigen oder ein Buch zu schreiben. Auch wenn ihre Tage mehr als ausgefüllt sind, fragt sie sich immer wieder, was sie noch tun kann, um sie etwas schöner und wertvoller zu machen. Sie veröffentlichte zwei Bücher mit Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Ihr erster Roman »Die Frau, die allen davon rannte« stand bereits wenige Wochen nach Erscheinen auf der Shortlist des Rogers Writers’ Trust Fiction Preises und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Carrie Snyder lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und zwei Hunden in Waterloo, Ontario.








Dass Aganetha Smart einst eine kühne Pionierin war, ist in dem Altenheim, in dem sie sitzt, niemandem bewusst. Als zwei junge Leute auftauchen, um sie zu interviewen, sagt sie bereitwillig zu. Trotz ihrer Gebrechlichkeit sehnt sie sich nach Abenteuer. Und auch wenn ihre Erfolge weitestgehend in Vergessenheit gerieten, erinnert sie selbst sich noch sehr genau daran. Als junge Läuferin gewann sie eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Es war ein revolutionärer Sieg, Frauen durften in dieser Kategorie zum ersten Mal teilnehmen. Doch so sehr Aganetha sich bemühte, vor ihrer Vergangenheit konnte sie nicht davonlaufen – ebenso wenig wie vor den Konventionen ihrer Zeit.


Dies ist nicht der Liebesgesang der Aganetha Smart.






Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn es hat mich von Anfang an gefesselt und in den Bann gezogen. Ich liebe einfach diese Einblicke in die Vergangenheit und das hier ist ein Gebiet, zu dem ich eigentlich bisher keinen Bezug hatte. Heutzutage wächst man ja damit auf, dass Frauen an der Olympiade eigentlich problemlos teilnehmen dürfen. So "Skandale" wie dieses Jahr mit der Burka werden eher selten hochgespielt, die olympischen Spiele sollen ja als freies Spiel mit Schwerpunkt auf den Sportarten liegen (was wirklich daraus gemacht wird, dazu möchte ich jetzt nicht wirklich viel dazu schreiben). Doch hier wird eine Zeit beschrieben, die eben das nicht hatte, in der es ein Skandal war, dass eine junge Frau ein 800-m-Rennen lief. Heute laufen Frauen auch den Marathon und das war ein Skandal? Manchmal geht einem so was schwer in den Kopf, wenn man es einfach anders gewöhnt ist.
Wenn man den Klappentext liest, wird man vielleicht an gewisse andere Bücher mit Altersheim als Thematik erinnert... Dennoch ist es ein ganz anderes Buch. Gegenwart und verschiedene Vergangenheiten verschmelzen miteinander und es gibt keine klare Erzähltrennung. Denn Aganetha ist über 100 Jahre alt und ihre Gedanken sind nun mal sprunghaft geworden. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf der Vergangenheit, doch es gibt einen Auslöser in der Gegenwart, der erst dafür sorgt, dass das Gedankenkarussell wieder anläuft.
Ich war fasziniert davon, wie Aggie zum Laufen kam und die Beschreibungen... da habe ich als Laufmuffel mir doch glatt gewünscht, ich könnte das beim Laufen empfinden, was hier beschrieben wird. Man bekommt gleich ein Gefühl der Freiheit und Leichtigkeit und kann den Wind im Gesicht spüren. Aganetha ist übrigens kein einfacher Charakter, sie hat mehr als genug Ecken und Kanten und im Laufe ihres Lebens wurden die zum Teil durchaus scharfkantig. Und es gibt bei so einem langen Leben wirklich genug Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, diese hier gehört jedoch dem Laufen. Aber eins sage ich euch: Ich hätte auch ein fünf Mal so dickes Buch über Aganetha gelesen, ohne zu zögern, denn es war toll. Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu erlesen und sich Stück für Stück ein Bild zusammenzusetzen und dennoch gab es am Ende dann - bäm! - eine Riesenüberraschung. Ich habe ja vieles erwartet, aber das hier? Nope. Dazu hatte ich echt keine Idee.
Neben Aggie erwarten euch noch viele weitere Figuren: Sie hat viele Geschwister und allein die Familiengeschichte der Smarts könnte ein Buch füllen. Ihre Mutter hat mich z.B. auch nachhaltig beeindruckt. Dann ihre Laufkameraden und Trainer und Mannschaftskameraden. Ich persönlich habe alles als so dicht und atmosphärisch empfunden, dass es auch hätte wahr sein können.
Man muss ein Faible für Lebensgeschichte haben, das ist ein Muss für dieses Buch. Aber wenn ihr gerne Geschichten lauscht, seid ihr hier richtig. Aggie hat jede Menge Geschichten zu bieten. Allein wenn ich jetzt darüber schreibe, möchte ich eigentlich nichts lieber als noch mehr zu dieser faszinierenden Frau zu erfahren. Meinetwegen auch das Buch nochmal zu lesen. Aber auf alle Fälle hat es dieses gewisse Etwas, das einen nicht mehr loslässt und das einen einfach weiter grübeln lässt. Trotz der nicht unerheblichen Seitenanzahl habe ich auch nach der Lektüre immer noch über Aggie und ihr Leben nachgedacht. Vieles wurde nämlich auch gar nicht erst ausgeschrieben, sondern nur angeschnitten und angedeutet. Was macht mehr Spaß als ein Buch, das eben Interpretationsspielraum lässt?






Eine unglaubliche Lebensgeschichte, die mich gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Ich bin mir sicher, dass ich bei einer weiteren Lektüre noch mehr Andeutungen finde und das Buch dann wieder und wieder lesen will.







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt


Mein Dank geht an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 31. August 2016

[Progress] Bibi Blocksberg & Rei Hino

Willkommen zum Cosplay-Di... äh Cosplay-Mittwoch. Hoffentlich. Wenn nicht Cosplay-Donnerstag! In letzter Zeit bin ich eher ruhig, hm? Leider ist mein Notebook genauso hitzeresistent wie ich... gar nicht. Okay, so dramatisch ist es nicht, aber tatsächlich dauert es sehr laaaaaaaange, bis WLAN und Notebook sich einig sind. Ich kann es ja verstehen, bei diesen Temperaturen.

Aber heute haben wir drei uns zusammengerauft und präsentieren euch: Progress. Die Connichi ist schon in greifbarer Nähe (viel zu greifbar...) und die Cosplays eher nicht so. Aber trotz der Hitzewelle der letzten Woche kann ich tatsächlich kleine Fortschritte verzeichnen. Und eins könnt ihr mir glauben, es ist nicht angenehm bei so heißen Temperaturen zu nähen. Man muss bügeln und noch viel schlimmer: anprobieren. Immer wieder. Stellt euch das lieber nicht vor, aber es ist tatsächlich sehr anstrengend.
Doch genug der jammernden Hitzeworte, hier könnt ihr meinen großartigen, fantastischen und überragenden Fortschritt sehen:




Das werden mal Socken für Rei Hino. Eigentlich sind es schon Socken, aber wie es halt so ist, haben Kniestrümpfe von Schuluniformen oft diese Streifen. Bisher hatte ich Glück in der Hinsicht, hier war es dann nicht nur ein einfacher schwarzer Streifen, sondern ein dunkelroter. Ein Strumpf ist praktisch fertig, der zweite folgt dann.




Das hier ist das Bibi-Blocksberg-Oberteil. Es sitzt noch nicht wirklich, aber für den Anfang ist es ein Anfang, oder nicht? Mir graut es ja vor den Ärmeln.



Und das gute Stück gehört zu den Kniestrümpfen. Ein wunderschönes Schuluniformoberteil, dem noch praktisch alles fehlt: Matrosenkragen, Ärmel, Schleife und Abnäher. Ihr werdet es kaum glauben, aber auch hier graut es mir vor dem Ärmchen. Warum nochmal habe ich so viel Kostüme mit Ärmel dieses Mal?




Zum guten Schluss, mein persönliches kleines Wunder: der Faltenrock. Ich hoffe schwer, dass ihr euch hierbei einen dramatischen Unterton vorgestellt habt, denn nach vielen Monaten des Fluchens ist es vollbracht. Ein voll funktionstüchtiger und sitzender Faltenrock. Ich kann es ja selbst kaum glauben, wie lange ich für so ein einfaches Teil gebraucht habe. Aber manchmal ist halt einfach der Wurm drin, nicht wahr? Im Februar dieses Jahres habe ich begonnen und immerhin ganz knapp im August wurde er noch beendet. Wie kann man nur ein halbes Jahr für einen FALTENROCK brauchen?
Im Moment ist er noch so stachelig wie ein Igel, aber die ganzen Stecknadeln werden natürlich noch entfernt. Alles, was dieser Rock noch braucht, ist eine ordentliche Bügelkur mit Bügelstärke, damit die Falten schön faltig bleiben. Doch damit kann ich auch noch etwas warten, bis es hoffentlich wenigstens noch ein paar Grad abkühlt. Spätestens vor der Connichi greife ich dann zum Bügeleisen.


Das war er, mein glorioser Fortschritt. Okay, das könnte durchaus besser laufen, aber ich komme voran. Und außerdem bin ich so voller Vorfreude auf die Connichi, dass es ja nur noch besser werden kann mit dem Nähen! Und der Zeitdruck spielt dann auch gar keine Rolle, überhaaaaaaaaupt nicht.

Was wünscht ihr euch als Nächstes? Zur Wahl stehen ein Cosplay-Interview, weiterer Progress, Shooting-Bilder mit meiner Wenigkeit oder die Vorstellung von verschiedenen Cosplayseiten.
Ich bin gespannt auf eure Antwort :3